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Zwischen Ancien Régime und Liberalismus (1808-1833)

Title: Zwischen Ancien Régime und Liberalismus (1808-1833)

Seminar Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Christin Wetzel (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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In der vorliegenden Hausarbeit „Zwischen Ancien Régime und Liberalismus“ möchte ich mich mit den historischen Ereignissen in Spanien zwischen den Jahren 1808-1833 beschäftigen.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts war Spanien eine von feudalen Strukturen geprägte Monarchie. Jedoch wurde Spanien im Jahr 1808 von den Franzosen besetzt und es kam zum Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich. Was in diesen Jahren politisch geschah, möchte ich näher beleuchten und darlegen.
Die Verfassung von Bayonne und die spätere legendäre Verfassung von 1812 in Cádiz sind die ersten Versuche den Absolutismus zu überwinden. Welche Reformen und welche Ideologie die Liberalen zu verfolgen versuchten, möchte ich in dieser Hausarbeit beschreiben.
Nach der Rückkehr Ferdinands VII aus französischer Gefangenschaft 1814 wurde der Absolutismus in Spanien wieder eingeführt. Im Folgenden wird untersucht Mit welchen repressiven Mitteln dies geschah und welche Konsequenzen dies für die spanische Gesellschaft hatte.
Die politische Lage Spaniens ist in dieser Zeit als sehr unstabil zu beschreiben und es kam während der Regierungszeit Ferdinands VII zu häufigen Regierungswechseln.
Im Jahr 1820 kam es wiederum zum radikalen Wechsel, die Liberalen kamen durch einen Pronunciamento im liberalen Cádiz wieder an die Macht und daraufhin folgten die drei konstitutionellen drei Jahre in Spanien.
Jedoch währte diese Zeit nicht lange und Ferdinand VII übernahm wieder das Zepter. Es folgte abermals eine absolutistische Ära, die bis zu seinem Tode 1833 anhielt.
All diese Ereignisse werden in dieser Hausarbeit in chronologischer Reihenfolge dargestellt und thematisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erste Versuche zur Überwindung des Absolutismus

2.1 Der Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich

2.1.1 Die Verfassung von 1812

2.2 Das Ende des Unabhängigkeitskriegs

2.2.1 Die Rückkehr des Absolutismus

2.2.2 Ferdinand VII als absoluter Herrscher (1814-1820)

2.3 Der erfolgreiche Pronunciamento

2.3.1 El Trienio Constitutional

2.4 Das unheilvolle Jahrzehnt

2.4.1 La década absolutista

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen historischen Ereignisse in Spanien zwischen 1808 und 1833, wobei der Fokus auf dem spannungsreichen Übergangsprozess zwischen den Strukturen des Ancien Régime und den aufkommenden liberalen Idealen liegt. Die Forschungsfrage widmet sich dabei den politischen Reformversuchen, der Rolle der Verfassung von 1812 sowie den Gründen für das Scheitern dieser Bestrebungen unter der Herrschaft Ferdinands VII.

  • Analyse des Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich
  • Bedeutung der Verfassung von 1812 und des liberalen Staatsverständnisses
  • Die Rückkehr des Absolutismus unter Ferdinand VII
  • Die Phase der konstitutionellen Jahre (El Trienio Constitutional)
  • Ursachen für das Scheitern liberaler Reformansätze

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Verfassung von 1812

Die Verfassung von 1812 wurde zur Magna Charta des spanischen Liberalismus. „Ciento ochenta y cuatro diputados firmaron el nuevo código político que acaba con el Antiguo Régimen y configuraba el Nuevo, abriendo una época distinta en la historia España”.

An dieser Stelle möchte ich kurz auf den Liberalismus eingehen. In einem Aufsatz „Liberalismo“, geschrieben von Juan Francisco Fuentes und Javier Fernández Sebastián wird aus meiner Hinsicht nach gut veranschaulicht, was Liberalismus in Spanien im 19.Jahrhundert überhaupt bedeutete.

Im Gesamtkontext der Verfassung von 1812 ist diese Begriffserklärung wichtig, da unsere heutige Vorstellung von Liberalismus eine völlig andere ist, als die des 19.Jahrhundert in Spanien.

Die Zeitung „El Censor“ schrieb im Jahre 1821 „emplear la palabra liberal para designar un hombre que ama la libertad política y civil“. Ausdrücke wie idées liberales und opinions libérales wurden zunächst schüchtern im französischen und englischen benutzt. Die Bedeutung des Adjektivs liberal hatte in Spanien eine andere Konnotation als beispielsweise in England und Frankreich. Im Spanischen wird sie mehr mit den Ausdrücken wie Freiheit, Reformen und Revolution in Verbindung gesetzt, wohingegen die Franzosen und Engländer liberal eher mir Ordnung, Autorität und Sicherheit verbinden. Grundlegend kann man sagen, dass seit den Zeiten des Cortes Cádiz der spanische Liberalismus eine feste Konstante ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik Spaniens zwischen 1808 und 1833 ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Erste Versuche zur Überwindung des Absolutismus: In diesem Kapitel werden die politischen und gesellschaftlichen Bewegungen beschrieben, die das Ziel hatten, das Ancien Régime durch liberale Verfassungsstrukturen abzulösen.

2.1 Der Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich: Dieses Kapitel thematisiert den militärischen Konflikt gegen die napoleonische Besatzung und dessen Auswirkungen auf das spanische politische Gefüge.

2.1.1 Die Verfassung von 1812: Hier wird die historische Bedeutung und der Inhalt der ersten liberalen spanischen Verfassung detailliert analysiert.

2.2 Das Ende des Unabhängigkeitskriegs: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom Ende der napoleonischen Herrschaft hin zur Wiedereinführung absolutistischer Strukturen.

2.2.1 Die Rückkehr des Absolutismus: Hier wird die Aufhebung der liberalen Reformen durch Ferdinand VII nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft untersucht.

2.2.2 Ferdinand VII als absoluter Herrscher (1814-1820): Dieses Kapitel beleuchtet die repressive Regierungszeit des Königs und die politische Instabilität der damaligen Zeit.

2.3 Der erfolgreiche Pronunciamento: Fokus liegt auf dem militärischen Aufstand, der den Weg für eine erneute Phase konstitutioneller Regierung ebnete.

2.3.1 El Trienio Constitutional: Zusammenfassung der dreijährigen liberalen Regierungsphase sowie der internen Spaltung innerhalb des liberalen Lagers.

2.4 Das unheilvolle Jahrzehnt: Untersuchung der sogenannten „década ominosa“, einer Zeit der diktatorischen Herrschaft und des absoluten Stillstands.

2.4.1 La década absolutista: Detaillierte Darstellung der repressiven Maßnahmen und des ökonomischen Niedergangs unter Ferdinand VII bis zu seinem Tod 1833.

3 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die politische Instabilität Spaniens und reflektiert die Einzigartigkeit der Umbrüche im europäischen Kontext.

Schlüsselwörter

Spanien, 19. Jahrhundert, Liberalismus, Absolutismus, Verfassung von 1812, Ferdinand VII, Unabhängigkeitskrieg, Pronunciamento, Cortes von Cádiz, Ancien Régime, Konstitutionalismus, Politische Instabilität, Década ominosa, Reformen, Spanien-Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Prozess in Spanien zwischen 1808 und 1833, geprägt durch das Ringen zwischen absolutistischer Tradition und liberalen Reformbestrebungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der Unabhängigkeitskrieg, die Entwicklung verfassungsrechtlicher Normen, die Herrschaft Ferdinands VII und die Zyklen politischer Instabilität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern der liberalen Ansätze und die gesellschaftlichen sowie politischen Auswirkungen der absolutistischen Restauration darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine historische Analyse in chronologischer Reihenfolge, basierend auf zeitgenössischen Quellen und wissenschaftlicher Literatur zur spanischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Unabhängigkeitskampfes, die verfassungsrechtlichen Umbrüche (Cádiz 1812), das Scheitern des Liberalismus und das als „década ominosa“ bekannte absolutistische Jahrzehnt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Liberalismo, Absolutismus, Verfassung von 1812, Pronunciamento und die Reformen der Cortes von Cádiz.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Verfassung von 1812?

Die Verfassung wird als „Magna Charta des spanischen Liberalismus“ bezeichnet, wobei kritisch angemerkt wird, dass sie ein Werk einer bildungsbürgerlichen Minderheit blieb und nicht die soziale Realität der breiten Masse widerspiegelte.

Welche Rolle spielten die „afrancesados“?

Die afrancesados waren eine spanische Minderheit, die das napoleonische Regime unterstützte und damit in Opposition zur breiten Bevölkerung stand, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnte.

Warum wird das Jahrzehnt nach 1823 als „unheilvoll“ bezeichnet?

Der Begriff „década ominosa“ beschreibt eine Phase massiver Unterdrückung von Liberalen, einen wirtschaftlichen Niedergang sowie das Ende jeglicher Modernisierungsversuche durch die königliche Diktatur.

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Details

Title
Zwischen Ancien Régime und Liberalismus (1808-1833)
College
University of Göttingen
Grade
2,7
Author
Christin Wetzel (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V76596
ISBN (eBook)
9783638819022
Language
German
Tags
Zwischen Ancien Régime Liberalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christin Wetzel (Author), 2005, Zwischen Ancien Régime und Liberalismus (1808-1833), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76596
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