Zivilisationen. Wie die Kultur nach Sumer kam

Mit einem Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens


Fachbuch, 2007
226 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Haftungsausschluss

Unbedenklichkeitserklärung

Prolog

Vorwort

Einleitung
Zeitalter der Menschheitsgeschichte
Paläolithikum (vor 2,5 Mill. - 10.000 Jahren)
Mittelpaläolithikum (700.000 - 35.000 v.Chr.)
Jung- bzw. Oberes Paläolithikum (35.000 - 8.000 v.Chr.)
Mesolithikum (8000 - 5600 v.Chr.): Das letzte Stadium vor der Entwicklung der Schrift
Neolithikum (Neue Steinzeit) (5.600 - 2.000 v.Chr.) (wie erwähnt, plus Mesolithikum: (8.000 - 5.600 v.Chr.))
Das Aussterben der Neandertaler
Epochen der Menschheitsgeschichte
Der Motor der menschlichen Evolution
Der genetisch-linguistische Stammbaum
Die Geburtsstunde der menschlichen Erzählungen
Die Entwicklung der grafischen Darstellung
Petroglyphen des Homo erectus:
Petroglyphen des Neandertalers:
Petroglyphen des Cro-Magnon-Menschen
Petroglyphen des modernen Menschen
Malereien und Kunstobjekte des Neandertalers:
Höhlen- und Felsmalereien, und Kunstobjekte des Homo sapiens:
Die Bedeutung der Spiralen
Die Nummer sieben
Psychologie
Informatik
Mathematik
Die Erde
Elementarteilchen/Quanten
Moderne Kosmologie
(Bio)chemie
Biologie
Mythologie

Einleitung zu den Schöpfungsmythen und Weltanschauungen

Liste der Schöpfungsmythen und Weltanschauungen
Achaeulian
Kosmologie
Mousterian
Kosmologie
Blombos
Kosmologie
Aurignacien
Kosmologie
Gravettien
Kosmologie
Sandia
Solutréen
Kosmologie
Mal’ta - Buret
Kosmologie
1. Vormarsch
2. Rückzug
Vorstoβ
Magdalénien
Kosmologie
Olmo Lungring
Einleitung
Kosmologie (Bonpo, Bönpo)
Der Schamane
Der pyramidenförmige Berg Yungdrung Gutseg
Das erste Land: 'Olmo Lungring'
Der gröβte Heilige: 'Tönpa Shenrab Miwoche'
Erste Version:
Zweite Version:
Der Dämon Khyabpa (Khyapa) Langring
Alte Götter Tibets
Die Swastika (Svastika)
Kosmogonie
Einleitung:
Die alte Schöpfung:
Die neue Schöpfung:
Mapuche
Kosmogonie
Der Anfang:
Die ersten Wesen:
Die Sintflut:
Die zweiten Wesen:
Mutitjulu
Kosmogonie
Einleitung:
Der Anfang:
Die ersten Wesen:
Natufian
Kosmologie
Khiamien
Kosmologie
Clovis
Kosmologie
Göbekli Tepe
Kosmologie
Jericho
Kosmologie
Südliche Tehuelche
Kosmogonie
Erste Version
Der Anfang:
Die ersten Wesen:
Die zweiten Wesen
Zweite Version
Der Anfang:
Die ersten Wesen
Adivasi
Kosmologie
Kosmogonie
Der Feuerregen
Die ersten Wesen:
Karma und Dharma
Die zweiten Wesen:
Çatal Hüyük
Kosmologie
Kosmogonie
Santal
Kosmologie
Kosmogonie
Erste Version:
Der Anfang:
Die ersten Wesen
Zweite Version:
Der Anfang:
Die Erschaffung der Menschen:
Erster Versuch:
Zweiter Versuch:
Die Erschaffung der Erde:
Erster Versuch:
Zweiter Versuch:
Dritter Versuch:
Die ersten menschlichen Wesen:
Erster Versuch:
Zweiter Versuch:
Dritter Versuch:
Haida-Indianer
Kosmogonie
Einleitung:
Der Rabe stielt das Licht
Erste Version:
Zweite Version:
Andere Versionen:
Die ersten Menschen
Hassun, Samarran, Halafian
Vinca
Ubaid
Kosmologie
Kosmogonie
Enki und die Weltordnung
Das Urmeer
Nördliche Tehuelche
Mythologie
Elemgasem
Bolas
Uratu
Kosmologie + Kosmogonie
Einleitung
Himmel und Erde
Ältere Version:
Neuere Version:
Sumerer
Die Schrift der Sumerer
Das Hexadezimalsystem der Sumerer
Kosmologie
Einleitung
Das Gebet des Sonnengottes
Kosmogonie
Einleitung
Der Anfang
Die Erschaffung der Spitzhacke
Der Wassergott Enki bildet sein "Seehaus"
Schöpfungsmythos von Eridu
Einleitung
Der Mythos
Die Erschaffung der Menschen
'Vieh und Korn'
Die Legende von Uanna
Die Legende von Adapa (von 4.500 - 4.000 v.Chr., erst um 1.500 v.Chr. niedergeschrieben)
Die Götter und die Unterwelt
Einleitung
Mythos
Enki und Ninhursag - die Angelegenheiten des Wassergottes
Einleitung
Mythos
Enki und Sumer - die Organisierung der Erde und die kulturellen Vorgänge

Das Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens 214

Teil 1: Die vorbiblische Epoche - von aller Anfang bis Sumer (um 2.500 v.Chr.)
Zeittafel:
Standardmodell:

Entwicklung der Glaubenselemente von Religion und Schamanismus 222

Bibliografie des Autoren
Bücher
Artikel

Haftungsausschluss

Dieses Buch vermittelt Ideen des Autors. Es wurde minuziös aufgearbeitet. Sollten sich nach Meinung des Lesers jedoch hier und da Unstimmigkeiten finden, so bitten wir, dies dem Autor oder dem Verlag mitzuteilen. Sie würden in folgenden Editionen berücksichtigt. Erwähnungen von Autoren ergeben sich auf Grund ihrer Beiträge zu den hier behandelten Themen und gelten international als frei zitierbar. Eventuell erforderliche Genehmigungen wurden eingeholt, Bedingungen eingehalten.

Schadenersatzforderungen bzw. Forderungen oder Klagen jeglicher Art bezüglich des Inhalts dieses Buches sind unzulässig. Dieses Buch enthält lediglich Schilderungen über die mögliche historische Realität bzw. Ideen des Autors darüber. Jegliche Ähnlichkeit mit anderen Theorien, Erzählungen oder Personen ist rein zufälliger Natur, es sei denn, diese werden ausdrücklich erwähnt.

Der Anwender dieser Information ist ferner für seine eigenen Anwendungen selber verantwortlich, zumal es sich hier um psychologisch, religiös oder soziologisch sensibles Material handeln kann. Die hier geschilderten Szenarien könnten möglicherweise einen dauerhaften Eindruck hinterlassen!

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Sie stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und enthalten komplexe, umfangreiche Daten – manchmal an Theorien geknüpft. Dessen ungeachtet wurden nur allgemein anerkannte Informationsquellen für dieses Buch benutzt. Ich behalte mir aus all diesen Gründen vor, den Inhalt des Buches jeweils an die wissenschaftlichen, philosophischen und religiösen Gegebenheiten anzupassen.

Ich hoffe, dass Ihnen die Lektüre dieses neuartigen Buches Spaß macht, Sie unterrichtet und somit zur Grundlage neuer Erkenntnisse bzw. Erlebnisse wird.

Unbedenklichkeitserklärung

Achtung: In diesem Buch wird der Begriff "Swastika" gemäβ §86/III (§86a) StGB zur wissenschaftlichen Forschung verwendet: Das Verbot »...gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.«

Der Autor und sein Umfeld haben keinerlei Bezug zu verbotenen oder verfassungswidrigen Kreisen!

Dies ist KEIN Buch über Religion oder irgendeinen konkreten Glauben.

Es handelt sich hier lediglich um eine religionsneutrale, wissenschaftliche Interpretation der Mythologie und archäologischer bzw. paläontologischer Gegebenheiten, ohne eine vorab festgelegte Idee. Der Inhalt des Buches richtet sich u. A. nach dem Inhalt der diesbezüglichen Mythen und der erwiesenen Geschichte antiker Völker. Der Autor hat daher keinen Einfluss auf die in den Mythen und in verwandten Texten enthaltenen Berichte.

Das Buch interpretiert erste Kunststücke von Hominiden und die Mythen, so weit es die Quellen zulassen. Es werden dabei keine extravaganten Extrapolationen durchgeführt, sondern rein wissenschaftliche Verknüpfungen von Tatsachen, Umständen und Gegebenheiten, wie z.B. Daten aus der Mythologie, der Paläoklimatologie und von Ausgrabungen. Das Resultat ist ein ziemlich konkreter Einblick in die Welt vor Tausenden von Jahren, und speziell auf die Handlungen der 'Führungsschichten', wie Priester, Schamanen und Könige, die daran gehalten sind, das Tausendjährige Wissen von Generation von Generation weiter zu leiten. Die Menschheitsgeschichte wird erhellt von dieser Sichtweise, und es entsteht somit das erste sog. 'Standardmodell der Menschheitsgeschichte', an dem sich Interessenten orientieren können.

Alle Bezüge zu praktizierten oder nicht praktizierten Religionen, Göttern, Gottheiten oder anderen Entitäten sind ferner rein zufälliger Natur, können niemandem angelastet werden und entspringen nur aus der Sicht des jeweiligen Beobachters.

Eine Meinung über konkrete Religionen wird hier nicht abgegeben und existiert auch nicht im Umfeld des Autors.

Die Erwähnung von ehemaligen oder mythologischen Ländern wie das antike West-Tibet hat nichts mit aktuellen Ländern zu tun, wie etwa dem Tibet oder der autonomen Region Tibet in China, sondern entspringen aus antiken Daten, Ausgrabungen, Schriften, die, die Vergangenheit widerspiegeln. Dass der Himalaja in der Entstehung der ersten Zivilisationen eine groβe Rolle gespielt haben dürfte war keine voreingenommene Idee des Autors, sondern entspringt lediglich aus Daten, die zufällig zu einem Modell zusammengefügt wurden.

Prolog

Dieses Buch ist das Resultat jahrelanger Forschungen und Untersuchungen, um einen wissenschaftlich fundierten Weg zu finden, die teilweise phantastischen Aussagen der Schöpfungsmythen und Kosmologien aktueller und längst vergangener Völker und Kulturen im Licht der Erkenntnis der modernen Archäologie und Paläoklimatologie zu deuten.

Die hierzu verfügbaren Mythen sind teils Erzählungen von Stammes- oder Clanhäuptlingen bzw. -anführer, Chroniken, Übersetzungen aus alten Tontafeln, Papyren oder anderen Schriften etc, während die Kosmologien und Weltanschauungen eher das Resultat der Zusammenfassung antiken Glaubens und antiker Vorstellungen über das Universum, das Leben und den Tod sind.

Zuerst wollte ich dabei eigentlich feststellen, in wie fern sich die Kosmologie und die Kosmogonie längst untergegangener Kulturen ähnelte und in ein einziges Weltbild zusammengefasst und wissenschaftlich interpretiert werden konnte, um zu sehen, ob diese alten Kulturen tatsächlich über ein physikalisch fundiertes Wissen verfügten, und unser modernes Wissen, basierend auf Technologien und Experimentierung ergänzen könnten.

Doch was bei all dieser Arbeit herauskam, überstieg all meine Vorstellungen. Denn ich fand heraus, dass es seit Anbeginn der Menschheit eine Numerologie gibt, die sich in Petroglyphen und Mythologien widerspiegelt. Es handelt sich dabei vornehmlich um die Zahl 7, die nachweislich aus unserem eigenen Gehirn entspringt - ihre eigentliche Ursache aber ein Quantenphänomen ist, das noch genauer erforscht werden muss.

Darüber hinaus fand ich, dass die gesamte Menschheitsgeschichte durch zwei prinzipielle Glaubensrichtungen geprägt ist: Im Konkreten durch die Polarität von Schamanismus auf der einen Seite, und Religion auf der anderen. Schamanismus und Religion sind wie zwei Spieler, die sich gegenseitig bespielen, austricksen und umgehen. Sie ändern sich, verlieren alte Formen, tauchen aber sofort wieder mit einer neuen Form auf. Es ist vermutlich das universelle Prinzip des Guten und des Bösen, von Himmel und Hölle, Weiβ und Schwarz, Arm und Reich, Krieg und Frieden, Fülle und Karenz, das diese Polarität ausmacht. Doch keine dieser zwei Glaubensrichtungen ist an sich gut oder schlecht, sondern sie ergänzen sich viel mehr untereinander: Während der Schamanismus vom Prinzip des Denkens ausgeht, um sich etwa in der arktischen Nacht orientieren zu können, geht die Religion eher vom Prinzip des Handelns aus, um sich etwa ein standfestes Haus zu bauen, das uns vor der Witterung schützt. Prinzipiell werden wir in diesem Buch sehen, dass die Schamanisten groβe Denker waren, die aber der Tatkraft der Religiösen bedurften, um ihre Pläne in die Realität umzusetzen. Und diese Pläne scheinen zur Zeit ihrer Umsetzung schon uralt gewesen zu sein.

In Eurasien und Amerika werden die Schamanisten vornehmlich von Mittel- und Nordeuropäern, Zentral- und Ostasiaten, sowie von Amerikanern und Sinotibetern dargestellt, während die Religion prinzipiell eine südeuropäische und später auch eine semitische Einrichtung ist, die sich im Kontakt mit den vielfältigen Formen des östlichen Schamanismus ständig verwandelt und erneuert. Eigentlich kann mit diesem einfachen Prinzip die gesamte Menschheitsgeschichte von Anbeginn bis Sumer (um 2.500 v.Chr.) erklärt werden, wobei die Schamanisten aus der Himalajaregion stets darauf bedacht sind, südlichere semitische Völker mit den von ihnen erfundenen Werkzeugen und Technologien auszustatten, damit diese für sie und für sich selbst, Bauten und Einrichtungen konstruieren, die als Ziggurats, Pyramiden, Megalithtempel oder ähnliches bis zu unserer Zeit überdauert haben.

Eine wohl hervorragende Entdeckung, die ich anhand des analysierten bibliographischen Materials machen konnte, ist wohl die wichtige Rolle, die das tibetische Hochplateau als Drehscheibe zwischen den Schamanisten im Norden und den Religionsvölkern und Semiten im Süden und Südwesten gespielt hat.

Als ich zum ersten mal vom Alten Bön hörte - dem ältesten Glauben der Welt, entstanden in Olmo Lungring, dem Ur-West-Tibet vor ca. 18.000 Jahren -, glaubte ich es handele sich lediglich um eine Phantasiegeschichte, die vom Himmel und einem Guru berichtete. Doch als die vom Bön vertretene Erzählung und ihr Alter, präzise mit anderen Mythen sowie mit archäologischen und paläoklimatologischen Entdeckungen übereinstimmte, und im Verlauf der Studien deutliche Spuren des Bön-Schamanismus in ganz Eurasien und Amerika auftauchten, und sogar die südlichsten amerikanischen Indianer eine ähnlich präzise Zeitrechnung aufgebaut hatten wie der Bön-Schamanismus in Olmo Lungring und sogar sumeroide Mythen besaβen, ja sogar mit den Mythen Armeniens verwandt zu sein schienen, da war klar, dass das Zentrum all jener Geschehnisse das tibetische Hochplateau oder zumindest die sinotibetische Region gewesen sein musste!

In der Folge werde ich Ihnen daher zeigen, wie die gesamte Menschheitsgeschichte eine Art Zusammenspiel von zwei Glaubensrichtungen ist, die sich gegenseitig ergänzen. Wie bereits erwähnt: der Schamanismus und die Religion in ihren multiplen Formen, wie etwa der europäische Schamanismus, der Bön-Schamanismus des Himalajas und der spätere Neoschamanismus Europas, sowie die Religion der Groβen Göttermutter in Südeuropa und Kleinasien.

Durch die Verwendung Hunderter von wissenschaftlichen Daten von Ausgrabungen und Klimaforschungen, der etymologischen Analyse alter Sprachen, sowie der Verbindung all dieser harten Erkenntnisse mit gesicherten Aussagen von bekannten Schöpfungsmythen und Kosmologien, entstand ein Gesamtbild, das nicht mehr rein zufällig war, sondern viel mehr eine Tatsache darstellt.

Aus all diesen Daten und Analysen konnte ich ein Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens erstellen, das die wichtigsten Wanderbewegungen der Menschheit von Europa nach Asien und Amerika, sowie zum Himalaja, und von dort aus südwestwärts, darstellt. Aus diesem Gesamtbild ist eindeutig zu erkennen, dass die Ubaid - erste Bewohner Sumers - in Wirklichkeit aus dem Himalaja stammten und dass sie eine groβe intellektuelle Kultur mit sich brachten. Doch erst als es genügend Nahrung gab, um eine groβe Bevölkerungsdichte zu gewährleisten, wurden ihre Vorstellungen von einer glanzvollen Welt wahr und sie lieβen Semiten für sich die erste groβe Metropole Mesopotamiens - Eridu - erbauen.

Aber auch westlich und nördlich von Mesopotamien hatten bereits von Sibirien zurückgekehrte Ur-Inuit (Neoschamanen) - verwandte der Ur-West-Tibeter - erste Groβstädte erbauen lassen: Jericho und Çatal Hüyük, jeweils in Israel und in Ostanatolien gelegen. Und auch hier übernahmen schlieβlich semitisch geprägte Gesellschaften die Vorherrschaft, obwohl dabei ihre alte Religion der Groβen Göttermutter für immer verschwand. Diese Tatsache ist wohl die gröβte religiöse Errungenschaft der Ubaid neben ihren zahlreichen Erfindungen. Sie wussten dabei stets den Glauben als die mächtigste Waffe überhaupt zu verwenden, bis sie schlieβlich in den semitischen Menschenmassen untergingen, die jedoch ihre Lehren streng weiterführten, die uns noch heute stark beeinflussen.

In Mesopotamien prallen zwei Welten aufeinander: Die südmesopotamischen Ubaid, die vom Himalaja herabgestiegen waren und groβe Pläne mitbrachten, und die nordmesopotamischen Semiten, die einer dekadenten Religion der Groβen Gottesmutter nachgingen. Die Ubaid überzeugten sie mit groβem Geschick und Einfühlsamkeit von dem groβen Nutzen, den alle daraus ziehen würden, wenn die Semiten die Lehren der Ubaid befolgten. Dazu wurde eine auβergewöhnliche Mythologie erstellt, die anhand harter Beweise bis zum Himalaja und nach Südostsibirien, zumindest 18.000 Jahre zurückverfolgt werden kann.

Das hier dargestellte Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens verzichtet ausdrücklich auf die jeweiligen Geschichten Australiens, Afrikas und die konkreten Ereignisse in Amerika, da diese Teil einer anderen Geschichte sind: Einerseits sind die Aborigines Australiens nachweislich Nachfahren des Homo erectus, und andererseits sind die Geschehnisse in Afrika und in Amerika nicht klar genug verfolgbar, da es hier eine Vielzahl von Stämmen und Völkern gegeben hat, die im Verlauf der Zeit für uns so gut wie verloren gegangen sind. Es gibt natürlich Ausnahmen wie etwa die Haida-Indianer Kanadas, die noch eine lebhafte Mythologie aufrecht erhalten. Und dank dieser vereinzelten Völker ist es manchmal sogar möglich groβe Zusammenhänge in diesen beiden Kontinentgruppen festzustellen.

Vorwort

Das Alte Testament erzählt in der Genesis Dinge, die bis ca. 6.000 Jahre zurück reichen - so auch Arthur W. Pink, ein anerkannter Bibelforscher, der in diesem Sinn feststellt: “The unknown interval between the first two verses of Genesis 1, is wide enough to embrace all the prehistoric ages which may have elapsed; but all that took place from Genesis 1:3 onwards transpired less than six thousand years ago.”[1] Das würde bedeuten, insofern man ihm überhaupt folgen kann, dass zumindest die Menschheitsgeschichte, die in der Genesis beschrieben wird, höchstens 6.000 Jahre alt ist. Und dieses Alter stimmt in ungefähr mit dem Alter Sumers überein - der ersten, groβen bekannten Zivilisation auf Erden.

Bevor wir aber versuchen die Menschheitsgeschichte überhaupt zu verstehen, ist es erforderlich uns mit den Anfängen der Menschheit - den ersten Hominiden - zu befassen. Denn aus ihnen entspringen bereits die charakteristischen Merkmale, die wir später in den Mythen wiederfinden werden. Es gibt sog. 'Geheimzahlen', wie die Sieben; 'Geheimformen', wie die Spirale, etc., die immer wieder auftauchen, und die wir nicht verstehen können, wenn wir ihren Ursprung nicht kennen. Daher befasst sich ein Teil der Einleitung mit den Felshauereien, Kunstwerken und Höhlenmalereien unserer Vorfahren, sowie mit den ersten groβen Migrationen in der Geschichte der Menschheit, die, den längst ausgestorbenen Homo erectus bis nach Australien bringen sollten. Dieser Hominid ist sehr wichtig für uns, da er die Grundlage für die frühe Differenzierung der australischen Aborigines und anderer australoider Menschentypen sein wird, die ihrerseits einen groβen Einfluss auf die Geschichte Indiens und anderer Gegenden gehabt zu haben scheinen.

Das Buch befasst sich weiter mit der Kunst und dem Leben der Neandertaler (Homo neanderthalensis) und des frühen Menschen (Homo sapiens), die vom früheren Homo erectus, nachweislich Schemen und Elemente einer künstlichen Ausdruckweise übernahmen, die schlieβlich im Aurignacien - z.B. in der Grotte Chauvet (Chauvethöhle), vor etwa 32.000 Jahren, im Ardèche-Tal, Südfrankreich - zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit, einen von Schamanen kontrollierten Kult auslösen wird. Und von diesem Moment an, kann man anhand der Mythen und den wissenschaftlichen Daten, u.A., aus der Archäologie und der Paläoklimatologie, den Werdegang dieses und anderer Kulte ziemlich präzise und eindrucksvoll verfolgen.

Ein spezielles Augenmerk verdienen dabei die bereits erwähnten Geheimzahlen und -figuren in den vorzeitlichen Kunstwerken. Ganz speziell ist in diesem Kontext die Nummer Sieben, die immer wieder in vielen Mythen, Völkern, Kontinenten und Religionen aller Zeiten auftaucht, und ihren Ursprung offensichtlich in der Natur der Dinge hat. Bei dieser Zahl handelt es sich offenbar um einen Parameter, der den festen Wert Sieben besitzt, und von der Welt der Quanten, über die Physik, die Chemie, die Biologie, etc., bis hin zur Mathematik, zur Informatik und zur menschlichen Psychologie, alle Prozesse zu kontrollieren scheint. Diese Zahl taucht bereits vor ca. 22.000 Jahren, mitten im eiszeitlichen Sibirien, in Mal'ta, in einem sog. Lunisolarkalender auf, der belegt, dass schon jene Menschen relativ komplizierte mathematische Kalkulationen durchführen und niederschreiben konnten, auch wenn damals nur auf Mammutknochen. Es steht jedoch auβer Frage, dass sie zumindest bis 230 zählen konnten und verschiedene mathematische Verbindungen kannten, welche die Zeit in einen Kalender wiedergaben, der offiziell erst 19.500 Jahre später von den Griechen erfunden werden sollte. Doch Tatsache ist, dass dieses Wissen durch die gesamte Menschheitsgeschichte, vom prähistorischen Europa bis zum Urtibet verfolgt werden kann.

Wie alle Sammlungen auch, so wird diese Mythensammlung natürlich ständig erweitert, korrigiert und ausgebaut. Groβe Lücken im Standardmodell werden, so schnell wie möglich aufgefüllt, fehlende Zivilisationen und Kulturen zugefügt und mit dem Standardmodell verbunden. Ein Standardmodell ist für die Menschheitsgeschichte genauso wichtig wie für die Physik, die bereits seit langem die Vorzüge eines solchen Modells kennt. Anhand des Standardmodells können nämlich Abweichungen vom "Mainstream" festgestellt werden, was ansonsten nicht möglich wäre, da jegliche Referenz fehlen würde. Mit einem Standardmodell schrumpft die Literatur über das standarisierte Thema enorm zusammen, da Fehlinterpretationen, selbst von erfahrenen bzw. angesehenen Forschern vermieden werden. Ohne das Standardmodell wäre die Physik noch in den Kinderschuhen, und in der Chemie hätten wir wohl möglich noch keine Periodentafel, die an sich auch ein Standardmodell ist.

In unserem Fall wurden für das Standardmodell lediglich datier- und nachvollziehbare Schöpfungsmythen und kosmologische Mythen verwendet. Nicht datierbare Mythen sind für die Geschichtsschreibung bedeutungslos, wie unbeschriebene Seiten eines zerrissenen Buches. Nur wenn ein Mythos datierbar ist, kann es in die Sammlung aufgenommen werden. Dann werden vom Mythos noch weitere Parameter gefordert, wie, z.B., Kontinent, Gegend, Kultur, Volk, Sprache, Geschichte etc. Mythen, die keinem konkreten Ort, Volk, Glauben oder Ähnlichem zugeordnet werden können, sind auch nicht verwendbar, da sie nicht zuzuordnen sind. Ihr Platz im Buch und in der Geschichte wäre undefiniert und daher nicht nachvollziehbar. Tausende von Mythen, die in der ganzen Welt Gang und Gebe sind, sind für unser Modell bedeutungslos, denn sie enthalten nur eine Geschichte, aber ohne jegliche Verknüpfung an die historische Zeitlinie.

Zum Glück sind Mythen aber mit ein wenig Geduld häufig zu datieren und einzuordnen. Bei dieser Art von bibliographischen Nachforschungen verspinnen sich dann allerlei Daten aus Archäologie, Paläoklimatologie, Geschichtskunde usw. zu einem Gesamtbild, das letztendlich zu Informationen führt. Viele Mythen und Geschichten mussten jedoch wegen Mangel an Hintergrundinformationen verworfen werden.

An diesem Punkt angekommen, möchte ich noch darauf hinweisen, dass es viele unseriöse Quellen gibt, die versuchen Phantasy, Science-Fiction, aber auch Menschen verachtende Sichtweisen zu verbreiten, und, wenn möglich, in der Menge unterzubringen. Doch, je gröβer die Mythensammlung wurde, desto leichter war es wahre Geschichten in einem Gesamtbild einzufügen. Nach eingehenden Untersuchungen, die manchmal viele Stunden oder gar Tage dauerten, konnten unglaubwürdige Geschichten festgestellt werden.

Zuerst versuchte ich alle Mythen nach Kontinenten chronologisch aufzulisten. Doch bald erkannte ich, dass zumindest in der Anfangsphase, dies nicht sinnvoll ist. Es wurde u.A. festgestellt, dass, obwohl alle Hominiden ursprünglich aus Afrika stammen, die ersten Mythen nicht viel mit diesem Kontinent zu tun haben, sondern eher mit Eurasien. Es scheint so, als ob Afrika wohl die Wiege der Menschheit ist, aber diese, ihre Reife erst in Eurasien erlangt hat, wobei Asien und speziell die Region um den Himalaja, von gröβter Bedeutung gewesen sind.

Das Mythenmaterial der Welt erscheint als eine Quelle kostbarer, schier unerschöpflicher Standbilder aus der Vergangenheit, die man sammeln und aneinander reihen kann. Am Ende erhalten wir ein neuartiges Standardmodell der Menschheitsgeschichte, das wir als Referenz für weiteres Vorgehen verwenden können. Zwar gibt es solche Modelle bereits in der Physik, der Kosmologie und anderen Bereichen, doch war die Geschichtsforschung bisher nicht in der Lage, ein Gesamtbild ihrer selber zu erstellen, da zahlreiche Lücken und das unergründliche Auftauchen plötzlicher Zivilisationen - wie z.B. die Sumerer - dies nicht zulieβen.

In diesem Buch lesen Sie nun zum ersten mal, wie sich die Geschichte der Menschheit tatsächlich abgespielt haben könnte. Mythen können eine bildliche Vorstellung der vergangenen Zeit darstellen, wenn man sie im korrekten Kontext interpretiert. Zur korrekten Interpretation gehören zahlreiche Faktoren, die es dem Forscher erlauben, sozusagen, über den Wald der Tatsachen hinüber zu schauen und ein Muster zu entdecken. Dieses Muster spiegelt dann die Realität wieder - so wie die Menschen sie damals gelebt haben mögen.

Zumindest seit dem Auftauchen der imposanten Höhlenmalereien in der Grotte Chauvet (Chauvethöhle), Ardèche-Tal, Südfrankreich, vor etwa 32.000 Jahren, scheint es einleuchtend, dass es bereits damals schon eine, sozusagen, obere Kaste von Schamanen und Führern gab, die, das einfache Volk - damals: den Clan - mit beeindruckendem Wissen über Kunst und Technik überzeugen vermochte und das Schicksal des einfachen Volkes steuerte. Es gibt keine andere Erklärung dafür, weshalb plötzlich, wie aus dem Nichts, Steinzeitmenschen anfangen, wundervolle Kunstwerke (wie in der Chauvethöhle) zu erstellen, oder gar ganze Tempelanlagen (wie in Göbekli Tepe) zu errichten, wenn man doch davon ausgeht, dass sie zu beschäftigt mit dem Jagen und Sammeln waren, um derartige Wunderwerke der Menschheit fertig zu stellen, ja überhaupt davon träumen zu können. Die einzige plausible Erklärung ist: Es gab schon damals Personen, die sich nicht der Arbeit, sondern der Regierung und dem Wissen widmeten (in einer ähnlichen Weise, wie die Könige und die Adeligen der kanarischen Ureinwohner (vgl. dazu mein Buch Geschichte und Mythen der Kanaren, Bohmeier Verlag, 2007). Somit verfügte diese obere Kaste über genügend Zeit und Ressourcen, um Anlagen, wie die in Chauvet, in Göbekli Tepe und später auch in Stonehenge, zu planen, erbauen zu lassen und zu nutzen. Die Tausende von Jahren Erbauungszeit dieser groβen Anlagen deutet darauf hin, dass die Ziele dieser oberen Kaste nicht kurzfristig, sondern viel eher langfristig über Generationen hinweg angelegt waren, und dass es wichtig war das Wissen zu überliefern.

Eine weitere Entdeckung dieser Studie ist, dass man die Wanderrouten fast aller Frühmenschen und Urkulturen, von Lagerplatz zu Lagerplatz verfolgen und vermessen kann. In diesem Sinn konnte durch die Vermessung der linearen Distanz zwischen zwei Lagerplätzen, im Vergleich zum geschätzten Alter der diesbezüglichen Menschenreste, eine sog. 'Lineare Verbreitungsgeschwindigkeit' berechnet werden, die für die gesamte Steinzeit ziemlich gleich ausfällt. Eine Erhöhung des mittleren Wertes dieser Linearen Verbreitungsgeschwindigkeit bedeutet dabei, dass die jeweilige Wandergruppe es relativ eilig hatte, während eine Verlangsamung der Linearen Verbreitungsgeschwindigkeit darauf hinweist, dass es Hindernisse zu überwinden galt. Tatsächlich finden sich die schnellsten Werte zwischen weit entfernten Orten, vornehmlich von Flachland getrennt, während Berge und Meere die Lineare Verbreitungsgeschwindigkeit ziemlich reduzieren. Es ist mit dieser Methode sogar nachzuvollziehen, wie einst der Homo erectus über Indien auf die Inseln Indonesiens und Malaysias, und dann nach Australien kam.

Ein wichtiges Element der steinzeitlichen Wanderungen bildet die Würmeiszeit, die vor etwa 40.000 Jahren begann, und vor ca. 9.000 Jahren aufhörte. Während dieser Periode kann man die Wanderwege einzelner Wandergruppen, von Europa, gen Osten verfolgen. Sogar die Rückkehr eine der Gruppen nach Europa und die darauffolgende Beeinflussung der europäischen Zivilisationen ist anhand dieser Daten erkennbar. Doch das Kernstück dieses Standardmodells der Menschheitsgeschichte bildet sicherlich der Aufstieg einer zweiten Wandergruppe, von Südostsibirien - von anrückenden Eisgletschern getrieben - das Himalajagebirge hinauf, wo sie perfekt chronometriert, mit der Alten Bön-Überlieferung übereinstimmend ankommen, die besagt, vor etwa 18.000 Jahren seien die ersten Urtibeter nach Olmo Lungring (dem heutigen Westtibet) gekommen.

Von da an ist es möglich die Geschichte der Menschheit, nicht nur anhand von Funden nach zu vollziehen, sondern nun geben sich Archäologie und Mythologie die Hand, und gemeinsam bekräftigen sie sich, und verraten uns vieles über die Vergangenheit. Die Mythen verraten uns im Konkreten die Denkweise und das psychologische bzw. soziologische und religiöse Umfeld, in dem sich die jeweilige Geschichte abspielte. Anhand der Aneinanderreihung von Schöpfungsmythen, ergibt sich die Weltanschauung jener Menschen. Aber nicht nur das: Die Aneinanderreihung von Schöpfungsmythen erzählt auch aus erster Hand, wie die damaligen Machthaber mit groβem Geschick und Erfolg versuchten, sich die unterworfenen Völker untertan zu machen. Denn, wie es aus den Mythen hervorgeht, wussten sie genau, dass man Völker nicht auf Dauer nur durch Gewalt und Zwang beherrschen kann, sondern lediglich durch Überzeugung. Und aus genau diesem Grund wurden Mythen erfunden, damit das gemeine Volk seine neuen Herren anerkannte und sie mit den schönen Geschichten identifizierte, die man ihnen erzählte, aber auch, um dem Volk Wissen beizubringen, wie etwa, die Beschaffung der Welt oder von wo der Regen kommt. Dabei spielte die Vorhersage von natürlichen Geschehnissen sowie die Kontrolle von Naturkräften und -phänomenen eine wichtige Rolle.

Tatsächlich sind die Mythen eine sehr wirksame, psychologische Waffe, die, die damaligen Machthaber mit groβem Geschick und Erfolg einsetzten, um das Volk umzustimmen, zu beeinflussen oder gar zu belehren. Die Kulmination der oben erwähnten, sog., 'psychologischen Mythologie', findet sich in der sumerischen Mythologie wieder. Die Sumerer verwendeten die Mythen mit sagenhaftem Geschick, um die unterworfenen, semitischen Völker zu kontrollieren. Aus den Mythen geht aber nicht etwa Rache und Hass gegen Menschen anderer Rassen und Gesinnungen hervor, sondern eher Mitgefühl und eine groβe Sensibilität, wenn es darum ging, die semitischen Völker für ihre geistige und technische Überlegenheit zu begeistern.

Einleitung

Zeitalter der Menschheitsgeschichte

Von allen Hominiden und Frühmenschen, die es vor unserer Zeit gab, ragen die Folgenden speziell heraus wegen ihrer Transzendenz im Werdegang des Menschen. Ohne sie hätte unsere eigene Geschichte vermutlich niemals angefangen.[2]

Paläolithikum (vor 2,5 Mill. - 10.000 Jahren)

Das Paläolithikum beginnt, als die ersten Menschen anfangen Werkzeuge herzustellen; führt über die ersten Funde von menschlichen Behausungen vor ca. 1,2 Mill. Jahren, und reicht bis zur Erschaffung von besseren Werkzeugen um 10.000 v.Chr., sowie zur Sesshaftwerdung und zu den Anfängen der Landwirtschaft um 8.000 v.Chr.

Das Untere-, Frühere- oder Alt-Paläolithikum (2,4 Mio. - 700.000 v.Chr.) umfasst 75 % des gesamten Paläolithikums (ist somit, das am wenigsten bekannte Zeitalter der Menschheit) und beinhaltet bisher, zumindest, vier (4) aufrecht gehende Menschenarten, die damals die Welt bevölkerten:

1) Homo habilis (der "geschickte Mensch") verdankt seinen Namen den Werkzeugen, die man an den jeweiligen Fundorten entdeckte. Er existierte 2,6 - 1,5 Millionen Jahre vor unserer Zeit, und bewohnte ausschließlich Afrika (Funde aus Tansania, Ostafrika), zusammen mit noch älteren Australopithecinen, denen er ein wenig ähnelte. Sein Gesicht war weniger gewölbt als das, seines affenartigen Vorgängers, dem Australopithecus, einem Australopithecinen, und er konnte, dank des zum Sprechen erforderlichen Broca-Zentrums, eines der wichtigsten Sprachzentren des menschlichen Hirns, vermutlich auch rudimentär sprechen. Er war ca. 127 cm hoch und wog an die 45 kg.
2) Homo georgicus (der "Mensch aus Georgien", Südost-Europa) wurde in Dmanisi gefunden und dabei auf eine Zeit von vor 1,8 bis 1,9 Millionen Jahre datiert. Er war schätzungsweise 1,5 m hoch. Der älteste Menschenfund in Eurasien stammt aus Israel und ist 2 Millionen Jahre alt (Homo ergaster, Nachfahre der afrikanischen Homo habilis und des Homo rudolfensi aus Tansania). Der Mann aus Georgien ist dabei wie ein Bindeglied zwischen dem älteren H. habilis (siehe oben) und dem jüngeren H. erectus (siehe unten) zu verstehen, und suggeriert, die Auswanderung von Afrika nach Europa hätte schon früher begonnen als erst mit dem Homo erectus. Dennoch war diese Einwanderungswelle sicherlich relativ klein und heute genetisch schon fast unscheinbar.
3) Homo erectus (der "aufrecht gehende Mensch") existierte vor 1,8 Millionen - 300.000 Jahren und war H. habilis etwas ähnlich. Er hatte ein robusteres Skelett als wir und war somit auch stärker. Während aber der Turkana Boy (nordwestliches Kenia, am Turkanasee) hoch und schmal ist, wie moderne Menschen in der Gegend, hatte der Peking-Mensch eine geringere Höhe und einen stärkeren Körperbau. Der Turkana Boy zeigt einen besonders geschickt, aufrecht gehenden Menschen, der vermutlich besser laufen konnte als wir. Der H. erectus war der erste Mensch, der die Welt weiträumig und massiv bereiste und sich in Afrika, Asien und Europa (der erste Europäer) nieder ließ. Er kannte anscheinend schon das Feuer und besaß bessere Steinwerkzeuge als sein Vorgänger, der H. habilis (siehe oben). Es scheint, als ob H. erectus bereits Bambus-Flöße bauen konnte, da er zu entfernten Inseln des indomalaysischen Archipels gelangte, wie nach Flores oder Java.

Schädelfunde lassen zudem auf eine gewisse Sprachfähigkeit schlieβen, so ähnlich wie bei einem heutigen Kleinkind. Lange Zeit konnte dieser Frühmensch wahrscheinlich nur langsam und schwerfällig Artikulieren, aber es fand somit vermutlich eine erste, primitive, aber dennoch effektive, Kommunikation - etwa zwischen Treibern und Jägern bei der Jagd - statt, was einen Vorsprung gegenüber den primitiveren Australopithecinen darstellte und die Denkfähigkeit sicherlich ankurbelte.

U. A. wurden folgende Unterarten des H. erectus festgestellt:

- Java-Mensch: Auf der indonesischen Insel Java wurden, ca. 500.000 Jahre alte Funde lokalisiert. Vor ca. 400.000 Jahren entwickelten diese Menschen eine Jagdtechnik mit Jäger- und Treibergruppen, was beweist, dass es bereits eine gute Kommunikation zwischen den Menschen gab und dass sie verstanden, dass man nur mit Hilfe der Gruppe überleben konnte.
- Peking-Mensch: Vor ca. 500.000 Jahren wurde das Feuer schon zum Kochen und Wärmen benutzt. Die erste echte Handaxt wurde erfunden.
- Homo floresiensis: Auf der kleinen indonesischen Flores-Insel lebte vor 95.000 bis 12.000 Jahren eine nur 1,20 Meter große Zwergform des Homo erectus. Der sog., H. floresiensis, war ein echter, aufrecht gehender Mensch, verfügte über Steinwerkzeuge und Feuer und jagte prähistorische Zwergelefanten (Stegodon), sowie Fische, Vögel und Nagetiere. Vermutlich kochte auch er das Fleisch und machte Feuer.[3] Und, obwohl die indonesischen und australischen Forscher, die den Fund betreuen, der Meinung sind, Zwergformen von Menschen und Tieren würden typischer Weise auf kleinen Inseln entstehen, so gibt es gerade eben auf kleinen Inseln auch Riesenformen, wie etwa den Komodovaran, den japanischen Riesenlurch oder die kanarischen Rieseneidechsen und fossilen Riesenschildkröten, die auch auf den Galapagos-Inseln vorkommen. Genauer gesagt, verändern Inseln und andere geschlossene Ökosysteme, generell die Gröβe der eingewanderten Tiere. Doch können diese, je nachdem, gröβer oder aber kleiner werden.

Die ältesten menschlichen Siedlungen, die wir in Nordafrika kennen, sind die von Ternifine, nahe Casablanca, sowie die von Ain Hanech und Sidi Abder Rahman in Algerien, die 200.000 Jahre (Altsteinzeit) alt sind und laut Newman, vom Homo erectus erbaut wurden. In Afrika und in Asien wurde der Homo erectus vor 400.000 bis 200.000 Jahren langsam durch eine neuere Spezies, dem archaischen Menschen, dem "Homo sapiens fossilis”, verdrängt. In Europa stieß dieser zunächst jedoch auf einen größeren Widerstand.

4) Homo antecessor lebte vor 780.000 Jahren in Atapuerca (Nordspanien) und in Ceprano, Italien, und ist somit, der älteste echte Westeuropäer der Geschichte (der älteste Osteuropäer ist der Homo georgicus, siehe oben). Während der "Mensch aus Georgien" aber anscheinend vom noch älteren Homo habilis (siehe oben) abstammt, ist der Homo antecessor eher ein Nachfahre des Homo erectus und bildet eine Linie zum späteren Neandertaler auf Grund seiner markierten, doppelten Augenbrauenfurche, die auch der chinesische H. erectus hat. Wie der Vorfahre H. erectus (siehe oben) und der Nachfahre Homo heidelbergensis (siehe unten), so hat auch er einen moderaten Taurodontismus mit tief liegendem Zahnwurzelapex, einer erweiterten Zahnfleischkavität, sowie große I2-Ausmaße, wie beim H. heidelbergensis, der möglicher Weise von einem afrikanischen oder einem asiatischen H. erectus abstammt, der Afrika respektive, hoch- bzw. hinunterwanderte.[4]

Da der Homo antecessor gerade in einer Wärmeperiode zwischen 2 Eiszeiten (Günzeiszeit: vor 1Mio. Jahren, bzw. Mindeleiszeit: vor 600.000 Jahren; siehe Tabelle unten) erscheint, ist es anzunehmen, dass sein Vorgänger, der Homo erectus, diese Wärmeperiode dazu nutzte, sich an das damalige Klima in Europa, am Mittelmeer, zu gewöhnen. Es ist wahrscheinlich, dass ein afrikanischer H. erectus -Typ während dieser Wärmeperiode in Europa eindrang, wie zuvor schon der Homo habilis . Dieser hatte aber anscheinend weniger Glück und konnte in Westeuropa, vermutlich wegen der starken Klimaschwankungen (siehe Tabelle unten) nicht Fuß fassen, und siedelte nach Osteuropa ab ("Mensch aus Georgien") .

Mittelpaläolithikum (700.000 - 35.000 v.Chr.)

5) Homo heidelbergensis: In Mauer, bei Heidelberg, vor 500.000 Jahren, sowie in Atapuerca (Nordspanien) vor 400.000 Jahren, findet sich der Nachfahre des Homo antecessor, der Heidelberg-Mensch, direkter Vorfahre der Neandertaler (siehe unten). Er konnte Laute in einer Palette von sich geben, wie ein moderner Mensch auch, und weist Merkmale zwischen dem Homo erectus und dem modernen Menschen (siehe unten) auf. Er erreichte eine stattliche Körpergröße von bis zu ca. 1,70 m und lebte vor etwa 600.000 bis 100.000 Jahren, auch in Afrika: Äthiopien (600.000 Jahre); Broken Hill, Sambia (300.000 Jahre), und zur selben Zeit auch in Süd- und Nord-Westeuropa: Boxgrove, England (500.000 Jahre); Tautavel (Pyrenäen), Frankreich (300.000 Jahre); Petralona, Griechenland (200.000 Jahre), was auf eine geteilte Population (in Europa und Afrika) hindeutet. Die weltweit ältesten, bisher bekannten, menschlichen Fußspuren, wurden in Italien auf einem erloschenen Vulkan, nördlich von Neapel entdeckt, gehören zum H. heidelbergensis und sind 385.000 - 325.000 Jahre alt.

Die meisten Paläoanthropologen glauben, dass sich diese Spezies in zwei Populationen teilte: Die afrikanische Population entwickelte sich dabei bis hin zum modernen Menschen (siehe unten), während sich die europäische Population in den Neandertaler (siehe unten) umwandelte. Die spanischen Forscher in Atapuerca glauben, der ältere Homo antecessor wäre der direkte Vorfahre der Neandertaler und des modernen Menschen - nicht also der Heidelberg-Mensch - aber diese Hypothese setzt einen afrikanischen Homo antecessor voraus, der dann in Europa eindringen würde. Einen solchen Vorgänger hat man jedoch nicht gefunden. Doch aber, zahlreiche afrikanische Heidelberg-Menschen die dann als Homo sapiens in Europa eindringen sollten.[5]

6) Homo neanderthalensis (230.000 - 30.000 v.Chr.): Der Neandertaler lebte im heutigen Deutschland, Belgien, Spanien, Italien, Jugoslawien, Russland und in Palästina. Er konnte wahrscheinlich sprechen und verbale Informationen, von Generation zu Generation, weitergeben. Vor ca. 100.000 Jahren entwickelte er eine eigene Sprache. Das vorstoßende Mittelgesicht ist anders als bei H. erectus oder H. sapiens, und vielleicht eine Anpassung an die Kälte, die ihn immer wieder in den Süden drängte. Er wurde bis zu 1,68 m hoch, hatte dicke, schwere Knochen und starke Muskeln. Die westlichen (klassischen) Neandertaler waren robuster als die östlichen. Sie waren gute Jäger, bearbeiteten bereits ihre Waffen (Nachschärfung, Überarbeitung, Umformung, etc., wie die Ausgrabungen in Kabasi, Krim, zeigen). Sie waren auch die ersten, die ihre Toten bestatteten, was vor ca. 100.000 Jahren geschah, und entwickelten Rituale und eine primitive Religion oder Kult, speziell um den Höhlenbären.[6]

Die Übereinstimmung des Zeitpunkts der Sprach- und der Begräbnisentwicklung deutet darauf hin, dass die Sprache sich parallel zur religiösen Kultur entwickelte. Zudem könnte man daraus auch schließen, dass der Neandertaler, das erste Geschöpf war, das eine Idee von Gott, dem Himmel und der Unterwelt entwickelte, da er auf diese Prinzipien mit Kulten reagierte.

7) Archaischer Homo sapiens: Der archaische Mensch entstand in Afrika vor ca. 180.000 Jahren, als eine Kälteperiode in Europa, Afrika ausdörrte. Sie dauerte bis vor 120.000 Jahren und erlaubte in dieser Zeit dem archaischen Homo sapiens keine Auswanderungen gen Norden. Vor 100.000 Jahren wurde die jetzige Sahara aber wieder feucht und bewaldete, mit vielen Flüssen und Seen. Es begann somit die Auswanderung der (dort "wartenden") Gruppen im Vorderen Orient nach Asien und Europa. Vor etwa 35.000 Jahren erreichte der archaische Homo sapiens, über die Beringstraße, Amerika, und vor etwa 60.000 Jahren, Australien (Lake-Mungo-Grab). Doch zuvor mussten sich, die an die afrikanische Wärme gewohnten Menschen, der nordischen Kälte anpassen. Die ersten Einwanderungsversuche scheiterten, während der Neandertaler von Norden her, bis an den Engpass des Vorderen Orients vorgestoßen war. Doch mit der Zeit entwickelte sich der archaische Mensch weiter zum modernen Menschen, wohl möglich durch eine leichte Vermischung mit seinem Nachbar, dem Neandertaler, bzw. er entwickelte eigenständig neandertaloide Merkmale, die es ihm ermöglichten, in der Kälte zu überleben. Das Resultat war, dass der archaische Mensch sich wandelte, und lernte, sich mit Fellen vor der Kälte zu schützen. Nun war der Weg gen Norden und Osten kein Hindernis mehr.[7]

Hier sieht man auch deutlich die strategische Lage Palästinas bzw. Israels und des Nahen Ostens, selbst in der Entwicklung der Hominiden. Später sollte von hier (Jordanien) aus, wo die ältesten Städte der Welt entstanden, der Protomediterrane Menschentyp Europa und Nordafrika erobern. Somit ist die Zone zwischen der Halbinsel Sinai und Jordanien, die wichtigste Drehscheibe der Evolution der Menschheit. Der Nahe Orient ist nur vergleichbar mit dem Tibet, der - wie wir später eindrucksvoll beweisen werden - die wichtigste kulturelle Drehscheibe der Menschheitsgeschichte ist.

7a) Homo sapiens fossilis

Doch der archaische Mensch wanderte nicht nur nach Norden, sondern auch nach Süden - zurück nach Afrika - wie bei Afalou (Nordafrika), dessen Nachfahren (Mechta-Afalou) bereits von der Unterspezies Homo sapiens fossilis waren, die in der Mitte der letzten Eiszeit in Europa und dann in Afrika auftauchte als das Jungpaläolythikum begann. Sie perfektionierten das Schneiden von Steinen und stellten die ersten Kunstgegenstände her, wie Skulpturen und Malereien. Diese schnellen Wandlungen von einer Spezies bzw. Unterart in eine andere finden für gewöhnlich während einer Eiszeit oder einer Wärmezeit statt. D.h., wenn der Mensch dazu gedrungen wird sich vor der Kälte zu schützen und sich etwas einfallen lässt bzw. wenn er wandert. Arten und Unterarten, die nicht in Bedrängnis der Evolution geraten, entwickeln sich nicht weiter, wie etwa der Neandertaler , und sterben aus.

Einmal in Europa angekommen, ist der fossile Mensch etwas kleiner und 20 - 30 % weniger robust als der gleiche Typ in Afrika und wird nach der ersten Fundstelle in Frankreich, Cro-Magnon-Mensch, genannt. Diesen Umstand kann man auch in Südamerika verfolgen: Während die älteren Pampabewohner, bleich und groß waren und vom archaischen Menschen abstammten, sind, z.B., die moderneren Inkas, die erst später hinzukamen (wahrscheinlich Nachfahren des fossilen Menschen) , eher kleinwüchsig und dunkelhäutig, aber dennoch intelligenter, obwohl nicht unbedingt friedliebender - so ähnlich wie es auch der Fall in Europa ist.

Der fossile Mensch besaß in Europa steinerne Werkzeuge, geschnitzte Rentier-Geweihe, elfenbeinerne Anhänger und Muscheln, kannte bereits Nähnadel und Fadenloch und fertigte auf diese Weise Kleidung und Schuhe aus Fellen an. Die Cro-Magnon-Menschen lebten vor 35.000 bis vor 10.000 Jahren in Europa. Sie ähnelten dem modernen Menschen, waren bis zu 1,70 m groß, muskulös und ein wenig robuster als wir. Sie waren geschickte Jäger, Werkzeughersteller und auch Künstler, wie Höhlenmalereien beweisen, und dem Neandertaler in fast allem überlegen. Zu betonen ist noch, dass der fossile Mensch keineswegs alleine nach Europa kam, sondern es kam mit ihm, oder, besser gesagt, er folgte der afrikanischen Fauna, die weit in Europa eindrang. Er hatte also sicherlich nicht den Eindruck als würde er aus Afrika auswandern. Umgekehrt ging es dem Neandertaler: Er spürte sicherlich, dass seine letzte Stunde geschlagen hatte und versuchte sich daher vermutlich auch nicht gegen die Natur zu wehren.

Jung- bzw. Oberes Paläolithikum (35.000 - 8.000 v.Chr.)

7b) Erste Homo-sapiens-sapiens-Typen:

Der Cro-Magnon-Mensch koexistierte in Europa ca. 10.000 Jahre mit dem Neandertaler. Der Neandertaler zog sich anscheinend immer weiter nach Südwesteuropa zurück, und verschwand dort vor ca. 30.000 Jahren, eingekesselt von riesigen Gletschern, die ihm den Weg nach Norden abgeschnitten hatten. Der Cro-Magnon-Mensch hatte sich während dessen in die östliche Richtung aufgemacht, und erreichte vor ca. 20.000 Jahren Osteuropa, durchquerte dann Asien und erreichte vor ca. 13.000 Jahren Amerika über die Bering-Meerenge, sowie Australien. Dann wanderte er sogar teilweise zurück nach Nordafrika, wo er seine eigenen Vorfahren verdrängte. Offenbar machte die Wanderung den Menschen von damals intelligenter, so dass die Zurückkommenden, die nicht ausgewanderten zurückdrängten. Da sich dieses Spiel in der Evolution mehrmals wiederholt, kann man davon ausgehen, dass die Bewohner des afrikanischen Kontinents prinzipiell stets weniger modern waren als ihre ausgewanderten Verwandten. Im Groβen und Ganzen wäre Afrika somit als eine Brutstätte der Arten anzusehen, die aber dann in Europa eine höhere Intelligenz entwickeln und von dort aus wiederum Afrika beeinflussen können.

Offensichtlich entwickelte der frühe moderne Mensch einen tieferen Glauben an ein Leben nach dem Tod als es beim Neandertaler der Fall war, da seine Verstorbenen sorgfältiger bestattet wurden. Die Körper, sowohl der Lebenden, als auch der Toten, wurden bemalt, die Arme der Verstorbenen über das Herz gekreuzt, und sie hinterließen den Toten Ohrringe, Halsbänder, sowie reich verzierte Werkzeuge und Waffen. Dies deutet wahrscheinlich auf einen ägyptoiden Totenglauben hin, wo der Tote die irdischen Gaben benötigt, um sich seinen Weg in den Himmel zu bahnen. Der Himmel war vermutlich für unsere fernen Vorgänger nicht viel anders als die Erde, da man dort ja auch Waffen und Werkzeuge benötigte.

Als der Neandertaler vor ca. 30.000 Jahren spurlos verschwindet, entfaltet der frühe, moderne Mensch, unerwartet seine besten, künstlerischen Eigenschaften. Es gibt keine wirkliche Vermischung beider Kulturen, sondern es erscheit eine völlig neue Kultur und ein völlig neuer Lebensstil. Verzierungen und die Verwendung von Werkzeugen aus Feuerstein und Knochen ändern sich schlagartig. Laut einem Forscherteam von der Universität Cambridge, sind die Neandertaler durch große Klimaschwankungen während der Würmeiszeit vor 30.000 Jahren ausgestorben. Die Würmeiszeit begann vor 40.000 Jahren und beide Arten koexistierten noch 10.000 Jahre lang, bis die immer wachsende Konkurrenz den alten Neandertaler völlig verdrängte. Doch so einfach ist sein Aussterben nicht, denn mit ihm starben auch primitivere Cro-Magnon-Menschen aus, die zusammen mit dem Neandertaler vor der Kälte nach Südeuropa geflohen waren (siehe weiter unten).

Der frühe moderne Mensch war ein echter Künstler. Er malte mehr oder wenig naturgetreue Nashörner und Bisons schon vor ca. 31.000 Jahren. Vor 30.000 Jahren erfand er Farbbilder mit schwarzen, roten, gelben und braunen Nuancen. Es wurde bereits aufs Detail geachtet. Bei Gruppendarstellungen wurde sogar auf den Abstand Acht genommen (Erfindung der Perspektive). Es existierte in der Kunst eine Art Naturalismus, selbst bei sich bewegenden Körpern von rennenden, springenden, weidenden oder wiederkauenden Tieren, die sich sogar den Jägern stellten. Zusätzliche Linien auf den Kunstwerken zeigten sogar manchmal den Bewegungsablauf von Kopf und Beinen, wie in einem modernen Comix.

In ersten Dörfern entstehen die ersten Verhaltensregeln und Religionen, vornehmlich animistische und schamanistische Glaubensweisen. Elfenbein, Holz und Ton werden zu sog. 'Fruchtbarkeits-Schmuck' verarbeitet, und aus der matriarchalischen Überlieferung der Neandertaler, kreiert der frühe moderne Mensch, die ersten weiblichen Gottheiten (Venus).

Mesolithikum (8000 - 5600 v.Chr.): Das letzte Stadium vor der Entwicklung der Schrift

7c) Homo sapiens sapiens (moderner Mensch):

Bereits vor 35.000 Jahren soll, zumindest eine Population des alten H. sapiens fossilis, in den modernen H. sapiens sapiens übergegangen sein.

Vor 10.000 Jahren begannen der Feldbau und die Viehzucht im Vorderen Orient, sowie erste Siedlungen mit einer quasi sesshaften Lebensweise an verschiedenen Orten, wie Catal Hüyük und Cayönü (Türkei), Abu Hureira und Jer-el-Ahmar (Syrien), sowie Jericho (Israel) und Petra (Jordanien). Diese sogenannte "Neolithische Revolution" hatte gravierende Folgen für den Rest der Alten Welt: Die neuen Bauern aus dem Orient brachten durch ihre Massenbewegungen den Ackerbau auch nach Europa und Afrika, und ersetzten somit die alten Jäger und Sammler. So ungefähr kann man sich die Invasion aus dem Orient vorstellen: Als eine Substitution alter Bräuche durch die neuen Erkenntnisse, dass man Pflanzen und Tiere auch auf Feldern und in Gehegen züchten kann.

Und als vor ca. 8000 Jahren die Sahara weiter austrocknete und im Mittleren Orient, bei Jordanien, die dort gegründeten Riesendörfer sich nicht weiter entwickeln konnten und schließlich zusammenbrachen, wurde der Strom an Auswanderern sicherlich noch intensiver. Diese großwüchsigen Menschen - 1,75 Meter bei den Männern - erschienen im östlichsten Nordafrika vor über 9.000 Jahren. Es gab noch eine etwas grazilere Form auf den Bergen, genauso wie am Mittelmeer, weswegen dieser Typ als Prämediterraner Typ bekannt ist. Sie hatten vielleicht blonde Haare und blaue Augen, kamen ins Mittelmeergebiet und wurden in Nordafrika somit zu den Vorfahren der Saharabewohner, Libyer und Berber, in einer Epoche, die Gafsa-Kultur bzw. (im Süden Europas) Capsa-Kultur genannt wird. Sie entstand im Mesolithikum (mittlere Steinzeit) um 8.100 v.Chr. in Tunesien (Nordafrika), und war sozusagen am "Tor zur Sahara" angesiedelt. Dabei wurden die alten Homo sapiens fossilis (Cro-Magnon-Menschen) vertrieben und gingen in der neuen, auswärtigen Rasse des Homo sapiens sapiens unter, der bis zum Atlasgebirge in Marokko und schlieβlich auch auf die Kanarischen Inseln kam, wo er ein Kastensystem errichtete und den jagenden bzw. schafzüchtenden Cro-Magnon-Menschen der neuen Agrarkaste unterordnete.

Bemerkung: Die Nomenklaturen der Steinzeit sind weltweit sehr unterschiedlich. So kann man, je nach Anschauung, auch einen Homo erectus heidelbergensis finden, oder aber der Cro-Magnon-Mensch wird in der Literatur als Homo sapiens sapiens genannt. Ferner wird das Neolithikum, vor allem in Nordamerika, direkt an das Paläolithikum angeknüpft und das Mesolithikum weg gelassen. Wichtig ist jedoch das Gesamtbild.

Neolithikum (Neue Steinzeit) (5.600 - 2.000 v.Chr.) (wie erwähnt, plus Mesolithikum: (8.000 - 5.600 v.Chr.))

Steinwerkzeuge und -waffen werden mit der Zeit anders hergestellt, und zwar durch Reiben und Polieren, anstatt wie früher, durch Hauen und (Zer)stoßen. Während der sogenannten Neolitischen Revolution (8.000 - 3.500 v.Chr.) werden die alten Jäger und Sammlerinnen zu Landwirten und Hirten; es werden zudem, die ersten Tiefe gezähmt (Hund, Kuh, Ziege, Schaf, Schwein). Es erscheinen auch erste Siedlungen mit echten Dörfern aus den ehemals umherwandernden Gruppen von 20-30 Menschen.

Die Bevölkerung wächst; es erscheinen neue, ständig wachsende Strukturen, wie Familie, Religion, Staat; die Technik entwickelt sich immer weiter. Die weibliche Bevölkerungshälfte widmet sich, dem Stricken, dem Spinnen und dem Textilien weben. Es erscheinen die ersten Töpferwaren (Erfindung des Töpfertisches); das Feuer wird nicht mehr als "heilig" angesehen und als "ewiges Feuer" mit auf Wanderung genommen, sondern wird nun technisch, wann immer nötig, durch Reibung hergestellt. Die ersten Häuser entstehen aus Holz (Erfindung der Holzschneiderei) und, in der Sonne getrocknetem Lehm. Es werden zudem Waren aus Kupfer und Gold hergestellt (Erfindung des Mineralabbaus und der Erzaufbereitung). Dank all diesen Errungenschaften, verbreitete sich die Menschheit zum ersten mal, auf eine mehr oder weniger kultivierte Weise, über die gesamte Erde (inter- und zwischenkontinentale Migrationen).[8]

Das Aussterben der Neandertaler

Der Neandertaler lebte in Europa und dem Nahen Osten von 230.000 - 30.000 v.Chr. - der Heidelberg-Mensch und der Homo erectus bis vor 200.000 Jahren, respektive in Südosteuropa und in Nordostafrika. Der Standort Naher Osten und seine mittelbare Umgebung ist daher, wie ein Durchgangsort anzusehen, wo ältere Spezies gen Norden wandern, sich dort weiter entwickeln, wieder zurück wandern, dort Ihre Vorfahren verdrängen, um dann erneut wieder gestärkt gen Norden zu wandern, und dort erneut Ihre Vorfahren zu verdrängen.

Der Neandertaler, der an sich, eine rein europäische Spezies ist und, von dort aus, bis zum Nahen Osten vordrang, konnte sich 200.000 Jahre lang behaupten, bevor er von dort und vom Süden der Iberischen Halbinsel - seinem letzten Refugium - verschwand. Da er nicht von Palästina aus, in Afrika einwanderte, wie alle anderen Spezies vor und nach ihm auch, gibt es ein großes Rätsel rund um sein Aussterben. 10.000 Jahre nach dem Einmarsch des H.sapiens in Europa, verschwindet der Neandertaler von der fossilen Landkarte. Es bleibt die Frage, ob er denn nicht ein Floß bauen konnte, wie schon lange zuvor der Javamensch, oder ob er sich nicht einfach an die Wärme im Nahen Osten hätte anpassen (z.B., indem er sein überflüssiges Haar und andere Körpermerkmale, die aus der Kälte entstanden waren, verlor) und dann in Afrika hätte einwandern können, wie vor ihm viele andere es auch getan hatten? Jedenfalls scheint es keinen offenen Krieg zwischen verschiedenen Menschenarten gegeben zu haben. Auf den Kanarischen Inseln, z. B., wo sich der Cro-Magnon-Mensch und manche seiner Vorgänger und Nachfahren niederlieβen, wurde die einheimische Urbevölkerung - die Guanchen - nicht einfach von der Landkarte ausradiert, sondern besteht immer noch als Cro-Magnoider-Typ (mit dem typisch rundlichen Kopf) zu 30 % in der Bevölkerung. Ungeklärt ist, weshalb es heute keine sichtbaren Merkmale mehr von Neandertaler in der Weltbevölkerung geben soll?

Hingegen hat die Untersuchung von mitochondrischer DNS (mtDNS)-Sequenzen von Neandertalerfossilien aus Deutschland, Russland und Kroatien gezeigt, dass alle robusteren und weniger robusten Neandertaler nahe miteinander verwandt waren. Der heutige Mensch hat in diesem Sinn, laut David Serre, André Langaney bzw. Mario Chech[9], keinerlei Beziehung mehr mit dem Neandertaler, aber doch mit dem prämediterranen Typ aus dem Vorderen Orient. Die gemeinsame Wurzel von Neandertalern und heutigen Menschen dürfte viel mehr auf eine Zeit vor 550.000 - 690.000 Jahren zurückreichen. Neuere Berechnungen weisen mit 365.000 - 853.000 Jahren sogar eine noch größere Variation auf, während das Mittel bei rund 609.000 bzw. 620.000 Jahren liegt, d.h., zur Zeit des Homo heidelbergensis. Der Heidelberg-Mensch brachte somit offenbar doch, zwei verschiedene Arten hervor: den nördlichen Neandertaler, und den südlichen Homo sapiens. Der Evolutionsmotor brachte beide Spezies wieder am vorderen Orient zusammen. Doch nur der modernere Mensch ist übrig geblieben. Das jedenfalls sollen umfangreiche Studien besagen.

Genetische Analysen zeigen eine ähnlich weit entfernte Verwandtschaft des Neandertalers zur europäischen Bevölkerung, wie zur Asiatischen, Afrikanischen oder Australisch-ozeanischen (siehe unten). Das ist ein Hinweis dafür, dass der Neandertaler in der gesamten Weltbevölkerung unterging, d.h., von ihr als Ganzes absorbiert wurde oder aber, dass er sich mit keiner anderen Erdpopulation kreuzte, was ziemlich unwahrscheinlich klingt. Die Tatsache, dass die Ähnlichkeiten zwischen Neandertalern und modernen Menschen sich nicht mit dem geografischen Abstand verringern, ist auch ein Indiz dafür, dass oben genannte Analysen gar nicht in der Lage sind, irgend eine Verwandtschaft mit dem Neandertaler wieder zu geben. Denn, je weiter der Homo sapiens migrierte, desto weniger Ähnlichkeit müsste er mit dem zurück gebliebenen Neandertaler haben, was aber offenbar nicht der Fall ist. Es bedarf also anderer Methoden, als die, der mitochondrischen DNS (mtDNS)-Sequenzen, um der Wahrheit näher zu kommen.

In diesem Kontext fand Alan Templeton[10] von der Washington University in St Louis, Missouri, Belege für zwei Auswanderungswellen aus Afrika - eine davon vor 420.000 bis 840.000 Jahren, und eine spätere vor 80.000 bis 150.000 Jahren, die respektive zum Homo erectus / H.heidelbergensis bzw. zum archaischen Homo sapiens passen. Dazu kommt, dass einige Forscher den Heidelbergmenschen als Homo erectus heidelbergensis bezeichnen, womit Templetons Daten genau mit dem fossilen Register übereinstimmen würden.

Wenn es zu einer Verdrängung der Ortsansässigen gekommen wäre - so A. Templeton - wären die drei signifikanten, genetischen Signaturen der früheren Zuwanderung und die sechs signifikanten genetischen Signaturen von älteren, sich wiederholenden genetischen Strömungen, nicht vorhanden, da die neuen Einwanderungswellen sie weggespült bzw. verdünnt hätten. Die Menschenartigen wanderten immer und immer wieder aus Afrika aus, aber diese Auswanderungswellen scheinen eher zu einer Kreuzung der Menschentypen, und nicht zu einer totalen Verdrängung der älteren, sesshafteren Typen, geführt zu haben, wobei die menschliche Genetik weltweit vereinheitlicht wurde, da die dominanten Gene, die nicht-dominanten Gene verdecken.

Wie auch immer. Ich selber bin der Meinung, es klänge sehr merkwürdig, dass der Neandertaler bis kurz vor Afrika gewandert wäre, nur um dann auszusterben. Auch hätte er sich z.B. ein Bambusfloß, wie sein Vorfahre, der Homo erectus , machen und die Gibraltarenge überqueren können, die damals übrigens viel enger war als heute. Ja, es gab damals sogar eine kleine Insel, direkt westlich vor Gibraltar, wo man übrigens eine antike Kultur vermutet. Auch wäre merkwürdig, wenn der Neandertaler sich nicht hätte evolutionsbedingt auf das wärmere Klima in Afrika einstellen können, so wie alle Tiere und Menschenarten es zuvor auch vermocht hatten. In meinem Buch Das große Geheimnis der Bibel, Bohmeier, Leipzig, findet sich eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen: Demnach wäre der Nahe Orient ein spezieller Ort, der noch heute heilig ist (Jerusalem, der Berg Ararat, der Berg Sinai etc.), und zudem die einzige Landverbindung zwischen Afrika und dem Rest der Welt (Eurasien) darstellt. Dieser strategische Ort ist immer einer starken Dynamik ausgesetzt gewesen, der, der Neandertaler vermutlich nicht gewachsen war. Es geht mir aber auch nicht aus dem Kopf, er wäre auf Grund einer tiefen Trauer ausgestorben. Im Angesicht des übermächtigen Homo sapiens , hätte der ebenfalls sensibel ausgestattete Neandertaler eingesehen, dass es nicht er war, der weiterleben würde, sondern die "anderen". Das hätte in ihm eine schwere Volksdepression ausgelöst, die sich in einer sehr geringen Geburtenrate widerspiegelte und seine Art schließlich, wie vom Erdboden verschluckt, verschwand bzw. absorbiert wurde, wie die Kanarischen Ureinwohner auch, denen mein Buch Geschichte und Mythen der Kanaren , Bohmeier Verlag, gewidmet ist.

Tabelle 1: Epochen der Menschheitsgeschichte und Geschehnisse, die parallel dazu ablaufen.

Untere Tabelle deckt sich übrigens mit folgenden Erdzeitaltern:

Erdzeitalter: Känozoikum

Periode: Tertiär

Epoche: Pliozän (vor 5 Mill. J. - 1,7 J.)

Periode: Quartär

Epoche: Unteres Pleistozän (vor 1,7 Mill. J. - 720.000 J.)

Oberes Pleistozän (vor 720.000 J. - 10.000 J.)
Holozän oder Alluvium (vor < 10.000 J.)

Epochen der Menschheitsgeschichte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Motor der menschlichen Evolution

Nun müssen wir uns aber fragen, was war denn der Grund, weshalb all die oben beschriebenen Menschenarten plötzlich, hier und da, auftauchen? Schon obige Tabelle deutet darauf hin, dass jede neue Eiszeit, eine neue Menschenart hervorrief: Günzeiszeit (Homo erectus), Mindeleiszeit (Heidelbergmensch), Rißeiszeit (Neandertaler), Würmeiszeit (Homo sapiens). Und zwar, nicht etwa wegen der Kälte in Europa, sondern viel mehr wegen der parallel dazu erscheinenden Dürre in Afrika. Je kälter es im Norden wurde, desto weniger regnete es um Zentralafrika herum und auf anderen Kontinenten, denn das Süβwasser staute sich als Eis an den Polen. Und somit wanderten, einer nach dem anderen, Homo erectus, Heidelbergmensch (?) und Homo sapiens aus Afrika aus, nach Eurasien.

Vermutlich war der Mangel an Regen bereits für den H.erectus ein groβes Problem, denn es gab damals Eiszeiten, wo ganze Landstriche förmlich vertrockneten. Demnach gibt es eine direkte Verbindung zwischen den Eiszeiten und dem Auftreten einer neuen Menschenspezies. Offenbar waren diese Trockenzeiten dann auch Auslöser groβer Massenauswanderungen, die von Afrika, über den Nahen Orient, nach Europa und Asien zogen, und von dort aus, nach Australien und später auch nach Amerika. Es ist also nicht verwunderlich, dass bereits der Homo erectus, dann der Neandertaler [18 Kuppeln auf der Unterseite einer Steintafel über dem Grab eines Neandertaler-Kindes in La Ferrassie, Frankreich (Peyrony 1934)], und zuletzt auch der Homo sapiens (z.B., die Guanchen Kanariens) rituelle bzw. Miniaturen von Sammelbecken und Abflussrinnen für Regenwasser in Petroglyphen (Felshauereien) darstellten.

Der genetisch-linguistische Stammbaum

Nach dem italienischen Populationsgenetiker und Professor an der Stanford-Universität, Kalifornien, Luigi Cavalli-Sforza, kann man mit folgenden Daten der genetisch-linguistischen Weltgeschichte rechnen:

Vor 70.000 - 75.000 Jahren: Bevölkerungsexpansion von Nordafrika über die Südküste Asiens bis Südostasien, Malaysia und Philippinen. In Afrika erscheinen die Buschleute (Khoisan).

Expansion über die Küstenregionen Südostasiens gen Norden (Vietnam, China vor 67.000 Jahren - Mongoliden) und gen Süden (Neuguinea, Australien vor 55.000 - 60.000 Jahren) (austrisch, indopazifisch=Papua, australisch).

Weitere Expansion entlang der Küste Asiens von Ost nach Nord, sowie auch ins Landesinnere (Nordchinesen, Mongolen, Koreaner, Japaner, Burjaten, Jakuten, Korjaken).

Erste Überquerung der Beringstraße vor 30.000 - 55.000 Jahren (zusammen mit dem Bären).

Expansion von Ostasien nach Mittel- und Nordasien vor 30.000 - 50.000 Jahren (sinodenekaukasisch); (später auch in den Norden euroasiatisch).

Expansion von Südasien bzw. Nordostafrika in den mittleren Osten vor 40.000 - 45.000 Jahren.

Expansion vom mittleren Osten und Mittelasien nach Europa vor 40.000 Jahren.

Dravidische Sprachen wandern von Nordostafrika vor 20.000 Jahren in den mittleren Osten, weiter nach Iran und Südindien vor 8.000 - 10.000 Jahren.

Indoeuropäische Sprachen wandern vor 7.000 - 8.000 Jahren in den Norden des mittleren Ostens, dann nach Europa, Südrussland, Iran, Nordindien und Zentralasien.

Altaische Sprachen wandern vor 2.000 Jahren mit nomadischen Reitern vom Altaigebirge in den mittleren Osten und nach Zentralasien. Expansion der Bantusprachen in Afrika und der austronesischen Sprachen in Ozeanien etwa zeitgleich.

In dieser Zusammenfassung können wir klar erkennen wie der archaische H. sapiens die eurasiatischen Gletscher umrundet und zuerst Ostasien erreicht. Dann folgt ihm der modernere H. sapiens, aber eine kältere Periode bewirkt einen teilweisen Rückzug nach Europa. Ein identisches, auch wenn zeitlich etwas verschobenes Resultat ergibt die Studie, die in diesem Buch vorgestellt wird. Der aufmerksame Leser wird mit Erstaunen feststellen können wie die Kultur nach Mesopotamien über den Himalaja kam, auf dessen Hochebene einige der vor den Eismassen flüchtenden, eine erste Zivilisation aufbauen sollten.

Die Geburtsstunde der menschlichen Erzählungen

Man geht davon aus, dass der Mensch anfing Geschichten zu erzählen, als man anfing das Feuer anhand von technischen Mitteln zu erzeugen und nachts ein Lagerfeuer anzündete, um sich untereinander in der Gruppe zu unterhalten. Schon der Homo erectus (der "aufrecht gehende Mensch"), der vor 1,8 Millionen - 300.000 Jahren existierte, kannte anscheinend das Feuer. Der Peking-Mensch benutzte in diesem Sinne schon vor ca. 500.000 Jahren Feuer zum Kochen und Wärmen. Doch ist es erst im Mesolithikum, um 8.000 - 5.600 v.Chr., als das letzte Stadium vor der Entwicklung der Schrift anfängt, und der Homo sapiens sapiens, der moderne Mensch, das Feuer effizient dominiert.

Zum Lagerfeuer gehörte auch das Sprechen als Voraussetzung für Geschichtenerzählungen. Der Homo erectus sprach anfänglich, wahrscheinlich wie ein heutiges Kleinkind und konnte zunächst offenbar nur langsam und schwerfällig Artikulieren, obwohl bereits scheinbar schon eine primitive und dennoch effektive Kommunikation bei der Jagd und bei anderen Aktivitäten stattfand, wie aus der Analyse der Jagdeffizienz ersichtlich.[11] Das reichte aber sicherlich noch nicht, um Geschichten zu erzählen. Erst der Neandertaler, der vor 230.000 - 30.000 Jahren in Mittel- und Südeuropa, sowie in Russland und in Palästina lebte, konnte wahrscheinlich richtig sprechen und verbale Informationen weitergeben. Vor ca. 100.000 Jahren entwickelte er dann anscheinend eine eigene Sprache, die aber im Verlauf der Geschichte unterging.[12]

Vor 100.000 Jahren wurde die Sahara wieder feuchter und bewaldete darauf hin; es gab wieder viele Flüsse und Seen in dieser oft trockenen Gegend. Das ermutigte den archaischen Homo sapiens aus Afrika, in Gruppen, in den Vorderen Orient nach Asien und Europa einzuwandern. Alle älteren Menschenformen, die vor dieser Zeit Afrika verlassen hatten und als fossile Reste in verschiedenen Teilen der Welt wieder auftauchen, gingen offenbar in den späteren, größeren Menschenbewegungen unter. In uns gibt es keine klaren Hinweise auf Erbgut vor dem moderneren Homo sapiens, so das schwedisch-deutsche Team, mit Svante Pääbo[13] vom Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, das 53 ethnische Gruppen untersuchte. Demnach bildet die heutige Weltbevölkerung eine ziemlich junge, einheitliche Gruppe, die vor ca. 67.000 Jahren Asien, Südostasien und Australien; vor ca. 40.000 Jahren Europa, vor 20.000 Jahren Nordamerika, über die damals noch existierende Landbrücke über die Beringstraße, und vor etwa 13.000 Jahren, Südamerika besiedelte.

In der Folge gäbe es also keine Neandertalermerkmale und auch nicht vom H. erectus aus der globalen Perspektive. Obige Daten stimmen übrigens in ungefähr mit dem fossilen Register und auch mit der Mythologie der alten Völker überein, wie wir Ihnen in diesem Buch veranschaulichen werden.

Laut dem Anthropologen Louis Leakey, suchten alle Menschen vor der Erfindung des Feuers Unterschlupf bei Nacht, während bei Tag, das Leben rein pragmatisch, nur ans Überleben denkend, ablief. Mit dem Licht des Feuers verließ unsere antiken Vorfahren die ständige Furcht vor der Dunkelheit und dem Tod. Der Mensch wurde selbstbewusster und begann sich sicherlich irgendeinmal wichtig zu fühlen als seine Anstrengungen zu jagen, zu überleben, zu heilen etc., mehr oder weniger plötzlich Erfolg hatten. Am Lagerfeuer wurde dann versucht, den anderen seine eigenen Heldentaten mitzuteilen. So ähnlich muss das Erzählen von Geschichten angefangen haben. Die Kinder hörten die Geschichten, lernten aus ihnen und spielten sie aus. Sie wurden dann als Mythen verkleidet an kommende Generationen weiter geleitet.[14]

Vor ca. 60.000 Jahren beerdigten Neandertaler im Kaukasus bereits ihre Toten in Gruben, die mit Ocker bemalt waren. Die Körper der Bestatteten lagen meist in Fötalform auf abgetrennten Fichtenästen und wurden vielleicht sogar mit wilden Blumen[15] verziert (obwohl das umstritten ist, da die Gegner behaupten, der diesbezüglich gefundene Blütenpollen wäre vom Winde herbeigeweht worden).

Vor ca. 35.000 Jahren gab es rund um die nördlichen Pyrenäen, in Südwest-Frankreich und in Nordspanien, offenbar ein Aufblühen der menschlichen Vorstellungskraft, dessen Prinzipien wir bereits zuvor angedeutet haben. (Zumindest eine Population des alten H.sapiens fossilis soll damals dabei in den modernen H.sapiens sapiens übergegangen sein). Zur selben Zeit entstand das älteste, bekannte Musikinstrument, eine Schwanenflügelknochen-Flöte, die man in der Geißenklösterle-Höhle[16] bei Blaubeuren, Baden-Württemberg, zusammen mit Kleinplastiken, gefunden hat. Es war damals noch mittlere Würmeiszeit, so dass das Klima den Menschen sicherlich nicht, wie zuvor, durch warme Tageszeiten ermutigte auszuwandern. Viel mehr scheint, dass die Kälte ein auslösender Faktor für die Intelligenz ist, wenn der jeweilige Mensch sich (etwa in eine warme Höhle) zurückziehen, und dort von seinen Heldentaten, "drauβen in der Eis- und Schneehölle" erzählen kann. Dabei spielte er, die gerade von ihm erfundene Flöte und erstaunte somit alle anderen Clanmitglieder.

Dass der Cro-Magnon-Mensch gerade zu dieser Zeit entstand und seine Ideen plastisch auszudrücken begann, ist ein guter Beweis für die Richtigkeit obiger "Zurückziehthese" (selbst heute ziehen wir uns gerne, dank unserer modernen Technologie, im Winter in eine warme Ecke im Café oder in U-Bahn-Lokalen zurück, wenn es drauβen bitter kalt ist.). Der Cro-Magnon-Mensch hinterlieβ bereits Fingerabdrücke im weichen Ton, und fertigte Einschnitte in Werkzeuge und Waffen, sowie erste Skulpturen und Gravuren. Im Frühpaläolithikum wurden Furchen mit ausgerundeten Rillen, Pubiszeichen und einfache Tierzeichnungen dargestellt. Die Population der Erde war noch klein und die Leute lebten in Familienclans von der Jagd, dem Fischen und dem Sammeln. Doch um 10.000 vor u.Z. erschien der moderne Mensch und entwickelte eine modernere Höhlenmalerei in Europa. Er kannte bereits verschiedene Pigmente, mit denen er farbige Bilder mit einem großen Einfallsreichtum erstellte, die Tiere in Bewegung, mit ihrem Schatten, einer Perspektive und klaren Linien zeigten. Tiere wurden nicht mehr gejagt und Pflanzen nicht mehr gesammelt, sondern respektive gehalten und angepflanzt. Der Mensch war in Europa und dem Nahen- bis Mittleren Orient sesshaft geworden. (In Zentral- und Ostasien, sowie im Fernen Orient und Nordamerika sollten die Menschen noch Jahrtausende lang mit den Tierherden wandern. Die Mongolen tun es noch immer.)

Laut dem Archäoarchitekten Siegfried Giedion[17] begann der Mensch von nun an zwischen dem Waagerechten und dem Senkrechten zu unterscheiden, wodurch sich die Idee des geraden Winkels entwickelte. Noch heute haben wir ein schlechtes Gefühl, wenn Sachen nicht ordnungsgemäß ausgerichtet sind, wie das Geschirr auf dem Tisch oder die Autos auf einem Parkplatz. Die primitive Unordnung wurde durch die modernere Ordnung ersetzt, die offensichtlich einen psychologischen Hintergrund hat. Im Kapitel "Die Nummer Sieben" werden wir sehen, dass auch diese "Geheimnummer" im Gehirn entsteht, obwohl ihr eigentlicher Ursprung in der Welt der subatomaren Quanten liegt, so merkwürdig dies auch klingen mag.

Die Entwicklung der grafischen Darstellung

Die älteste Form der visuellen Kommunikation, sind Steingravuren, Rock Art - oder auch Petroglyphen genannt - in denen der primitive Mensch seine Erlebnisse und Gefühle, oder sogar seine Prinzipien und seinen Glauben zum Ausdruck brachte. Sie können daher als eine ziemlich intime Wiedergabe der Psychologie unserer damaligen Vorfahren verstanden werden. Petroglyphen bestehen aus kleinen Bildern, die - so ähnlich wie Momentaufnahmen oder gar Verkehrszeichen - etwas sinnliches zum Ausdruck bringen. Aus einen einzigen Petroglyphen sollten später dann viele Hieroglyphen, und aus einen Hieroglyphen, viele Wörter - aus Wörtern, viele Buchstaben - werden. Buchstaben können daher als der kleinste Informationsbit verstanden werden, den der Mensch frei erfunden hat. Merkwürdiger Weise gibt es im Originalalphabet 26 Buchstaben, das ist die Summe von 10 + 16, bzw. einer Dekade des Dezimalsystems + einer Einheit des Hexadezimalsystems, das von den Sumerern entwickelt wurde (siehe weiter unten).

Wie Hinweiszeichen auf einer Landkarte, so gibt es auch unter den Petroglyphen verschiedene Typen. Einige von ihnen beschreiben einen historischen Moment, andere, einen geografischen oder rituellen Ort, oder aber den Weg hin zu Wasserstellen, Felsdurchgängen oder Höhlen, bzw. den Standort dieser, sowie Fundstellen von Grundwasser oder gewissen geologischen Formationen, wie z.B. Erz- oder Steinvorkommen. Verschiedene Menschen haben verschiedene Petroglyphen erstellt:

Petroglyphen des Homo erectus:

Der Homo erectus lebte im sogenannten Acheulian (vor 1,5 Mill. - 200.000 Jahren), im Unteren Paläolithikum. Er scheint die Kunst der Symbole bereits gekannt zu haben, entweder um Mitmenschen oder aber Stätten darzustellen bzw. zu bezeichnen. Vor 1,4 - 1,2 Millionen Jahren gravierte der H.erectus eine Reihe paralleler Linien auf einen Tierknochen bei Kotzarnika in Nordwest-Bulgarien, als das wahrscheinlich älteste Beispiel der menschlichen Darstellungskraft. Dabei handelt es sich um 3 gerade Linien, die als eine Art Symbol zu verstehen sind. Auf einem anderen Knochen fand man an der selben Fundstelle (einer Höhle) 27 Markierungen entlang der Knochenseite. Laut dem Anthropologen Dr. Jean-Luc Guadellis[18] stellen diese Linien etwas dar, das der H. erectus ausdrücken wollte, wie etwa, "ich sah 3 bzw. 27 Tiere an dieser Stelle". Es könnte sich um eine Art Sprache gehandelt haben. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Markierungen zufälliger Natur sind, wie z.B. als Resultat des Abschabens oder Abschlagens. Dazu muss im mythologischen Kontext noch gesagt werden, dass dies die älteste Darstellung einer Triade sowie irgend einer Zahlenform überhaupt in der gesamten Menschheitsgeschichte ist.

Petroglyphen des Neandertalers:

Die Kultur der Neandertaler nennt sich Mousterian, und erstreckte sich über Europa und Westasien, von ca. 230.000 bis 35.000 v.u.Z. Bereits in der Acheulian-Epoche (siehe oben) finden sich 200.000 Jahre alte Mäander in Pech de l’Azé, Dordogne, Frankreich, auf Ochsenrippen geritzt. Der Entdecker, François Bordes, und Alexander Marshack unterscheiden zwei fast parallele Linien, die in Zick-Zack-Form mehrmals wiederholt wurden. Auch um 60.000 vor u.Z. finden sich im Kaukasus gravierte Knochen mit diesen Zick-Zack-Mustern. Das Zickzack-Symbol ist weltweit präsent und wird später auch in verschiedenen Schriften aufgenommen. Man teilt ihnen eine astronomische Bedeutung zu, wie z. B. das Muster einer Sternenkonstellation.[19] Eine andere Deutungsmöglichkeit wäre, dass jedes Zick und jedes Zack einen Tag bzw. eine Nacht darstellt (siehe dazu auch die Blombos-Cave, weiter unten). Das Zick-Zack-Muster wäre somit vielleicht eine vom Neandertaler bereits entwickelte Rechenform zur Erstellung eines primitiven Kalenders bzw. einer einfachen Reihenfolge von Tagen, so ähnlich wie ein Gestrandeter oder ein Gefangener, Zeichen in eine Wand ritzt, ohne zu wissen welcher Tag, welcher Monat und welches Jahr es ist.

Wie der Homo erectus, so scheinen auch die Neandertaler Symbole gekannt zu haben, die eine primitive Art der Syntaxis (Satzgliederung) darzustellen scheinen, wie in den Bergen von Lessinia, Italien. Zwei aufeinander folgende Zeichen, wie ein Dreieck und ein weiteres Zeichen, könnten in diesem Sinn, z.B., eine Axt und ihren Eigentümer bzw. eine andere Art von Modifizierzeichen darstellen. Der Linguist T. López[20] glaubt, dass diese Symbole Informationen darstellen, wie heute die Ikonen auf unseren Bildschirmen. Vor 35.000 Jahren lernte der Neandertaler ferner vom Cro-Magnon-Menschen, wie man Körperschmuck herstellt, was laut dem Bioanthropologen Jean-Jacques Hublin[21], eine Art von symbolischem Denken voraussetzt. Dies setzt auch voraus, dass es zwischen dem Neandertaler und dem Homo sapiens Verständigung und Informationsaustausch gegeben hat, was obiges "Das Aussterben der Neandertaler" noch merkwürdiger macht, denn die Geschichte lehrt uns, dass miteinander in kulturellen Kontakt tretende Gesellschaften sich dann nicht plötzlich gegenseitig auslöschen.

Petroglyphen des Cro-Magnon-Menschen

In Mal’ta, etwa 55 Meilen nordwestlich von Irkutsk, der Hauptstadt Ostsibiriens, im Südosten Sibiriens, direkt über der Mongolei, gibt es 25.000 - 28.000 Jahre alte Gravuren von einem Mammut auf einer Elfenbeinplatte.[22] Zudem wurde in einer Begrabungsstätte eine andere, ca. 26.000 Jahre alte Elfenbeinplatte gefunden, die auf einer Seite eine Zeichnung mit drei Schlangen aufweist, die eine altertümliche Gottheit darstellen sollen.[23] Dies wäre erneut eine der ältesten Darstellungen einer Triade, und deutete daher darauf hin, dass die mystische bzw. mythologische Triade eine der ältesten Überlieferungen der Menschheitsgeschichte überhaupt auf der Welt ist.

Auf der anderen Seite der Platte sind neun Spiralen dargestellt: eine große im Zentrum und acht kleinere drum herum, von denen jeweils 2 ein Paar bilden und ineinander gehen. Die große Spirale hat sieben Windungen und ein Loch im Zentrum - die ältesten Darstellungen weltweit der magischen Geheimnummer Sieben. Laut der Heimatforscherin Laura Knight[24] ist das häufigste Symbol dieses Fundortes überhaupt, die Spirale mit sieben Windungen. Wir finden dieses Symbol, u.A., in mehreren Stämmen Nordamerikas wieder. So denken die Hopi von Arizona, die siebenwindige Spirale sei das "Mutter-Erde-Symbol". In ihrem Glauben bedeutet es eine Straße des Lebens, der man folgen kann, und die somit zur Ewigen Mutter führt, die einen dann wiedergeboren werden lässt.

Die sieben Spiralen stellen einen Mondkalender dar - einer der ältesten der Welt -, wobei die Punkte und die verschiedenen Windungen, Änderungen des Mondzyklusses darstellen sollen.[25] Die Erfinder und Hersteller dieser frühen Kalender bzw. Kunstwerke waren erste Inuit, die in dieser Region Nordasiens lebten. Ihre Kultur wird die Mal'ta-Buret-Kultur genannt, wegen den beiden, naheliegenden Fundstätten. Sie waren eher keine Neandertaler, sondern richtige Menschen, denn die ersten Neandertaler erschienen in Sibirien schon lange zuvor (vor etwa 300.000 - 350.000 Jahren). Der modernere Mensch, aus Europa kommend (siehe weiter unten), errichtete somit in einer eisigen Landschaft, mitten in der Würmeiszeit, im überkalten Sibirien, Hütten aus Mammutknochen und -stoßzähnen, sowie aus Rentierknochen, die sie mit Fellen überdeckten und mit Seilen verspannten. Ihre bereits weit fortgeschrittene Gesellschaft war noch matriarchalisch aufgebaut, so wie es beim Cro-Magnon-Menschen üblich gewesen war, wobei die Frau als Leben spendende Mutter, hoch angesehen war. Sie stellten auch Figuren aus Elfenbein her, die ihre Göttin Mutter darstellten und die somit die älteste Gottheit auf der ganzen Welt ist.[26]

Laut Joseph Campbell[27] sowie Vera Baker wurden insgesamt 20 weibliche Statuetten aus Elfenbein gefunden, wobei eine aussieht, als ob sie einen Umhang aus Höhlenlöwenfell hat, während die anderen unbekleidet sind. Zudem wurden 14 Tiergrabstätten (!) gefunden: sechs des Arktisfuchses, sechs von Rotwild, dessen Geweih und das gesamte Hinterviertel entfernt worden waren. Dann eins mit dem Kopf und dem Hals eines großen Vogels, und schließlich eins mit einem Mammutfuß. Tierstatuetten wurden gefunden, sechs fliegende- und eine schwimmende Ente oder Gans. Eine Statuette stellt einen Fisch dar, der eine Spirale auf einer Seite trägt - der ältesten Spirale überhaupt in der Geschichte der Kunst. Ein Elfenbeinstab diente möglicher Weise dem Schamanen als Zepter. Man fand auch das in Fötalpose begrabene Skelett eines 4 Jahre alten Kindes. Sein Gesicht schaute gen Osten, zur aufgehenden Sonne hin. Man nimmt an, dass die östliche Richtung im Schamanismus auch die Richtung der Wiedergeburt ist. Auf dem Grab des Kindes befand sich laut Marinus Anthony van der Sluijs[28] ein groβer Mammutstoβzahn. Im Grab befand sich eine groβe Menge an rotem Ocker und das Kind hatte auf der vorderen Hälfte des Kopfes ein zierliches Band aus Mammut-Elfenbein. Im Grab fand sich auch ein Ohrring (wohl der älteste Ohrring in der gesamten Menschheitsgeschichte) mit der Figur eines fliegenden Vogels. Drei Kobra ähnliche Schlangen und eine Spirale mit sieben Windungen finden sich auf bemalten Medaillons.

Die Ur-Inuit aus Mal'ta könnten frühe Vorfahren der Santal gewesen sein (siehe weiter unten), die noch immer die Sonne anbeten und behaupten, sie seien über die Berge (den Himalaja) nach Indien eingezogen.

Da die Mal'ta-Buret-Kultur schon so weit entwickelt war, dass ein konkreter Glauben rund um die Nummer sieben existierte, ist es denkbar, dass sie das Erbe einer noch früheren Kultur übernahm. Noch heute hat in Sibirien, der Schamanismus Tradition. Vielleicht förderte die Kälte der Tundra den Schamanismus, denn der Schamane ersetzt hier den wichtigen Platz des Arztes, des Geistlichen und des Parapsychologen, indem er sich durch Trunke und Tänze in Trance versetzt und mit den Ahnen und Geistern der Natur spricht. Wir müssen daher davon ausgehen, dass die Mythologie irgendwann um 25.000 - 28.000 Jahre vor u.Z. (22.000 Jahre laut der Radiokarbonmethode - siehe weiter unten) im kalten Zentral- bzw. Nordasien begann, und dass jene Menschen zumindest schon bis sieben zählen konnten. Ferner war auch die alte Geheimzahl Drei wichtig - die uralte Triade - sowie groβe Vögel, wie Raben und Geier, die sich später in allen jungsteinzeitlichen Mythen wiederfinden. Das zierliche Band oder Krone auf dem Vorderhaupt des begrabenen Kindes stellt wahrscheinlich die Heiligkeit des Sterbens dar - so als ob das tote Kind, rein und unbeschadet als Seele in den Himmel aufsteigt. Dafür spricht wiederum der Ohrring mit dem fliegenden Vogel, der die Seele des verstorbenen vermutlich in den Himmel begleitete.

Wie zuvor schon das Zepter, so finden wir die Idee der Wiederauferstehung und der Wesen, die unsere Seele in den Himmel begleiten, auch im Alten Ägypten wieder, was die Theorie untermauert, Elemente des Kults im Alten Ägypten wären von Schamanen über den Himalaja nach Mesopotamien und Ägypten gebracht worden (siehe weiter unten).

Doch, was bedeutet überhaupt die Nummer sieben im obigen Mondkalender?

Laut dem Historiker Alois Payer[29] besteht ein voller Zyklus im Pakuwonkalender Javas aus 210 Tagen. Jede der 30 Wochen des Siebentageszyklus (Saptawara) des Pakuwon, hat einen eigenen Namen. Im Laufe der Zeit wurde die römische Marktwoche (8 Tage) durch die siebentägige Planetenwoche (hebdomas, septimana) ersetzt, welche dann, laut Herbert Metz[30], nach dem Konzil von Nizäa (325) in die jüdisch-christliche Woche überging. Laut Wolfgang Jakobi[31] sah der Kalender des Meton (Griechenland, 432 v. Chr.) sieben Schaltmonate in 19 Jahren vor, und Kalippos ließ 330 v. Chr. in vier solchen Zyklen einen Tag ausfallen (Kalippischer Zyklus, benannt nach Kalippos aus Kyzikos, dem Reformer).

Die Einteilung der Zeit in eine siebentägige Woche stammt aus Babylonien. Der babylonische Kalender ist ein Mondkalender mit 354 Tagen. Die Nummer sieben ist sowohl die Anzahl der "klassischen Planeten" (dazu gehören die 5, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die Sonne und der Mond), als auch die ungefähre Dauer eines Mondviertels in Tagen. Die Dauer eines Mondzyklusses (von Neumond zu Neumond) wäre somit eine überschaubare Zeiteinheit, die sich gut zur gesellschaftlichen Organisation eignet. Ein Vielfaches dieser Periode ergibt in ungefähr die Länge eines Sonnenjahres. Laut dem Astronomen Dr. Bruno Deiss[32] eignet sich daher der Mondlauf vortrefflich als Basis des Zählsystems des Mondkalenders. Laut Alfred Müller[33] wurden anfangs unregelmäßig, später systematisch, alle 19 Jahre, sieben Schaltmonate eingefügt.

Es ist also ersichtlich, dass die sieben Spiralen von Mal'ta auf der Elfenbeinplatte, die sieben sichtbaren Himmelskörper, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die Sonne und der Mond, darstellten, denn es sind sechs kleine Körper, die um einen größeren Körper (der Sonne) liegen. Dabei sind je zwei Spiralen untereinander verbunden. Man kann auch sehr schön erkennen, wie der Künstler tatsächlich die einzelnen Punkte minuziös gezählt hat, da er sich oben verkalkulierte: Bei den zwei oberen, kleinen Spiralen, reichte der Raum plötzlich nicht mehr aus, und der Künstler entfaltete im Verlauf seines Werkes, etwas, was offensichtlich anfänglich, eine achte und eine neunte Spirale sein sollten. Bei diesen entfalteten Spiralen hat er in der jeweiligen Schwesterspirale drei Windungen vorgesehen, während die gleichmäßigen, unteren Spiralpaare nur je zwei Windungen besitzen. Der Künstler wusste also, dass er für die beiden letzten, obigen Spiralen keinen Platz mehr haben würde, schon bevor er mit den Spiralen Nr. 8 und 9 anfing, und machte deswegen ihre jeweiligen Schwesterspiralen größer als die beiden unteren Paare. Das bedeutet ferner, dass der Künstler bereits multiplizieren und dividieren konnte! Oder aber, was auch wahrscheinlich ist: er schaute das Bild von einem anderen, perfekteren Bild ab. Doch, wer hätte dann das perfektere, quasi mathematisch anmutende, Bild erstellt? Wir haben es hier offenbar mit einem wahrhaftigen Rätsel der Geschichte zu tun: Entweder, Arithmetik vor 22.000 Jahren, oder aber vor noch längerer Zeit!

Die Anzahl von Punkten, die je ein Paar kleiner Spiralen ausmachen, scheint ziemlich gleich zu sein (re. unten: 59, li. unten: 60, re. oben: 60, li. oben: 55, Mitte: 228). Die Summe der Punkte der kleinen Spiralen ist 234. Ich fand dazu folgende Bedeutung: der 11. Mai ist der 131. Tag des Jahres laut dem Gregorianischen Kalender (der 132. in Schaltjahren) und es fehlen noch 234 Tage für ein vollständiges Jahr. In der römischen Religion wurde an diesem Tag das Fest der Lemuren (Lemuralia bzw. Lemuria) abgehalten - ein Ritus zum Exorzismus von boshaften, Furcht einflössenden Geistern. Diese alte Tradition wurde vom Christentum zu "Allerheiligen" übernommen, um somit diesen uralten Glauben zu christianisieren.[34]

Laut Ted Porter[35], Verfasser der Endzeitstudie 234 and Prophetic Years, geht es hierbei um eine Annäherung an Genesis 1:1: Wenn man 234 Tage von einem beliebigem Datum abzieht, und dann 234 prophetische Jahre (mit jeweils 360 Tage im Jahr) vom selben Datum abzieht oder dazu zählt, erhält man stets das selbe Enddatum, obwohl mit einem Unterschied von 230 Jahren. Das funktioniert übrigens für jegliches Datum, mit einer Präzision von einem Tag, abhängig von der Anzahl an Schaltjahren, die man einbezieht. Daher kann die Länge eines Jahres folgender maβen geschätzt werden: 234 x 359 : 230 = 365,2434783. Da die derzeitige Länge eines Sonnenjahres 365,242199 Tage beträgt, entsteht eine minimale Differenz von ca. 0,00035 %, je, nachdem, ob es sich um ein mittleres Julianisches- (365,25 Tage) oder ein Gregorianisches (365,2425 Tage) Sonnenjahr handelt. Fazit ist also, dass der Mondkalender von Mal'ta ein sehr ausgeklügeltes, mathematisches System zur Zeitrechnung darstellt - und das vor 22.000 Jahren!

Laut Jens Kleemann und anderen Autoren[36] ist dieser Kalender ein sogenannter "Lunisolarkalender" (vom Lateinischen, Luna, Mond, und Sol, Sonne), d.h., ein Kalender, der sich sowohl nach dem Lauf der Sonne, als auch nach dem Lauf des Mondes richtet - wie wir oben ja bereits gesehen haben. Dabei ergeben 19 Jahre und 235 Mond-Monate fast exakt die gleiche Anzahl an Tagen (6939,5 Tage). Diese Gesetzmäßigkeit nennt man Metonischer Zyklus, und wurde in der Antike von Meton von Athen (griechischer Astronom und Mathematiker um 440 v.u.Z.) entdeckt, war aber auch in China bekannt. Im Kontext des hier entwickelten Standardmodells würde das Wissen über den Metonischen Zyklus bereits vor 22.000 Jahren in Südsibirien auftauchten, von Schamanen weiter geliefert, und dann, viel später, im Alten China weiter verwendet. Meton entdeckte den Zyklus offenbar erst 19.500 Jahre später und brachte damit die hellenistische Zeitrechnung in Ordnung!

19 Jahre mal 12 Monate sind 228 (die Zahl an Punkten der groβen Spirale in der Mitte). Von 19 Jahren müssen daher sieben Jahre jeweils einen dreizehnten Monat haben (228 + 7 = 235). Diese werden auf verschiedene Weisen eingeschoben: entweder regelmäßig, mittels einer mathematischen Formel (Jüdischer Kalender), oder je nach Bedarf: Etwa, indem Priester beobachten, wie reif das Getreide schon ist, wenn die Lage anstand. Neben den Juden hatten die Griechen, und vor Julius Cäsar, auch die Römer, sowie die Chinesen, einen Lunisolarkalender. Auch das christliche Osterfest wird bis heute nach einem Lunisolarkalender festgelegt. Ferner scheint die älteste bekannte Bedeutung der Nummer Sieben fest im Zeitrechensystem, und irgendwie auch in der Anzahl von Luminarien (mit bloβem Auge sichtbare Planeten, Mond und Sonne), verankert zu sein, da die Spiralen von Mal'ta eindeutig die Sonne und ihre Trabanten darstellt - die einzelnen Punkte jedoch Tage. Weiter unten werden wir sehen, wie wichtig doch die Nummer Sieben in allen Ebenen unseres Universums ist - angefangen mit Elementarteilchen, über Organismen, bis hin zur menschlichen Psychologie und der Informatik.

Petroglyphen des modernen Menschen

Im nordspanischen Galizien finden sich 4.000 - 5.000 Jahre alte Steingravuren mit Spiralen, Labyrinthen, Speerspitzen und Elchen oder Damhirschen mit weit gefächertem Geweih. Es gibt 2,5 Meter breite Spiralen mit 18 Windungen, sowie kleinere Spiralen, einige auch mit sieben Windungen, und konzentrische Kreise, bestehend aus doppelwandigen Sphären, die auf einer Seite hin offen sind und untereinander durch eine gerade Linie verbunden sein können.[37] Diese Doppelkreise erwecken den Eindruck, es handle sich dabei um ein System, um Tiere einzufangen, da einige Reliefs Elche darstellen, die dabei sind, in ein solches Gehege hinein zu laufen. Auch in Nordamerika wurden ähnliche Fangtechniken angewendet, um etwa Büffel einzufangen.

Malereien und Kunstobjekte des Neandertalers:

Vor 100.000 Jahren zeichneten Neandertaler die Umrisse ihrer Hände auf Höhlenwänden in Nordfrankreich. Vor

35.000 Jahren erschufen sie eine Art 'Maske' aus Feuerstein, mit den dreieckigen Umrissen eines menschlichen Gesichts bzw. Schädels. Durch die Nase dieser Maske führt ein Knochensplitter von Auge zu Auge, so ähnlich wie es heute noch Eingeborenenstämme in Ozeanien, Asien oder Afrika tun. Jean-Claude Marquet, Kurator des Vorgeschichtlichen Museums in Grand-Pressigny (Indre-et-Loire) und Michel Lorblanchet, Forschungsleiter des CNRS, Roc des Monges, Saint-Sozy, berichten, die Maske sei offensichtlich bearbeitet worden: Vom ehemaligen Felsstück wurden Teile abgespalten, um eine Gesichtsform zu erhalten. Der 7,5-cm-lange Knochen wurde künstlich, anhand von Feuersteinfragmenten, in Position gebracht. Die Forscher denken, es handle sich dabei tatsächlich um eine Protofigur, die vornehmlich den oberen Teil eines Schädels darstellt - so ähnlich wie eine venezianische Karnevalsmaske. Es könne sich u.U. aber auch um die Darstellung einer kleinen Raubkatze handeln. Das Artefakt wurde von Neandertalern nicht nur aufgelesen und in die Wohnstätte gebracht, sondern auch auf multiple Weisen bearbeitet, bis es wie ein Schädel aussah: Man erkennt einen Vorderkopf, die Augen - unterstrichen durch den langen Knochensplitter - eine offensichtlich durch Abschlagen erstellte Nase, sowie auch begradigte Wangen.[38]

Höhlen- und Felsmalereien, und Kunstobjekte des Homo sapiens:

Bereits 160.000 Jahre alte, fossile H.-sapiens -Knochen aus Afrika weisen nach dem Tod polierte Stellen auf, und deuten somit auf eine Art abstrakten Denkens hin, sowie auf eine Unterscheidung zwischen Leben und Tod durch unsere Urahnen.[39]

Erste, kulturelle Hinweise des Homo sapiens finden sich bereits vor ca. 100.000 Jahren als Einritzungen in Felswänden, Höhlenmalereien, und Bestattungsorten.[40]

Vor 35.000 Jahren entstanden in den Bergen von Lessini, nördlich von Verona, Norditalien, die wohl ältesten, komplexen Höhlenmalereien, die bekannt sind (Fumane-Höhle). Der Fels ist mit rotem Ockerpigment bemalt und es ist ein Tier mit einem langen Hals dargestellt (wahrscheinlich ein Wiesel), sowie ein Mensch, der eine Art gehörnte Maske trägt. (Man glaubt daher, dass es sich um die erste Darstellung eines Zauberers oder Schamanen handelt). Diese Höhlenmalerei entstand somit in der Steinzeit noch während der Würmeiszeit, die vor 40.000 Jahren begann und erst vor ca. 9.000 Jahren endete. Es handelt sich vermutlich um eine "Triumphhöhle", denn zu diesem Zeitpunkt (um ca. 35.000 v.Chr.) wurde der Neandertaler vom Homo sapiens in dieser Gegend verdrängt (Museum in Isernia).[41]

Vor 25.000 - 32.000 Jahren erschuf der Steinzeitmensch aus dem Gravettien, in Abri Blanchard, Dordogne, Frankreich, eine Art zweimonatigen Kalender[42]. Es handelt sich dabei um zwei Doppellinien, die auf einer breiten Knochenplatte eingepunktet sind und die im Logan Museum[43] ausgestellt werden. Jeder Punkt würde dabei einen Tag und eine Nacht darstellen. Andere Mondkalender wurden laut dem selben Forscher gefunden: Zwei, 20.000 - 25.000 Jahre alte Geweihstangen aus Isturitz[44], Frankreich, scheinen respektive einen vier- bzw. einen fünfmonatigen Mondkalender darzustellen. Jedem Monat sind kurze Einkerbungen zugeordnet, die Tage bedeuten könnten.

Alexander Marshack fand in Ishango, Lake Edward, Zaire, Zentralafrika, einen eingekerbten Knochen, der genauso alt ist wie die Geweihstangen aus Isturitz, und einen sechsmonatigen Mondkalender darstellt. Marshack konnte 1972 eine Zuordnung als Mondkalender dank der mikroskopischen Analyse der Einkerbungen nachweisen. Noch heute produzieren einige Stämme, wie die australischen Aborigines, derartige Kalenderstöcke. Solche Einkerbungen auf harten Objekten dienten laut dem Forscher, u.A., zur Registrierung von Naturereignissen, wie Sonnen-, Mond- und Wasserzyklen, von Migrationen von Herden, des Pflanzenwachstum, zur Aufzeichnung der Effektivität von Medizinpflanzen, der Reproduktion und der Lebensphasen.[45]

23.000 - 32.000 Jahre v.u.Z. wurden bereits außergewöhnliche Felsmalereien in den Höhlen von Chauvet, Südfrankreich, erstellt. Dort sind, in Europa, längst ausgestorbene Tiere, wie Wildpferde, Nashörner, Löwen und Mammuts, dargestellt. Sie entstanden in der mittleren Würmeiszeit, möglicher Weise, als das Eis am weitesten vorgedrungen war.

Laut dem Museum für angewandte Kunst in Frankfurt, waren die Höhlenmenschen, die vor etwa 18 000 Jahren nahe dem heutigen Peking (Beijing) lebten, in der Lage nicht nur Kleidung zu nähen, sondern auch mit Schnüren, Steine und Holz zu verbinden und Muschelketten damit herzustellen. In der chinesischen Urgesellschaft wurden Schnüre nicht nur zum Verbinden von Objekten genutzt, sondern auch zu Fischernetzen verknotet. Mit der Zeit wurde dann die Anwendung den Knoten immer abstrakter. Verschnürte Knoten dienten zuerst als Notizen, und waren somit Vorläufer der chinesischen Bild- und Schriftzeichen. (z.B.: ein Knoten = 10, zwei Knoten = 20 etc.)[46]

Zuletzt entwickelte sich der moderne Mensch als sog. prämediterraner Typ, der ursprünglich aus dem Nahen Orient bei Jordanien stammte und in seinem Marsch gen Westen den fossilen Menschen sowie erste Homo sapiens verdrängte, die sich bereits zuvor in Nordafrika und in Europa (Cro-Magnon-Mensch) niedergelassen hatten. Im Tal des Euphrat, bei Tell Halula in Nordsyrien, hat man mehr als 20 gemalte, weibliche Statuetten gefunden, die allesamt ca. 8.500 Jahre alt, und somit die ältesten, menschlichen Darstellungen im Nahen Osten sind. Wie sie bis dort hinkamen ist Bestandteil einer der Forschungslinien, die in diesem Standardmodell verfolgt werden.[47]

Die Bedeutung der Spiralen

Unter den Petroglyphen sind Spiralen ein häufiges Symbol. Je nach Standort, können sie zwischen 3, 7 oder gar bis zu 20 Windungen besitzen. Die häufige Verwendung von Spiralen mit einer gewissen Anzahl an Windungen - aber auch von rechteckigen Darstellungen von Gittern, z.B., mit 2x7 + 2x7 Zellen - deutet darauf hin, dass frühe Menschen bereits zählen konnten. Zumindest bis sieben, und zumindest schon seit ca. 22.000 Jahren, wie die Funde in Mal'ta, Südostsibirien, beweisen. Zudem scheinen jene Urahnen der Inuit (Eskimos) bereits Multiplikationen und Divisionen erstellt, und zumindest bis 364 gezählt zu haben (oder aber sie lernten es von einer viel älteren Kultur, die bisher verschollen geblieben ist, was das Rätsel auch nicht löst).

Einige der ältesten Petroglyphen, die man aus Europa kennt, sind an die 5.000 Jahre alte Spiralen, die in Irland vor Gräbern und Heiligtümern in große Steine gemeiβelt wurden. Die Bedeutung dieser Spiralen ist bis heute unklar, doch man nimmt an, dass sie für das Leben, die Zeit und die Ströme des Wassers bzw. für die Unterwelt stehen, da die Wasser auch unterirdisch verlaufen und somit eine Parallele zur mystischen Unterwelt der Geister und Dämonen darstellen. Zudem formen sich auch spiralförmige Strudel im Wasser, welche unsere Vorfahren als wohl eine der ersten geometrischen Figuren überhaupt interpretiert haben könnten. Ferner können alle Medien, u.U., plötzliche Strudel erzeugen, in Form von Tornados, Hurrikans, Wirbelwinden etc., aber auch einen Sog, sowohl auf der Erde (ablaufendes Wasser), als auch im Weltraum (z.B. ein Schwarzes Loch, dass Materie anzieht).[48]

Man glaubt heutzutage, dass die Idee eines geometrischen Raumes und der Möglichkeit, diesen auf einer Fläche darzustellen, bereits in der Steinzeit existierte. So sieht man in manchen paläolithischen Figuren Bilder, in denen einzelne Sterne, aber auch ganze Konstellationen, wie der Große Bär[49], dargestellt sind. Es gibt auch primitive kosmologische Darstellungen, in denen die Beziehung und die Wechselwirkung zwischen der Erde und dem Kosmos anhand von Rechtecken und Kreisen dargestellt sein soll. Einige Forscher glauben, solche Symbole seien von Schamanen und Druiden erstellt worden und hätten praktische oder rituelle Bedeutung, z.B., bei der Einnahme von verschiedenen pflanzlichen Drogen gehabt, wie Cannabis, Peyotlkaktus, Meskalkaktus etc., um so, auf mentaler Weise mit den Kräften der Oberwelt bzw. Unterwelt in Verbindung zu treten.

Die, an archäologischen Fundstätten reiche Insel La Palma (Kanaren), verfügt über Felshauereien an verschiedenen Orten - häufig als Spiralen, Mäander und konzentrische Kreise - die man mit magischen Ritualen bezüglich des Wassers in Verbindung bringt, da die steinernen Zeugen der Vergangenheit häufig an Quellen, Wasserläufen oder Feuchtgebieten mit heraufquellenden Wasser anzutreffen sind. Da der Norden der Insel am wasserreichsten ist, finden sich die meisten Petroglyphen folglich auch in dieser weiten Gegend, d.h., rund um Garafía. Am Friedhof von Garafía befinden sich übrigens die größten Spiralen, die es auf der ganzen Insel gibt. Sie erreichen einen Durchmesser von ungefähr einem Meter. An diesem heiligen Ort wurden anscheinend schon Ureinwohner begraben, so dass ihr Gott Abora hier sehr präsent war und man ihn daher groβ darstellen musste. Die Spiralen waren daher auch ein Symbol für den Gott der kanarischen Ureinwohner (aus meinem Buch Geschichte und Mythen der Kanaren, Bohmeier Verlag) .

In Südchina gibt es ferner einen Schreibstil, genannt 'Chen-Stil Taijiquan', die traditionelle Form und ältester Familienstil des Taijiquan, aus dem alle anderen Schreibschulen entsprangen. Der Chen-Stil ist durch den Übergang zwischen Sanftheit und Dynamismus sowie durch runde, spiralförmige Bewegungen gekennzeichnet.[50] Spiralen finden sich häufig auch südlich und westlich von China:

- Babylon: Das altbabylonische Weltbild (Imago Mundi) bestand aus einen, in sieben Windungen ansteigenden Stufenturm, gipfelnd im Berge Ararat.
- Kreta: Im Urlabyrinth (dem Ursprung aller Labyrinthe) konnte man sich überhaupt nicht verlaufen. Sieben Windungen führten über mehrere Kehren immer wieder zur Mitte.
- Troja: Das Troja-Labyrinth hat "die Form von Eingeweiden mit sieben Windungen".
- Arkadien: Styx (griechisch, „die Verhasste”, „Wasser des Grauens”) ist ein Fluss in Arkadien (Peloponnes), der von den Hängen des Chelmos, über hohe Felsen zu Tal stürzt und im antiken Glauben in die Unterwelt strömte. Es hieβ auch, Styx durchfließe den Hades (Ort der Toten in der griechischen Mythologie) in sieben Windungen, ehe der Fluss als Alpha neu entspringe (und symbolisiert somit den ewigen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, genauso wie es im Alten Ägypten üblich war).
- Hellas: Die Äskulapnatter (die Schlange der Medizin) schlängelt sich in sieben Windungen um einen Stab (nach Vorbild des Epidaurus, um 350 v.Chr.).
- Mekka: Die Kaaba enthält vorislamische Reliquien. Außen vor der Kaaba, im sogenannten "Haram", wird die präislamische Zeremonie der sieben Windungen abgehalten, denn hier soll dem Glauben nach, das Zentrum der Welt liegen.
- Freimaurer: Aus Sicherheitsgründen muss der Maurerknoten immer mit mindestens sieben Windungen geknüpft werden.

Es gibt zudem rechts- und linksdrehende Spiralen aus der Sicht eines gewöhnlichen Rechtshändlers. Symbolisch gesehen, vollzieht die linksdrehende Spirale, eine Bewegung von der Öffnung links, zum Mittelpunkt, nach innen zusammenziehend. Sie scheint sich einzurollen - etwas aus der Umgebung weg zu nehmen. Es ist die Bewegung eines Strudels, der alles hinab und hineinzieht. Es ist aber auch eine Bewegung zur Mitte, zum Zentrum der Entstehung. Diese Art von Bewegungen können in der Astronomie z.B. bei schwarzen Löchern und bei anderen Anziehungsphänomenen beobachtet werden.

Eine rechtsdrehende Spirale hat hingegen für einen gewöhnlichen Rechtshändler den entgegengesetzten Effekt: Eine Bewegung nach außen. Diese Spirale bedeutet Fortbewegung, Entfaltung, Entwicklung, Leben - weg vom Augenblick der Geburt. In der Symbolik steht sie für die Kontinuität des Fortschritts.

Und somit sind bei der Spirale, Symbolik und Natur eng verwachsen: Wirbel und Strudel haben die Form von Spiralen. Ausgestorbene Kopffüßler (Ammoniten), aber auch überlebende Formen, wie etwa der Nautilus, haben meist eine eng spiralförmige Schale und zahlreiche Kammern. Dann gibt es noch die DNS-, bzw. die RNS-Spirale. Die flache Spirale der Petroglyphen wird somit zur 3-dimensionalen Spirale der Natur und umgekehrt.

Pflanzen wachsen in Kreisen und Spiralen, wenn ihnen experimentell die Schwerkraft entzogen wird. In der Schwerelosigkeit bildet Moos, z.B., spiralförmige Triebe, berichten Forscher um den Biologen Fred Sack von der Ohio-State-Universität nach Rückkehr einer Moossaat aus dem All.[51]

Die Zusammenführung der o.g. Zahl Sieben mit der Idee einer Spirale, ergibt eine Spirale mit sieben Windungen: Schnecken haben oft 7 Windungen, sowohl Meeresschnecken (Fam. Turbinidae: Astraea rugosa, Fam. Muricidae: Trunculariopsis trunculus, Murex brandaris, Fam. Buccinidae: Buccinulum corneum), als auch Süßwasserschnecken (Fam. Pleuroceridae: Goniobasis). Unter den Bakterien besitzen die Spirochäten fünf bis sieben offene, spiralförmige Windungen.

Aber auch in der Elektronik findet sich die Notwendigkeit von sieben Windungen wieder: Die Spule L2 eines sogenannten "UKW-Pendelempfängers" besteht aus versilbertem Kupferdraht, ist etwa 1,5 bis 2 mm dick und sollte sieben Windungen bei einem mittleren Spulendurchmesser von 10 mm haben.[52] Der Wasserkühler Airplex 240 hat ein rund 3,5 Meter langes Rohr, das in insgesamt sieben Windungen verlegt, aus Kupfer gefertigt und mit den Kupferlamellen des Radiators verlötet ist (Aqua Computer Airplex Evo 240). Bei Kurzwellen- und Satellitenfunkantennen wird unmittelbar nach dem Antennenkoppler, in das Koaxialkabel zum Shack, entweder eine Mantelwellensperre oder eine selbst gewickelte Koaxialkabeldrossel eingefügt. Nach Rothammels Antennenbuch, 12. Auflage DARC-Verlag hat diese für RG-213 und ähnliche Kabel eine Länge von ca. 3.0 m und wird in sieben Windungen - also mit einem Durchmesser von 14 cm - frei tragend gewickelt.[53]

Und im nächsten Kapitel sehen wir uns diese "geheimnisvolle" Nummer Sieben noch einmal genauer an.

[...]


[1] Pink, Arthur W. Gleanings in Genesis Vol. 1, Kessinger Publishing. (1922)

[2] Bibliografie dazu:
Peter F. Weber. Der domestizierte Affe, Walter-Verlag, 2005
Gisela Grupe, Kerrin Christiansen, Inge Schröder. Anthropologie, Springer, Berlin, 2004
Donald C. Johanson, Blake Edgar, David Brill. Lucy und ihre Kinder, Spektrum Verlag, 2000
Hermann Schreiber. Auf den Spuren des frühen Menschen, Pabel/Moewig, Rastatt, 1988
Jean Bottero, Elena Cassin, Jean Vercoutter. Fischer Weltgeschichte, Fischer (Tb.), Frankfurt, 1965, 400 S.

[3] Wissenwschaft.de. Fossiler "Hobbit"-Mensch in Indonesien entdeckt. 28.10.2004 - Anthropologie. http://www.wissenschaft.de/wissen/news/246281.html. 06.09.05

[4] Bermúdez de Castro, J. M., J. L. Arsuaga, E. Carbonell, A. Rosas, I. Martinez and M. Mosquera. 1997. A Hominid from the Lower Pleistocene of Atapuerca, Spain: Possible Ancestor to Neanderthals and Modern Humans. Science 276:1392-1395.
Carbonell, Eudald, Marina Mosquera, Xosé Pedro Rodríguez and Robert Sala. 1995. The First Human Settlement in Europe. Journal of Anthropological Research 51:107-114.
Falguéres, Christophe, Jean-Jacques Bahain, Yuji Yokoyama, Juan luis Arsuaga, Jose Maria Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, James L. Bischoff and Jean-Michel Dolo. 1999. Earliest humans in Europe: the age of TD6 Gran Dolina, Atapuerca, Spain. Journal of Human Evolution 37:343-352.
Gutin, JoAnn C., 1995. Remains in Spain Now Reign As Oldest Europeans. Science 269:754-755.

[5] Cook, J., C.B. Stringer, A.P. Currant, H.P. Schwarcz, and A.G. Wintle. 1982. "A review of the chronology of the European Middle Pleistocene hominid record." In Yearbook of Physical Anthropology, vol. 25, pp. 19-65

[6] Thomas Brock: Wer schuf die ersten Kunstwerke der Menschheit?, Spektrum der Wissenschaft, September 2004, S. 20-21

[7] Rick Gore. Neandertals: The dawn of humans (National geographic magazine. [Offprint]), 35 pp.

[8] Siehe auch:

JONES, S.; MARTIN, R.; PILBEAM, D. The Cambridge encyclopedia of Human Evolution. Jones, S. et al., eds. Cambridge University Press. Cambridge, 1992

KLEIN, R. G. The Human career. The University of Chicago Press. Chicago & London, 1989

LEWIN, R. Human evolution. Blackwell Science. Massachusetts, 1993

[9] David Serre, André Langaney, Mario Chech, Maria Teschler-Nicola, Maja Paunovic, Philippe Mennecier, Michael Hofreiter, Göran Possnert, Svante Pääbo. No Evidence of Neandertal mtDNA Contribution to Early Modern Humans. PLOS BIOLOGY, Volume 2, Issue 3, MARCH 2004

[10] ALAN TEMPLETON. Out of Africa again and again, Nature 416, 45 - 51 (07 March 2002); doi:10.1038/416045a

Steve Connor, Science Editor. Early man evolved by spreading love, not war. The Independent, 07 March 2002. http://www.arcl.ed.ac.uk/a1/stoppress/stop_1048.htm. 07.09.05

[11] Johanson, Donald, and Blake Edgar. 1996 From Lucy to Language. New York: Simon and Schuster.

[12] Gibbons, Ann. 1992 "Neandertal Language Debate: Tongues Wag Anew." Science 256: 33-34

[13] MAX INGMAN, HENRIK KAESSMANN, SVANTE PÄÄBO, ULF GYLLENSTEN. Mitochondrial genome variation and the origin of modern humans, Nature 408, December 2000, pp. 708-713

[14] Louis Leaky. Adam or Ape: A Sourcebook of Discoveries About Early Man. Shenkman, Cambridge, Massachussets, 1970.

[15] Solecki, R. S. (1975) Shanidar IV, a Neanderthal flower burial in N. Iraq Science 190 (28) 880

Sommer, J.D. (1999) The Shanidar IV 'Flower Burial': A Reevaluation of Neanderthal Burial Ritual, Cambridge Archaeological Journal, 9 127-129

[16] Eberhard Wagner (1979): Eiszeitjäger im Blaubeurer Tal, Führer zu archäologischen Denkmälern in Baden-Württemberg, Band 6, Karl Theiss Verlag, Stuttgart, 1979.

Joachim Hahn (1988): Die Geißenklösterle-Höhle im Achtal bei Blaubeuren, Karl Theiss Verlag, Stuttgart, 1988.

[17] Siegfried Giedion. The eternal present. A contribution on constancy and change. New York, Bollingen Foundation, Pantheon Books, 1962-64

[18] Die Welt.de. Wissenschaftler finden die ältesten, von Menschen geschaffenen Symbole. http://www.welt.de:81/data/2004/03/18/252511.html. 07.09.05

[19] Times Online. Alexander Marshack. January 22, 2005. http://www.timesonline.co.uk/article/0,,60-1450823,00.html. 07.09.05

[20] "The metalanguage of Text Linguistics and the categorization of English texts: Notational terms and the principle of diminishing returns", in F. TODA IGLESIA, M.J. MORA, J. A. PRIETO PABLOS & T. LÓPEZ SOTO (eds.), Actas del XXI Congreso Internacional de la AEDEAN, Sevilla 1997 (Sevilla, 1999), 75-99

[21] Endicott, Kirk M. Welsch, Robert L. Taking Sides Clashing Views on Controversial Issues in Anthropology. McGraw-Hill/Dushkin. 2003

[22] Archeology. Mal'ta-Buret Culture. http://archaeology.about.com/library/glossary/bldef_maltaburet.htm. 09.09.05

[23] Chance, Norman. Exploring the Past: An archeological Journey. Arctic Circle. http://arcticcircle.uconn.edu/HistoryCulture/journey.html. 09.09.05

[24] Cassiopaea. La Conexión Francesa 3. http://quantumfuture.net/sp/francesa3.htm. 09.09.05

[25] Hopi Symbols. http://www.whats-your-sign.com/Hopi-symbols.html. 09.09.05

[26] The Paleolithic of Siberia: New Discoveries and Interpretations (Hardcover)

by Anatoliy P. Derev'Anko (Editor), Demitri Boris Shimkin (Editor), W. Roger Powers (Editor). The Paleolithic of Siberia: New Discoveries and Interpretations, University of Illinois Press, 1998, 406 pp.

1928: Mal'ta is Discovered. http://codesign.scu.edu/anthroweb2/032/archaeologywebpage/page4.htm. 09.09.05

[27] Joseph Campbell. Historical Atlas of World Mythology, Perennial Library, NY, 1989, 251 pp.

[28] Die Heimatfrage. http://mythopedia.info/stamland.htm. 15.03.06

[29] Payer, Alois (1944): Materialien zum balinesischen Hinduismus. -- Die balinesischen Kalender. -- Fassung vom 13. Juli 1998. http://www.payer.de/bali/bali01.htm. 09.09.05

[30] Herbert Metz. Kalender - Computus. Die Grundlagen des julianischen und gregorianischen Kalenders. www.computus.de. bzw. http://www.s-line.de/homepages/rsfugger/kalender/menton.html. 09.09.05

[31] Wolfgang Jakobi. Kalenderberechnungen. http://wolfgang-jakobi.com/. 09.09.05

[32] Dr. Hugo Deiss. Kalender. Astrolink.de. http://www.astrolink.de/p012/p01211/p0121106001.htm. 09.09.05

[33] Alfred Müller. Kalender. http://www.dagmar-mueller.de/wdz/Zeit/Kalender/kalender.html. 09.09.05

[34] Sungaya. 11. Mai. http://www.sungaya.de/schwarz/kalender/05/1105.htm. 09.09.05

[35] Ted Porter. http://www.endofage.com/. bzw. The Latter-Day Letters. http://www.fivedoves.com/letters/nov2004/nov4-2004.htm. 09.09.05

[36] Jens Kleemann. Wissensquiz.de. http://www.jenskleemann.de/wq.php4?p=Kalender&q=. 09.09.05

[37] Petroglifos. http://www.concellotomino.com/paginas/petroglifo.htm. 10.09.05

[38] The mousterian protofigurine from la Roche-Cotard (France), Paléo n°12 : pp 325-338 (2000); Antiquity 77, n°298 : pp 661-670 (2003).

[39] Science Daily. 160,000-year-old Fossilized Skulls From Ethiopia Are Oldest Modern Humans. University Of California - Berkeley, News Release, 2003-06-12

[40] Lloyd deMause. Chapter 7 (part 1) -- Childhood and Cultural Evolution. The Journal of Psychohistory V. 26, N. 3, Winter 1999

[41] THE FIRST MODERN HUMANS IN EUROPE. Università di Ferrara. http://web.unife.it/progetti/isernia-la-pineta/inglese/mostra/primi_uomini.htm. 11.09.05

[42] Licia Filingeri. LO SCORRERE DEL TEMPO NELLA RAPPRESENTAZIONE MENTALE E MATERIALE DELL'UOMO DEL PALEOLITICO. PALEOLITHIC ART MAGAZINE. http://www.paleolithicartmagazine.org/pagina94.html. 19.03.06

[43] Abri Blanchard. Logan Museum. http://www.beloit.edu/~museum/logan/paleoexhibit/blanchard.htm. 19.03.06

[44] Licia Filingeri. UNA SCULTURA MUSTERIANA DEL LEONE EUROPEO:TRA RITO E MITO. PALEOLITHIC ART MAGAZINE. http://www.paleolithicartmagazine.org/pagina62.html. 19.03.06

[45] Simon Singh.net. The Ishango Bone – Is This The World’s Oldest Mathematical Artefact?. http://www.simonsingh.net/The_Ishango_Bone.html. 11.09.05

[46] Knoten aus Alt-China. Ausstellungen Museum für angewandte Kunst Frankfurt, 1995. http://home.ivx.de/602222/de/knot.html. 11.09.05

[47] Spencer P.M. Harrington. Oldest Paintings of People in the Middle East. Archaeology, Archaeological Institute of America, May 27, 1998

[48] Eberhard Bodenschatz. Spirals: They turn and turn and make you dizzy! http://milou.msc.cornell.edu/lay_spiral.html. 11.09.05

[49] Mario Ruiz Morales.ENSAYO HISTORICO DE CARTOGRAFIA URBANA. Julio de 2.001 en: Mapping Interactivo. Revista internacional de ciencias de la tierra, Febrero/Marzo. http://www.mappinginteractivo.com/plantilla-ante.asp?id_articulo=67. 20.03.06

[50] Taijiquan-Chen-Stil. http://www.frauen-fitness-online.de/c_taijiquan/taijiquan_chen.htm. 11.09.05

[51] Rosemary Wilson. Mossy Spirals. New Science, NASA. http://liftoff.msfc.nasa.gov/news/2002/news-moss.asp. 11.09.05

[52] UKW-Pendler Philips, Bezeichnung 7768

[53] Gierlach / DL6VW; Das DARC Antennenbuch, DARC Verlag, 3. Auflage 1999. 524 S.

Ende der Leseprobe aus 226 Seiten

Details

Titel
Zivilisationen. Wie die Kultur nach Sumer kam
Untertitel
Mit einem Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens
Autor
Jahr
2007
Seiten
226
Katalognummer
V76701
ISBN (eBook)
9783638846073
ISBN (Buch)
9783638845021
Dateigröße
4467 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Buch, das auch in Spanien auf Spanisch mit Erlaubnis vom Grin-Verlag veröffentlicht werden wird.
Schlagworte
Zivilisationen, Kultur, Sumer, Tibet, Himalaya, Schamanismus, Pyramide
Arbeit zitieren
Dr. Carlos Calvet (Autor), 2007, Zivilisationen. Wie die Kultur nach Sumer kam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76701

Kommentare

  • Gast am 31.1.2008

    eine bedeutungsvolle Arbeit.

    Diese Arbeit von Calvet ist in seiner Gesamtheit überaus bedeutungsvoll. Minutiös analysiert er die vorzeitlichen Spuren, Schöpfungsmythen und Weltanchauungen der frühen Völker und verfolgt die kulturelle Migration vom Anbeginn der menschlichen Spezies zu den ersten Hochkulturen der Menschheit. Besonderen Augenmerk verdienen hierbei die gesellschaftlichen und sozialen Verflechtungen in den frühen Gesellschaften und die bis heute anhaltende Manipultationsbereitschaft der Bevölkerung. Ein empfehlenswertes Sachbuch, das tiefgreifende Erkenntnisse klar verständlich vorstellt.

Im eBook lesen
Titel: Zivilisationen. Wie die Kultur nach Sumer kam


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden