In dieser Arbeit werden die Kraft der Musik und ihr Einfluss auf den Menschen dargestellt. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Heilkraft der Musik gelegt. Am Schluss wird versucht, dieses Wissen in den Grundschulunterricht zu integrieren.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
1 Was ist Musik?
1.1 Die Ursprünge der Musik
1.1.1 Der kosmische Ursprung des Klanges
1.1.2 Der biologische Ursprung der Musik
1.1.3 Musik, Magie und Religion
1.2 Musikinstrumente
1.3 Die menschliche Stimme
1.4 Musik im Alltag
1.5 Musik im Kopf
2 Musik kann verändern
2.1 Die Wirkung von Musik
2.2 Was sagt die Antike dazu?
2.3 Die mathematische Ebene der Musik
2.4 Die Wirkung von Musik auf Pflanzen und Tiere
2.5 Emotionale Wirkung von Musik
2.6 Musik, Ausdruck des Göttlichen?
2.7 Negativer Umgang mit Musik
2.7.1 Reizüberflutung – Wenn Stille schmerzt
2.8 Kann Hardrock wirklich schädlich sein?
3 Heilender Einfluss von Musik
3.1 Geschichtliche Entwicklung
3.1.1 Antike
3.1.2 Vom Mittelalter bis zur Romanik
3.1.3 Das 20. Jahrhundert
3.2 Welche Faktoren bestimmen die Wirkung von Musik?
3.3 Ergotrope Musik
3.3.1 Dort wo man singt, da lass dich ruhig nieder?
3.3.2 Das Gefährliche an ergotroper Musik
3.4 Trophotrope Musik
3.4.1 Musik für den Schlaf – Musik im Schlaf
3.4.2 Lauschen lernen
3.5 Musikalische Hausapotheke
3.6 Musik in Medizin und Wissenschaft
3.6.1 Die Hörkur des Alfred Tomatis
3.6.2 Wie entsteht ein Konzert im Gehirn?
3.6.3 Klingende Medikamente
4 Was ist Therapie
4.1 Therapieformen
4.1.1 Psychotherapie
4.1.2 Familientherapie
4.1.3 Gestalttherapie
4.1.4 Psychopharmakotherapie
4.1.5 Funktionelle Therapien
5 Musiktherapie
5.1 Fragen und Antworten
5.2 Das musiktherapeutische Setting
5.3 Arbeitsgebiete
5.4 Von der Eignung einer Therapie
5.5 Die Einzelmusiktherapie
5.6 Die Gruppenmusiktherapie
5.7 Rezeptive Musiktherapie
5.7.1 Zur Methode der rezeptiven Musiktherapie
5.7.2 Von der Musik, die an nichts erinnert
5.8 Aktive Musiktherapie
5.8.1 Musikalische Improvisation – Spiel ohne Maske
5.8.2 Improvisieren, was einem völlig fremd ist
5.8.3 Von der Macht des Instruments
6 Schulpraxis: Dieses Wissen in den Unterricht integrieren
6.1 Kinder sind sensibel
6.2 Was können Lehrer/innen tun, um den Schülern zu helfen?
6.2.1 Aktive Imagination mit Kindern
6.2.2 Übung zur Konzentration und Motivation
6.2.3 Therapeutische Musik für Kinder
6.3 Hat das auch Einfluss auf Lehrer/innen?
6.4 Verhaltenskreative Kinder und Musik
6.4.1 Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?
6.4.2 Methodische Hilfen
6.4.3 Das Besondere an der Trommel
6.5 Musikalische Übungen
6.5.1 Imitation
6.5.2 Illustration
6.5.3 Interaktion
6.5.4 Nachahmen rhythmischer Phrasen
6.5.5 Ich schenk dir meinen Ton
6.5.6 Ein Dirigent und ein lebendiges Klavier
6.5.7 Klangwolke
6.5.8 Stopp and Go
6.5.9 Laut – leise
6.5.10 Improvisieren zu melodisch oder rhythmischen Rahmen
7 Lehrplanbezug
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Musik auf die kindliche Entwicklung mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Heilkraft der Musik und deren praktischer Integration in den Grundschulunterricht.
- Wirkungsweisen von Musik auf Mensch, Tier und Pflanze
- Neurobiologische Grundlagen der Musikverarbeitung
- Unterscheidung zwischen ergotroper und trophotroper Musik
- Musiktherapeutische Methoden und Settings
- Praktische Umsetzung musikalischer Übungen in der Schule
Auszug aus dem Buch
3.6.2 Wie entsteht ein Konzert im Gehirn?
Das Gehirn liebt Musik. Forscher haben herausgefunden, dass mehrere Gehirnregionen daran beteiligt sind, aus dem Frequenzsalat einer Sinfonie ein musikalisches Erlebnis zu machen.
Aber warum betreibt unser Gehirn so viel Aufwand, um etwas scheinbar so Nutzloses wie Musik zu analysieren? Manche Patienten profitieren bereits heute von solchen Forschungen im Kampf gegen ihre schweren Erkrankungen.
Vor fünf Jahren erlitt Wolf K. einen Schlaganfall. Zum Glück war es nur ein leichter Hirninfarkt. Seine Fähigkeiten zu sprechen und sich zu bewegen waren kaum eingeschränkt, sodass der 64-jährige Ingenieur die Klinik bald verlassen konnte. Aber zu Hause beim Auspacken merkte er, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war. Seine Tochter hatte ein Klavierkonzert aufgelegt, und für ihn hörte es sich an, als wäre die Stereoanlage kaputt. Als er am nächsten Tag seine Nachbarin besuchte, war dessen Stereoanlage ebenfalls kaputt. Offensichtlich hörten weder seine Tochter noch die Nachbarin, was er wahrnahm – nämlich "Klangbrei" statt Musik.
Sein Arzt schickte Wolf K. zu Eckart Altenmüller, Professor für Musikphysiologie und Musiker-Medizin in Hannover. Dieser fand heraus, dass durch den Schlaganfall einige Gehirnbereiche an der rechten oberen und mittleren Schläfenwindung geschädigt waren. Diese Windungen gehören zu den neuronalen Zentren im Gehirn, die der Mensch braucht, um aus dem Frequenzdurcheinander ein musikalisches Erlebnis zu machen. Altenmüller: "Das Gehirn konnte infolge der Schädigung Musik nicht mehr richtig verarbeiten. Herr K. litt an erworbener Amusie."
Zusammenfassung der Kapitel
1 Was ist Musik?: Dieses Kapitel definiert Musik als gestaltete Zeit und beleuchtet ihre kosmischen, biologischen sowie kulturellen Ursprünge.
2 Musik kann verändern: Hier werden die emotionalen und psychologischen Wirkungen von Musik auf den Menschen, Tiere und Pflanzen sowie die Bedeutung von Musik als Ausdruck des Göttlichen behandelt.
3 Heilender Einfluss von Musik: Das Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung der Musikheilkunde und untersucht neurophysiologische Faktoren sowie ergotrope und trophotrope Musikwirkungen.
4 Was ist Therapie: Hier werden allgemeine Therapiebegriffe definiert und verschiedene Ansätze wie Psychotherapie, Familientherapie und Psychopharmakotherapie kurz vorgestellt.
5 Musiktherapie: Dieser Teil beschreibt die Arbeitsgebiete, Settings sowie rezeptive und aktive Musiktherapie als spezifische Heilverfahren.
6 Schulpraxis: Dieses Wissen in den Unterricht integrieren: Das Kapitel liefert konkrete Anleitungen und Übungen, um die positive Wirkung von Musik in den pädagogischen Alltag an Volksschulen zu integrieren.
7 Lehrplanbezug: Dieser Abschnitt ordnet die vorgeschlagenen musikalischen Übungen in den österreichischen Lehrplan für Volksschulen ein.
Schlüsselwörter
Musik, Musiktherapie, Entwicklung, Kind, Heilkraft, Ergotrop, Trophotrop, Gehirn, Pädagogik, Rhythmus, Emotionen, Unterricht, Volkschule, Klang, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Musik auf die kindliche Entwicklung und wie diese Erkenntnisse therapeutisch sowie pädagogisch im Grundschulalltag genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit umfasst die Ursprünge der Musik, ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus, musiktherapeutische Ansätze und praktische Anleitungen für den Musikunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Kraft der Musik aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um dieses Wissen effektiv in den Grundschulunterricht zu integrieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse medizinischer, psychologischer und pädagogischer Erkenntnisse sowie auf praktischen Erfahrungen des Autors als Lehrer.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Wirkung von Musik auf den Menschen, heilende Einflüsse, die Definition von Therapie sowie musiktherapeutische Methoden für die Schulpraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Musiktherapie, Entwicklung des Kindes, Heilkraft, pädagogische Integration und musikalisches Training.
Was unterscheidet ergotrope von trophotroper Musik?
Ergotrope Musik zeichnet sich durch rigide Rhythmen und hohe Lautstärke aus und wirkt stimulierend, während trophotrope Musik durch sanfte Rhythmen und Moll-Tonarten entspannend wirkt.
Warum spielt die Persönlichkeit des Therapeuten eine Rolle?
Untersuchungen zeigen, dass der Erfolg einer Musiktherapie stark von der Qualität der persönlichen Beziehung zwischen Therapeut und Klient abhängt.
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- Dipl. Päd. Thomas Neuhold (Author), 2007, Der Einfluss von Musik auf die Entwicklung des Kindes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76753