Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Health - Nutritional Science

Einfluss sensorischer Sensitivität und Erfahrungen auf Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren

Title: Einfluss sensorischer Sensitivität und Erfahrungen auf Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren

Diploma Thesis , 2007 , 121 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Miriam Busemann (Author)

Health - Nutritional Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Voraussetzung für die Ableitung gesicherter Empfehlungen zur Ernährungserziehung von Kindern ist das Verständnis der Entstehung von Lebensmittelpräferenzen. Schon von frühester Kindheit an ist ein günstiges Ernährungsverhalten von Bedeutung, da in der Kindheit erlernte Verhaltensweisen oft bis ins Erwachsenenalter beibehalten werden.
In dieser Arbeit sollen Einflussfaktoren auf die Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren aufgezeigt werden. Dabei werden einerseits genetische Veranlagungen, wie die Sensitivität auf die Grundgeschmacksqualitäten und die genetisch bestimmte Schmeckfähigkeit von PROP näher betrachtet. Andererseits wird eine Vielzahl von verschiedenen Umweltfaktoren beleuchtet, die einen Einfluss auf Vorlieben und Abneigungen für bestimmte Lebensmittel und Geschmacksrichtungen haben.
Es wird deutlich, dass Geschmackspräferenzen bereits durch die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und der Stillzeit geprägt werden. Durch das Fruchtwasser bzw. die Muttermilch sammeln Kinder, auch schon vor der Geburt, erste Erfahrungen mit Aromen der Lebensmittel die von der Mutter konsumiert werden. Aber auch nicht gestillte Säuglinge werden durch die Art der erhaltenen ersten Nahrung in ihren Geschmackspräferenzen geprägt. So bilden sich sensorisch spezifische Präferenzen je nach Art der erhaltenen Säuglingsnahrung aus.
Dem soziokulturellen Umfeld des Kindes, sowie seinen Eltern, Geschwistern und sonstigen Bezugspersonen, wird ebenfalls ein Einfluss auf die Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen zugeschrieben. Gerade durch die Beobachtung Anderer beim Verzehr von Lebensmitteln werden das Essverhalten und damit auch die Lebensmittelpräferenzen beeinflusst.
Eltern und Erziehende beeinflussen allerdings nicht nur durch ihre Vorbildfunktion die Präferenzen und Abneigungen des Kindes. Sie fördern bzw. hemmen die Akzeptanz bestimmter Lebensmittel zudem durch Maßnahmen, wie die Beschränkung des Zugangs zu beliebten Lebensmitteln oder durch den Einsatz von Belohnungen für den Verzehr von unbeliebten Lebensmitteln. Zur Förderung eines günstigen Ernährungsverhaltens des Kindes lassen sich somit Empfehlungen an Eltern und Erziehende, sowie an Verantwortliche im Bereich der Ernährungserziehung von Kindern ableiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen der Sensorik

2.1 Sinnesphysiologie

2.1.1 Sinneseindrücke und Empfindungen

2.1.2 Das Zusammenspiel der verschiedenen Sinneseindrücke beim Essen und Trinken

2.1.3 Anatomische und physiologische Grundlagen der Sinne

2.1.4 Geruchswahrnehmung

2.1.5 Geschmackswahrnehmung

2.1.6 Wahrnehmung von Flavor und Aroma

2.2 Sensorische Prüfmethoden

2.2.1 Sensorische Prüfmethoden bei Säuglingen

2.2.2 Hedonische Prüfungen bei Kleinkindern und Kindern

3 Grundlagen der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern

3.1 Die Ernährung des Säuglings

3.1.1 Ernährungsplan für das erste Lebensjahr

3.1.2 Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrungen

3.2 Ernährungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern

3.2.1 Psychologische Einflussfaktoren bei der Entwicklung des Ernährungsverhaltens

3.2.2 Einfluss der Eltern auf das Ernährungsverhalten des Kindes

3.2.3 Ähnlichkeiten im Ernährungsverhalten von Eltern und Kindern

4 Bildung von Nahrungsmittelpräferenzen

4.1 Angeborene Geschmackspräferenzen

4.2 Konditionierte Geschmacks- und Nahrungsmittelpräferenzen

4.3 Kulturelle Einflüsse

4.4 Nahrungsmittelaversionen

4.5 Nahrungsmittelneophobien und die Akzeptanz neuer Nahrungsmittel

5 Sensorische Studien mit Säuglingen, Kleinkindern und jungen Schulkindern

5.1 Frühkindliche Geschmackserfahrungen

5.1.1 Geschmackserfahrungen durch Muttermilch

5.1.2 Geschmackserfahrungen durch Säuglingsanfangsnahrung

5.2 Reaktionen auf die Grundgeschmacksqualitäten und ihre Auswirkungen auf Geschmackspräferenzen

5.2.1 Geschmacksqualität süß

5.2.2 Geschmacksqualität sauer

5.2.3 Geschmacksqualität salzig

5.2.4 Geschmacksqualität bitter

5.3 Olfaktorische Studien bei Säuglingen

5.3.1 Pränatale Gerüche

5.3.2 Pränatale und postnatale Gerüche im Vergleich

5.3.3 Postnatale Gerüche

5.4 Entwicklung der Akzeptanz von Lebensmitteln in den ersten Lebensjahren

5.4.1 Einfluss der Eltern

5.4.2 Neue / unbekannte Lebensmittel

6 Vergleich der Studiendesigns

7 Schlussbetrachtung und Ausblick

8 Zusammenfassung

9 Abstract

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die die Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren beeinflussen, wobei sowohl genetische Veranlagungen als auch erlernte Erfahrungen im Kindesalter berücksichtigt werden, um Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährungserziehung abzuleiten.

  • Sensorische Entwicklung und Wahrnehmung bei Säuglingen und Kindern
  • Einfluss von Ernährungsgewohnheiten und Fütterungspraktiken der Eltern
  • Rolle von genetischen Prädispositionen und Geschmackslernen
  • Mechanismen der Lebensmittelakzeptanz und Nahrungsmittelneophobie
  • Vergleichende Analyse sensorischer Studien in Industrienationen

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Anatomische und physiologische Grundlagen der Sinne

Gesichtssinn

Das Sinnesorgan des Gesichtssinns ist das Auge mit Sehnerv und Sehzentrum im Gehirn. Das Sehen wird durch das einwandfreie Zusammenwirken ermöglicht. Über Kornea und Linse dringt Licht in das Auge ein und trifft auf die Retina (Netzhaut). Auf dieser befinden sich zwei unterschiedliche Sehzellen: die Stäbchen und Zäpfchen. Während wir mittels Zäpfchen Farben wahrnehmen können, sind die Stäbchen für das Schwarz-Weiß-Sehen verantwortlich.

Der Gesichtssinn ist für die sensorische Beurteilung von Produkten von großer Bedeutung. Farbe, Form, Größe, Struktur, Trübheit oder Glanz sind mit dem Auge wahrnehmbare Merkmale, die Aufschluss über ein Produkt geben und eine gewisse Produkterwartung erzeugen: die Farbe grün kann beispielsweise bei manchen Früchten mangelnde Reife signalisieren. Die erste Sinneswahrnehmung eines Produkts erfolgt meist mit dem Auge. Mit der Farbe werden bestimmte Gerüche und Geschmacksrichtungen assoziiert, mit rot z.B. Erdbeere oder braun mit Schokolade. Der visuelle Sinn wirkt also dominierend und ist in der Lage, die chemischen Sinne Geruch und Geschmack irrezuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung einer gesunden Ernährung in den ersten Lebensjahren heraus und definiert das Ziel der Arbeit, Einflussfaktoren auf die Lebensmittelpräferenzen bei Kindern zu untersuchen.

2 Grundlagen der Sensorik: Das Kapitel bietet einen Überblick über die menschliche Sinnesphysiologie sowie die für die Untersuchung von Kindern relevanten sensorischen Prüfmethoden.

3 Grundlagen der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern: Hier werden die physiologischen Grundlagen der Ernährung sowie psychologische und soziale Einflussfaktoren auf das Ernährungsverhalten von Säuglingen und Kleinkindern beschrieben.

4 Bildung von Nahrungsmittelpräferenzen: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Vorlieben und Abneigungen durch angeborene Präferenzen, Konditionierung, kulturelle Einflüsse und die Entwicklung von Aversionen.

5 Sensorische Studien mit Säuglingen, Kleinkindern und jungen Schulkindern: Es werden ausgewählte Studien vorgestellt, die den Einfluss von frühkindlichen Geschmackserfahrungen und die Reaktion auf verschiedene Geschmacksqualitäten beleuchten.

6 Vergleich der Studiendesigns: Hier werden die in den verschiedenen Untersuchungen angewandten Methoden und Studiendesigns systematisch gegenübergestellt und miteinander verglichen.

7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammenfassend bewertet und daraus Empfehlungen für die Ernährungserziehung abgeleitet.

8 Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit.

9 Abstract: Eine englischsprachige Kurzfassung der gesamten Arbeit.

Schlüsselwörter

Lebensmittelpräferenzen, Geschmacksempfindungen, Säuglinge, Kinder, Akzeptanz, Neophobie, Prädisposition, Entwicklung, Sensorik, Ernährungserziehung, Geschmacksprägung, Modelllernen, Ernährungsverhalten, Ernährung, Geschmacksqualitäten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Einflussfaktoren, die zur Ausbildung von Lebensmittelpräferenzen bei Kindern in den ersten Lebensjahren führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Sinnesphysiologie, der Einfluss der frühkindlichen Ernährung auf das spätere Essverhalten, sowie die Rolle von Eltern und sozialen Umfeldern bei der Akzeptanz neuer Lebensmittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie angeborene genetische Veranlagungen und erworbene Erfahrungswerte zusammenwirken, um daraus fundierte Empfehlungen für eine gesundheitsfördernde Ernährungserziehung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener sensorischer Studien, die im Zeitraum von 1994 bis 2006 mit gesunden Kindern in westlichen Industrienationen durchgeführt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Sensorik, die Entwicklung des Ernährungsverhaltens von der Muttermilch bis zur Beikost und die verschiedenen Mechanismen der Präferenzbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Lebensmittelpräferenzen, Geschmacksempfindungen, Säuglinge, Akzeptanz, Neophobie, Prädisposition und die frühkindliche Entwicklung.

Welche Rolle spielt die Muttermilch für spätere Präferenzen?

Die Arbeit zeigt, dass Muttermilch eine reichhaltige Quelle für vielfältige Aromen ist, die das Kind bereits früh mit verschiedenen Geschmacksrichtungen vertraut macht und so die spätere Akzeptanz neuer Lebensmittel erleichtern kann.

Warum lehnen Kleinkinder neue Lebensmittel oft ab?

Dies wird als Nahrungsmittelneophobie bezeichnet, eine natürliche, schützende Veranlagung, die Kinder vor potenziell gefährlichen oder giftigen neuen Nahrungsmitteln bewahren soll.

Excerpt out of 121 pages  - scroll top

Details

Title
Einfluss sensorischer Sensitivität und Erfahrungen auf Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren
College
Hamburg University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Miriam Busemann (Author)
Publication Year
2007
Pages
121
Catalog Number
V76754
ISBN (eBook)
9783638740999
Language
German
Tags
Einfluss Sensitivität Erfahrungen Lebensmittelpräferenzen Lebensjahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Busemann (Author), 2007, Einfluss sensorischer Sensitivität und Erfahrungen auf Lebensmittelpräferenzen in den ersten Lebensjahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76754
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  121  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint