Bei der vorliegenden Arbeit handelt sich um einen Unterrichtsentwurf, den die Autorin im Rahmen des Referendariats vorzubereiten hatte. Zielgruppe ist eine 7. Klasse eines Gymnasiums. Entwurf, Lehrprobe und Auswertung wurden mit 13 Punkten bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Pädagogische Situation der Klasse – Unterrichtsvoraussetzungen
2. Auswahl und Begründung der Stundenziele
3. Didaktisch – methodische Überlegungen
3.1. Textauswahl
3.2. Einordnung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtseinheit
3.3. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
4. Geplanter Stundenverlauf
5. Anhang
5.1. Sitzplan
5.2. Fragen zur Auswertung der Fortsetzungen (Folie)
5.3. Wortschlangentext für die Schüler
5.4. Kopie der Folie zum Vergleich des Wortschlangentextes
5.5. Geplantes Tafelbild
5.6. Beispiele für konstruierte Sprachen (Anschauungsmaterial)
5.7. Verschlüsselte Überschriften mit Code
5.8. Text: Peter Bichsel „Ein Tisch ist ein Tisch“
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit entwirft eine Unterrichtsreihe und eine konkrete Lehrprobenstunde zum Thema „Sprache als Kommunikationsmittel“ basierend auf Peter Bichsels Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“. Das primäre Ziel ist es, den Schülern die Bedeutung von Sprache als zwischenmenschliche Interaktionsvoraussetzung sowie die Konsequenzen von Sprachisolation durch eine produktive Textarbeit nahezubringen.
- Analyse von Sprache als notwendiges Instrument für Kommunikation.
- Förderung der Lesekompetenz durch antizipatives und ergänzendes Lesen.
- Erfahrung der Beliebigkeit von Sprache mittels spielerischer Verschlüsselung und Codierung.
- Förderung der Sozialkompetenz durch die Arbeit an Diskussionsregeln.
- Erkennen literarischer Wirkungen am Beispiel einer Kurzgeschichte.
Auszug aus dem Buch
Teil II (2. Stunde → Lehrprobe)
Aber im Zimmer war alles gleich, ein Tisch, zwei Stühle, ein Bett. Und wie er sich hinsetzte, hörte er wieder das Ticken, und alle Freude war vorbei, denn nichts hatte sich geändert. Und den Mann überkam eine große Wut. [...]
„Immer derselbe Tisch“, sagte der Mann, „dieselben Stühle, das Bett, das Bild. Und dem Tisch sage ich Tisch, dem Bild sage ich Bild, das Bett heißt Bett, und den Stuhl nennt man Stuhl. Warum denn eigentlich? Die Franzosen sagen dem Bett ‚li`, dem Tisch ‚tabl`, nennen das Bild ‚tablo` und den Stuhl ‚schäs`, und sie verstehen sich. Und die ChI.en verstehen sich auch.“
Zusammenfassung der Kapitel
Pädagogische Situation der Klasse – Unterrichtsvoraussetzungen: Die Klasse wird hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Leistungsbereitschaft und sozialen Dynamik analysiert, um eine fundierte Unterrichtsplanung zu ermöglichen.
Auswahl und Begründung der Stundenziele: Es wird dargelegt, wie die Stundenziele in die übergeordneten Lernbereiche des Deutschunterrichts eingebettet sind und zur Kompetenzentwicklung beitragen.
Didaktisch – methodische Überlegungen: Dieser Teil begründet die Textauswahl, die Einordnung der Stunde in die Reihe sowie die methodischen Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf.
Geplanter Stundenverlauf: Detaillierte Darstellung der Phasen, Lehrer- und Schüleraktivitäten sowie der eingesetzten Medien für die Lehrprobenstunde.
Anhang: Zusammenstellung aller im Unterricht benötigten Materialien wie Sitzpläne, Wortschlangen, Tafelbilder und die zu behandelnde Kurzgeschichte.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Lehrprobe, Peter Bichsel, Ein Tisch ist ein Tisch, Sprachdidaktik, Kommunikation, Kommunikationsmittel, Literarische Texte, Textverstehen, Lesekompetenz, Sprachisolation, Verschlüsselung, Sozialkompetenz, Deutschunterricht, Sekundarstufe I.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Deutsch in einer siebten Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Analyse der Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ und die didaktische Aufbereitung des Themas „Sprache als Kommunikationsmittel“.
Was ist das primäre Ziel der Lehrprobe?
Die Schüler sollen Sprache als essentielles Mittel der zwischenmenschlichen Kommunikation begreifen und die Konsequenzen der Aufgabe einer gemeinsamen Sprache reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die methodische Planung folgt einer kritisch-konstruktiven Didaktik, kombiniert mit produktiven Verfahren des Literaturumgangs und einem antizipativen Lesestil.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine motivierende Texterschließung (Wortschlange) und eine Phase des Unterrichtsgesprächs zur Bedeutung von Sprache.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sprachdidaktik, Kommunikation, Textverstehen, Kurzgeschichte und Lesekompetenz.
Warum wird die Kurzgeschichte von Peter Bichsel verwendet?
Sie bietet eine erste verständliche Deutungsebene für die siebte Klasse, weist aber genügend Leerstellen für kreative Interpretationen und Diskussionsbedarf auf.
Wie gehen die Schüler mit den „erfundenen Sprachen“ um?
Durch spielerische Verschlüsselungsübungen (Cäsar-Code) erfahren die Schüler, dass Sprache auf Vereinbarungen beruht und Kommunikation nur bei gemeinsamem Verständnis funktioniert.
- Quote paper
- Hendrikje Schulze (Author), 2006, Sprache als Kommunikationsmittel. Unterrichtseinheit zur Kurzgeschichte "Ein Tisch ist ein Tisch" von Peter Bichsel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76857