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Die brandenburg-preußischen Ostindienkompanien und ihr Scheitern

Title: Die brandenburg-preußischen Ostindienkompanien und ihr Scheitern

Term Paper , 2000 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Miehe (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die europäischen Handelskompanien haben in der Entwicklung Indiens eine bedeutende Rolle gespielt und dieses Land entscheidend geprägt. Das gilt natürlich in erster Linie für die beiden erfolgreichsten Kompanien: die britische East India Company (EIC) und die holländische Verenigde Oost Indische Compagnie (VOC). Doch auch die kleineren Kompanien haben ihre Spuren hinterlassen, selbst wenn diese Spuren unauffälliger gewesen sein mögen und kaum über die eigene Nation hinausreichten.1 In dieser Arbeit sollen die brandenburg-preußischen Kompanien näher untersucht werden. Stellvertretend habe ich zwei Kompanien herausgegriffen. Die erste wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm ins Leben gerufen, die zweite entstand 100 Jahre später unter Friedrich II.

Wie es der Titel der Arbeit bereits ankündigt, macht die Entwicklung dieser beiden Kompanien nur den ersten Teil der Untersuchung aus. Der zweite Teil ist den Ursachen des Scheiterns der Kompanien gewidmet, denn – dies kann vorweggenommen werden – gescheitert sind sie. Da sowohl die Entwicklung als auch das Scheitern der Kompanien eng mit den politischen Ereignissen jener Zeit verknüpft sind, hielt ich es für angebracht, auch den historischen Hintergrund der Kompanien in aller Kürze zu skizzieren.

Excerpt


Gliederung

1. Erste Versuche unter dem Großen Kurfürsten

1.1 Die Ausgangssituation: Der 30jährige Krieg

1.2. Die Brandenburgisch Ostindische Compagnie

2. Die Emdener Kompanien unter König Friedrich II.

2.1. Der Aufstieg Brandenburg-Preußens

2.2. Die Bengalische Handlungs-Compagnie und ihre Vorläuferin

3. Die Gründe des Scheiterns

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte der brandenburg-preußischen Ostindienkompanien im 17. und 18. Jahrhundert mit dem Ziel, die Gründe für deren Scheitern zu analysieren und den historischen Kontext sowie die Bedeutung dieser Handelsbestrebungen einzuordnen.

  • Die Entwicklung der brandenburgischen Ostindienkompanie unter dem Großen Kurfürsten.
  • Die Entstehung und der Verlauf der Emdener Kompanien unter König Friedrich II.
  • Die ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen und Hindernisse für Preußen.
  • Die Rolle der bürokratischen und militärischen Strukturen Brandenburg-Preußens.
  • Eine kritische Bewertung der Bedeutung dieser Kompanien trotz ihres Scheiterns.

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Bengalische Handlungs-Compagnie und ihre Vorläuferin

Der Erwerb Emdens löste eine Welle von Kompaniegründungen aus. Zwar gab es schon in den Jahren zuvor mehrere Anträge auf die königlichen Privilegien zum Ostindienhandel, diese wurden jedoch größtenteils abschlägig beschieden. Das lag vor allem daran, dass mit dem ernsthaften Widerstand der Engländer und Holländer gerechnet werden musste, und der König sich nicht imstande sah, den Handelsschiffen den nötigen Schutz zu gewähren.

Die erste größere Emdener Kompanie wurde von Heinrich Thomas Stuart aus Amsterdam ins Leben gerufen. Seine Asiatische Handlungs-Compagnie erhielt 1750 ein Oktroi, das 1751 nachgebessert wurde. Danach durfte die Kompanie auf 20 Jahre beliebig viele Schiffe nach China senden. Außerdem sicherte der König zu, sich nicht in die inneren Belange der Kompanie einzumischen. Doch nur kurze Zeit später verstieß er gegen diese Bestimmung und ließ eine ergänzende Deklaration anfertigen, die sich im wesentlichen mit privatrechtlichen Vorschriften befasste.

Die Aktien waren zu einem Drittel in preußischer Hand, ein Sechstel erwarben Geschäftsleute aus anderen deutschen Staaten. Der Rest, knapp über die Hälfte der Aktien, ging ins Ausland, vor allem nach Antwerpen und Rotterdam. Das Startkapital betrug 861.000 Taler.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erste Versuche unter dem Großen Kurfürsten: Dieses Kapitel behandelt die historischen Rahmenbedingungen des 30-jährigen Krieges und die frühen, letztlich erfolglosen Bemühungen von Kurfürst Friedrich Wilhelm zur Etablierung einer brandenburgischen Ostindienkompanie.

2. Die Emdener Kompanien unter König Friedrich II.: Hier wird der Aufstieg Brandenburg-Preußens unter Friedrich II. sowie die Gründung und der operative Verlauf der Asiatischen und der Bengalischen Handlungs-Compagnie detailliert beschrieben.

3. Die Gründe des Scheiterns: Das Kapitel analysiert die internen und externen Faktoren, wie etwa das Fehlen einer schlagkräftigen Flotte, die Schwäche des preußischen Bürgertums und den massiven Widerstand etablierter Seemächte, die zum Scheitern der Unternehmen führten.

4. Fazit: Eine abschließende Einordnung bewertet die Kompanien nicht als bloße Fehlschläge, sondern betont ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung und zur Erprobung neuer Organisationsformen wie Aktiengesellschaften in Brandenburg-Preußen.

Schlüsselwörter

Brandenburg-Preußen, Ostindienkompanien, Handelspolitik, Friedrich Wilhelm, Friedrich II., Bengalische Handlungs-Compagnie, Asiatische Handlungs-Compagnie, Überseehandel, Kolonialpläne, Wirtschaftsgeschichte, Emden, Seehandel, 30-jähriger Krieg, Aktiengesellschaften, Scheitern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den historischen Versuchen Brandenburg-Preußens, durch die Gründung von Ostindienkompanien im 17. und 18. Jahrhundert im Überseehandel Fuß zu fassen und warum diese Bemühungen scheiterten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die politisch-ökonomischen Hintergründe, die Gründungsgeschichte unter dem Großen Kurfürsten sowie unter Friedrich II. und die spezifischen Ursachen, die zum Ende dieser Handelskompanien führten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Kompanien zu skizzieren, die Gründe für deren Scheitern kritisch aufzuarbeiten und ihre historische Bedeutung für die preußische Wirtschaft zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf zeitgenössischem Schriftwechsel, Oktrois und den grundlegenden Forschungsarbeiten von Schück und Ring basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der frühen Versuche unter dem Großen Kurfürsten, die Gründung der Emdener Kompanien unter Friedrich II. und eine ausführliche Analyse der Scheiternsgründe.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Brandenburg-Preußen, Ostindienhandel, Handelskompanien, merkantilistische Bestrebungen sowie der sozio-ökonomische Kontext des 17. und 18. Jahrhunderts.

Warum spielt der Hafen Emden eine so zentrale Rolle?

Emden wurde nach der Erwerbung Ostfrieslands durch Friedrich II. zum entscheidenden preußischen Zugang zum Nordseehandel und damit zur operativen Basis für die Bestrebungen nach Übersee.

Welchen Einfluss hatte der Siebenjährige Krieg auf die Kompanien?

Der Siebenjährige Krieg führte zur Besetzung Emdens durch französische Truppen und besiegelte damit das faktische Ende der bereits geschwächten preußischen Handelsaktivitäten.

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Details

Title
Die brandenburg-preußischen Ostindienkompanien und ihr Scheitern
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Asien- und Afrikawissenschaften)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Martin Miehe (Author)
Publication Year
2000
Pages
27
Catalog Number
V76869
ISBN (eBook)
9783638826457
Language
German
Tags
Ostindienkompanien Scheitern Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Miehe (Author), 2000, Die brandenburg-preußischen Ostindienkompanien und ihr Scheitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76869
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