Redewiedergaben / Kommunikationsverben des Deutschen

Eine semantische Analyse


Hausarbeit, 2006

13 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Allgemeine Eigenschaften der verba dicendi

3. Klassifizierung der verba dicendi und spezifische Eigenschaften der Paradigmen

4. Überblick

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wenn jemand sagt, was ein Anderer gesagt hat, dann sagt er das nicht einfach so. Harras et al (2004) haben im „Handwörterbuch der Kommunikationsverben“ rund 750 verba dicendi aufgelistet, mit denen eine Redewiedergabe begleitet werden kann. Das eröffnet dem Sprecher alleine durch die Wahl des begleitenden Verbs eine Vielzahl von Möglichkeiten, Äußerungen eines Anderen wiederzugeben. Über diese Möglichkeiten gebe ich in dieser Arbeit einen Überblick, indem ich die Eigenschaften verschiedener verba dicendi beschreibe.

Bislang hat es verschiedene Vorschläge zur Klassifizierung dieser Verben gegeben (grob reißen Helin 2004: 51-53 und Schmitt-Ackermann 1996: 20-22 verschiedene Ansätze an). Die differenzierteste Einteilung nehmen Harras et al (2004) vor, weswegen ich mich daran orientiere. Ich erläutere zunächst allgemeine Eigenschaften, die allen verba dicendi gemein sind, um dann auf spezifische Eigenschaften der verschiedenen Gruppen einzugehen. Dabei konzentriere ich mich auf die Semantik dieser Verben; einzelne syntaktische Aspekte werden insoweit berücksichtigt, als sie semantische Erkenntnisse erlauben.

Abschließend mache ich einige weiterführende Bemerkungen zur Verwendung der verba dicendi im Sprachgebrauch und reiße anschließend das Verhältnis zu Wahrnehmungsverben, verba cogitandi, aktiven Bewegungsverben sowie Modalpartikeln an.

2. Allgemeine Eigenschaften der verba dicendi

Verba dicendi sind in der Regel dreistellige Verben1, deren Argumente erstens den Sprecher, zweitens den Adressaten bezeichnen und drittens den Bezug auf die sprachliche Äußerung herstellen (vgl. Winkler 1988: 217 und 238). So lässt sich für diese Verben ein allgemeiner Situationstyp feststellen, auf den sie Bezug nehmen (vgl. Harras et al 2004: 10):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Verba dicendi setzen voraus, dass es einen Sprecher SB gegeben hat, der irgendein Äußerungsprodukt Sa(P)B an die Adresse von Hörer HB geäußert hat. Diese Konstellation ist zugleich die grundlegende semantische Struktur der verba dicendi, die diese Bezugssituation in der Verwendungssituation abbilden (vgl. Harras et al 2004: 9-10). Man kann diese Grundstruktur mit Winkler (1988: 238) auch als „Bedeutungskonstante“ der verba dicendi bezeichnen – einen „ausgezeichneten, relevanten Teil, […]der eine hohe Allgemeingültigkeit besitzt“, ohne die vollständige semantische Struktur darzustellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Redewiedergaben / Kommunikationsverben des Deutschen
Untertitel
Eine semantische Analyse
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut)
Veranstaltung
Haupseminar "Zitat und Bedeutung"
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V76876
ISBN (eBook)
9783638817745
ISBN (Buch)
9783640616299
Dateigröße
394 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Redewiedergaben, Kommunikationsverben, Zitat, Bedeutung
Arbeit zitieren
Florian Zerfaß (Autor), 2006, Redewiedergaben / Kommunikationsverben des Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76876

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