Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - General and Theoretical Directions

Eine Soziologie des Geldes mit Georg Simmel und Karl Marx

Title: Eine Soziologie des Geldes mit Georg Simmel und Karl Marx

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Schlotterbeck (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In diesem Text soll dem Aufruf einiger besonnenerer Sozialwissenschaftler wie Christoph Deutschmann oder Robert Kurz zu einer die Grenze zwischen „Ökonomischem“ und „Sozialem“ überwindenden Thematisierung der gesellschaftlichen Grundformen gefolgt werden. In diesem Fall sei die Geldform bzw. die Warenform gemeint, die mit Unterstützung der klassischen soziologischen Theorie von Georg Simmel und Karl Marx in einer Soziologie des Geldes diskutiert werden.

Excerpt


Gliederung

I Einleitung

II Die ökonomische Lücke der soziologischen Theorie

II.1 Die Arbeitsteilung zwischen Soziologie und Ökonomie

II.2 Methodologischer Individualismus

II.3 Eine Soziologie des Geldes

III Die Geldform bei Simmel und Marx

III.1 Simmels Soziologie der sozialen Formen

III.2 Marx’ positive Wissenschaft

III.3 Geld und Kapital

IV Die Rückwirkungen des Geldes

IV.1 Simmels synthetische Betrachtungen

IV.2 die Warenform bei Marx

V Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Kluft zwischen Ökonomie und Soziologie im Hinblick auf das Verständnis wirtschaftlicher Grundformen. Ziel ist es, durch eine Auseinandersetzung mit den Ansätzen von Georg Simmel und Karl Marx eine Brücke zu schlagen, um Geld und Warenform als soziale Konstrukte tiefergehend zu analysieren und die Grenze zwischen ökonomischen und sozialen Sphären zu überwinden.

  • Überwindung der Arbeitsteilung zwischen Soziologie und Ökonomie
  • Analyse der Geldform bei Georg Simmel
  • Untersuchung der Warenform bei Karl Marx
  • Dialektisches Verhältnis zwischen Akteuren und Geld
  • Soziale Auswirkungen und Rückwirkungen der Geldwirtschaft

Auszug aus dem Buch

IV.1 Simmels synthetische Betrachtungen

Währen Marx in diesem Kontext ökonomisch „überkonkret“ verhaftet ist, bezieht Simmel „die Gesamte Breite des Kulturlebens von der Wirtschaft, der Politik, der Kunst bis hin zur Religion und Wissenschaft in seine Betrachtungen mit ein“ (Deutschmann 1995: 384). Zunächst soll das Geld als Zwischenglied oder Mittel in den teleologischen Reihen gesellschaftlicher Tauschprozesse gesehen werden. Die Geldform dient hier als Werkzeug in der Zweckverfolgung und „bedeutet (...) die Einschiebung einer Instanz zwischen dem Subjekt und (einem) Objekt“ (Simmel 1900a: 3.K., 1.T., 12). Sie wird umso mehr zu einem absoluten Mittel und besitzt damit umso mehr Geldqualität, als je indifferenterer Durchgangspunkt sie in den Zweckreihen auftritt, d.h. für eine je größere Zahl von Zwecken sie einsetzbar ist (vgl. ebd.: 22).

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Trennung von Ökonomie und Soziologie und setzt das Ziel, mittels Simmel und Marx eine soziologische Perspektive auf die Geld- und Warenform zu entwickeln.

II Die ökonomische Lücke der soziologischen Theorie: Dieses Kapitel kritisiert die fachliche Arbeitsteilung, die zu einer funktionalistischen Verkürzung des Geldbegriffs geführt hat, und stellt die Unzulänglichkeit des methodologischen Individualismus fest.

II.1 Die Arbeitsteilung zwischen Soziologie und Ökonomie: Hier wird dargelegt, wie der Strukturfunktionalismus zur Vernachlässigung geldtheoretischer Fragen beigetragen hat, was in einem reduzierten, rein funktionalen Verständnis von Geld mündete.

II.2 Methodologischer Individualismus: Das Kapitel thematisiert die Grenzen der Verhaltenstheorie und des Rational Choice Ansatzes, welche soziale Strukturen nicht hinreichend erklären können.

II.3 Eine Soziologie des Geldes: Dieser Abschnitt plädiert für einen genuin soziologischen Zugriff auf das Geld, um die Brücke zwischen ökonomischem und sozialem Handeln neu zu errichten.

III Die Geldform bei Simmel und Marx: Es wird die Doppelnatur des Geldes analysiert, wobei die unterschiedlichen Ansätze von Simmel (Soziologie der Formen) und Marx (Materialismus) einander gegenübergestellt werden.

III.1 Simmels Soziologie der sozialen Formen: Die Darstellung von Simmels Programm konzentriert sich auf die Wechselwirkung als Ausgangspunkt zur Erklärung sozialer Erscheinungen.

III.2 Marx’ positive Wissenschaft: Dieser Teil befasst sich mit dem Materialismus bei Marx und der Bedeutung der ökonomischen Struktur für das menschliche Bewusstsein.

III.3 Geld und Kapital: Das Kapitel untersucht die theoretische Verbindung zwischen Simmels Philosophie des Geldes und dem marxschen Kapitalbegriff.

IV Die Rückwirkungen des Geldes: Hier werden die konkreten Auswirkungen der Geldform auf Gesellschaft, Kultur und die Erkenntnisformen der Moderne diskutiert.

IV.1 Simmels synthetische Betrachtungen: Dieser Abschnitt analysiert das Geld als Mittel in Zweckreihen und seine Rolle bei der Distanzierung und Ästhetisierung des Lebensstils.

IV.2 die Warenform bei Marx: Abschließend wird das Konzept der Warenform nach Marx und die darauf aufbauende Kritik von Robert Kurz zur totalitären Verwandlung der Welt in Ware dargestellt.

V Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für eine reformierte, interdisziplinäre Sichtweise auf die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Schlüsselwörter

Soziologie, Ökonomie, Geld, Warenform, Georg Simmel, Karl Marx, Wechselwirkung, Rationalität, Kapital, Arbeitsteilung, Gesellschaftstheorie, Zweckreihen, Verdinglichung, Entfremdung, Wirtschaftshandeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die theoretische Trennung von Soziologie und Ökonomie und versucht, diese durch eine soziologische Analyse des Geldes und der Warenform mithilfe der Klassiker Georg Simmel und Karl Marx zu überwinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Soziologie des Geldes, die Kritik am funktionalistischen Verständnis wirtschaftlicher Vorgänge, die Warenform bei Marx und die gesellschaftlichen Auswirkungen monetär vermittelter Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen ökonomischem und sozialem Handeln zu schlagen und aufzuzeigen, wie Geld und Warenform als gesellschaftlich konstituierte Phänomene verstanden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auseinandersetzung mit klassischer soziologischer Theorie und aktuellerer Rezeption (z.B. Deutschmann, Kurz) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die methodischen Defizite der Soziologie gegenüber ökonomischen Fragen, den Vergleich der Ansätze von Simmel und Marx zur Geldform sowie die Rückwirkungen dieser Formen auf Kultur und Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Geld, Warenform, soziale Wechselwirkung, Rationalität, Kapital, Entfremdung und die Interdisziplinarität zwischen Ökonomie und Soziologie.

Wie unterscheidet sich Simmels Blick auf das Geld von dem von Marx?

Während Simmel Geld als eine soziale Form im Kontext der Wechselwirkung und psychologischer Prozesse betrachtet, analysiert Marx es primär materialistisch als Kapital und Wertform, die aus den Produktionsverhältnissen entspringt.

Was bedeutet bei Simmel die "Distanzierung durch Geld"?

Simmel beschreibt, dass Geld als absolutes Mittel zwischen Subjekt und Objekt tritt, wodurch das Subjekt in einen Zustand zwischen Haben und Nichthaben versetzt wird, was die Objektbeziehungen des Menschen beeinflusst.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Eine Soziologie des Geldes mit Georg Simmel und Karl Marx
College
University of Bamberg
Grade
2,0
Author
Florian Schlotterbeck (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V76901
ISBN (eBook)
9783638825153
ISBN (Book)
9783638825573
Language
German
Tags
Eine Soziologie Geldes Georg Simmel Karl Marx
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schlotterbeck (Author), 2005, Eine Soziologie des Geldes mit Georg Simmel und Karl Marx, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76901
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint