Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - History of Pedagogy

Henriette Goldschmidt

Title: Henriette Goldschmidt

Seminar Paper , 2001 , 18 Pages , Grade: gut

Autor:in: Yvonne Schuhmnann (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit möchte ich mich mit der Fröbelianerin Henriette Goldschmidt beschäftigen. „Das Leben dieser Frau ist von einer seltenen Geschlossenheit; es geht die ganz klare Linie folgerichtiger Entwicklungen hindurch; es gibt keine Brüche, kein sprunghaftes Hinundher in ihren Anschauungen, keine Seitenpfade und Irrwege“ (Siebe/Prüfer 1922, S.VIII). Ihre Persönlichkeit war vom Geist der Dichter und Denker der Weimarer Zeit geprägt, welchem sie ihr lebenlang treu blieb. Er gab ihr die Kraft und den Aufschwung für ihr Wirken und Schaffen (vgl. Siebe/Prüfer 1922, S.XI/ XII).
Zur Erarbeitung habe ich mich hauptsächlich auf das Buch von J. Siebe/ J. Prüfer „Henriette Goldschmidt, ihr Leben und ihr Schaffen“ (1922) gestützt, welches relativ ausführlich geschrieben ist. Zur Ergänzung meiner Aufzeichnungen verwendete ich Literatur von M. Berger, A. Kemp und M. Müller (siehe Literaturverzeichnis). In dem Buch von Frau Goldschmidt „Was ich von Fröbel lernte und lehrte“ (1909) finden wir nur die Gedanken Fröbels in ihren eigenen Worten wieder. Ihre hinterlassenen Aufzeichnungen sind sehr lückenhaft, da sie es selbst nie für wichtig hielt über jeden Abschnitt ihres Lebens Rechenschaft für die Nachwelt abzulegen. Aufgrund ihrer öffentlichen Wirksamkeit gelangten biographische Notizen in Zeitungen, Zeitschriften und deshalb fand sie es überflüssig ihre Persönlichkeit öffentlich darzustellen (vgl. Siebe/Prüfer 1922, S.X/ XI).
In der oben angegebenen Literatur finden wir keine Aussagen über ein Kindergartenkonzept von Henriette Goldschmidt. Sie hielt streng, ohne jegliche Abweichung, an Fröbels Pädagogik fest und hatte dabei immer ein ganz klares Ziel vor Augen: die geistige Befreiung der Frauen, die Erziehung der Frau zum tätig bewussten Glied der Volksfamilie (vgl. Siebe/Prüfer 1922, S.IX). Aufgrund der fehlenden Informationen über ein Kindergartenkonzept von Frau Goldschmidt wird meine Arbeit weniger auf die Erziehung von Kleinkindern bezogen sein. Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick über das Wirken und Schaffen Henriette Goldschmidts im Sinne Fröbels geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindheit und Jugendjahre (1825 – 1859)

3. Leipzig – Stätte ihres großen Wirkens

3.1. Die Zeit der Frauenbewegung

3.2. Ihr Weg zu Friedrich Fröbel

3.3. Friedrich Fröbel

3.4. Ihre Reform der Frauenbildung

3.5. Die Weiterentwicklung der Leipziger Hochschule nach ihrem Tod

3.6. Ihr Wirken für die Kindergärten – Petition und Streitschrift

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben, das Wirken und die pädagogischen Bestrebungen der Fröbelianerin Henriette Goldschmidt. Ziel ist es, ein Verständnis für ihre Bemühungen zur Frauenbildung und ihre Verbindung der Ideen Friedrich Fröbels mit den Zielen der zeitgenössischen Frauenbewegung zu vermitteln.

  • Biografische Hintergründe und Einflüsse auf Henriette Goldschmidt.
  • Die Entwicklung und Rolle der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.
  • Die Rezeption und Umsetzung der Pädagogik Friedrich Fröbels.
  • Aufbau und Bedeutung der Leipziger Hochschule für Frauen.
  • Politisches Engagement für das Kindergartenwesen und den Erziehungsberuf.

Auszug aus dem Buch

3.3. Friedrich Fröbel

„Neben der Frauenbewegung war es Friedrich Fröbel, der dem Denken und Wollen Henriette Goldschmidts die entscheidende Richtung gab“ (Siebe/Prüfer 1922, S.93).

All sein Sinnen galt der Menschheit und ihrer Entfaltung. Unter Menschheit verstand Fröbel jedoch nicht den Menschen an sich, sondern das Menschentum, also das Geistige im Menschengeschlecht, die menschlichen Kräfte und Fähigkeiten. Dieses Geistige drängt nach Darstellung, Objektivierung und zeigt sich so in der Menschenleistung. Die Menschenleistung ist eine Äußerung des Geistigen (vgl. Siebe/Prüfer 1922, S.94). „Die Menschheit ist Ursprung und Schöpfer der Kultur – wie die Gottheit Ursprung und Schöpfer der Natur und der Menschheit ist. Menschheit und Kultur verhalten sich zueinander wie Idee und Verwirklichung“ (Siebe/Prüfer 1922, S.94).

Schöpferwille und Schöpferkraft, die Fähigkeit und der Drang, dass Geistige im Stofflichen, Materiellen darzustellen, sich zu objektivieren, bezeichnet Fröbel als tiefsten Wesenszug der Gottheit und somit der Menschheit. Erst die Verbindung des Geistigen mit dem Stofflichen lässt eine Form entstehen. Die Verbindung des göttlichen Geistes mit der Materie lässt den Kosmos entstehen (vgl. Siebe/Prüfer 1922, S.95).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Henriette Goldschmidt als bedeutende Fröbelianerin vor und erläutert die methodische Grundlage sowie die Begrenzung der Arbeit auf die Verbindung von Fröbels Pädagogik mit der Frauenbildung.

2. Kindheit und Jugendjahre (1825 – 1859): Dieses Kapitel beleuchtet den Werdegang Goldschmidts von ihrer Geburt in Krotoschin über ihre schwierige Kindheit bis hin zu ihren ersten Erfahrungen in der sozialen Arbeit und ihrer Heirat.

3. Leipzig – Stätte ihres großen Wirkens: Dieser Hauptteil analysiert Goldschmidts Wirken in Leipzig, ihre Begegnung mit der Frauenbewegung, die Hinwendung zu Fröbel, ihre Bildungsreformen und den Aufbau der Leipziger Hochschule sowie ihren Kampf für das Kindergartenwesen.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst Goldschmidts Lebensweg als konsequente Umsetzung ihres Ideals zusammen, den Erziehungsberuf als Kulturberuf der Frau zu etablieren.

Schlüsselwörter

Henriette Goldschmidt, Friedrich Fröbel, Frauenbildung, Kindergartenwesen, Frauenbewegung, Erziehungsberuf, Volkserziehung, Leipziger Hochschule für Frauen, Sozialpädagogik, Frauenkultur, Pädagogik, Menschheitserziehung, Frauenemanzipation, Kindheitspflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Biografie und dem pädagogischen Wirken von Henriette Goldschmidt, einer einflussreichen Verfechterin der Frauenbildung und Anhängerin Friedrich Fröbels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Stellung der Frau im 19. Jahrhundert, die Reform der Frauenbildung, die Verbreitung der Fröbelschen Kindergartenpädagogik und die Professionalisierung des Erziehungsberufs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Beitrag von Henriette Goldschmidt zur Bildung und Erziehung sowie die Entwicklungslinie ihrer Institutionen von den ersten Kindergärten bis zur Hochschule für Frauen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, wobei insbesondere historische Schriften von und über Henriette Goldschmidt sowie zeitgenössische Quellen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Goldschmidts Engagement in der Frauenbewegung, ihre spezifische Interpretation der Fröbel-Pädagogik, die Gründung des Lyzeums und der Hochschule für Frauen sowie ihren fachlichen Diskurs um den Kindergarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frauenbildung, Fröbel-Pädagogik, Erziehungsberuf, Kulturberuf, Frauenbewegung und Institutionengeschichte charakterisiert.

Welche Rolle spielte die "Leipziger Hochschule für Frauen" für das Lebenswerk von Henriette Goldschmidt?

Die Hochschule stellte den Höhepunkt ihres Wirkens dar, da sie hier ihren Anspruch einer umfassenden, wissenschaftlich fundierten Bildung für Frauen realisierte, um diese auf gesellschaftliche und erzieherische Aufgaben vorzubereiten.

Warum kam es zu einer kontroversen Debatte über den "Kindergartenzwang"?

Kritiker wie K.O. Beetz befürchteten eine staatliche Einmischung und eine Entfremdung der Kinder vom Familienleben, während Goldschmidt den Kindergarten als notwendige staatlich beaufsichtigte Erziehungsinstanz verteidigte.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Henriette Goldschmidt
College
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Course
Seminar: Theorie und Praxis der Vorschulerziehung - Friedrich Fröbel und die Fröbelianerinnen
Grade
gut
Author
Yvonne Schuhmnann (Author)
Publication Year
2001
Pages
18
Catalog Number
V7693
ISBN (eBook)
9783638148580
Language
German
Tags
Henriette Goldschmidt Seminar Theorie Praxis Vorschulerziehung Friedrich Fröbel Fröbelianerinnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Schuhmnann (Author), 2001, Henriette Goldschmidt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7693
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint