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Bismarcks Russlandpolitik

Title: Bismarcks Russlandpolitik

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Florian Hegger (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Nach der Reichsgründung von 1871 bestand für das neu geschaffene Deutsche Kaiserreich die größte Gefahr durch eine eventuelle russisch-französische Verbindung und ein damit womöglich verbundener Zweifrontenkrieg. Dies zu verhindern, war ein sehr wichtiger Bestandteil von Bismarcks Außenpolitik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE AUßENPOLITIK BISMARCKS NACH DER REICHSGRÜNDUNG

3. DAS DREIKAISERABKOMMEN VON 1873

4. DER BERLINER KONGRESS VON 1878

5. DAS DREIKAISERBÜNDNIS VON 1881

6. ZWISCHEN DREIKAISERBÜNDNIS UND RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG (1881-1887)

7. DER RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG VON 1887

8. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Russlandpolitik Otto von Bismarcks im Zeitraum von 1871 bis 1890. Ziel ist es darzustellen, wie Bismarck durch sein Bündnissystem die Isolation Frankreichs gestaltete und dem Deutschen Kaiserreich eine stabile Position im europäischen Mächtesystem sicherte, während er gleichzeitig den Herausforderungen der divergierenden Interessen zwischen Russland und Österreich-Ungarn auf dem Balkan begegnete.

  • Analyse der bündnispolitischen Grundstrategie Bismarcks nach der Reichsgründung 1871.
  • Untersuchung der diplomatischen Verträge, insbesondere des Dreikaiserabkommens von 1873 und des Dreikaiserbündnisses von 1881.
  • Evaluierung der Auswirkungen des Berliner Kongresses von 1878 auf das deutsch-russische Verhältnis.
  • Darstellung der wirtschaftspolitischen Spannungsfelder, insbesondere durch das Lombardverbot von 1887.
  • Betrachtung der Entwicklung bis hin zum Rückversicherungsvertrag von 1887 und dessen späterer Nichtverlängerung.

Auszug aus dem Buch

4. Der Berliner Kongress von 1878

Die im Frieden von San Stefano von Russland dem Osmanischen Reich diktierten Bedingungen wurden von England und Österreich-Ungarn als unannehmbar eingestuft, weil sie die Vorherrschaft Russlands auf dem Balkan vorbereitet hätten. Aus dieser Einschätzung heraus erzwangen England und Österreich-Ungarn das Zustandekommen des Berliner Kongresses. Als neutraler Boden wurde Berlin bestimmt. Vom 13. Juni bis zum 13. Juli 1878 fand der internationale Kongress statt, auf dem Bismarck den Vorsitz führte, um die strittigen Fragen der Orientkrise zu klären.

An der Konferenz nahmen neben den fünf Großmächten noch die Vertreter Italiens und das Osmanische Reich teil. Der Konferenz gingen Vorverabredungen zwischen den Teilnehmern voraus, die dann größtenteils auch umgesetzt wurden. Österreich-Ungarn okkupierte Bosnien und die Herzegowina. Großbulgarien wurde allerdings dreigeteilt. Die Meerengen wurden für Handelsflotten geöffnet, im Kriegsfall aber für Kriegsflotten gesperrt. Russland verblieb als territorialer Gewinn Bessarabien, Kars, Ardahan und Batum. England okkupierte Zypern. Serbien, Montenegro und Rumänien wurden unabhängig. Durch diesen Ausgang hatte Russland an Kriegsgewinn nach dem Vorfrieden von San Stefano eingebüßt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung eines möglichen Zweifrontenkrieges für das Deutsche Kaiserreich und die Zielsetzung Bismarcks, Preußen als starke Macht ohne Abhängigkeit von Russland zu etablieren, dargelegt.

2. VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE AUßENPOLITIK BISMARCKS NACH DER REICHSGRÜNDUNG: Dieses Kapitel beschreibt die Strategie der "Saturiertheit" und das Ziel, durch das Gleichgewicht der Mächte eine antirussische Koalition zu verhindern.

3. DAS DREIKAISERABKOMMEN VON 1873: Der Fokus liegt auf der monarchischen Solidarität zwischen den Kaiserreichen, um Russland von einem Bündnis mit Frankreich fernzuhalten.

4. DER BERLINER KONGRESS VON 1878: Es wird analysiert, wie die Vermittlerrolle Bismarcks zu einer Entfremdung mit Russland führte, da russische Interessen auf dem Balkan unberücksichtigt blieben.

5. DAS DREIKAISERBÜNDNIS VON 1881: Dieses Kapitel thematisiert die Erneuerung der Dreikaiserpolitik nach dem Tod von Alexander II. und die Neutralitätszusicherungen zwischen den Mächten.

6. ZWISCHEN DREIKAISERBÜNDNIS UND RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG (1881-1887): Der Schwerpunkt liegt auf dem negativen Einfluss der russischen Presse, des Zollkrieges und der Balkankrise auf die diplomatischen Beziehungen.

7. DER RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG VON 1887: Es wird der als "Improvisationsvertrag" bezeichnete letzte Versuch Bismarcks untersucht, den Frieden mit Russland trotz wachsender Spannungen zu wahren.

8. FAZIT: Abschließend wird konstatiert, dass die Bündnispolitik Bismarcks nach seinem Abgang aufgrund der außenpolitischen Heterogenität der Bündnispartner kaum aufrechtzuerhalten war und Frankreich die Isolation verlassen konnte.

Schlüsselwörter

Bismarck, Russlandpolitik, Dreikaiserabkommen, Dreikaiserbündnis, Rückversicherungsvertrag, Berliner Kongress, Zweifrontenkrieg, Isolation Frankreichs, Balkanfrage, Lombardverbot, Außenpolitik, Deutsches Kaiserreich, Zarenreich, Mächtegleichgewicht, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Außenpolitik Otto von Bismarcks gegenüber Russland im Zeitraum von 1871 bis 1890 und analysiert, wie Bismarck durch verschiedene Bündniskonstellationen die Sicherheit des Deutschen Kaiserreiches zu gewährleisten versuchte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Etablierung des Mächtegleichgewichts, die Isolation Frankreichs, die diplomatischen Bemühungen um den Erhalt der monarchischen Solidarität zwischen den Kaiserreichen sowie die Auswirkungen wirtschaftlicher Interessenkonflikte auf die Diplomatie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es darzustellen, mit welchen Mitteln Bismarck versuchte, durch seine Russlandpolitik das Risiko eines Zweifrontenkrieges zu minimieren und eine stabile Position im europäischen Mächtesystem zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine historische Analyse auf Basis zeitgenössischer Quellen (Diplomatische Akten, Bismarcks Aufzeichnungen) und einer umfangreichen Sekundärliteratur durch, um die bündnispolitischen Entwicklungen chronologisch und thematisch nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die wesentlichen diplomatischen Stationen: das Dreikaiserabkommen von 1873, die Rolle Bismarcks als Vermittler auf dem Berliner Kongress 1878, das Dreikaiserbündnis von 1881 sowie die zunehmende Entfremdung aufgrund wirtschaftlicher Faktoren, die zum Rückversicherungsvertrag von 1887 führten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bismarcksche Außenpolitik, Dreikaiserbündnis, Rückversicherungsvertrag, Balkaninteressen und Isolation Frankreichs geprägt.

Welche Bedeutung hatte das Lombardverbot für das Verhältnis zu Russland?

Das Lombardverbot von 1887 wirkte als Kulminationspunkt wirtschaftlicher Spannungen, da es den deutschen Kapitalmarkt für russische Wertpapiere sperrte und Russland zur Umschichtung seiner Staatsschulden auf den französischen Markt zwang, was die politische Annäherung zwischen Russland und Frankreich förderte.

Warum scheiterte die Verlängerung des Rückversicherungsvertrages 1890?

Nach Bismarcks Rücktritt lehnten sein Nachfolger Caprivi und der neue Außenminister Holstein eine Verlängerung ab, da sie ein Abkommen mit Russland als Gefährdung der Glaubwürdigkeit gegenüber den Bündnispartnern Österreich-Ungarn und Italien betrachteten.

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Details

Title
Bismarcks Russlandpolitik
College
University of Münster
Grade
2
Author
Florian Hegger (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V77001
ISBN (eBook)
9783638821032
ISBN (Book)
9783638908870
Language
German
Tags
Bismarcks Russlandpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Hegger (Author), 2005, Bismarcks Russlandpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77001
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