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Die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache

Title: Die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Britta Krümpelmann (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache“.
Eine Untersuchung innerhalb des Fachbereichs der Relativsätze erscheint mir aus den folgenden Gründen interessant:
Zunächst sind Relativsätze innerhalb der Gruppe der Nebensätze eine vergleichsweise häufig auftretende Struktur, da sie eine „einfache Baustruktur“ (Eroms 2000:290) besitzen und somit Attribute relativ einfach durch einen Relativsatz an ein Bezugswort bzw. einen Bezugssatz angeschlossen werden können (vgl. Eisenberg 2004:268ff, Engel 1996:292 und Eroms 1997:42). Der Relativsatz hat auch auf Grund der Tatsache, dass er die einzig mögliche Form des relativen Anschlusses ist, im Gegenwartsdeutsch eine besondere Stellung inne (s. Zifonun 2001:9).
Zudem ist mir in der Auseinandersetzung mit der von mir herangezogenen Literatur Folgendes aufgefallen: Obwohl die Grammatik des Relativsatzes „[…] in den meisten Hinsichten zu den am besten erforschten Gebieten der Syntax“ (Lehmann 1995:1199) gehört, so gibt es doch kaum Untersuchungen, die sich einer ausführlichen Analyse der Relativsatzeinleitung widmen.
In der Art der Relativsatzeinleitung ist unsere deutsche Sprache kreativer, als man zunächst annehmen mag. Vorerst soll die Andeutung genügen, dass die Leistung des Relativsatzanschlusses nicht allein von den Relativpronomen der/ die/ das, welcher/ welche/ welches etc., sondern auch von ganz anderen Elementen der deutschen Sprache geleistet werden kann. Hierbei spielt auch die gesprochene Sprache eine nicht zu unterschätzende Rolle. In dieser Arbeit werde ich nun wie folgt vorgehen:
Zunächst werde ich mich dem Begriff des Relativsatzes über eine kurze Betrachtung seiner Wortgeschichte nähern (unter 1.1), um daraufhin (unter 1.2) auf das Spektrum der gegenwartssprachlichen Definitionen des Terminus Relativsatz einzugehen. Dabei wird der Schwerpunkt auf dem Begriff der Relativsatzeinleitung liegen.
Daran anschließend (in den Kapiteln 2, 3 und 4) untersuche ich, welche Elemente im Deutschen überhaupt für einen relativen Anschluss in Frage kommen. Hiernach werden diese Elemente in sinnvolle Untergruppen gegliedert und im Hinblick auf Herkunft, Verwendung und Flektierbarkeit näher analysiert.
Im Anschluss (in Kapitel fünf) soll betrachtet werden, inwiefern die verschiedenen Relativsatzeinleiter eine bzw. mehrere Funktionen im Satz übernehmen.
Abschließend (in Kapitel sechs) folgt die Zusammenfassung meiner Untersuchungen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkung

1. Begriff und Definition des Relativsatzes

1.1 Zur Etymologie des Begriffes

1.2 Gegenwartssprachliche Definitionen unter besonderer Berücksichtigung der Relativsatzeinleitung

2. Untersuchung der Relativpronomen

2.1 Vorbemerkung

2.2 Bestandsaufnahme der Relativpronomen

2.2.1 Das Relativpronomen der/ die/ das

2.2.2 Die Relativpronomen welche/ welche/ welches und derjenige/ diejenige/ dasjenige

2.2.3 Das Relativpronomen wer/ was

2.3 Zur Flektierbarkeit der Relativpronomen

2.4 Strategien im Falle der Subjektsfunktion eines Personalpronomens: „Ich, der / die ich… mache“ vs. „Ich, der / die… macht“

3. Untersuchung der Relativadverbien und der Relativpartikel wo

3.1 Vorbemerkung

3.2 Die einfachen Relativadverbien

3.3 Die Relativsatzeinleitung in gesprochener Sprache: Der Gebrauch der Relativpartikel bzw. der Relativsubjunktion wo

3.4 Die komplexen Relativadverbien: Die Präpositionaladverbien

4. Der relative Anschluss durch andere Elemente

5. Zur Funktion der Relativsatzeinleiter: Die besondere Leistung der Relativpronomen im Vergleich zu anderen relativ gebrauchten Elementen

6. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache. Ziel ist es, die Vielfalt der Einleiteelemente sowie deren Funktionen und grammatische Einordnung zu analysieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen geschriebener und gesprochener Sprache sowie der Rolle der Flexion liegt.

  • Systematische Analyse von Relativpronomen
  • Untersuchung von Relativadverbien und der Partikel "wo"
  • Diskussion zur Flektierbarkeit und syntaktischen Funktion
  • Vergleich von geschriebener Standardsprache und gesprochenem Sprachgebrauch
  • Kategorisierung verschiedener Einleitungsstrategien

Auszug aus dem Buch

2.2 Bestandsaufnahme der Relativpronomen

Die Hauptmerkmale des Relativpronomens ergeben sich aus den zwei Bestandteilen des Kompositums: Wie wir schon (unter 1.1 und 1.2) festgestellt haben, bedeutet das Element relativ, dass ein Bezug auf etwas erfolgt. Zugleich ist das Relativpronomen ein Pronomen, das heißt, es hat die Eigenschaft, als Stellvertreter eines Nomen bzw. einer Nominalphrase zu fungieren und flektierbar zu sein (vgl. Duden 2005:255).

In der Fachliteratur gilt es als nahezu unbestritten (vgl. Duden 2005:1038f, Flämig 1991:314, Eisenberg 2004:272f und Hentschel 2003:248), dass zu den Relativpronomen zweifelsfrei die Elemente der/ die/ das und welcher/ welche/ welches gezählt werden müssen. Unter den untersuchten Grammatiken, Lexika und Aufsätzen findet sich lediglich bei Engel (vgl. 1996:662) und Helbig (vgl. 1984:155) der Hinweis, dass zu den Relativpronomen nur der/ die/ das gehöre. Dabei räumt Engel (vgl. 1996:662) dem Element welch-, das er als „Determinativ“ (1996:662) bezeichnet, immerhin eine Verwendung als Relativpronomen ein. Bei Helbig (1984) findet welcher/ welche/ welches gar keine Erwähnung.

Die Elemente derjenige/ diejenige/ dasjenige, die - jedoch eher selten - in paradigmatischer Weise zu der/ die/ das benutzt werden, finden nur bei Bußmann (vgl. 2002:563) eine Erwähnung als Relativpronomen. Die Duden-Grammatik (2005:1044) bezeichnet diese Elemente als Artikelwörter, die in relativer Stellung auftreten können. In anderen Grammatiken werden diese Elemente gar nicht erwähnt – zu vermuten ist, dass diese Gruppe auf Grund ihres Ersatzcharakters kaum Beachtung findet.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkung: Die Arbeit führt in das Thema der Relativsatzeinleitung ein und begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts der kreativen Vielfalt deutscher Einleiteelemente.

1. Begriff und Definition des Relativsatzes: Dieses Kapitel behandelt die etymologische Herkunft des Begriffs "relativ" und diskutiert verschiedene gegenwartssprachliche Definitionen der Relativsatzeinleitung.

2. Untersuchung der Relativpronomen: Eine detaillierte Analyse der Bestandsaufnahme, Flektierbarkeit und der Subjektsstrategien bei Personalpronomen als Bezugswörter.

3. Untersuchung der Relativadverbien und der Relativpartikel wo: Fokus auf nicht-flektierbare Einleiteelemente, ihre Unterteilung in einfache und komplexe Formen sowie die umstrittene Rolle der Partikel "wo".

4. Der relative Anschluss durch andere Elemente: Untersuchung weiterer Einleitemöglichkeiten, wie etwa Konjunktionen, und deren Einordnung in das System der Relativsatzeinleitung.

5. Zur Funktion der Relativsatzeinleiter: Die besondere Leistung der Relativpronomen im Vergleich zu anderen relativ gebrauchten Elementen: Analyse der drei Kernfunktionen (Subordination, Attribuierung, Kasusbesetzung) und deren Verteilung auf die verschiedenen Einleitertypen.

6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Abschließende Synthese der Erkenntnisse zur Heterogenität der Einteilungskriterien und der grammatischen Relevanz der untersuchten Einleiteelemente.

Schlüsselwörter

Relativsatz, Relativsatzeinleitung, Relativpronomen, Relativadverb, Präpositionaladverb, Flexion, Syntax, gesprochene Sprache, Bezugswort, Subordination, Attribuierung, Grammatik, Linguistik, Deutsch, Relativpartikel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der verschiedenen Möglichkeiten, wie Relativsätze in der deutschen Gegenwartssprache eingeleitet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition des Relativsatzes, die Klassifizierung von Relativpronomen und Relativadverbien sowie der Unterschied zwischen geschriebener und gesprochener Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die vielfältigen Einleiteelemente der deutschen Sprache zu identifizieren und ihre Funktionen sowie ihre grammatische Flektierbarkeit kritisch zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, bei der Definitionen und Einordnungskriterien verschiedener Grammatiken und Fachaufsätze kontrastierend gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Relativpronomen, der Relativadverbien, der Präpositionaladverbien sowie der Analyse der funktionalen Leistung dieser Einleiter innerhalb des Satzgefüges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Relativsatz, Flexion, Syntax, Relativpronomen sowie die spezifische Differenzierung zwischen Standardsprache und gesprochenen Sprachformen.

Warum wird die Rolle des Wortes "wo" als besonders problematisch angesehen?

Die Verwendung von "wo" schwankt zwischen grammatisch korrekter Verwendung als lokales Relativadverb und standardsprachlich inkorrekter Nutzung als Relativpartikel oder -subjunktion, was die wissenschaftliche Einordnung erschwert.

Welche Bedeutung hat die Flektierbarkeit bei der Klassifizierung der Einleiter?

Die Flektierbarkeit ist das zentrale Merkmal, um zwischen den funktionsstarken Relativpronomen und den weniger flexiblen Relativadverbien sowie Partikeln zu unterscheiden.

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Details

Title
Die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache
College
University of Bonn  (Institut für Germanistik)
Course
Oberseminar
Grade
1,3
Author
Britta Krümpelmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V77040
ISBN (eBook)
9783638740487
Language
German
Tags
Relativsatzeinleitung Gegenwartssprache Oberseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Krümpelmann (Author), 2007, Die Relativsatzeinleitung in der deutschen Gegenwartssprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77040
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