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Senile Demenz - Ein Krankheitsbild als Herausforderung für die Therapie und Versorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

Title: Senile Demenz - Ein Krankheitsbild als Herausforderung für die Therapie und Versorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

Diploma Thesis , 2003 , 98 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carmen Buttazzi (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In der Vergangenheit war die Familie die Stütze der Menschen im Alter. Die stationäre Altenarbeit musste in früherer Zeit lediglich die wenigen Fälle auffangen, in denen die Pflege zu Hause nicht mehr möglich war.
Die demographische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten und die Veränderung der Familienstrukturen von der mehrköpfigen Familie mit Kindern hin zu Alleinerziehenden und kinderlosen Paaren lässt das Bild der stützenden Familie bröckeln.
Geht man von der steigenden Lebenserwartung aus, die einen wachsenden Bevölkerungsanteil alter und hochbetagter Menschen bedingt, und nimmt daraus folgend einen steigenden Anteil dementer Menschen mit besonderen Bedürfnissen an, ist zu erahnen, dass der Bedarf an Betreuung und Pflege in der Zukunft durch die Familien nicht mehr gedeckt werden kann.
Ob die stationäre Altenhilfe mit ihren gegenwärtigen Möglichkeiten diesen Wandel auffangen kann, ist zweifelhaft.
Diese Arbeit hat zum Ziel, durch die Erklärung des Krankheitsbildes der Demenz das Bewusstsein für die Bedürfnisse dementer Menschen zu wecken und durch die Darstellung der gegenwärtigen Möglichkeiten die Herausforderung der zukünftigen stationären Betreuung und Versorgung offen zu legen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Teil 1 DAS KRANKHEITSBILD DER DEMENZ

1. Demenz als Syndrom

1.1 Reversible oder sekundäre Demenzen

1.2 Irreversible oder primäre Demenzen

1.3 Präsenile und senile Demenzen

2. Epidemiologie – Inzidenz und Prävalenz der Demenz

3. Ausprägungen der Demenz – Die senile Demenz vom Alzheimer Typ und die Demenz vom vaskulären Typ

3.1 Allgemeine Demenzkriterien nach DSM IV

3.2 Zur Entstehung

3.2.1 Alzheimer-Demenz

3.2.2 Vaskuläre Demenz

3.3 Zur Diagnose der Alzheimer-Demenz und der vaskulären Demenz

3.3.1 Neuropsychologische Diagnose

3.3.2 Medizinische Diagnose

3.4 Zum Verlauf der Alzheimer Demenz und der vaskulären Demenz

3.5 Medikamentöse Therapie

3.5.1 Alzheimer-Demenz

3.5.1.1 Ausgleich des Mangels an Acetylcholin

3.5.1.2 Steigerung des erniedrigten Hirnstoffwechsels

3.5.2 Vaskuläre Demenz

3.6 Behandlung von Begleiterscheinungen

4. Beeinträchtigungen des Betroffenen durch demenzielle Symptome

4.1 Beeinträchtigungen von kognitiven Bereichen durch direkte Symptome

4.1.1 Gedächtnis

4.1.2 Wahrnehmung und Denken

4.1.3 Sprache

4.1.4 Orientierung

4.1.4.1 Zeitliche und örtliche Orientierung

4.1.4.2 Personelle Orientierung

4.1.4.3 Situative Orientierung

4.2 Begleiterscheinungen durch indirekte Symptome

4.2.1 Persönlichkeitsveränderung

4.2.2 Schlafstörungen und Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

4.2.3 Veränderungen im Gefühlsleben

4.2.3.1 Affektive Störungen

4.2.3.2 Veränderung der Grundstimmung

4.3 Resümee

5. Kompetenzen und Ressourcen dementer Menschen

5.1 Resümee

6. Reaktionen dementer Menschen auf den Kompetenzverlust

6.1 Coping-Strategien als Versuch der Krankheitsbewältigung

6.1.1 Aufbau einer Fassade

6.1.2 Rückzug und Passivität

6.1.3 Interaktion mit den Angehörigen

6.1.4 Aggression

6.2 Resümee

7. Demenzverstärkende Faktoren

7.1 Allgemein verschlechterter Gesundheitszustand

7.2 Faktoren in der Umgebung

7.3 Situationsbedingte Faktoren

7.4 Veränderte Kommunikation

7.5 Krankheitsfördernde Verhaltensweisen des Pflegenden

8. Bedürfnisse dementer Menschen

8.1 Resümee

9. Das Erleben von seniler Demenz

Teil 2 MÖGLICHKEITEN DER THERAPIE UND DES WOHNENS FÜR DEMENTE MENSCHEN

10. Ansatzpunkte zur therapeutischen Intervention

10.1 Das individuelle Verhalten dementer Menschen als Ansatzpunkt der Therapie

10.2 Grundlegendes zur Soziotherapie

10.2.1 Grundprinzipien zum therapeutischen Vorgehen

10.3 Resümee

11. Therapieansätze in der Arbeit mit Dementen

11.1 Verhaltenstherapie

11.2 Selbst-Erhaltungs-Therapie (SET)

11.3 Realitätsorientierungstraining (ROT)

11.4 Validation

11.5 Erinnerungstherapie

11.6 Aktivitäten des täglichen Lebens und existentielle Erfahrungen (AEDL)

11.7 Resümee

12. Das Pflegeheim und die Hausgemeinschaft als Wohnformen für Menschen mit seniler Demenz

12.1 Entwicklung der Heimpopulation

12.2 Das Pflegeheim

12.2.1 Zur Zufriedenheit und zu den Bedürfnissen von Heimbewohnern

12.2.2 Milieugestaltung im Pflegeheim

12.2.3 Potentiale und Hindernisse von Pflegeheimen zur Milieugestaltung

12.3 Das Konzept der Hausgemeinschaft

12.3.1 Hausgemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen

12.3.2 Die Hausgemeinschaft - Eine Alternative zum Pflegeheim?

13. Resümee - Zur sozialtherapeutischen Gestaltung der stationären Altenhilfe auf den Handlungsebenen der Sozialen Arbeit

13.1 Zur Einzelbetreuung

13.2 Zur Gruppenarbeit

13.3 Zur Gemeinwesenarbeit

14. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild der senilen Demenz und die damit verbundenen Herausforderungen für die stationäre Altenpflege. Ziel ist es, durch das Verständnis der Erkrankung und die Analyse aktueller Betreuungsformen sowie therapeutischer Ansätze aufzuzeigen, wie die Lebensqualität dementer Menschen in stationären Einrichtungen verbessert werden kann und welche Rolle die soziale Arbeit dabei einnimmt.

  • Klinische Grundlagen und Symptomatik der Alzheimer- und vaskulären Demenz
  • Psychosoziale Auswirkungen und Krankheitsverarbeitung (Coping)
  • Therapeutische Konzepte wie Validation, Erinnerungstherapie und Realitätsorientierungstraining
  • Analyse des Pflegeheims als Versorgungsform
  • Das Konzept der Hausgemeinschaft als alternative Wohnform

Auszug aus dem Buch

1. Demenz als Syndrom

„Demenz (lateinisch: Fehlen von Verstand) ist ein klinisches Syndrom und beschreibt eine Einengung der intellektuellen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten und der Persönlichkeit. Angeborene Intelligenzdefekte (geistige Behinderung) gehören nicht zu dementiellen Prozessen im mittleren und höheren Lebensalter. Nach gerontopsychiatrischen Einteilungsprinzipien werden primäre Demenzen von sekundärer Demenz unterschieden.“ (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge 1997, S.196)

Kors (1997) betont den Syndromcharakter der Demenz, die sich demnach durch Zusammenwirken mehrerer gleichzeitig auftretender und zusammenhängender Symptome auszeichnet. Es handelt sich also nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern je nach Kombination der Symptome um mehrere unterschiedliche Krankheiten, die unter dem Begriff der Demenz zusammengefasst werden. Typische Symptome für Demenzen sind Gedächtnisstörungen, Störungen des abstrakten Denkens, des Urteilsvermögens, Persönlichkeitsveränderungen wie Aggressivität oder Misstrauen, Desorientiertheit und Konzentrationsstörungen, Aphasie, Apraxie und Agnosie (Bewegungs- und Kommunikationsstörungen). Demenz ist kurz gefasst eine „... chronisch progrediente Erkrankung mit zunehmender Entwicklung von multiplen kognitiven Defiziten.“ (Hürny u.a. 2002, S. 393)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Demenz als Syndrom: Einführung in den Begriff der Demenz als klinisches Syndrom und Abgrenzung zwischen primären und sekundären Demenzformen.

2. Epidemiologie – Inzidenz und Prävalenz der Demenz: Darstellung der Altersabhängigkeit des Demenzrisikos sowie statistischer Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung.

3. Ausprägungen der Demenz – Die senile Demenz vom Alzheimer Typ und die Demenz vom vaskulären Typ: Erläuterung der diagnostischen Kriterien, Entstehungsursachen, Verlaufsformen und medizinischen Therapiemöglichkeiten bei Alzheimer- und vaskulärer Demenz.

4. Beeinträchtigungen des Betroffenen durch demenzielle Symptome: Detaillierte Analyse kognitiver und psychischer Beeinträchtigungen, die das tägliche Leben und die Selbstständigkeit der Betroffenen einschränken.

5. Kompetenzen und Ressourcen dementer Menschen: Untersuchung der verbliebenen Fähigkeiten und der Relevanz individueller Lebensgeschichten für die Aktivierung dementer Menschen.

6. Reaktionen dementer Menschen auf den Kompetenzverlust: Analyse von Krankheitsverarbeitungsstrategien wie Fassadenaufbau, Rückzug und Aggression als Reaktion auf die existenzielle Bedrohung durch die Krankheit.

7. Demenzverstärkende Faktoren: Identifikation externer und interner Einflussfaktoren wie Gesundheitszustand, Umgebung und pflegerische Verhaltensweisen, die die Symptomatik beeinflussen.

8. Bedürfnisse dementer Menschen: Diskussion der menschlichen Bedürfnishierarchien (u.a. Maslow, Kitwood) und deren Anwendung auf demente Menschen im Pflegealltag.

9. Das Erleben von seniler Demenz: Reflexion über die subjektive Erfahrung der Erkrankung und die methodischen Schwierigkeiten beim Zugang zur Erlebniswelt von Demenzkranken.

10. Ansatzpunkte zur therapeutischen Intervention: theoretische Grundlagen der Soziotherapie und Bedeutung der Anpassung der Umwelt an die verbleibenden Kompetenzen.

11. Therapieansätze in der Arbeit mit Dementen: Überblick über konkrete therapeutische Methoden wie Verhaltenstherapie, Validation und Erinnerungstherapie.

12. Das Pflegeheim und die Hausgemeinschaft als Wohnformen für Menschen mit seniler Demenz: Vergleich zwischen traditionellen stationären Einrichtungen und dem alternativen Modell der Hausgemeinschaft hinsichtlich ihrer Eignung für Demenzkranke.

13. Resümee - Zur sozialtherapeutischen Gestaltung der stationären Altenhilfe auf den Handlungsebenen der Sozialen Arbeit: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Aufgaben der sozialen Arbeit in der stationären Altenhilfe.

14. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen und der Dringlichkeit bedürfnisorientierter Konzepte.

Schlüsselwörter

Senile Demenz, Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, stationäre Altenhilfe, Pflegeheim, Hausgemeinschaft, Soziotherapie, Validation, Erinnerungstherapie, kognitive Beeinträchtigungen, Lebensqualität, Kompetenzverlust, gerontopsychiatrische Pflege, Alltagsgestaltung, soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die senile Demenz als komplexes Krankheitsbild und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Versorgung und therapeutische Begleitung in stationären Einrichtungen der Altenhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst klinische Aspekte der Demenz, psychologische Auswirkungen auf die Betroffenen, therapeutische Ansätze sowie die Analyse und den Vergleich unterschiedlicher Wohnkonzepte wie Pflegeheime und Hausgemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse dementer Menschen zu schärfen und aufzuzeigen, wie stationäre Altenhilfeeinrichtungen durch bedürfnisorientierte Ansätze eine bessere Lebensqualität gewährleisten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen therapeutischen Konzepten und Pflegemodellen sowie deren Anwendung in der Praxis der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Krankheitslehre die verschiedenen Therapieansätze (Validation, ROT, etc.) detailliert besprochen und kritisch bewertet sowie die baulichen und konzeptionellen Anforderungen an moderne Wohnformen für Demenzkranke analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Senile Demenz, Alzheimer, Soziotherapie, Pflegeheim, Hausgemeinschaft, Lebensqualität, Validation und Soziale Arbeit.

Warum ist das Modell nach Lawton im Kontext der Therapie wichtig?

Das Umwelt-Kompetenz-Modell nach Lawton veranschaulicht, wie durch die bewusste Anpassung des "Aufforderungsdrucks" der Umwelt an die verbleibende Kompetenz des Dementen Über- oder Unterforderung vermieden werden kann.

Welche Vorteile bietet das Modell der Hausgemeinschaft gegenüber dem klassischen Pflegeheim?

Hausgemeinschaften fördern durch ihren häuslichen Charakter, die Einbindung in alltägliche Aufgaben (Hausarbeit, Kochen) und eine stabilere Bezugspersonen-Struktur die Selbstständigkeit, soziale Kontakte und das Wohlbefinden, wodurch Stress und institutionelle Anonymität reduziert werden können.

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Details

Title
Senile Demenz - Ein Krankheitsbild als Herausforderung für die Therapie und Versorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,0
Author
Carmen Buttazzi (Author)
Publication Year
2003
Pages
98
Catalog Number
V77044
ISBN (eBook)
9783638737302
Language
German
Tags
Senile Demenz Krankheitsbild Herausforderung Therapie Versorgung Einrichtungen Altenhilfe Thema Demenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carmen Buttazzi (Author), 2003, Senile Demenz - Ein Krankheitsbild als Herausforderung für die Therapie und Versorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77044
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