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Analyse der von Copulas erzeugten Ausfallabhängigkeiten und deren Auswirkungen auf das Risikomanagement

Title: Analyse der von Copulas erzeugten Ausfallabhängigkeiten und deren Auswirkungen auf das Risikomanagement

Diploma Thesis , 2005 , 156 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Wi.-Ing. Philipp Koziol (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Die Modellierung von Ausfallabhängigkeit ist ein zentrales Thema im Kreditrisiko-Management. Seit Mitte der Neunziger Jahre werden Copula-Funktionen als Alternative zur Abbildung von Ausfallabhängigkeit eingesetzt. Sie besitzen die sehr praktische Eigenschaft, die gemeinsame Abhängigkeitsstruktur der Zufallsvariablen untereinander separat von ihren individuellen Randverteilungen zu betrachten. Zwei der am häufigsten verwendeten Copulaklassen sind die sogenannten elliptischen und die Archimedischen Copulas. Normalerweise werden in der Literatur nur generelle Eigenschaften bezüglich der Struktur bzw. der Konstruktion von Copulas diskutiert. Es existieren jedoch keine Kriterien für oder gegen die Wahl einer speziellen Copula-Funktion.
An diesem Punkt setzt die vorliegende Arbeit an und beleuchtet diesen Aspekt näher. Es wird im ersten Schritt untersucht, welche Abhängigkeiten von welchen Copula-Funktionen erzeugt werden können bzw. welche Copulas Ausfallabhängigkeiten adäquat abbilden können. Dabei wird genauer betrachtet, wovon die Ausfallabhängigkeiten jeweils determiniert werden und wie sie über die Parameter der Copula-Funktionen gesteuert werden können.
Der zweite Teil untersucht den Einfluss von Copula-Funktionen auf das Kreditrisiko-Management. In einer Simulationsstudie werden für die dynamischen Modellansätze von Li (2000) und Schönbucher/Schubert (2001) die Kreditspreads von ausfallbehafteten Nullkuponanleihen und die Preise von korrelationssensitiven nth-to-Default Swaps für verschiedene Copula-Funktionen ermittelt und in Abhängigkeit des Ausfallabhängigkeitsniveaus verglichen. Hieraus lassen sich sodann Rückschlüsse auf Bewertungsunterschiede ziehen, so dass einige Auswahlkriterien für eine geeignete Copula-Funktion im Kreditrisiko-Management identifiziert werden können. Darüber hinaus liefern implizite Parameter verschiedener Copula-Funktionen, die aus vorgegebenen Anleihepreisen bzw. Swap-Prämien ermittelt werden, wertvolle Einsichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Literaturüberblick

2.1 Bewertungsansätze ohne Berücksichtigung von Ausfallabhängigkeit

2.2 Bewertungsansätze unter Berücksichtigung von Ausfallabhängigkeit

2.2.1 Erweiterung von Strukturmodellen

2.2.2 Erweiterung von Reduktionsmodellen

2.2.3 Kreditportfoliorisiko-Modelle

2.2.3.1 Latente-Variablen-Modelle

2.2.3.2 Mischmodelle

2.2.4 Copula Methoden

2.2.5 Verwendung von historischen Daten ohne Ausfallmodell

3 Copula-Funktionen

3.1 Grundlagen

3.2 Simulation

3.3 Überblick und Klassifikation

3.3.1 Elliptische Copulas

3.3.1.1 Gauss’sche Copula

3.3.1.2 Students t-Copula

3.3.2 Archimedische Copulas

3.3.3 Farlie-Gumbel-Morgenstern-Copulas

4 Konzepte zur Messung von Abhängigkeit

4.1 Lineare Korrelation

4.2 Gewünschte Eigenschaften eines globalen Abhängigkeitsmaßes

4.3 Rangkorrelation

4.4 Randabhängigkeit

4.5 Übereinstimmung

4.6 Abhängigkeitsdarstellung der ausgewählten Copulas im Detail

5 Analyse von Ausfallmodellen

5.1 Natürliche Erweiterungen der Reduktionsmodelle

5.1.1 Intensitäten als korrelierte geometrisch Brownsche Bewegungen

5.1.1.1 Modell

5.1.1.2 Simulation

5.1.1.3 Ergebnisse

5.1.2 Intensitäten als korrelierte, quadratische Wiener-Prozesse

5.1.2.1 Modell

5.2 Li-Copula-Modell für beliebige Copulas

5.2.1 Modell

5.2.2 Simulation

5.2.3 Ergebnisse

5.3 Schönbucher/Schubert-Modell

5.3.1 Modell

5.3.2 Simulation

5.3.3 Ergebnisse

5.3.3.1 Analyse der Ausfallintensitäten

5.3.3.2 Untersuchung der Ausfallabhängigkeiten mittels Ausfallzeiten

5.4 Vergleich der Modelle von Li und Schönbucher/Schubert

6 Anwendungen im Risikomanagement

6.1 Bewertung einer ausfallbehafteten Nullkuponanleihe

6.1.1 Grundlagen zur Bewertung

6.1.2 Ergebnisse

6.2 Bewertung von Basketkreditderivaten

6.2.1 Grundlagen zur Bewertung

6.2.2 Ergebnisse

6.2.2.1 First-to-Default Swap

6.2.2.2 Second-to-Default Swaps

6.3 Wichtige Folgerungen für die Auswahl von Copula-Funktionen

6.4 Copula-Funktionen in Mischmodellen

6.4.1 Bernoulli-Mischmodell

6.4.2 Poisson-Mischmodell

6.4.3 Verwendung von Copula-Funktionen in Mischmodellen

7 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Copula-Funktionen auf das Kreditrisiko-Management, insbesondere bei der Bewertung von ausfallbehafteten Instrumenten wie Nullkuponanleihen und Basketkreditderivaten. Hierbei werden dynamische Modelle wie das von Li und das von Schönbucher/Schubert analysiert, um zu klären, wie sich Abhängigkeitsstrukturen auf die Preise und die Modellierung von Ausfallereignissen auswirken.

  • Analyse und Vergleich von Copula-Modellen in einem dynamischen Kreditrisikokontext.
  • Untersuchung der Modellierung von Ausfallabhängigkeiten bei ausfallbehafteten Nullkuponanleihen.
  • Bewertung von komplexen Kreditderivaten wie First-to-Default und Second-to-Default Swaps.
  • Diskussion von Auswahlkriterien für Copula-Funktionen zur adäquaten Risikomodellierung.
  • Simulationsstudien zur quantitativen Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher Copula-Klassen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen

Man betrachte n kontinuierliche, reelwertige Zufallsvariablen in Form eines Vektors X = (X1, . . . , Xn) mit den jeweiligen Randverteilungen F(x) = (F1(x1), . . . , Fn(xn)). Ihre Abhängigkeitsstruktur ist uber die gemeinsame Verteilungsfunktion vollständig beschrieben: F(x1, . . . , xn) = P(X1 ≤ x1, . . . , Xn ≤ xn). Da F nur sehr schwer zu bestimmen ist, ist die Idee entstanden, dieses Problem in zwei Teile aufzuteilen: die Modellierung der Abhängigkeitsstruktur zwischen den Zufallsvariablen und die Modellierung der Randverteilungen der einzelnen Zufallsvariablen.

Diese Idee fuhrte zum Konzept der Copula-Funktionen, das seinen Ursprung in der deskriptiven Statistik hat. Der Name wurde entsprechend gewählt. Der Begriff "Copula" entstammt dem Lateinischen und kann mit "Band, Bindemittel bzw. Verbindung" ubersetzt werden. Der Name Copula bringt im mathematisch-statistischem Sinne zum Ausdruck, dass die Copula die einzelnen Randverteilungen zu einer gemeinsamen Verteilungsfunktion "koppelt".

Definition 3.1 (Copula - kurze Definition). Eine n-dimensionale Copula ist eine Verteilungsfunktion für einen Zufallsvariablenvektor in R^n mit jeweils einer [0, 1]-Gleichverteilung als Randverteilung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Modellierung von Ausfallabhängigkeiten im Kreditrisikomanagement ein und erläutert die Motivation für den Einsatz von Copula-Funktionen.

2 Literaturüberblick: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über verschiedene Bewertungsansätze für ausfallgefährdete Instrumente, unterteilt in solche ohne und mit Berücksichtigung von Ausfallabhängigkeiten.

3 Copula-Funktionen: Es werden die theoretischen Grundlagen von Copula-Funktionen sowie eine Klassifikation der wichtigsten Copula-Klassen, die für die weiteren Analysen relevant sind, dargelegt.

4 Konzepte zur Messung von Abhängigkeit: In diesem Abschnitt werden verschiedene Maße zur Quantifizierung von Abhängigkeiten, insbesondere lineare Korrelation und Rangkorrelation, diskutiert.

5 Analyse von Ausfallmodellen: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Analyse und Simulation der Copula-Modelle von Li und Schönbucher/Schubert im Hinblick auf ihre Eignung zur Abbildung von Ausfallabhängigkeiten.

6 Anwendungen im Risikomanagement: Die Modelle werden hier auf konkrete Finanzinstrumente angewendet, um die Auswirkungen der Copula-Wahl auf die Kreditspreads von Anleihen und die Preise von Kreditderivaten zu untersuchen.

7 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Bedeutung der Copula-Wahl im Kreditrisikomanagement zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Kreditrisikomanagement, Ausfallabhängigkeit, Copula-Funktionen, Kreditderivate, Nullkuponanleihen, First-to-Default Swaps, Modellrisiko, Randabhängigkeit, Korrelation, Monte-Carlo-Simulation, Intensitätsmodelle, Finanzmathematik, Ausfallintensität, Abhängigkeitsmaße, Credit Spread.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Copula-Funktionen zur Modellierung von Ausfallabhängigkeiten in Kreditportfolios genutzt werden können und welche Auswirkungen die Wahl der Copula auf die Bewertung von ausfallbehafteten Instrumenten hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die mathematische Theorie von Copulas, die Modellierung von Ausfallintensitäten, die Messung von Abhängigkeiten und deren Anwendung in der Preisbildung von Kreditderivaten wie Basket-Swaps.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Auswahlkriterien für Copula-Funktionen bei der Bewertung von Kreditderivaten und ausfallbehafteten Nullkuponanleihen zu erarbeiten, um ein besseres Verständnis für das Modellrisiko zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus theoretischer Herleitung stochastischer Modelle und umfangreichen Simulationsstudien, die auf Monte-Carlo-Methoden basieren, um die Auswirkungen der Abhängigkeitsstrukturen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse der Modelle von Li und Schönbucher/Schubert, der theoretischen Klassifikation von Copulas sowie der Durchführung von Simulationsstudien zur Bewertung von Anleihen und Kreditderivaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreditrisikomanagement, Copula-Funktionen, Ausfallabhängigkeit, Kreditderivate, Modellrisiko und Monte-Carlo-Simulation charakterisiert.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Modell von Li und dem von Schönbucher/Schubert?

Während das Modell von Li als ein semidynamisches Modell primär auf die Abhängigkeit der Ausfallzeiten fokussiert, stellt das Modell von Schönbucher/Schubert einen vollständig dynamischen Rahmen dar, der Ausfallintensitäten und deren Sprungverhalten bei Ausfällen konsistent integriert.

Warum ist die Wahl der Copula für die Bewertung von Kreditderivaten so entscheidend?

Die Wahl der Copula bestimmt die mathematische Abhängigkeitsstruktur zwischen den Schuldnern; da verschiedene Copulas unterschiedliche Abhängigkeiten in den "Enden" der Verteilung abbilden, führen sie zu teils erheblich abweichenden Preisen für korrelationssensitive Instrumente.

Warum wird die t-Copula für die Bewertung von ausfallbehafteten Instrumenten kritisch gesehen?

Die t-Copula weist strukturelle Probleme auf, da sie selbst bei einer Korrelation von Null noch eine Abhängigkeit abbildet, was sie für die Bewertung von Instrumenten, die den Unabhängigkeitsfall korrekt erfassen müssen, als problematisch erscheinen lässt.

Excerpt out of 156 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse der von Copulas erzeugten Ausfallabhängigkeiten und deren Auswirkungen auf das Risikomanagement
College
University Karlsruhe (TH)  (Willkommen am Lehrstuhl für Financial Engineering und Derivate)
Grade
1,3
Author
Dipl.-Wi.-Ing. Philipp Koziol (Author)
Publication Year
2005
Pages
156
Catalog Number
V77052
ISBN (eBook)
9783638738231
ISBN (Book)
9783638738453
Language
German
Tags
Analyse Copulas Ausfallabhängigkeiten Auswirkungen Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Wi.-Ing. Philipp Koziol (Author), 2005, Analyse der von Copulas erzeugten Ausfallabhängigkeiten und deren Auswirkungen auf das Risikomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77052
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