Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Jacques Lacan - Eine Einführung

Titel: Jacques Lacan - Eine Einführung

Referat (Ausarbeitung) , 2000 , 5 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorstellung der wichtigsten Thesen und Konzepte Lacans. Mit Beispielanwendung der Theorie auf den "Fremden" von Albert Camus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Hauptthesen Lacans

2. Eine Lacan’sche Interpretation von Albert Camus’ „Der Fremde“

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Konzepte des Psychoanalytikers Jacques Lacan auf die Literaturtheorie anzuwenden und anhand einer exemplarischen Analyse von Albert Camus' Roman „Der Fremde“ aufzuzeigen, wie unbewusste psychische Strukturen und ödipal geprägte Motive in literarischen Texten wirksam werden.

  • Struktur des Unbewussten nach Lacan
  • Die Rolle von Metapher und Metonymie in der Literatur
  • Das Konzept des „Diskurs des Anderen“
  • Psychoanalytische Deutung der Schlüsselszene am Strand
  • Das ödipale Dreieck im Kontext literarischer Symbolik

Auszug aus dem Buch

2. Eine Lacan’sche Interpretation von Albert Camus’ „Der Fremde“

Genauere Betrachtung der Schlüsselszene: Die Szene am Strand. Beschreibung Meursault – kleiner Angestellter aus Algier. Tod der Mutter. Teilnahmslosigkeit Meursaults. Einladung von Raymond. Zusammentreffen mit Araber, als mit Raymond am Strand spazierengeht. Handgemenge, Revolver an sich genommen, Raym. verletzt. Rückkehr allein zum Strand. Er will zur Quelle, die sich dort in der Nähe befindet. Trifft wieder auf Araber. Sonne sticht ihn ins Auge, unsägliche Hitze. Das Meer scheint bedrohlich, Araber blitzt mit Messer. Alles dreht sich um Meursault, 1. Schuß. Nach einigen Sekunden 4 weitere Schüsse.

Vor Gericht sagt Meursault: „Die Sonne war schuld.“ Das Gericht lacht, aber Lacan wird uns sagen, dass tatsächlich die Sonne schuld ist.

Aus Lacanschem Blickwinkel ist dies eine symbolische Manifestation der Urszene. Ein Indiz hierfür ist etwa das rapide Ansteigen der Metaphernzahl (auf 83 Seiten 15 Met., dann auf 4 Seiten 25 Met.)

Diese Urszene ist als klassishes ödipales Dreieck aufgebaut: Plätze von Vater und Mutter je doppelt besetzt: 1. Die Sonne. Im Frz. Maskulin, steht für den Vater. Er steht für Autorität, die quasi von oben aus überwacht, für das Gesetz und damit für die Sphäre der Gesellschaft. Auch Araber steht für Vater, weil er den Zugang zur Quelle verstellt. 2. Das Meer, (la mer / mère). Im Frz. feminin, steht für die Mutter, auch den Ursprung des Lebens und Sinnlichkeit. Meursault wird als Person beschrieben, die die sinnlichen Genüsse liebt. Er badet gerne im Meer, es bietet ihm eines seiner wenigen Vergnügungen. Der Platz der Mutter ist doppelt belegt. Auch die Quelle (la source), das Ziel Meursaults, steht für die Mutter in zweierlei Sinn: als Quelle, die den Durst stillt, und als Anfang, Ursprung des Lebens. 3. Meursault selbst steht für das Kind. Die Pistole, die er zur Quelle trägt, ist ein Phallussymbol.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Hauptthesen Lacans: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahme, dass das Unbewusste wie eine Sprache strukturiert ist, und führt Begriffe wie Metapher, Metonymie sowie den „Diskurs des Anderen“ ein.

2. Eine Lacan’sche Interpretation von Albert Camus’ „Der Fremde“: Anhand einer detaillierten Analyse der Strandszene wird der Roman als ödipale Konstellation gedeutet, in der Sonne und Meer als symbolische Platzhalter für Vater- und Mutterfiguren fungieren.

Schlüsselwörter

Jacques Lacan, Psychoanalyse, Literaturwissenschaft, Albert Camus, Der Fremde, Unbewusstes, Metapher, Metonymie, Diskurs des Anderen, Ödipuskomplex, Symbolik, Literaturanalyse, Signifikant, Signifikat, Kastration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in zentrale Konzepte der Psychoanalyse von Jacques Lacan und wendet diese auf die literarische Analyse an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die linguistische Struktur des Unbewussten, die Anwendung psychoanalytischer Tropen auf literarische Texte und die Interpretation von ödipalen Mustern in Erzählungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unbewusste, symbolische Prozesse – insbesondere der „Diskurs des Anderen“ – das Geschehen in einem literarischen Werk wie „Der Fremde“ von Camus maßgeblich beeinflussen und steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine psychoanalytische Literaturanalyse angewandt, die rhetorische Figuren (Metaphern und Metonymien) als Indikatoren für unbewusste psychische Vorgänge untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Lacans Thesen und deren praktische Anwendung auf eine spezifische Schlüsselszene im Roman „Der Fremde“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unbewusstes, Metapher, Ödipuskomplex, Signifikant, Diskurs des Anderen und die literarische Analyse von Symbolen.

Warum spielt die französische Sprache eine Rolle bei der Interpretation von Camus?

Die Analyse nutzt etymologische und lautliche Ähnlichkeiten im Französischen, etwa zwischen „la mer“ (Meer) und „la mère“ (Mutter) oder „nom du père“ (Name des Vaters), um die symbolische Aufladung der Romanfiguren zu belegen.

Wie deutet der Autor die Rolle der Sonne in der Strandszene?

Die Sonne wird im Kontext der psychoanalytischen Lesart als maskuline Autoritätsfigur identifiziert, die für das Gesetz und die gesellschaftliche Überwachung des Kindes (Meursault) steht.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jacques Lacan - Eine Einführung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V77086
ISBN (eBook)
9783638804578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jaqcues Lacan Eine Einführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2000, Jacques Lacan - Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77086
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  5  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum