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Grundlagen der Logik

Title: Grundlagen der Logik

Presentation (Elaboration) , 2002 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Verena Linde (Author)

German Studies - Linguistics
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Diese Arbeit stützt sich zum größten Teil auf Klaus Bayers Einführung "Argument und Argumentation", erschienen 1999. In seiner Einleitung bezeichnet er sein Buch als „Studienbuch“, das keine umfassende Darstellung der Logik bieten soll, sondern vielmehr als Leitfaden für Studienanfänger und Laien zur Analyse von Argumentationen konzipiert ist. Das Buch ist also eine Einführung, d.h. es werden keine Vorkenntnisse seitens des Lesers vorausgesetzt.

Diese Arbeit beginnt mit der Definition der zentralen Begriffe "Schließen" und "Argumentieren". Anschließend wird der Gegenstand der Logik umrissen, um zu klären, welche Aufgaben mit ihrer Hilfe erfüllt werden können. Darauf folgt die Erläuterung einiger grundlegender Begriffe, deren Kenntnis für das Verständnis der logischen Analyse notwendig ist. Im vierten Teil "Deduktion und Induktion", dem Hauptteil dieser Arbeit, wird die logische Analyse von Argumenten im einzelnen dargestellt. Das Gewicht liegt dabei auf den deduktiven Argumenten, da nur sie im engeren Sinne Gegenstand der Logik sind, während induktive Argumente nie als ‚logisch gültig‘ bezeichnet werden können. Zum Schluß soll der Bezug zwischen Logik und Alltagssprache hergestellt werden. Hier wird untersucht, welche Voraussetzungen nötig sind, um alltagssprachliche Argumente logisch zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schließen und Argumentieren

3. Die Aufgabe der Logik

4. Grundlegende Begriffe der Logik

5. Deduktion und Induktion

5.1. Deduktive Argumente

5.1.1. Konditionale Argumente oder bedingte Syllogismen

5.1.2. Wahrheitswerttafeln

5.1.3. (Kategorische ) Syllogismen

5.2. Induktive Argumente

6. Argumente in der Alltagssprache

7. Beispiele

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die logischen Grundlagen der Argumentationsanalyse, um Methoden zur Unterscheidung zwischen gültigen und ungültigen Argumenten darzustellen und deren Anwendbarkeit auf alltagssprachliche Texte zu prüfen.

  • Logische versus alltagssprachliche Argumentationsformen
  • Unterscheidung zwischen Deduktion und Induktion
  • Analyse von Syllogismen und Wahrheitswerttafeln
  • Herausforderungen bei der logischen Analyse von Werbetexten
  • Bedeutung von impliziten Annahmen und Kommunikationskonventionen

Auszug aus dem Buch

5.1. Deduktive Argumente

Wie bereits beschrieben, geht es in der Logik nicht um die Wahrheit oder Falschheit einzelner Sätze, sondern um die Korrektheit von Argumenten. Deduktive Argumente werden als gültig bezeichnet, wenn sie korrekt sind. (Einzelne Aussagen können nicht als gültig bezeichnet werden, diese kennzeichnet man als wahr oder falsch.) Gültig ist ein deduktives Argument dann, wenn die Prämissen in einer solchen Beziehung zur Konklusion stehen, daß die Konklusion wahr sein muß, wenn die Prämissen wahr sind. (Salmon 1983, S. 41)

Damit ist ein deduktives Argument nicht notwendigerweise nur dann gültig, wenn alle Aussagen, aus denen es besteht, wahr sind. Salmon nennt drei mögliche Kombinationen für ein gültiges Argument:

1. Wahre Prämissen und eine wahre Konklusion.

2. Einige oder alle Prämissen falsch und eine wahre Konklusion.

3. Einige oder alle Prämissen falsch und eine falsche Konklusion.

(Salmon 1983, S. 42)

Ungültig ist ein deduktives Argument nur dann, wenn es gleichzeitig möglich ist, daß die Prämissen wahr sind und die Konklusion falsch. Eine Argumentform, bei der dies möglich wäre, könnte jede denkbaren Wahrheitswerte auf ihre Aussagen verteilt haben, sie wäre immer ungültig. Doch für die drei Kombinationen gilt, daß jedes dieser Argumente eine wahre Konklusion hätte, sofern die Prämissen wahr wären.

Da viele Argumente die gleiche Form haben, können sie in Gruppen zusammengefaßt werden, so daß man dann Argumentformen als gültig oder ungültig bezeichnen kann. Bei einer gültigen Argumentform kann also niemals eine falsche Konklusion aus wahren Prämissen folgen. Ein Beispiel für ein Argument und eines für dessen Form sollen den Unterschied zwischen Argument und Argumentform veranschaulichen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die verwendete Fachliteratur ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie die Beschränkung auf logische Grundlagen.

2. Schließen und Argumentieren: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Schließen und Argumentieren und grenzt sie von alltagssprachlichen Verwendungen ab.

3. Die Aufgabe der Logik: Es werden die Kriterien der Haltbarkeit und Relevanz eingeführt, um die Kernaufgabe der Logik bei der Unterscheidung von korrekten und inkorrekten Schlüssen zu beschreiben.

4. Grundlegende Begriffe der Logik: Hier werden semantische Voraussetzungen geklärt, darunter die Begriffe Aussage, Interpretation, Proposition, Referenz und Prädikation.

5. Deduktion und Induktion: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und differenziert zwischen deduktiven und induktiven Argumentationsformen sowie deren spezifischen Gültigkeitsregeln.

6. Argumente in der Alltagssprache: Hier wird die Problematik beleuchtet, alltagssprachliche Texte in logische Formen zu überführen, da diese oft implizite Annahmen enthalten.

7. Beispiele: Anhand von zwei Werbeanzeigen wird die praktische Anwendbarkeit der zuvor erarbeiteten logischen Methoden auf reale, nicht-formale Texte getestet.

8. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen für die Analyse auf.

Schlüsselwörter

Logik, Argumentation, Deduktion, Induktion, Syllogismen, Wahrheitswerttafeln, Konklusion, Prämissen, Argumentanalyse, Sprachphilosophie, Tautologie, Kommunikationssemantik, Gültigkeit, Alltagssprache, Werbeanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Logik und deren Anwendung auf die Analyse von Argumentationen, insbesondere mit dem Fokus auf deduktive und induktive Argumenttypen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die logische Struktur von Argumenten, die Unterscheidung zwischen formaler Gültigkeit und inhaltlicher Korrektheit sowie die Übertragbarkeit logischer Schemata auf die natürliche Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Methoden zur Identifikation und Bewertung von Argumenten zu vermitteln, um logisch gültige Schlüsse von ungültigen unterscheiden zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, die Konzepte von Klaus Bayer, Wesley C. Salmon und Klaus Brinker verwendet, um formale Logik auf konkrete Texte anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden deduktive Argumente (wie konditionale Argumente und Syllogismen) sowie induktive Argumente detailliert analysiert und deren Gültigkeitsregeln (z.B. Distribution) hergeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Logik, Deduktion, Induktion, Argumentation, Syllogismus, Gültigkeit und die Analyse natürlich-sprachlicher Argumente.

Warum ist die Analyse von Alltagssprache mit Mitteln der Logik schwierig?

Alltagssprache ist oft unpräzise, stilistisch geformt und enthält zahlreiche implizite Annahmen, die für eine logische Analyse erst explizit gemacht werden müssen.

Wie werden Tautologien in der Logik definiert?

Tautologien sind Aussagenformen, die aufgrund ihrer logischen Struktur immer wahr sind, unabhängig davon, welche konkreten Inhalte man für die Variablen einsetzt.

Welche Rolle spielen Werbeanzeigen als Beispiele in der Arbeit?

Werbeanzeigen dienen als Anwendungsbeispiele, um die Grenzen der rein logischen Analyse aufzuzeigen, da diese Texte oft auf kommunikationssemantische Interpretationen statt auf streng logische Deduktion angewiesen sind.

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Details

Title
Grundlagen der Logik
College
University of Hamburg  (Institut für Germanisik I)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Magistra Artium Verena Linde (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V77148
ISBN (eBook)
9783638825948
Language
German
Tags
Grundlagen Logik Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Verena Linde (Author), 2002, Grundlagen der Logik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77148
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