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Reziprozität, Vertrauen und Moral - das Verhalten der Akteure des Finanzmarktes

Title: Reziprozität, Vertrauen und Moral - das Verhalten der Akteure des Finanzmarktes

Diploma Thesis , 2006 , 87 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. Patrick Domagalski (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In der neoklassischen Kapitalmarkttheorie wird von vollkommenen Märkten ausgegangen und das Verhalten der Akteure wird als rational definiert, was auch als Konzept des „Homo Oeconomicus“ bekannt ist. Zudem stellt das „Capital Asset Pricing Model“ das Kernstück der neoklassischen Kapitalmarkttheorie dar, in dem nutzenmaximierende Investoren unterstellt werden. Durch die empirische Überprüfung des Kapitalmarktmodells wurden jedoch Abweichungen entdeckt, welche die neoklassische Kapitalmarkttheorie nicht erklären konnte. Diese Abweichungen, die auch als „Anomalien“ bezeichnet werden, deuten darauf hin, dass das Verhalten der Akteure nicht streng rational ist und auf andere Faktoren zurückzuführen ist. Aufgrund der Vielzahl von Abweichungen entwickelte sich schließlich in den 90er Jahren die Forschungsrichtung „Behavioral Finance“, die seitdem das Handeln von Akteuren aus einer verhaltens wissenschaftlichen Perspektive betrachtet. Darüber hinaus existiert mit dem sogenannten Noise Trading-Ansatz die Möglichkeit, das Verhalten von Akteuren, die auf dem Finanzmarkt agieren, nicht nur aus einer psychologischen Perspektive zu beleuchten, sondern die sozialen Aspekte zu berücksichtigen, da sich die Akteure gegenseitig beeinflussen und auch keine homogene Anlegerschaft darstellen.

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Verhalten von Akteuren, die auf dem Finanzmarkt agieren. Dabei stellt die Untersuchung der Handlungen und Verhaltensweisen von Händlern, die als eine Gemeinschaft in Handelsräumen von Investment Banken tätig sind, den Schwerpunkt dar. Diese Handlungen und Verhaltensweisen der Händler in einer Gemeinschaft sollen explizit beleuchtet werden, wobei das Konzept der „Communities of Practice“ den Rahmen dafür bildet, um daneben die Entwicklungsphasen eines Händlers innerhalb einer solchen Trading Community erläutern zu können. Dabei soll der Handelsraum als ein sozialer Raum betrachtet werden. Des Weiteren soll die Bedeutung der freundschaftlichen Geschäftsbeziehungen der Händler aufgezeigt werden.

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Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Neoklassische Kapitalmarkttheorie
    • 2.1 Annahme der Rationalität
    • 2.2 Hypothese des effizienten Marktes
    • 2.3 Capital Asset Pricing Model (CAPM) und Modifikationen
      • 2.3.1 CAPM
      • 2.3.2 Erweiterungen und Weiterentwicklungen des CAPM
    • 2.4 Probleme der Effizienzbestimmung und CAPM-Anomalien
  • 3 Behavioral Finance
    • 3.1 Ursprung und Grundlagen
    • 3.2 Ausgewählte Effekte
  • 4 Noise Trading
    • 4.1 Definition und Charakteristik des Noise Trading
      • 4.1.1 Quasi-Rationalität als Kernelement des Noise Trading
      • 4.1.2 Abgrenzung des Noise Trading
    • 4.2 Ansätze des Noise Trading
      • 4.2.1 Individuell anomales Verhalten
      • 4.2.2 Gruppen-interaktives Verhalten
        • 4.2.2.1 Unbestimmtes Noise Trading-Verhalten
        • 4.2.2.2 Positive Feedback Trading
    • 4.3 Soziale Dimension der Informationstransformation und -interpretation
  • 5 Trader als eine Community of Practice
    • 5.1 Communities of Practice
      • 5.1.1 Definitionen
        • 5.1.1.1 Differenzierungen und Typologien
        • 5.1.1.2 Abgrenzung zu anderen Organisationsformen
      • 5.1.2 Strukturmodelle für Communities
        • 5.1.2.1 Strukturmodell von Wenger
        • 5.1.2.2 Dreidimensionales Community-Modell von McDermott
      • 5.1.3 Lebenszyklus einer Community nach Wenger
      • 5.1.4 Rollen innerhalb einer Community
    • 5.2 Trading Community
      • 5.2.1 Entwicklungsphasen eines Händlers
        • 5.2.1.1 Vorbereitungen und Erwartungen
        • 5.2.1.2 Phase der ersten Begegnung
        • 5.2.1.3 Anpassungsphase
        • 5.2.1.4 Stabilisierungsphase
      • 5.2.2 Der Handelsraum als sozialer Raum
        • 5.2.2.1 Räumliche Anordnung
        • 5.2.2.2 Wissenstransfer
        • 5.2.2.3 Stress und Emotionen
        • 5.2.2.4 Reputation
        • 5.2.2.5 Der Chefhändler
      • 5.2.3 Geschäftsbeziehungen und Freundschaft

    Zielsetzung und Themenschwerpunkte

    Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Verhalten von Akteuren am Finanzmarkt, insbesondere im Kontext von Reziprozität, Vertrauen und Moral. Sie analysiert die Auswirkungen von Noise Trading auf die Marktmechanismen und untersucht, wie sich die soziale Dimension der Informationstransformation und -interpretation in Trading Communities gestaltet.

    • Analyse der neoklassischen Kapitalmarkttheorie und ihrer Grenzen
    • Einführung des Konzepts des Noise Trading und seiner Auswirkungen auf den Markt
    • Untersuchung der sozialen Dimension von Trading Communities
    • Analyse der Struktur und Dynamik von Trading Communities
    • Bedeutung von Vertrauen, Reziprozität und Moral im Kontext von Finanzmarktakteuren

    Zusammenfassung der Kapitel

    • Kapitel 1: Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas dar und führt in die Problematik ein.
    • Kapitel 2: In diesem Kapitel werden die Grundannahmen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie erläutert, darunter die Annahme der Rationalität und die Hypothese des effizienten Marktes. Es wird auf das Capital Asset Pricing Model (CAPM) und seine Modifikationen eingegangen, sowie auf die Probleme der Effizienzbestimmung und CAPM-Anomalien.
    • Kapitel 3: Dieses Kapitel behandelt das Konzept der Behavioral Finance, welches die kognitiven und emotionalen Faktoren im Anlageverhalten berücksichtigt. Es werden die Ursprünge und Grundlagen des Behavioral Finance sowie ausgewählte Effekte vorgestellt.
    • Kapitel 4: Das Noise Trading wird in diesem Kapitel definiert und charakterisiert. Es werden die Kernelemente des Noise Trading, wie die Quasi-Rationalität, sowie die Abgrenzung zum rationalen Verhalten dargestellt. Verschiedene Ansätze des Noise Trading, sowohl auf individueller als auch auf Gruppenebene, werden vorgestellt.
    • Kapitel 5: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Konzept der Communities of Practice und ihrer Bedeutung für das Verständnis von Trading Communities. Es werden verschiedene Definitionen und Typologien von Communities of Practice vorgestellt, sowie deren Abgrenzung zu anderen Organisationsformen. Die Struktur und Dynamik von Trading Communities werden anhand von Modellen und Lebenszyklen analysiert.

    Schlüsselwörter

    Reziprozität, Vertrauen, Moral, Noise Trading, Behavioral Finance, Kapitalmarkttheorie, Trading Community, Communities of Practice, Informationstransformation, Finanzmarktakteure.

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Details

Title
Reziprozität, Vertrauen und Moral - das Verhalten der Akteure des Finanzmarktes
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,7
Author
Dipl.-Kfm. Patrick Domagalski (Author)
Publication Year
2006
Pages
87
Catalog Number
V77155
ISBN (eBook)
9783638741125
ISBN (Book)
9783638742498
Language
German
Tags
Reziprozität Vertrauen Moral Verhalten Akteure Finanzmarkt Handelsraum Trader Börse Noise Trading Behavioral Finance Börsentipps Börsentricks Aktien Trading Gewinne Verluste Stop Loss Loss Aversion Markowitz Börsenweisheiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Patrick Domagalski (Author), 2006, Reziprozität, Vertrauen und Moral - das Verhalten der Akteure des Finanzmarktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77155
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