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Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag

Titel: Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag

Seminararbeit , 2006 , 28 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Volker Schmidt (Autor:in)

Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit meiner Arbeit möchte ich die Frage behandeln, wie es dazu kommen konnte, dass sich aus dieser Ausgangslage eine Form der Zusammenarbeit zweier Staaten entwickeln hat, die im folgenden als „Motor der europäischen Integration“ bezeichnet wurde. Dafür ist es zunächst notwendig die politischen Rahmenbedingungen dieser Zeit weiter zu beleuchten, da an Hand der Entwicklung Europas und des internationalen Systems die Beweggründe der Hauptakteure – de Gaulle und Adenauer – erläutert werden können. Anschließend werde ich eben jene Motive, die zu diesem Abkommen führten darstellen sowie ferner auf das besondere Verhältnis der beiden Staatsmänner eingehen. Im Anschluss werde ich den politischen Prozess, d.h. den Weg von den Fouchet-Plänen zum bilateralen deutsch-französischen Abkommen, beschreiben. Nachdem ich den Inhalt skizziert habe werde ich die Arbeit mit einem Fazit abschließen.

Leseprobe


Gliederung

1 Einleitung

2 Politischer Hintergrund

2.1 Der Ost-West-Konflikt

2.2 Die Dekolonisierung

3 Motive und Interessen der Hauptakteure

3.1 De Gaulles politische Motive und Interessen

3.2 De Gaulles Vision einer europäischen Union

3.3 Adenauers politische Motive und Interessen

3.4 Das besondere Verhältnis zwischen Adenauer und de Gaulle

4 Die Fouchet-Pläne

4.1 1958-1960: Vorbereitende Instituierung regelmäßiger außenpolitischer Konsultationen

4.2 Supranationale vs. Intergouvernmentale Lösung

4.3 1960-1962: Verhandlungen um die Errichtung einer politischen Union der Sechs

4.4 ab 1962: Scheitern der Fouchet-Pläne

4.5 Der Weg von den Fouchet-Verhandlungen zum Deutsch-Französischen Vertrag

4.6 Inhalt des Deutsch-Französischen Vertrag

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die Beweggründe hinter dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963. Dabei wird analysiert, wie sich das Verhältnis der beiden Staaten vor dem Hintergrund der bipolaren Weltordnung und der europäischen Integrationsbestrebungen entwickelte und welche strategischen Ziele Charles de Gaulle und Konrad Adenauer mit diesem bilateralen Abkommen verfolgten.

  • Historischer Kontext: Ost-West-Konflikt und Dekolonisierung
  • Die Visionen und Interessen von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer
  • Die Entwicklung und das Scheitern der Fouchet-Pläne als Vorläufer
  • Analyse des Inhalts und der Bedeutung des Elysée-Vertrags
  • Das persönliche Verhältnis zwischen den beiden Staatsmännern

Auszug aus dem Buch

3.1 De Gaulles politische Motive und Interessen

Ebenso wie der Britische Premierminister Churchill wollte auch der französische Präsident de Gaulle den Machtverlust seines Landes zunächst nicht wahrhaben. Er betrachtete Frankreich noch immer als „Grande Nation“ und wollte seinem Volk zu altem Glanz und Einfluss verhelfen. Die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges machten sich allerdings sehr bald bemerkbar und so führte der Verlust der Kolonien den Europäern die Realitäten schonungslos vor Augen. Die Welt kannte keine europäischen Großmächte mehr; Die USA und die Sowjetunion waren als die zwei „Supermächte“ aus dem Krieg hervorgegangen und die Welt war in ihre jeweiligen Einflusssphären geteilt. Die Grenze verlief mitten durch Deutschland.

Frankreichs Interessen, mit Deutschland zusammenzuarbeiten, lagen sicherlich einerseits darin begründet Westdeutschland als Pufferzone zwischen dem Westen und dem Kommunismus zu behalten. ‚Beide [Deutschland und Frankreich] sehen die Gefahr in verschiedener Richtung. Zwar lehnt auch de Gaulle den Kommunismus ab, „die abscheuliche Tyrannisierung des einzelnen“, „die grausige Atmosphäre des Totalitarismus“. Er weiß, „welche Gefahren Frankreich für Leib und Seele drohen würden, wenn vor ihm Deutschland wankte“. Aber diese Gefahr erscheint ihm fern. Für bedrohlicher hält er das höchst labile Gleichgewicht zwischen den beiden Supermächten.’ So sehr der Franzose den Kommunismus auch von seiner Heimat fern halten wollte, so war dennoch eine Entente zwischen Paris und Moskau immer Bestandteil seiner Zielsetzung. Schließlich hoffte er nach wie vor, Moskau bald wieder auf Augenhöhe begegnen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung bettet das Thema in den historischen Rahmen der Nachkriegszeit ein und verdeutlicht die Ausgangslage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Politischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet den Ost-West-Konflikt und die Dekolonisierung als wesentliche Rahmenbedingungen für die deutsch-französische Annäherung.

3 Motive und Interessen der Hauptakteure: Hier werden die spezifischen politischen Zielsetzungen von de Gaulle und Adenauer sowie ihr persönliches Verhältnis zueinander analysiert.

4 Die Fouchet-Pläne: Dieser Abschnitt beschreibt den komplexen Verhandlungsprozess der Fouchet-Pläne und deren Scheitern als direkten Wegbereiter zum Freundschaftsvertrag.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung des Elysée-Vertrags als Instrument der politischen Gestaltung über die unmittelbare Zeit hinaus.

Schlüsselwörter

Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag, Elysée-Vertrag, Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Europäische Integration, Fouchet-Pläne, Westintegration, Kalter Krieg, Außenpolitik, Souveränität, Bipolare Weltordnung, Aussöhnung, Europäische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags von 1963 unter Berücksichtigung der politisch motivierten Absichten beider Regierungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Ost-West-Konflikt, die Visionen de Gaulles von einem unabhängigen Europa, Adenauers Westintegration sowie die gescheiterten Fouchet-Pläne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie aus der schwierigen Nachkriegssituation eine enge Zusammenarbeit entstehen konnte, die als Motor der europäischen Integration fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse historischer Dokumente, Fachliteratur und Zeitzeugenberichten zur politischen Entwicklung der 1950er und 1960er Jahre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Motive der Akteure, das Scheitern der Fouchet-Pläne und den konkreten inhaltlichen Prozess bis zur Unterzeichnung des Elysée-Vertrags.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Elysée-Vertrag, deutsch-französische Aussöhnung, europäische Integration und Realpolitik geprägt.

Welche Rolle spielte die Präambel für den Vertrag?

Die Präambel sicherte das Festhalten der Bundesrepublik an der proatlantischen Ausrichtung und dem transatlantischen Bündnis, was im Widerspruch zu de Gaulles Vorstellungen stand.

Warum wird der Vertrag im Fazit als "Zwitter" bezeichnet?

Der Begriff bezieht sich auf die schwierige Kompromissfindung zwischen de Gaulles konföderalen Zielen und der von den anderen Partnern gewünschten supranationalen Integration.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,7
Autor
Volker Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
28
Katalognummer
V77270
ISBN (eBook)
9783638821780
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freundschaftsvertrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Volker Schmidt (Autor:in), 2006, Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77270
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Leseprobe aus  28  Seiten
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