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Neue Urbanität - Die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum, dargestellt am Beispiel Karlsruhe Südstadt

Title: Neue Urbanität - Die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum, dargestellt am Beispiel Karlsruhe Südstadt

Diploma Thesis , 2007 , 173 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tanja Kronenwett (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

Die Entwicklung der Städte in Deutschland ist seit vielen Jahren durch Stadt-Umland-Wanderungen der Wohnbevölkerung und der Arbeitsstätten geprägt. Zwar hat die Suburbanisierung ihren Höhepunkt überschritten, dennoch ist sie ein bis heute anhaltender Trend. Es gibt insgesamt noch wenig empirische Befunde und Belege, dennoch ist seit einiger Zeit wieder ein zunehmendes Interesse am Wohnen in der Stadt zu beobachten. Hierbei bestehen regionale Unterschiede. Da die Entwicklungen in den Bereichen Wohnen und Stadtentwicklung in Westdeutschland nicht mit denen in den neuen Bundesländern verglichen werden können, liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Entwicklung in den alten Bundesländern.
Vor dem Hintergrund der aktuellen strukturellen Rahmenbedingungen und sich ändernder gesellschaftlicher Trends in Deutschland, werden Belege für eine verstärkte Rückkehr der Wohnfunktion zurück in die Zentren deutscher Städte herausgearbeitet. Es soll geklärt werden, welche Gruppen der Bevölkerung entgegen des lange Zeit andauernden Trends „Raus aus der Stadt“, wieder zurück in die Innenstädte ziehen. Gibt es hierbei bestimmte Haushalts- oder Lebensstilgruppen? Handelt es sich um innerstädtische Wanderungen, oder kommen die Zugezogenen von außerhalb? Des Weiteren sollen in dieser Arbeit die Gründe für die Attraktivität des Wohnens im Zentrum aufgezeigt werden. Die Attraktivität eines Ortes umfasst die verschiedensten Aspekte und Dimensionen. Sind es nur individuelle und subjektive Gründe, die Menschen dazu bewegen in die Innenstädte zu ziehen? Tragen Aufwertungsprozesse dazu bei, das Interesse des Wohnens in der Innenstadt zu erhöhen? Ist die Veränderung der Haushaltsstruktur und -größe ein Grund für innerstädtisches Wohnen? Inwiefern haben sich Wohnleitbilder und das Image der Innenstadt als Wohnstandort geändert? Wie ist innerstädtisches Wohnen unter finanziellen Gesichtspunkten zu beurteilen? Das Ziel dieser Arbeit soll somit sein, einen eventuell bestehenden Trend „Zurück ins Zentrum“, bzw. die gestiegene Attraktivität des Wohnens in der Innenstadt zunächst allgemein für Deutschland und speziell für den zentralen Stadtteil Südstadt in Karlsruhe aufzuzeigen sowie die möglichen Hintergründe dieser Entwicklung zu verstehen. Für die Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung kann dies eine entscheidende Hilfe für die Planung sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Anlass und Zielsetzung

2. Aufbau und Methodik

II. Konzeptioneller Teil

1. Begriffe und Grundlagen

1.1 Urbanität

1.2 City, Zentrum und Innenstadt

1.3 Wohnen, Wohnstandortentscheidungen und Wohnungsmarkt

1.4 Theorien der Stadtentwicklung und Wanderungsmodelle

1.5 Historischer Abriss der Wohnfunktion im Zentrum

2. Belege für die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum

2.1 Zunahme der Wohnbevölkerung in den Zentren

2.2 Zunahme verschiedener Bevölkerungsgruppen im Zentrum

2.3 Zunahme der Wohnungsnachfrage und Eigentumsbildung im Zentrum

2.4 Zunahme der Wohnungsbautätigkeit im Zentrum

3. Gründe für die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum

3.1 Aufwertung der Innenstädte

3.1.1 Aufwertung des Gebäudebestandes

3.1.2 Neue bedarfsgerechte Bau- und Wohnformen

3.1.3 Optische Aufwertungen

3.1.4 Kulturelle Aufwertungen - Innenstadt als Event

3.1.5 Verbesserte Verkehrssituation und Verkehrsanbindung

3.1.6 Bessere Versorgungssituation

3.1.7 Flair und Image des Städtischen

3.2 Soziodemographische Gründe

3.2.1 Auswirkungen des demographischen Wandels

3.2.2 Abnahme der Haushaltsgröße und Zunahme der Wohnfläche

3.2.3 Neue Haushaltstypen und Ausdifferenzierung der Lebensstile

3.3 Wirtschaftliche und finanzielle Gründe

3.3.1 Neue Potentiale durch die Veränderung der Wirtschaftsstruktur

3.3.2 Bessere Arbeitsplatzentwicklung in der Innenstadt

3.3.3 Finanzielle Gründe

4. Zwischenfazit

III. Empirischer Teil

1. Methodik und Datengrundlage

2. Darstellung und Abgrenzung des Untersuchungsraums

3. Belege für die Zunahme der Attraktivität des Wohnens in der Südstadt

3.1 Zunahme der Wohnbevölkerung

3.2 Zunahme verschiedener Bevölkerungsgruppen

3.3 Zunahme der Wohnungsnachfrage und Eigentumsbildung

3.4 Zunehmende Wohnungsbautätigkeit

4. Gründe für die neue Attraktivität des Wohnens in der Südstadt

4.1 Gründe insgesamt

4.2 Aufwertung der Südstadt

4.2.1 Aufwertungen des Gebäudebestandes

4.2.2 Neue bedarfsgerechte Bau- und Wohnformen

4.2.3 Optische Aufwertungen

4.2.4 Kulturelle Aufwertungen

4.2.5 Verbesserte Verkehrssituation und Verkehrsanbindung

4.2.6 Bessere Versorgungssituation

4.2.7 Flair und Image der Südstadt

4.3 Soziodemographische Gründe

4.3.1 Auswirkungen des demographischen Wandels

4.3.2 Abnahme der Haushaltsgröße und Zunahme der Wohnfläche

4.3.3 Neue Haushaltstypen

4.4 Wirtschaftliche und finanzielle Gründe

4.4.1 Neue Potentiale durch die Veränderung der Wirtschaftsstruktur

4.4.2 Bessere Arbeitsplatzentwicklung in Karlsruhe und der Südstadt

4.4.3 Finanzielle Gründe

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Fazit und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Trend der zunehmenden Attraktivität des Wohnens in städtischen Zentren. Ziel ist es, die Gründe für diese Entwicklung zu identifizieren und zu analysieren, wer die Bevölkerungsgruppen sind, die wieder zurück in die Innenstädte ziehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Stadtteil Südstadt in Karlsruhe, um diese theoretischen Ansätze empirisch zu überprüfen.

  • Analyse der Begriffe Urbanität, Innenstadt und Wohnstandortentscheidungen
  • Belege für die Reurbanisierung und gestiegene Attraktivität des Wohnens im Zentrum
  • Untersuchung von Aufwertungsprozessen (baulich, kulturell, infrastrukturell)
  • Rolle soziodemographischer Veränderungen und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
  • Empirische Überprüfung am Beispiel der Karlsruher Südstadt mittels Bewohner- und Expertenbefragungen

Auszug aus dem Buch

1.5 Historischer Abriss der Wohnfunktion im Zentrum

Vor der Industriellen Revolution war das Wohnen im Zentrum der Stadt mit einem hohen gesellschaftlichen und sozialen Status verbunden. „Das Rathaus im Zentrum war der deutliche und sichtbare Ausdruck seiner Herrschaft als Klasse“ (HÄUSSERMANN/SIEBEL 1987, S. 22). Um das Zentrum befanden sich Bürgerhäuser, in denen die Kaufleute und die reichen Handwerker wohnten. Während der Industrialisierung verzeichneten die Städte gegenüber dem Umland eine Bevölkerungszunahme (Urbanisierung). Die Industrielle Revolution wurde durch eine rege Bautätigkeit begleitet. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg kam es in Deutschland ab 1871 durch Zollabbau und Kriegsentschädigungen zu einer Wachstumseuphorie, der sog. Gründerzeit (vgl. REINBORN 1996, S. 59).

In vielen Innenstädten wurden für die Mittel- und Arbeiterklasse Mietskasernen in beengter Etagenbauweise aufgrund der Bodenspekulation errichtet. Dennoch ging die Wohnfunktion im Zentrum auf Kosten der Industrie zurück (vgl. LICHTENBERGER 2002, S. 78f.). Es kam zu zahlreichen Stadterweiterungen im 19. Jh.. Die Einführung der Straßenbahn führte ebenfalls zu einer Ausbreitung der Stadt in die Fläche (vgl. REINBORN 1996, S. 59f.). Nach der Industrialisierung verlor das Zentrum daher allmählich seine Attraktivität als Wohnstandort für die vermögenden Schichten. Dementsprechend kam es zu einer Phase der Stadtflucht des Bürgertums und wer es sich leisten konnte, zog in die Villa mit Garten in der Vorstadt (vgl. HÄUSSERMANN/SIEBEL 1987, S. 22).

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kam es durch den Wiederaufbau erneut zu einer Zunahme der Wohnfunktion im Zentrum. Allerdings wohnte man nun nicht mehr aus repräsentativen Zwecken im Zentrum, sondern aus einer funktionellen Notwendigkeit heraus (vgl. LICHTENBERGER 2002, S. 79). Der Städtebau nach der Phase des Wiederaufbaus war gekennzeichnet durch eine Nutzungstrennung und eine Vielzahl städtebaulicher Leitbilder, die radikal mit der bestehenden Stadtstruktur brachen, wie z. B. die „autogerechte Stadt“ und die „gegliederte und aufgelockerte Stadt“ (vgl. REINBORN 1996, S. 182f.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Renaissance des innerstädtischen Wohnens ein, definiert die Zielsetzung der Untersuchung und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

II. Konzeptioneller Teil: Dieser Teil erarbeitet theoretische Grundlagen, definiert zentrale Begriffe wie Urbanität und City und analysiert Gründe für die Attraktivitätssteigerung innerstädtischen Wohnens.

III. Empirischer Teil: Im dritten Teil werden die theoretisch abgeleiteten Thesen anhand des Stadtteils Südstadt in Karlsruhe mittels Bewohner- und Expertenbefragungen empirisch geprüft.

Schlüsselwörter

Neue Urbanität, Reurbanisierung, Innenstadt, Wohnstandortentscheidung, Gentrification, Karlsruhe Südstadt, Stadtentwicklung, Bewohnerbefragung, Wohnungsmarkt, demographischer Wandel, Lebensstile, Familienwohnen, Quartiersentwicklung, soziale Aufwertung, Infrastruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Gründe für die steigende Attraktivität des Wohnens in den Zentren deutscher Städte und hinterfragt den vermuteten Trend einer Rückkehr der Wohnfunktion in die Innenstädte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt Themen wie Stadtentwicklung, Wohnstandortentscheidungen, Gentrification, demographischen Wandel, veränderte Lebensstile sowie die Bedeutung von Infrastruktur und Stadtbild für das Wohnen im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob ein Trend "Zurück ins Zentrum" existiert und welche Bevölkerungsgruppen sowie Hintergründe (z.B. Aufwertungsprozesse, neue Wohnformen) diese Entwicklung in Deutschland generell und speziell in der Karlsruher Südstadt vorantreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche, einer Sekundäranalyse der Bewohnerbefragung des Amtes für Stadtentwicklung Karlsruhe sowie einer eigenen Primärerhebung mittels Online-Expertenbefragung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen konzeptionellen Teil mit theoretischen Erklärungsmodellen und einen empirischen Teil, der diese Modelle am Beispiel des Stadtteils Südstadt in Karlsruhe durch Datenanalyse und Expertenbewertungen überprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neue Urbanität, Reurbanisierung, Gentrification, Stadtteilentwicklung, Wohnungsmarkt, demographischer Wandel und das Fallbeispiel der Karlsruher Südstadt.

Warum wurde die Karlsruher Südstadt als Fallbeispiel gewählt?

Der Stadtteil Südstadt zeichnet sich durch einen hohen Anteil an gründerzeitlichem Baubestand, laufende Sanierungsprogramme und bedeutende Neubauprojekte wie den "City-Park" aus, was ihn zu einem idealen Untersuchungsobjekt für innerstädtische Aufwertungsprozesse macht.

Was ist das "Incumbent Upgrading" im Kontext der Südstadt?

Es beschreibt eine "Aufwertung von innen heraus", bei der die bereits im Viertel wohnenden Bewohner und Eigentümer ihr Umfeld kontinuierlich und langsam verbessern, im Gegensatz zu einer extern gesteuerten Gentrification.

Excerpt out of 173 pages  - scroll top

Details

Title
Neue Urbanität - Die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum, dargestellt am Beispiel Karlsruhe Südstadt
College
University of Stuttgart  (Geographisches Institut)
Grade
1,7
Author
Tanja Kronenwett (Author)
Publication Year
2007
Pages
173
Catalog Number
V77318
ISBN (eBook)
9783638811200
ISBN (Book)
9783640871063
Language
German
Tags
Neue Urbanität Attraktivität Wohnens Zentrum Beispiel Karlsruhe Südstadt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Kronenwett (Author), 2007, Neue Urbanität - Die neue Attraktivität des Wohnens im Zentrum, dargestellt am Beispiel Karlsruhe Südstadt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77318
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