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Rouben Mamulian - Applause

Der Beitrag eines Künstlers zur Entwicklung des Tonfilms

Title: Rouben Mamulian - Applause

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christopher Döring (Author)

Communications - Movies and Television
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Die ausklingenden 20er Jahre des 20.Jahrhunderts gelten noch heute als Wendezeit in der Filmbranche. Damals erlebte die Welt die Entwicklung vom Stummfilm zum Tonfilm.
Seit 1927 der Film „The Jazzsinger“ veröffentlicht wurde, in dem zwei kurze gesprochene Szenen festgehalten wurden, begann man in Hollywood die Studios umzustellen.
Man kaufte und entwickelte Technik zur Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe des Tons und gründete neue Abteilungen, die fortan für den Ton zuständig waren.
Gerade was den Umgang mit Dialogen und Monologen betraf hatte man in den Studios sehr wenig Erfahrung, deshalb suchte man in den Theatern und am Broadway nach fähigen Leuten die bereits Erfahrungen in diesem neuen Milieu hatten.
„Off all the directors brought to movies by, sound none demonstrated more fearlessness than Rouben Mamoulian. ”You couldn’t scare me with dialogue“ recalled Mamoulian”.
Dieses Zitat stammt aus Scott Eymans Buch“The speed of sound“ und bedeutet frei übersetzt dass Rouben Mamoulian von allen Regisseuren, die durch den Ton zum Film kamen, der Furchtloseste war. Er sagte im Zitat selber, dass man ihn mit Dialogen nicht schrecken kann. Dass dies keine leere Versprechung war, bewies er schon in seinem ersten Film „Applause“, der das Thema der folgenden Arbeit darstellt.
Zum Film soll der Inhalt beschrieben und die verwendeten Mittel der Darstellung des Inhaltes herausgestellt und erklärt werden. Weiterhin soll die Wirkung einzelner ausgewählter Filmszenen und die dafür benutzten Mittel aufgezeigt und analysiert werden. Insbesondere soll aber Rouben Mamoulians Beitrag für die Entwicklung des Tonfilms genannt werden.
All diese Punkte sollen bearbeitet und erklärt werden, zum einen durch die These: Rouben Mamoulian ist die einzige Fehlbesetzung in „Applause“ und zum anderen durch die These: Der Film „Applause“ ist die Verwandlung eines „banalen Stoffes“ zur Tragödie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG IN DEN GEGENSTAND DER ARBEIT

2. THESE I - ROUBEN MAMOULIAN IST DIE EINZIGE FEHLBESETZUNG IN „APPLAUSE“

2.1 DIE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG

2.2 DIE LEISTUNG DES FILMSTABS

2.3 ROUBEN MAMOULIAN - REGISSEUR ODER KÜNSTLER

2.3.1 Der Vertragsabschluss

2.3.2 Geschick im Einsatz des Tones

2.3.3 Kostenminimierung und Teamfähigkeit

2.3.4 Der Einsatz der Kamera

2.3.5 Eine bewegte Kamera und eine komplexe Tonspur

2.3.6. Selbstzweifel

2.3.7. Ein Künstler in Hollywood

3. THESE II - DER FILM „APPLAUSE“ IST DIE VERWANDLUNG EINES „BANALEN STOFFES“ ZUR TRAGÖDIE

3.1. DER INHALT DES „BANALEN STOFFES“

3.2.DIE UMWANDLUNG VOM HAPPYEND ZUM OFFENEN ENDE

3.3 DIE INTERPRETATION DES REGISSEURS

3.3.1 Die Bündelung des Unheils

3.3.2 Die Vorbereitung der Schauspieler

3.4 DIE VERBINDUNG DER OPTISCHEN UND AKUSTISCHEN ASPEKTE

3.5 ROUBEN MAMOULIANS MARKENZEICHEN

3.5.1. Der Einsatz von Schatten

3.5.2 Der Einsatz des „ off-screen-sounds“

3.6 DER CHARAKTER EINER TRAGÖDIE

4. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Beitrag von Regisseur Rouben Mamoulian zur Entwicklung des frühen Tonfilms anhand seines Erstlingswerks „Applause“. Ziel ist es, die filmischen Neuerungen sowie die künstlerische Gestaltung des als banal geltenden Stoffes zu untersuchen, um die These zu stützen, dass Mamoulian den Film trotz seiner Rolle als vermeintliche Fehlbesetzung als Tragödie inszenierte.

  • Einfluss des Hollywood-Studiosystems auf die Produktionsweise.
  • Technische Innovationen durch den Einsatz bewegter Kameras und komplexer Tonspuren.
  • Künstlerische Interpretation und Dramatisierung trivialer Filmstoffe.
  • Verwendung ästhetischer Markenzeichen wie Schatteneffekte und Off-Screen-Sounds.
  • Die schauspielerische Leistung und ihre Bedeutung für die tragische Grundstimmung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Verbindung der optischen und akustischen Aspekte

Es ist nicht zuletzt Rouben Mamoulians beispiellose Verbindung von Licht und Schatteneffekten mit dem Ton und der Abfolge der Bilder. In dieser Einstellung, als Kitty ausdruckslos am Fenster sitzt und in einer Parallelwelt versunken zu sein scheint, kreiert er durch die rhythmische Verbindung von einem flackernden Straßenlicht, der Abfolge der Bilder und dem stetig lauter werdenden, undefinierbaren, verzehrten Lärm der Außenwelt eine totale Gefangenheit in Kitty Darlings Welt für den Zuschauer.

Hermann Kappelhof beschreibt diese Szene als „die unmittelbare Darstellung subjektiver Empfindungen in einem audio-visuellen Bildarrangement“. Durch das plötzlich hervorgerufene Gefühl beim Betrachter selber in dieser Welt eingeschlossen zu sein, gelingt Rouben Mamoulian der Kunstgriff dem Zuschauer zum totalen tragischen Gefühlausbruch zu führen. Auf einmal scheint einem das komplette Ausmaß der Tragödie, in der sich Kitty Darling befand, klar zu werden. Noch mehr hätte er wohl denn Stoff nicht dramatisieren können, als durch die Verwandlung des vorherigen Mitleidgefühls zu einer Fassungslosigkeit des Zuschauers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG IN DEN GEGENSTAND DER ARBEIT: Der Einleitungsteil beleuchtet die Wendezeit vom Stumm- zum Tonfilm und führt in die zwei zentralen Thesen bezüglich Regisseur Rouben Mamoulian und die inhaltliche Gestaltung des Films „Applause“ ein.

2. THESE I - ROUBEN MAMOULIAN IST DIE EINZIGE FEHLBESETZUNG IN „APPLAUSE“: In diesem Kapitel werden die schauspielerischen Leistungen sowie die Arbeitsweise des Regisseurs im Kontext des kommerziell orientierten Hollywood-Studiosystems kritisch bewertet.

3. THESE II - DER FILM „APPLAUSE“ IST DIE VERWANDLUNG EINES „BANALEN STOFFES“ ZUR TRAGÖDIE: Dieser Teil untersucht, wie Mamoulian durch spezifische gestalterische Mittel, wie Schatten, Ton und Kameraführung, eine banale Vorlage in ein tragisches Werk transformiert.

4. SCHLUSSWORT: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung von Mamoulians technischen und künstlerischen Innovationen für den frühen Tonfilm und würdigt den Erfolg des Films trotz anfänglicher Widerstände.

Schlüsselwörter

Rouben Mamoulian, Applause, Tonfilm, Hollywood, Studiosystem, Filmtechnik, Tragödie, Kameraführung, Schatteneffekte, Off-Screen-Sound, Helen Morgan, Filmgeschichte, Inszenierung, künstlerische Freiheit, Varieté.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk „Applause“ des Regisseurs Rouben Mamoulian im Kontext der historischen Entwicklung des frühen Tonfilms.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Hollywood-Studiosystem der späten 1920er Jahre, technische Innovationen im Tonfilm sowie die ästhetische Gestaltung von Filmdramen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Mamoulian trotz seiner Rolle als „Neuling“ den Film durch spezifische künstlerische Eingriffe und technische Neuerungen zu einer Tragödie erhob.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse der Filmsprache, wobei Szenenbilder, Tonarrangements und die künstlerische Regieinterpretation zentral ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die schauspielerische Arbeit, den Konflikt zwischen Regisseur und Studio sowie die formale Umsetzung des „banalen“ Drehbuchs durch Licht und Ton.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Regie, Tontechnik, Hollywood, Tragödie, Kamera, Schatten, Off-Screen-Sound und artistische Innovation.

Warum wird der Film als „banaler Stoff“ bezeichnet?

Regisseur Rouben Mamoulian selbst bezeichnete die Vorlage von Beth Brown aufgrund der klischeehaften Handlung und des Varieté-Milieus als banal, bevor er sie filmisch transformierte.

Welche Bedeutung hatte der Einsatz von zwei Kameras?

Die Einführung zweier Tonfilmkameras ermöglichte Mamoulian einen „mobilisierten“ Ton und verbesserte die filmische Qualität sowie die Erzählweise durch variable Bilddistanzen.

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Details

Title
Rouben Mamulian - Applause
Subtitle
Der Beitrag eines Künstlers zur Entwicklung des Tonfilms
College
University of Frankfurt (Main)  (Kunstgeschichtliches Institut)
Course
Der frühe Tonfilm und das Hollywood Studiosystem
Grade
1,3
Author
Christopher Döring (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V77399
ISBN (eBook)
9783638819466
ISBN (Book)
9783638820134
Language
German
Tags
Rouben Mamulian Applause Tonfilm Hollywood Studiosystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Döring (Author), 2005, Rouben Mamulian - Applause, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77399
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