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Analyse des Transkripts „August der Starke“ auf der mittleren Ebene - Sprecherwechsel

Title: Analyse des Transkripts „August der Starke“ auf der mittleren Ebene - Sprecherwechsel

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Vivien Busch (Author), Kristin Nuthmann Therese Ortmann, Sybil Wenzel (Author)

Communications - Interpersonal Communication
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1. Einleitung
Wir alle sind täglich von Gesprächen und Unterhaltungen umgeben. Wir selbst sprechen alle täglich. Doch wie sprechen wir? Und wozu genau? Diese Fragen zu erforschen, hat sich die Gesprächsanalyse zur Aufgabe gemacht. Die Gesprächsanalyse, ein Teilbereich der Linguistik, hat es sich zum Ziel gesetzt, systematisch zu erforschen, wie Gesprächspartner mit dialogisch sprachlichem Handeln gültig und verbindlich Sinn aufbauen. (1).
In meiner Vorgehensweise habe ich mich an den von Henne und Rehbock vorgeschlagenen Analysekategorien orientiert. (2) In der Kategorie der Makroebene lässt sich ein Gespräch in folgende Gesprächsphasen einteilen: Gesprächseröffnung, Gesprächsmitte und Gesprächsbeendigung. Die Kategorien der Mikroebene beschreiben dagegen sprechaktinterne Elemente, wie die syntaktische, lexikalische und prosodische Struktur. Doch dazwischen liegt die mittlere Ebene, die sich u.a. in Gesprächsschritt, Sprecherwechsel und „back-channel-behaviour“ gliedert. Auf diese Ebene konzentriert sich diese Arbeit. Das zu untersuchende Transkript „August der Starke“ steckt gerade diesbezüglich voller Fragen, die es gilt, aufzudecken und zu beantworten. Fragen, die sich bei näherer Erforschung des Transkripts unweigerlich auftun, sind unter anderem: Wie sieht der Sprecherwechsel aus? Wie läuft er ab? Gibt es große Auffälligkeiten, bspw. Unterbrechungen? Sind viele Reparaturen vonnöten? Um all diese Fragen aber geeignet beantworten zu können, bedarf es vorher der Klärung einiger sehr wichtiger Grundbegriffe.
Der erste Teil wird also einen Überblick über alle - für diese Arbeit wichtig erscheinenden - Grundbegriffe, insbesondere die der mittleren Ebene, geben. Im zweiten Teil untersuche ich das im Anhang befindliche Transkript „August der Starke“ - ein Kabarett der berühmten „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ - auf eben diese Kategorien der mittleren Ebene, stelle Besonderheiten und Auffälligkeiten heraus. Schließlich folgt ein Fazit, das die gewonnenen Erkenntnisse kurz und übersichtlich vereinen soll.
Diese hier vorliegende Arbeit setzt es sich also zum Ziel, sowohl das Transkript im Hinblick auf seine strukturellen und funktionellen Besonderheiten zu untersuchen, als auch einen Überblick über wichtige, im Zusammenhang mit diesem Transkript stehende Begriffe zu geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kategorien der mittleren Ebene

2.1 Gespräch

2.2 Gesprächsschritt („turn“)

2.3 Sprecherwechsel („turn-taking“)

2.3.1 Fremdwahl und Selbstwahl

2.3.2 Formen des Sprecherwechsels

2.3.3 Reparaturen

3. Analyse des Transkripts „August der Starke“

3.1 Handlungsüberblick

3.2 Analyse des Sprecherwechsels

3.2.1 Sprecherwechsel

3.2.2 Fremdwahl und Selbstwahl

3.2.3 Parallele Gespräche und Rederecht

3.2.4 Reparaturen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die linguistische Analyse eines Transkripts unter besonderer Berücksichtigung der „mittleren Ebene“ der Gesprächsanalyse, um strukturelle und funktionelle Besonderheiten in der Interaktion aufzudecken.

  • Methodische Grundlagen der Gesprächsanalyse nach Henne und Rehbock
  • Analyse von Sprecherwechseln („turn-taking“) und Gesprächsschritten
  • Untersuchung von Reparaturmechanismen bei Kommunikationsstörungen
  • Analyse von Dialekt und Interaktionsdynamik in einem Kabarett-Transkript

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Sprecherwechsel

Das Gespräch eröffnet der elegante Herr - im Folgenden „E“ - in [001] mit einer Aussage, die deutlich macht, dass er sich eine Unterhaltung wünscht. Durch das nachgesetzte „wa“ wird das Rederecht klar an seinen Gesprächspartner abgegeben. Der Hafenarbeiter 1 - im Folgenden „H1“ - fühlt sich dem Anschein nach noch nicht sicher angesprochen, denn in [002] bittet er mit einer Frage um Wiederholung des zuvor Gesagten. Nach einer kurzen Denkpause antwortet E erneut. Die nächsten Sprecherwechsel verlaufen im „glatten“ Wechsel; durch Partikel wie „nich“ [006] oder schlichten Sätzen, die nach Bestätigung suchen („sicher von hapag lloyd“ [008]), wird das Rederecht an den jeweils anderen abgegeben. Auffallend ist in der gesamten Unterhaltung, dass „glatte“ Wechsel sehr schnell ablaufen, ohne „Überlappen“ oder lange Pausen, aber mit schnellen Reaktionen des jeweiligen Hörers.

Eine erste Überschneidung des endenden Gesprächsbeitrags Es mit dem beginnenden Gesprächsbeitrag H1s gibt es in [014]. Eigentlich eine Unterbrechung, wird diese etwas abgeschwächt, weil H1 durch (sehr wahrscheinliche, aber leider nicht sichtbare) nonverbale Gesten und das aufzeigende „das“ gewusst haben wird, was E meint. Und annehmend, E sei nach „das auch n schönes schiff“ fertig mit seinem Gesprächsbeitrag, antwortet H1; ein ungewolltes Überlappen ist entstanden. Weiterhin auffällig ist die Tatsache, dass beide Beiträge mit einer „Pufferzone“ enden bzw. anfangen und die wesentlichen Botschaften der Sätze so nicht beeinträchtigt werden. Geht es nach diesem Überlappen zunächst wieder mit glatten Sprecherwechseln weiter, gibt es in [020] eine Unterbrechung, verursacht von H1. Allerdings setzt dieser hier an einer übergangsrelevanten Stelle an, nämlich nachdem E den eigentlich an sich vollständigen Kommentar „das ja doll“ geäußert hat, der durchaus für sich stehen bleiben könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, die Gesprächsanalyse auf der „mittleren Ebene“ anhand des Transkripts „August der Starke“ durchzuführen.

2. Kategorien der mittleren Ebene: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen wie Gespräch, Gesprächsschritt, Sprecherwechsel und Reparaturen als Basis für die Analyse.

3. Analyse des Transkripts „August der Starke“: Der Hauptteil bietet einen Handlungsüberblick sowie eine detaillierte Untersuchung der Sprecherwechsel, Fremd- und Selbstwahl, paralleler Gespräche und Reparaturen im Transkript.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, insbesondere die Dominanz von H1 und die Rolle des Dialekts für die Gesprächsdynamik.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, mittlere Ebene, Sprecherwechsel, turn-taking, Gesprächsschritt, Reparaturen, Unterbrechung, Selbstwahl, Fremdwahl, Interaktion, Linguistik, Transkriptanalyse, Kabarett, Hamburger Dialekt, Rudolf August Oetker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ein spezifisches Transkript eines Kabarett-Hörspiels aus dem Jahr 1959 auf Basis gesprächsanalytischer Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Struktur der mittleren Ebene, insbesondere Sprecherwechsel, Gesprächsbeiträge und die Bewältigung von Kommunikationsstörungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die strukturellen und funktionellen Merkmale der Interaktion zwischen den Figuren im Transkript „August der Starke“ systematisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturelle Gesprächsanalyse angewandt, die sich an den Analysekategorien von Henne und Rehbock orientiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Handlungsüberblick und eine detaillierte Analyse der Interaktionsformen, wie etwa die Verteilung des Rederechts und den Umgang mit Dialekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Sprecherwechsel, Reparaturen, Interaktionsanalyse und Gesprächsbeitragskoordination.

Welche Rolle spielt der Hamburger Akzent für den Gesprächsverlauf?

Der Akzent führt mehrfach zu Verständnisproblemen und dient als Auslöser für Reparatursequenzen, da E die dialektalen Äußerungen teilweise missversteht.

Warum ist das Auftreten des zweiten Hafenarbeiters (H2) für die Analyse relevant?

H2 erzeugt durch seine Probleme mit der Ladung ein „Sub-Gespräch“, das die Dynamik zwischen den anderen Interaktanten beeinflusst und neue Anforderungen an die Gesprächsführung stellt.

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Details

Title
Analyse des Transkripts „August der Starke“ auf der mittleren Ebene - Sprecherwechsel
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für deutsche Philologie)
Course
Gesprächsanalyse
Grade
1,3
Authors
Vivien Busch (Author), Kristin Nuthmann Therese Ortmann, Sybil Wenzel (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V77417
ISBN (eBook)
9783638819541
ISBN (Book)
9783656309543
Language
German
Tags
Analyse Transkripts Starke“ Ebene Sprecherwechsel Gesprächsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vivien Busch (Author), Kristin Nuthmann Therese Ortmann, Sybil Wenzel (Author), 2006, Analyse des Transkripts „August der Starke“ auf der mittleren Ebene - Sprecherwechsel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77417
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