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Das mittelalterliche Menschenbild und sein Einfluss auf die Verbreitung des Hexenwahns in Deutschland

Title: Das mittelalterliche Menschenbild und sein Einfluss auf die Verbreitung des Hexenwahns in Deutschland

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kathrin Fehrholz (Author)

Psychology - Social Psychology
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Ziel dieser Arbeit ist es, Ansätze zu finden, die vor dem Hintergrund des mittelalterlichen Menschenverständnisses eine Erklärung dafür liefern, inwiefern dieses als Disposition für die Hexenprozesse des Mittelalters und der frühen Neuzeit verstanden werden kann.
Zuerst sollen anhand einiger meiner Ansicht nach für die Erklärung rele-vanter Aspekte grundsätzliche Züge des mittelalterlichen Menschen-bildes herausgearbeitet werden.
Das zweite Kapitel liefert grundlegende Informationen zu Hexenwahn und Hexenprozessen, vermittelt also einen Überblick über das Themen-gebiet, um im nächsten Schritt auf der Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse den Versuch einer Erklärung zu unternehmen, wie es zu den Hexenprozessen kommen konnte.
Bei der für diese Arbeit notwendigen Eingrenzung des Mittelalters auf einen bestimmten Zeitraum halte ich mich an die in der Forschung am weitesten verbreitete, wenn auch nicht unumstrittene, Meinung, nach der die Zeitgrenzen für den Beginn am Anfang des 8. Jahrhunderts und für das Ende mit Luthers Thesen 1517 gesetzt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. UNTERSCHIEDLICHE ASPEKTE ZUR VERDEUTLICHUNG DES MITTELALTERLICHEN MENSCHENBILDES

1. 1. Die Bedeutung von Tod und Leiden und ihr Einfluss auf das Leben im christlichen Mittelalter

1. 2. Das mittelalterliche Verständnis des Unterschiedes zwischen den Geschlechtern

1. 3. Medizin und Heilkunde im Mittelalter

2. MITTELALTERLICHER TEUFELS- UND HEXENGLAUBE

2. 1. Definition und Charakterisierung der Hexerei und Zauberei

2. 2. Die Identifizierung einer Hexe

2. 3. Der Umgang mit vermeintlichen Hexen

3. VERSUCH EINER ERKLÄRUNG DES HEXENWAHNS

3. 1. Antifeminismus als Grundlage der Hexenprozesse ?

3. 2. Andere mögliche Grundlagen der Hexenverfolgung

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das mittelalterliche Menschenbild als Disposition für die Hexenprozesse des Mittelalters und der frühen Neuzeit verstanden werden kann. Dabei wird analysiert, wie religiöse und gesellschaftliche Vorstellungen von Tod, Geschlecht und Magie den Boden für die Hexenverfolgung bereiteten.

  • Mittelalterliches Menschenbild und Todesverständnis
  • Geschlechterrollen und die Stellung der Frau
  • Entwicklung und Dynamik des Hexenwahns
  • Methoden der Hexenidentifizierung und Folterpraktiken
  • Wissenschaftliche Erklärungsansätze für Hexenprozesse

Auszug aus dem Buch

1. 1. Die Bedeutung von Tod und Leiden und ihr Einfluss auf das Leben im christlichen Mittelalter

Um das Menschenbild des Mittelalters und die daraus resultierenden Folgen verstehen zu können, muss man sich zuerst der beinahe übermächtigen Präsenz und Bedeutung des Todes zu dieser Zeit bewusst werden. Denn das mittelalterliche Leben wurde eigentlich nur als eine einzige große Prüfung angesehen, die über ewige Verdammnis in der Hölle oder unendliche Glückseligkeit im Paradies entschied, und so stand laut Walther Rehm „die Frage um das Heil der Seele im Mittelpunkt jeder dogmatischen und weltanschaulichen Erwägung“.

Wie so ziemlich jede andere Thematik wurde natürlich auch der Todesgedanke maßgeblich von der Kirche diktiert, die für sich beanspruchte, den einzig möglichen Weg zur Rettung der Seele zu kennen und zu vertreten. Die größte Herausforderung bestand in der Überwindung der angeborenen Erbsünde. Der Eine, der dies nach christlicher Auffassung vollbracht hatte, war Jesus Christus. Er hatte sich durch sein ertragenes Leid von der Erbsünde gelöst, und wurde damit zum Vorbild für den größten Teil der mittelalterlichen Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Verbindung zwischen mittelalterlichem Menschenbild und den nachfolgenden Hexenprozessen aufzuzeigen.

1. UNTERSCHIEDLICHE ASPEKTE ZUR VERDEUTLICHUNG DES MITTELALTERLICHEN MENSCHENBILDES: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Tod, Leiden, Geschlechterrollen und medizinischem Verständnis als fundamentale Bestandteile des mittelalterlichen Weltbildes.

2. MITTELALTERLICHER TEUFELS- UND HEXENGLAUBE: Hier werden der Wandel des Hexenglaubens, die Kriterien für Hexerei sowie die Methoden der Identifizierung und Verfolgung behandelt.

3. VERSUCH EINER ERKLÄRUNG DES HEXENWAHNS: Das Kapitel diskutiert verschiedene wissenschaftliche Theorien wie Antifeminismus, Kulte und Rauschgifttheorien als potenzielle Ursachen für die Hexenverfolgung.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass das mittelalterliche Menschenbild einen idealen Nährboden für den Hexenwahn bot und die Kirche durch Instrumentalisierung von Ängsten maßgeblich zur Eskalation beitrug.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Hexenwahn, Hexenprozesse, Menschenbild, Tod, Erbsünde, Geschlechterrollen, Teufelsglaube, Schadenszauber, Inquisition, Folter, Hexensabbat, Medizin, Antifeminismus, Hexenkult.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern das mittelalterliche Welt- und Menschenbild die notwendige Grundlage für das Entstehen des Hexenwahns und die Durchführung der Hexenprozesse bot.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das mittelalterliche Todesverständnis, die soziale und biologische Unterordnung der Frau, die Entwicklung des Teufelsglaubens sowie verschiedene Ursachentheorien zur Hexenverfolgung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den religiös geprägten Vorstellungen des Mittelalters und der spezifischen Disposition für die Hexenverfolgung in Deutschland herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene historische Quellen und wissenschaftliche Ansätze zur Hexenforschung gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Menschenbildes, eine detaillierte Ausführung zum Hexen- und Teufelsglauben sowie eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Erklärungsmodellen für den Hexenwahn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Mittelalter, Hexenwahn, Hexenprozesse, Frauenbild, Teufelsglaube und kirchliche Doktrin sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt das Todesverständnis eine so wichtige Rolle für das Thema?

Weil das Leben als Prüfung verstanden wurde und die ständige Konfrontation mit dem Tod (und der Pest) den psychischen Nährboden für Angst und den Glauben an dämonische Mächte schuf.

Wie wurde die Rolle der Frau in den Hexenprozessen begründet?

Die Frau wurde als körperlich schwächer und geistig leichter beeinflussbar angesehen, was sie aus Sicht des mittelalterlichen Weltbildes zu einem bevorzugten Ziel für den Teufel machte.

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Details

Title
Das mittelalterliche Menschenbild und sein Einfluss auf die Verbreitung des Hexenwahns in Deutschland
College
Ruhr-University of Bochum  (Sozialpsychologie und -anthropologie)
Course
Sozialanthropologie II
Grade
1,3
Author
Kathrin Fehrholz (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V77449
ISBN (eBook)
9783638828284
ISBN (Book)
9783638853941
Language
German
Tags
Menschenbild Einfluss Verbreitung Hexenwahns Deutschland Sozialanthropologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Fehrholz (Author), 2004, Das mittelalterliche Menschenbild und sein Einfluss auf die Verbreitung des Hexenwahns in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77449
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