Zur Funktion literarischer Figuren "Prinz William, Maximilian Minsky und ich"

Beispielhaft erläutert an der Protagonistin Nelly


Essay, 2006

3 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Veranstaltung: „Analyse und Interpretation aktueller KJL“

Ü3: Zur Funktion literarischer Figuren in „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ –beispielhaft erläutert an der Protagonistin Nelly

Melanie Klawitter

Die Protagonistin Nelly kann als eine dynamische Figur der Erzählung betrachtet werden. Sie stellt sich je nach Situation als variantenreicher Charakter dar und vermag dadurch die Lesemotivation der jungen Leserschaft aufrecht zu erhalten. Nelly entwickelt sich im Laufe der Handlung vom eher introvertierten, angepassten Nerd zum liebenswerten, selbstbewussten Mädchen. Diese Entwicklung vollzieht sich jedoch nicht konsequent, sondern wird immer wieder durch Rückschläge wie die Trennung der Eltern und den Tod der Großmutter behindert.

Hier zeigt sich die mehrdimensionale Gestaltung der Figur. Nelly ist teilweise sehr emotional und reflektierend gezeichnet, in anderen Situationen beweist sie Kampfgeist und will buchstäblich „mit dem Kopf durch die Wand“, beispielsweise beim Basketball-Training oder in Streitsituationen mit ihrer Mutter. Ebenso vermag sie Situationen teilweise realistisch einzuschätzen (Ehekrise der Eltern), teilweise aber auch für Jugendliche typisch naiv zu betrachten (P.W. in England treffen). Durch diese realistische Figurengestaltung eines pubertierenden Großstadt-Mädchens der 90er Jahre, gelingt es der Autorin Empathie beim Leser hervorzurufen, der sich mit Nelly identifizieren kann. Trotz des variantenreichen Charakters kann die Figur Nelly als geschlossen und annähernd widerspruchsfrei angesehen werden.

Nelly verfolgt im Roman drei wesentliche Ereignisketten. Zum einen begehrt sie Prinz William aus England, der durch den tödlichen Unfall seiner Mutter mehr und mehr in die Schlagzeilen geraten ist. Da sie sich unsterblich in ihn verliebt hat, möchte sie unbedingt mit dem Basketball-Team ihrer Schule nach England reisen, um ihrem Schwarm zumindest räumlich näher zu kommen. Die zweite Ereigniskette des Romans rankt sich um die schwierige Familiensituation der Edelmeisters. Nellys Eltern sind grundverschieden und streiten sich beinahe regelmäßig. Diese schwierige Situation eskaliert, als Nellys Vater eine Affäre mit Max´ Mutter beginnt und dies schließlich zur Trennung der Eltern führt. Nelly fühlt sich hierbei vom Alleinsein bedroht. Der Tod der Großmutter Risa stellt die dritte Ereigniskette dar. Nelly erleidet einen starken Verlust und hat mit der Trauerbewältigung zu kämpfen. Durch Risas Tod hat sie nicht nur ihre Großmutter, sondern zugleich ihre beste Freundin und Vorbild zugleich, verloren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Zur Funktion literarischer Figuren "Prinz William, Maximilian Minsky und ich"
Untertitel
Beispielhaft erläutert an der Protagonistin Nelly
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
3
Katalognummer
V77482
ISBN (eBook)
9783638882125
Dateigröße
334 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Analyse ohne Sekundärliteratur
Schlagworte
Funktion, Figuren, Prinz, William, Maximilian, Minsky
Arbeit zitieren
Melanie Klawitter (Autor), 2006, Zur Funktion literarischer Figuren "Prinz William, Maximilian Minsky und ich", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77482

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