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Die Waldorfschule und die Grundlagen der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners

Title: Die Waldorfschule und die Grundlagen der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners

Term Paper , 2007 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lena Mareike Klasse (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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Im Jahre 1919 wurde von Rudolf Steiner in Stuttgart die erste "Freie Waldorfschule" gegründet und damit der Grundstein für eine der weltweit größten nichtstaatlichen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen gelegt.
Ich konnte mir bereits einen persönlichen Eindruck einer Waldorfschule in einem halbjährigen Praktikum an einer Waldorfschule für Seelenpflegebedürftige Kinder verschaffen.
Auf diesem Hintergrund wollte ich mehr über die Anthroposophie und das Lernen und Unterrichten in einer Waldorfschule erfahren.
Zuvor hatte ich zwar schon von Waldorfschulen gehört, konnte mir jedoch nichts darunter vorstellen. Ich möchte daher mit meiner Arbeit einen objektiven Blick auf die Waldorfpädagogik und ihre Praxis in der Waldorfschule geben.
Zunächst werde ich Rudolf Steiner in einer kurzen Biographie darstellen, um einen Eindruck zu bekommen, wer Rudolf Steiner war. Anschließend möchte ich die Rolle der Anthroposophie erläutern, da sie ein Teil Steiners Pädagogik darstellt. Um diese Pädagogik genauer kennen- und verstehen zu lernen, sollte man sich zunächst einen Einblick in die anthroposophische Geisteswissenschaft verschaffen und sich mit dieser vertraut machen. Im weiteren Verlauf folgen weitere wichtige Grundlagen Steiners Pädagogik, wie das dreigliedrige Menschenbild, die anthroposophische Entwicklungslehre und die Temperamentenlehre.
Nach dieser Einführung und dem Überblick der Pädagogik Rudolf Steiners komme ich anschließend auf die Waldorfschule zu sprechen. Zunächst berichte ich über die Entstehung und Entwicklung der Waldorfschulen in Deutschland und erläutere die Ziele der Schule, um im Folgenden aufzuzeigen, wie sich auf der Basis der Pädagogik Steiners, Unterricht und Erziehung gestalten. Um dies deutlich zu machen möchte ich auf die Organisation, die Schullaufbahn, das Leistungsprinzip und den Lehrplan und seine Unterrichtsstruktur der Waldorfschule eingehen. Besonderheiten, die man so an einer staatlichen Schule nicht wiederfindet, wie den Eurythmieunterricht, folgen dann im nächsten Abschnitt. Um einen vollständigen Blick über die Waldorfschule zu bekommen folgt dann die Rolle des Lehrers, die mir hier wichtig scheint sie als letzten Punkt zu erläutern.
Bevor ich dann zum Schlussteil meiner Arbeit komme, möchte ich einige Kritikpunkte der Waldorfschule deutlich machen. Ich möchte aufzeigen, welche Probleme bei dieser Pädagogik und Umsetzung Steiners auftreten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person Rudolf Steiner

3. Grundlagen der Waldorfpädagogik

3.1. Die Rolle der Anthroposophie

3.2. Leib, Seele, Geist – das dreigliedrige Menschenbild

3.3. Die Jahrsiebte und die Viergliedrigkeit des Menschen

3.4. Die Lehre von den vier Temperamenten

4. Die Waldorfschule

4.1. Entstehung und Entwicklung

4.2. Ziele

4.3. Organisation

4.4. Die Schullaufbahn und das Leistungsprinzip

4.5. Lehrplan und Unterrichtsstruktur

4.6. Besonderheiten

4.6.1. Lehrbücher

4.6.2. Eurythmie

4.6.3. Kunst

4.6.4. Fremdsprachen

4.7. Die Rolle des Lehrers

5. Die Waldorfschule in der Kritik

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen objektiven Einblick in die Waldorfpädagogik und deren Umsetzung in der Waldorfschule zu geben, wobei insbesondere das anthroposophische Menschenbild und die daraus abgeleiteten pädagogischen Methoden kritisch beleuchtet werden.

  • Biografie und pädagogische Ansätze Rudolf Steiners
  • Die anthroposophischen Grundlagen: Menschenbild, Jahrsiebte und Temperamentenlehre
  • Strukturen und Besonderheiten des Waldorf-Schulalltags (z.B. Eurythmie, Epochenunterricht)
  • Kritische Auseinandersetzung mit den anthroposophischen Lehren und deren schulischer Anwendung

Auszug aus dem Buch

3.4. Die Lehre von den vier Temperamenten

Die Lehre von den vier Temperamenten wurde nicht von Rudolf Steiner entwickelt, sondern geht in ähnlicher Art und Weise bis in die Antike zurück.

Hier ist vor allem Hippokrates zu nennen, der als Begründer der medizinischen Wissenschaft über die Antike und das Mittelalter hinaus bis ins frühe 19. Jahrhundert Beachtung fand. Grundlage der hippokratischen Heilkunst ist die Auffassung, dass „Gesundheit aus der Harmonie der Elemente bzw. aus der richtigen Mischung der vier Körpersäfte (Blut, Schleim, dunkle Galle, helle Galle) besteht.“ Je nach Vorherrschaft einer dieser vier Flüssigkeiten bildet sich das somit verbundene Temperament insbesondere hervor. Jedoch bedeutete die falsche Mischung bzw. Disharmonie Krankheit.

Die anthroposophische Pädagogik erkennt an, dass die vier Temperamente (cholerisch, melancholisch, phlegmatisch und sanguinisch) im Wesentlichen die Persönlichkeit des Menschen ausmachen soll. Welches Temperament bei einem Menschen vorherrschend ist, ist dabei abhängig davon, welcher Leib sein Wesen dominiert und soll auch in seiner Physiognomie zum Ausdruck kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entstehung der ersten Waldorfschule 1919 ein und benennt die wachsende Popularität bei gleichzeitiger erziehungswissenschaftlicher Kritik.

2. Zur Person Rudolf Steiner: Dieses Kapitel skizziert die Biografie Rudolf Steiners und seine Entwicklung vom Forscher zum Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik.

3. Grundlagen der Waldorfpädagogik: Hier werden die theoretischen Fundamente wie die Anthroposophie, das dreigliedrige Menschenbild, die Entwicklungsphasen der Jahrsiebte und die Temperamentenlehre dargestellt.

4. Die Waldorfschule: Dieser Abschnitt erläutert die praktische Ausgestaltung, von den Bildungszielen und der Organisation über den Lehrplan bis hin zu spezifischen Besonderheiten wie Eurythmie und Kunst.

5. Die Waldorfschule in der Kritik: Das Kapitel setzt sich kritisch mit dem wissenschaftlichen Anspruch der Anthroposophie und der Anwendung der Temperamenten- sowie Entwicklungslehre in der schulischen Praxis auseinander.

6. Resümee: Die Autorin zieht ein persönliches Fazit, in dem sie zwar positive Ansätze in der Waldorfpädagogik anerkennt, aber die negativen Aspekte für ihre eigene Entscheidung als überwiegend bewertet.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Erziehung zur Freiheit, Menschenbild, Jahrsiebte, Temperamentenlehre, Waldorfschule, Epochenunterricht, Eurythmie, Schulkritik, Ganzheitlichkeit, Klassenlehrerprinzip, Geisteswissenschaft, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Waldorfpädagogik und deren praktischer Anwendung an Waldorfschulen auf Basis der Lehren Rudolf Steiners.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die anthroposophischen Grundlagen, die Organisation der Waldorfschulen, spezifische Lehrmethoden sowie die kritische Reflexion dieser Ansätze durch die Erziehungswissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine möglichst objektive Darstellung der Waldorfpädagogik und eine kritische Auseinandersetzung mit ihren theoretischen Prämissen und praktischen Konsequenzen für Schüler.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Literaturstudien, die durch die Analyse von Schriften Steiners und kritischer Sekundärliteratur zu einer fundierten Einschätzung führt.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (Anthroposophie, Menschenbild) und die detaillierte Beschreibung des Schulalltags sowie der pädagogischen Besonderheiten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Anthroposophie, Entwicklungslehre, Kritik, Freiheit, Ganzheitlichkeit und Menschenbild.

Wie bewertet die Autorin die Eurythmie als Fach?

Die Autorin erkennt zwar die Förderung von Koordination und Körperbewusstsein als positiv an, kritisiert jedoch die wissenschaftliche Unfundiertheit der anthroposophischen Hintergründe und den Zwang als Pflichtfach.

Welcher Aspekt des Klassenlehrerprinzips wird kritisch gesehen?

Kritisiert wird die starke Abhängigkeit des Lernerfolgs von einer einzigen Person über acht Jahre hinweg sowie die weitreichende Kompetenz des Lehrers, die oft mit einer fragwürdigen Qualifikation einhergeht.

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Details

Title
Die Waldorfschule und die Grundlagen der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,3
Author
Lena Mareike Klasse (Author)
Publication Year
2007
Pages
43
Catalog Number
V77539
ISBN (eBook)
9783638829014
Language
German
Tags
Waldorfschule Grundlagen Waldorfpädagogik Rudolf Steiners Thema Waldorf-Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Mareike Klasse (Author), 2007, Die Waldorfschule und die Grundlagen der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77539
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