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Johann Peter Hebels Rheinischer Hausfreund und seine Sprache

Title: Johann Peter Hebels Rheinischer Hausfreund und seine Sprache

Seminar Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Jonas Reese (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Gegenstand dieser wissenschaftlichen Arbeit sind die Kalendergeschichten Johann Peter Hebels, die er ab dem Jahre 1807 in dem Kalender „Der Rheinländische Hausfreund“ herausgegeben hat. Hauptaugenmerk liegt hier auf der Funktion und der Sprache des epischen Erzählers, des rheinländischen Hausfreunds, sowie auf den Stilmitteln, die die Absichten des Autors umsetzen. Wie hat es Johann Peter Hebel geschafft, sein Ziel zu erreichen, welches er in einem Brief an das Grossherzogliche Ministerium in Karlsruhe formulierte: den Kalender des rheinischen Hausfreundes „zur willkommenen wohltätigen Erscheinung und womöglich zum vorzüglichsten Kalender in ganz Deutschland und zum Siegenden in jeder möglichen Konkurrenz zu machen.“ Natürlich ist es in diesem begrenzten Rahmen nur ausschnittsweise möglich, die Kunst und Stilmittel Hebels herauszustellen. So werden nur die Hauptaspekte seiner Arbeit behandelt. Zuvor ist es aber notwendig einen literaturwissenschaftlichen und kurzen historischen Kontext zu schaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturwissenschaftliche Einordnung der Kalendergeschichte

3. Der „Rheinländische Hausfreund“

3.1 Bedeutung des „Rheinländischen“

3.2 Die Bedeutung des „Hausfreundes“

3.3 Die Funktion des Hausfreunds in den Geschichten

4. Die Sprache des Hausfreunds

4.1 Bildlichkeit

4.2 Natürlichkeit

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die erzählerische Funktion und die sprachlichen Stilmittel von Johann Peter Hebels „Rheinländischem Hausfreund“. Das primäre Ziel ist es, die künstlerische Umsetzung von Hebels Absicht zu analysieren, den Kalender als populäres, bildendes Medium für eine breite Leserschaft zu etablieren und die Leser zu demokratischer Mündigkeit zu erziehen.

  • Literarische Gattungsbestimmung der Kalendergeschichte.
  • Analyse der fiktiven Erzählerfigur des „Hausfreunds“.
  • Untersuchung der sprachlichen Strategien wie Bildlichkeit und Natürlichkeit.
  • Die Spannung zwischen staatlicher Kontrolle und aufklärerischem Bildungsauftrag.
  • Hebel als Vermittler zwischen Oberschicht und einfacher Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Bildlichkeit

Hebel versteht es den Leser unmittelbar in die Geschichte mit einzubeziehen, indem er bereits bekannte Ortsnamen oder regionale verbundene Gegenden verwendet und auch die soziale Stellung der Hauptfiguren dem Leserkreis anpasst. In seiner Erzählung „Kannitverstan“ erwähnt Hebel Ortschaften wie „Emmendingen“, „Gundelfingen“ oder „Tuttlingen“, die den Leser an die eigene Heimat erinnern. Von der Hauptfigur in jener Geschichte ist nur bekannt, dass er ein Handwerksbursche ist. Sein Name wird verschwiegen. Sein Stand ist schon völlig ausreichend, um dem Grossteil der Leser, den Arbeitern und Bauern, eine größere Identifikationsmöglichkeit zu schaffen. „Erinnern an Bekanntes, der besondere Ausdruck anstelle des allgemeineren, Genauigkeit, die auch die exakte Anzahl scheinbar nebensächlicher Dinge angibt – dies alles dient der Anschaulichkeit.“

Die Anschaulichkeit zeigt sich ausserdem in Hebels Umgang mit der Zeit. In der bekanntesten und meistzitierten Geschichte Hebels „Unverhofftes Wiedersehen“ verbildlicht er den Verlauf von 50 Jahren anhand einer Reihe geschichtlicher Ereignisse. Hebel kettet mehrere lineare, geschichtliche Geschehnisse aneinander, wie z.B. „... der siebenjährige Krieg ging vorüber, und Kaiser Franz der Erste starb, und der Jesuitenorden wurde aufgehoben und in Polen geteilt,...“, um sie dann durch direkt anschließende wiederkehrende Begebenheiten aufzubrechen, wie „die Ackerleute säten und schnitten. Der Müller mahlte, und die Schmiede hämmerten,...“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Kalendergeschichten Johann Peter Hebels ein und legt den Fokus auf die Erzählinstanz des „Hausfreunds“ sowie dessen sprachliche Stilmittel.

2. Literaturwissenschaftliche Einordnung der Kalendergeschichte: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Schwierigkeiten bei der Gattungsdefinition und arbeitet drei wesentliche Kennzeichen der Kalendergeschichte heraus: das Historische, das Dialogische und das Volkstümliche.

3. Der „Rheinländische Hausfreund“: Hier wird der historische Kontext des Kalenders beleuchtet und die Figur des „Hausfreunds“ als literarische Fiktion und moralische Instanz charakterisiert.

4. Die Sprache des Hausfreunds: Dieses Kapitel analysiert Hebels Sprachkunst, insbesondere durch den Einsatz von Bildlichkeit und die Annäherung der Schriftsprache an die natürliche, gesprochene Sprache.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Doppelseitigkeit von Hebels Wirken als Autor zwischen den Erwartungen der herrschenden Obrigkeiten und seinem pädagogischen Anspruch, das Volk zu bilden.

Schlüsselwörter

Johann Peter Hebel, Rheinländischer Hausfreund, Kalendergeschichte, Erzählinstanz, Aufklärung, Volksbildung, Bildlichkeit, Natürlichkeit, Literaturwissenschaft, Sprache, Didaktik, Erzählkunst, Gattung, Bürger, Mündigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Erzählstrategien und die Funktion des „rheinländischen Hausfreunds“ in Johann Peter Hebels gleichnamigem Kalender.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Im Zentrum stehen die literarische Einordnung der Kalendergeschichten, die Figur des Hausfreunds sowie die spezifische Sprache und Stilistik der Texte.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie Hebel durch eine spezielle Erzählweise und Sprache sein Ziel erreichte, den Kalender als vorzügliches Medium für ein breites Publikum zu etablieren und dieses subtil zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Textbestand sowie zeitgenössische Quellen und Forschungsliteratur einbezieht.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des „Rheinländischen Hausfreunds“ als Institution und Erzähler sowie eine tiefgehende Untersuchung der sprachlichen Mittel wie Bildlichkeit und Natürlichkeit.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Aufklärung, Volkstümlichkeit, erzählerische Fiktion und die dialektische Sprachverwendung zwischen Hochsprache und Mundart.

Warum wird der Hausfreund mit dem Mond verglichen?

Hebel nutzt den Vergleich, um zu verdeutlichen, dass der Hausfreund ein Beobachter und „Nachtwächter“ ist, der Ereignisse für die Menschen erhellt, ohne eigenes „Licht“ zu erzeugen.

Wie löst Hebel den Spagat zwischen Obrigkeit und Volk?

Er versteckt gesellschaftliche Kritik geschickt zwischen den Zeilen seiner Geschichten, wodurch er sowohl die herrschende Klasse, die den Kalender finanzierte, als auch sein bildungshungriges Lesepublikum ansprach.

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Details

Title
Johann Peter Hebels Rheinischer Hausfreund und seine Sprache
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaften)
Course
Proseminar Kalendergeschichten
Grade
1,3
Author
M.A. Jonas Reese (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V77549
ISBN (eBook)
9783638829755
Language
German
Tags
Johann Peter Hebels Rheinischer Hausfreund Sprache Proseminar Kalendergeschichten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Jonas Reese (Author), 2002, Johann Peter Hebels Rheinischer Hausfreund und seine Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77549
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