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Nibelungen-Mythos und Soest: Das Potenzial des Mythos für Tourismusförderung und Stadtwerbung

Title: Nibelungen-Mythos und Soest: Das Potenzial des Mythos für Tourismusförderung und Stadtwerbung

Bachelor Thesis , 2004 , 86 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Master of Science Sarah Wulle (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Gemeinhin verbindet man mit dem Nibelungenmythos Schauplätze wie Worms, kleinere süddeutsche Orte oder einige Orte des heutigen Ungarn. Seit einiger Zeit schafft es auch die Stadt Xanten, sich erfolgreich als „Nibelungenstadt“ zu positionieren. Bei Worms wie auch bei Xanten wird dieses durch geschickte Tourismusförderung erreicht.

Zum Kreis des s.g. „Nibelungenstoffes“ gehört aber nicht nur das bekannte Nibelungenlied, sondern auch die skandinavische Thidrekssaga. Bei dieser Sagenkompilation spielt die Stadt Soest eine entscheidende Rolle: sie ist der Sitz König Attilas und Schauplatz des grausamen Unterganges der Nibelungen.

Die Stadt Soest war im Mittelalter eine bedeutende Handelsmetropole, weshalb sie nach heutigen Erkenntnissen von den Verfassern der Thidrekssaga, die wahrscheinlich nordische Kaufleute waren, eine so wichtige Stellung in der Sagenkompilation zugesprochen bekam. Heute ist Soest eine Kleinstadt, die ihre Verbindung zum Nibelungenstoff auf den ersten Blick nicht thematisiert. Warum eigentlich? Könnte nicht auch Soest seinen – zumindest literarischen – Anspruch auf den Nibelungenstoff geltend machen und sich einer Aufbereitung widmen? Wie sollte man es anstellen, literarisch korrekt und zugleich unterhaltend den Nibelungenstoff zu thematisieren? Die These, die die Arbeit leiten soll, lautet: Die Stadt Soest kann ihre literarische Verbindung zum Nibelungenstoff gezielt zur Tourismusförderung nutzen.

Vergleichend zur Rezeption des Nibelungenstoffes in Xanten und Worms kann die Soester Rezeption betrachtet werden. Dies ist wichtig, um über die zukünftige Aufbereitung des Sagenstoffes in Soest urteilen zu können. Es soll gezeigt werden, wie sich die Stadt z.B. in Lokalzeitungen oder eigenen Publikationen bisher dem Thema widmete. Gibt es hier schon eine Basis, auf der aufgebaut werden könnte? Lassen sich in der bisherigen, wenig öffentlichen Rezeption gewisse Tendenzen entdecken? Hier sollen sämtliche Soester Rezeptionszeugnisse vorgestellt werden. Dieser Teil der Arbeit mündet in ein Fazit über den derzeitigen Stand der Rezeption des Nibelungenstoffes in Soest.

Das Ziel der Arbeit ist ein Strategisches Tourismuskonzept zur Förderung des Soester Tourismus. Dieses soll die Möglichkeiten aufzeigen, die die Stadt Soest zur Aufbereitung des Nibelungenstoffes hat und neue Impulse für das Soester Stadtmarketing geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegendes

1.1 Einführung

1.2 Rückblick auf das Projekt „Rezeption des Nibelungenstoffes“ im Sommersemester 2004

1.3 Kurze Zusammenfassung der Projektarbeit „Die Theorie des Nibelungenunterganges in der Stadt Soest sowie ihre Rezeption und Kommunikation“

1.4 Die Stadt Soest und ihre Verbindung zum Nibelungenstoff

1.5 Überleitung zum Thema dieser Arbeit

2 Die Rezeption des Nibelungenstoffes in der Stadt Soest

2.1 Zum Begriff der Rezeption

2.2 Lokale Zeitungsmeldungen

2.3 Berichte in anderen Drucksachen

2.3.1 Das Faltblatt des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V.

2.3.2 Das Faltblatt Heinz Ritters

2.3.3 Die Soester Zeitschrift

2.3.4 Mitteilungsblätter des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V.

2.3.5 Füllhorn - Magazin für die älteren Bürger der Stadt Soest

2.4 Niflungen-Tagungen und Niflungen-Bote

2.5 Weitere Veranstaltungen

2.6 Straßennamen

2.7 Zusammenfassung der Ergebnisse dieses Kapitels

3 Möglichkeiten der Nutzung des Sagenpotenzials für die Soester Tourismusförderung

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Die Bedeutung des Nibelungenliedes als Nationalmythos

3.3 Grundsätzliches zu den Begriffen „Stadtmarketing“, „Stadtwerbung“ und „Tourismusförderung“

3.4 Die Stadt Worms und der Nibelungenmythos

3.5 Die Stadt Xanten und der Nibelungenmythos

3.6 Ideen für ein Strategisches Konzept zur Förderung des Soester Tourismus

3.6.1 Der allgemeine Aufbau eines Strategischen Konzeptes zur Tourismusförderung

3.6.2 Bestandsaufnahme in Soest

3.6.3 Ausblick

3.6.4 Strategiensuche

3.6.5 Tourismuskonzept

4 Bilanz und Anmerkungen

4.1 Zusammenfassung

4.2 Persönliche Anmerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Bachelorarbeit untersucht die bisherige Rezeption des Nibelungenstoffes (basierend auf der Thidrekssaga) in der Stadt Soest und erarbeitet auf dieser Grundlage Ansätze für ein strategisches Konzept, um das Potenzial des Mythos für die städtische Tourismusförderung nutzbar zu machen.

  • Analyse der historischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Nibelungen-Sagenstoff in Soest.
  • Untersuchung der Rolle lokaler Medien, Vereine und wissenschaftlicher Debatten bei der Wahrnehmung des Mythos.
  • Vergleich mit den Nibelungen-Rezeptionsstrategien der Städte Worms und Xanten.
  • Entwicklung von Strategien zur touristischen Aufbereitung unter Berücksichtigung von Zielgruppen.
  • Evaluation der Chancen und Hemmnisse für ein Nibelungen-basiertes Stadtmarketing in Soest.

Auszug aus dem Buch

2.2 Lokale Zeitungsmeldungen

Die beiden Soester Tageszeitungen „Soester Anzeiger“ und „Westfalenpost“ berichteten in der Vergangenheit häufig über den Soester Bezug zum Nibelungenstoff und über Veranstaltungen, die sich mit diesem Thema beschäftigten. Besonders in den Jahren 1993 bis 1996 fand eine sehr intensive Berichterstattung statt. Betrachtet man nur diese vier Jahre genauer, kommt man auf eine Zahl von über 150 Zeitungsmeldungen, die sich in irgendeiner Weise mit der Nibelungenthematik beschäftigten.

In der vorliegenden Arbeit werden lediglich Meldungen aus den Jahren 1993 bis 1996 sowie die wenigen aktuelleren Meldungen behandelt. Da die Berichterstattung von 1993 bis 1996 so intensiv war, dass man hier nicht auf jeden Artikel eingehen kann, werden nur die in den jeweiligen Jahren als besonders relevant angesehenen Themen angesprochen. Kommentiert werden die Textauszüge allerdings zunächst kaum, da dieses bei einer ersten Darstellung der Rezeption noch nicht angebracht zu sein scheint.

Das Jahr 1993 kann man im Wesentlichen in drei große Themen der Berichterstattung einteilen. In der ersten Hälfte des Jahres 1993 fand die intensivste Berichterstattung der Lokalpresse zum Nibelungenstoff bezüglich eines am 24. April 1993 von dem Germanisten Heinz Ritter in Soest gehaltenen Vortrages statt. Neben Berichterstattungen im Soester Anzeiger und in der Westfalenpost wurden im Anschluss an den Vortrag mehrere Stellungnahmen veröffentlicht. Zunächst betont im Soester Anzeiger Ulrich Loer, Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Heimatpflege e.V., welche Anstrengungen sein Verein in der Vergangenheit bereits bezüglich einer sachlichen „Auseinandersetzung mit dem Thema Niflungen/Thidrekssaga“ unternommen habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlegendes: Einleitung in die Thematik der Nibelungen-Rezeption in Soest und Rückblick auf ein vorangegangenes universitäres Projekt sowie die literarische Basis der Arbeit.

2 Die Rezeption des Nibelungenstoffes in der Stadt Soest: Detaillierte Analyse der öffentlichen Wahrnehmung des Themas durch lokale Medien, Vereine und Veranstaltungen in den Jahren 1993 bis 1996.

3 Möglichkeiten der Nutzung des Sagenpotenzials für die Soester Tourismusförderung: Entwicklung eines strategischen Rahmens zur touristischen Nutzung des Sagenpotenzials, unter anderem durch Bestandsaufnahme und Vergleich mit anderen Städten.

4 Bilanz und Anmerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und persönliche Einschätzung der Verfasserin zur Zukunftsfähigkeit des Nibelungen-Themas in Soest.

Schlüsselwörter

Soest, Nibelungen, Thidrekssaga, Rezeption, Tourismusförderung, Stadtmarketing, Sagenstoff, Niflungen, Heinz Ritter, Stadtwerbung, Kultur-Tourismus, Mittelalter, Regionalgeschichte, Identität, Tourismuskonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die Stadt Soest mit dem literarischen Bezug zur Thidrekssaga (einem Teil des Nibelungenstoffes) umgeht und ob bzw. wie dieses Potenzial touristisch genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die mediale und öffentliche Rezeptionsgeschichte der Nibelungenthematik in Soest, die Rolle von Heimatvereinen und Wissenschaftlern sowie strategische Überlegungen zum Stadtmarketing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die bisherige Rezeption zu geben und aufzuzeigen, wie die Stadt Soest durch ein strategisches Konzept aus ihrem literarisch belegbaren Bezug zur Sage einen touristischen Nutzen ziehen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse von Printmedien (Zeitungsartikel, Vereinszeitschriften), Fachliteratur und Experteninterviews, um die Kommunikationsprozesse und das Potenzial zur touristischen Nutzung darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfangreiche Aufarbeitung der Rezeptionsgeschichte in Soest (insbesondere zwischen 1993 und 1996) und einen konzeptionellen Teil, der Ideen für ein strategisches Tourismuskonzept entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soest, Thidrekssaga, Nibelungen, Tourismusförderung, Stadtmarketing, Rezeption und Sagenpotenzial.

Warum ist die Thidrekssaga für Soest relevanter als das Nibelungenlied?

Soest kommt im Nibelungenlied nicht vor, wird jedoch in der skandinavischen Thidrekssaga explizit als der Ort genannt, an dem die Nibelungen untergehen, was Soest zu einem zentralen Handlungsort macht.

Wie reagierten Stadtverwaltung und Öffentlichkeit auf das Thema?

Die Reaktionen waren gespalten: Während eine Gruppe das Thema als Chance für Tourismus und Identität sah, herrschte bei Verantwortlichen und Historikern oft Skepsis, Ablehnung oder der Wunsch nach Distanzierung, um nicht in eine politisch „belastete“ Ecke gerückt zu werden.

Was schlägt die Autorin für die Zukunft vor?

Die Autorin empfiehlt einen offensiven und kreativen Umgang mit dem Sagenstoff, etwa durch spezielle Themenführungen, die Einbindung in Stadtfeste (wie den Hansetag) und die langfristige Planung eines mittelalterlich orientierten Tourismuskonzepts.

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Details

Title
Nibelungen-Mythos und Soest: Das Potenzial des Mythos für Tourismusförderung und Stadtwerbung
College
University of Duisburg-Essen  (Germanistik)
Grade
1,0
Author
Master of Science Sarah Wulle (Author)
Publication Year
2004
Pages
86
Catalog Number
V77555
ISBN (eBook)
9783638786461
ISBN (Book)
9783656628019
Language
German
Tags
Nibelungen-Mythos Soest Potenzial Mythos Tourismusförderung Stadtwerbung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Science Sarah Wulle (Author), 2004, Nibelungen-Mythos und Soest: Das Potenzial des Mythos für Tourismusförderung und Stadtwerbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77555
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