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Schule als Lebensraum im Spiegel der pädagogischen Fachliteratur

Title: Schule als Lebensraum im Spiegel der pädagogischen Fachliteratur

Term Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Larissa Neuefeind (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Die Begrifflichkeit der „Schule als Lebensraum“ mutet auf den ersten Blick etwas seltsam an, schließlich war man selbst einmal Schüler und dieser Begriff erwirkt keine spontane Assoziation zu dem wie man Schule erlebt hat. Und doch muss man bei erstmaligem Überlegen erkennen, dass es tatsächlich ein Schulleben gibt, das der eine mehr aktiv, der andere jedoch eher passiv miterlebt. Dabei ist das Schulleben allgegenwärtig: kein Schüler könnte sich diesem entziehen. Es ist maßgeblicher Bestandteil unserer Schule. Doch was rechnet man genau dem Schulleben zu? Und wie kam es überhaupt zur Ausbildung eines solchen? Das sind die wesentlichen Fragen, denen in dieser Arbeit nachgegangen werden soll.
Im ersten Kapitel wird das Augenmerk auf das Schulleben im Wandel der Geschichte gelegt. Die wichtigen Pädagogen, Pestalozzi und Herbart, werden in ihren wesentlichen Gründzügen dargestellt, wobei bei Pestalozzi etwas näher auf das Werk „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“ eingegangen werden soll. Hierzu befindet sich ein Textausschnitt im Anhang, der Gesagtes zusätzlich dokumentieren soll. Danach soll dem Werdegang des Begriffs Schulwesen Aufmerksamkeit geschenkt werden, wobei auf eine ausführliche Darstellung der reformpädagogischen Bewegung hier aus Platzgründen verzichtet werden soll. Im letzten Kapitel werden die verschiedenen Dimensionen des Schullebens kurz vorgestellt. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Schullebensformen betrachtet, die stellvertretend für die Fülle der weiteren Möglichkeiten zur Umsetzung von Schulleben stehen sollen. Im Anschluss möchte ich dann mit einer kurzen Zusammenfassung schließen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Schulleben im Wandel der Geschichte

2.1. Erstmalige Thematisierung des Schullebens durch Pestalozzi

2.2. Der Weg zum staatlichen Schulwesen

2.3. Einfluss von Herbart: Abschwächung des Schullebens

2.4. Von der reformpädagogischen Bewegung zur Wiederentdeckung des Schullebens

3. Die verschiedenen Dimensionen des Schullebens

3.1. Beheimatung in der Schule

3.1.1. Schulhaus und Schulhof

3.1.2. Akzentuierung des Zeitablaufs

3.2. Begegnungen

3.3. Gemeinschaft und Verantwortung

3.4. Arbeit und Freizeit

4. Zusammenfassung

5. Bibliographie

6. Anlage

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Begriff und die Bedeutung von „Schule als Lebensraum“ im Kontext der pädagogischen Fachliteratur. Das primäre Ziel ist es, die historische Entwicklung des Schullebens von Pestalozzi bis zur Gegenwart nachzuzeichnen und die verschiedenen Dimensionen aufzuzeigen, durch die Schule als ein Ort des sozialen Lernens und der ganzheitlichen Entwicklung gestaltet werden kann.

  • Historische Entwicklung des Schullebens (Pestalozzi, Herbart, Reformpädagogik)
  • Die Bedeutung der räumlichen Gestaltung (Schulhaus und Schulhof)
  • Methoden des außerschulischen Lernens und Begegnungen
  • Förderung von Gemeinschaft, Verantwortung und Schülermitverantwortung
  • Die Rolle der Freizeiterziehung im Schulkontext

Auszug aus dem Buch

Textausschnitt aus Pestalozzis’ „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“ (1801)

Da ich mich genötigt sah, den Kindern allein und ohne alle Hilfe Unterricht zu geben, lernte ich die Kunst, viele miteinander zu lehren, – und da ich kein Mittel hatte als lautes Vorsprechen, ward der Gedanke, sie während dem Lernen zeichnen, schreiben und arbeiten zu machen, natürlich entwickelt. Die Verwirrung der nachsprechenden Menge führte mich auf das Bedürfnis des Taktes, und der Takt erhöhte den Eindruck der Lehre. Die gänzliche Unwissenheit von allem machte mich auf den Anfangspunkten lange stehen bleiben, und dieses führte mich zu Erfahrungen von der erhöhten innern Kraft, die durch die Vollendung der ersten Anfangspunkte erzielt wird, und von den Folgen des Gefühls der Vollendung und der Vollkommenheit auch auf der niedersten Stufe.

Ich ahnete den Zusammenhang der Anfangspunkte eines jeden Erkenntnisfaches mit seinem vollendeten Umriß wie noch nie und fühlte die unermeßlichen Lücken, die aus der Verwirrung und der Nichtvollendung dieser Punkte in jeder Reihenfolge von Kenntnissen erzeugt werden müssen, ebenso wie noch nie.

Es entwickelte sich in den Kindern schnell ein Bewußtsein von Kräften, die sie nicht kannten, und besonders ein allgemeines Schönheits- und Ordnungsgefühl. Sie fühlten sich selbst, und die Mühseligkeit der gewöhnlichen Schulstimmung verschwand wie ein Gespenst aus meinem Stuben; sie wollten, – konnten, – harrten aus, – vollendeten und lachten; – ihre Stimmung war nicht die Stimmung der Lernenden, es war die Stimmung aus dem Schlaf erweckter, unbekannter Kräfte, und ein geist- und herzerhebendes Gefühl, wohin diese Kräfte sie führen könnten und führen würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Begrifflichkeit „Schule als Lebensraum“ ein und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die zentralen Fragestellungen.

2. Das Schulleben im Wandel der Geschichte: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese des Schullebens, beginnend bei Pestalozzis pädagogischen Ansätzen über den Einfluss von Herbart bis hin zur Wiederentdeckung durch die Reformpädagogik.

3. Die verschiedenen Dimensionen des Schullebens: Hier werden praktische Aspekte wie die räumliche Beheimatung, die Gestaltung von Begegnungen, die Förderung von Gemeinschaft und Verantwortung sowie die Integration von Freizeiterziehung erörtert.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse über die wechselhafte Bedeutung des Schullebens im Zeitverlauf und betont die Chancen für eine lebendige Schulkultur.

5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die in der Arbeit verwendete Literatur auf.

6. Anlage: Der Anhang enthält ergänzende Textausschnitte aus Pestalozzis Werk „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“.

Schlüsselwörter

Schulleben, Lebensraum Schule, Pestalozzi, Herbart, Reformpädagogik, Schulalltag, Beheimatung, Außerschulisches Lernen, Schülermitverantwortung, Freizeiterziehung, Ganzheitliches Lernen, Pädagogik, Bildungsgeschichte, Unterricht, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption der „Schule als Lebensraum“ und untersucht, wie dieses Konzept historisch entstanden ist und welche pädagogischen Dimensionen es umfasst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern zählen die historische Entwicklung (Pestalozzi, Herbart), die Bedeutung der räumlichen Umgebung, Formen der Begegnung außerhalb des Unterrichts sowie die Förderung demokratischer Teilhabe durch die Schüler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Verständnis von Schule von einer reinen Stätte der Belehrung hin zu einem lebendigen Lebensraum für alle Beteiligten theoretisch und praktisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse pädagogischer Fachliteratur sowie einer historischen Aufarbeitung der Konzepte bedeutender Pädagogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Entwicklung des Schullebens und eine systematische Darstellung der verschiedenen Dimensionen, die ein Schulleben heute ausmachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schulleben, Pädagogik, Schülermitverantwortung, Reformpädagogik und Ganzheitliches Lernen beschreiben den inhaltlichen Kern am präzisesten.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Herbart auf das Schulleben?

Der Autor stellt fest, dass Herbart durch seinen Fokus auf Zucht und formale Unterrichtsschritte das Schulleben als eigenständigen pädagogischen Aspekt eher in den Hintergrund drängte.

Welche Bedeutung kommt der „Schülermitverantwortung“ laut Text zu?

Die SMV wird als wichtiges Instrument für staatsbürgerliche Bildung und zur Entwicklung von Verantwortungsgefühl gesehen, um den Egoismus zu überwinden und ein harmonisches Miteinander in der Schule zu ermöglichen.

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Details

Title
Schule als Lebensraum im Spiegel der pädagogischen Fachliteratur
College
University of Stuttgart  (Institut für Erziehungswissenschaften und Psychologie)
Course
Proseminar "Schule als Lebensraum"
Grade
1,0
Author
Larissa Neuefeind (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V77606
ISBN (eBook)
9783638830850
ISBN (Book)
9783656545828
Language
German
Tags
Schule Lebensraum Spiegel Fachliteratur Proseminar Schule Lebensraum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Neuefeind (Author), 2005, Schule als Lebensraum im Spiegel der pädagogischen Fachliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77606
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