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Konrad Adenauer und Walter Ulbricht

Antipoden im Kalten Krieg

Title: Konrad Adenauer und Walter Ulbricht

Term Paper , 2006 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Björn Lindemann (Author)

Politics - History of Political Systems
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Summary Excerpt Details

Konrad Adenauer und Walter Ulbricht stellen zwei Antipoden zur Zeit des Kalten Krieges dar, welche die Politik im jeweiligen Teil Deutschlands wesentlich bestimmten. Während Adenauer die Bundesrepublik Deutschland in die westliche Gemeinschaft der Demokratien führte, folgte Ulbricht in der DDR dem kommunistischen Kurs der Sowjetunion.
Doch gab es eine Möglichkeit der Verständigung zwischen West- und Ostdeutschland bzw. zwischen Konrad Adenauer und Walter Ulbricht? Waren beide nur ein Opfer des Ost-West-Konflikts oder machten ihre persönlichen Gegensätze eine Annäherung unmöglich?
Ziel dieser Arbeit ist es, diese Fragen aufzugreifen und sie auf der Grundlage eines Vergleichs der beiden Staatsmänner zu beantworten.
Zunächst werden die Persönlichkeiten Konrad Adenauers und Walter Ulbrichts dargestellt. Dabei stehen ihre Biografien sowie ihre jeweiligen Eigenschaften im Mittelpunkt. Danach befasst sich diese Arbeit mit einem Vergleich der politischen und ideologischen Überzeugungen beider Personen. Es werden nicht nur ihre politischen Werte, sondern auch ihre politischen Handlungen beleuchtet. Auf dieser Grundlage beschäftigt sich der dritte Teil mit der Frage nach der Möglichkeit einer Annäherung der beiden deutschen Staaten auf dem Hintergrund der Gegensätze Adenauers und Ulbrichts und beantwortet diese am Beispiel der Deutschen Frage.
Aufgrund der großen Masse an Literatur zu den Personen Konrad Adenauer und Walter Ulbricht ist es nicht möglich, alle Werke zu berücksichtigen. Diese Arbeit orientiert sich in erster Linie an den Standartwerken zu den beiden Staatsmännern. Dazu zählen vor allem die Biographien von Hans-Peter Schwarz: „Adenauer. Der Aufstieg 1876-1952“ und „Adenauer. Der Staatsmann 1952-1967“ sowie von Mario Frank: „Walter Ulbricht. Eine deutsche Biographie“ .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Vergleich der Persönlichkeiten Adenauers und Ulbrichts

1.1 Herkunft und Soziale Grundlagen

1.2 Charaktereigenschaften

1.3 Gegenseitiges Verhältnis

2. Vergleich der Politiker Adenauer und Ulbricht

2.1 Welt- und Menschenbild als Grundlage politischen Handelns

2.2 Politische Tätigkeit

3. Möglichkeiten einer Annäherung beider deutschen Staaten

3.1 Die Abhängigkeit von den Besatzungsmächten

3.2 Die Deutsche Frage aus der Sicht Adenauers und Ulbrichts

Adenauer und Ulbricht – Antipoden im Kalten Krieg (Schlussbetrachtung)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob eine politische Verständigung zwischen Konrad Adenauer und Walter Ulbricht während des Kalten Krieges möglich war oder ob ihre fundamentalen persönlichen und ideologischen Gegensätze eine Annäherung unumgänglich verhinderten.

  • Biografischer Vergleich der sozialen Herkunft und Charaktereigenschaften von Adenauer und Ulbricht.
  • Analyse der gegensätzlichen Welt- und Menschenbilder sowie politischer Ideologien.
  • Untersuchung des Handlungsspielraums beider Politiker im Kontext der internationalen Machtblöcke.
  • Beurteilung der Deutschlandpolitik und der Erfolgsaussichten für eine Wiedervereinigung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Kontroversen zur sogenannten Stalin-Note.

Auszug aus dem Buch

1.2 Charaktereigenschaften

Konrad Adenauer und Walter Ulbricht weisen eine Reihe von ähnlichen Charaktereigenschaften auf, die ihnen zu dem politischen Aufstieg verhalfen. Zu den Tugenden, die beide durch ihre Elternhäuser vermittelt bekamen, gehörten in erster Linie Fleiß, Disziplin, Genauigkeit und Selbstbeherrschung.

Konrad Adenauers Antriebskräfte waren ein stark ausgeprägter Ehrgeiz und Wille zur Macht, dazu kam ein großes Maß an Leistungsbereitschaft. Er wird bereits seit seinen Jugendjahren als zuverlässig, genau und strebsam beschrieben und besaß einen „großzügigen Gestaltungswillen, Phantasie, politischen Instinkt, Machtbewußtsein, Unabhängigkeit und Stolz.“ Diese politischen Fähigkeiten blieben allerdings für lange Zeit verborgen und traten erst im Laufe seiner politischen Laufbahn in Erscheinung. Adenauers politische Fähigkeiten schienen sich besonders in schwierigen Situationen voll zu entfalten. Weiterhin besaß Adenauer ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, das auf seiner christlichen Grundeinstellung sowie auf seinem Pflichtbewusstsein basierte. Er hatte den Wunsch, dass „später einmal, wenn die Menschen über den Nebel und Staub dieser Zeit hinwegsehen, von mir gesagt werden kann, dass ich meine Pflicht getan habe.“

Ordnung spielte im Leben von Adenauer eine große Rolle, die sich zum Beispiel in seinem streng geregelten Tagesablauf widerspiegelte. Bereits in seiner Jugend wurden „Leidenschaften (…) unterdrückt oder waren nicht vorhanden, weder körperliche, geistige noch seelische.“ Seiner Gesundheit noch im hohen Alter verdankte Adenauer seine Vitalität und sein großes Stehvermögen. Selbst nach Verhandlungen bis tief in die Nacht hinein stand er morgens als erster wieder auf.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt Adenauer und Ulbricht als Antipoden des Kalten Krieges vor und definiert das Ziel, ihre politische Annäherungsfähigkeit auf Basis ihrer Persönlichkeiten und Handlungen zu prüfen.

1. Vergleich der Persönlichkeiten Adenauers und Ulbrichts: Dieses Kapitel arbeitet die soziale Herkunft, die Charaktereigenschaften sowie das faktisch nicht existierende persönliche Verhältnis der beiden Kontrahenten heraus.

2. Vergleich der Politiker Adenauer und Ulbricht: Hier werden das grundverschiedene Welt- und Menschenbild sowie die politische Tätigkeit beider Staatsmänner im Hinblick auf ihre Machtausübung und Zielsetzungen verglichen.

3. Möglichkeiten einer Annäherung beider deutschen Staaten: Dieser Teil beleuchtet die externe Abhängigkeit von Besatzungsmächten und die deutschlandpolitischen Positionen beider Staaten zur Deutschen Frage.

Adenauer und Ulbricht – Antipoden im Kalten Krieg (Schlussbetrachtung): Die Schlussbetrachtung bestätigt, dass aufgrund unvereinbarer Prioritäten und starrer ideologischer Grundhaltungen eine Annäherung ausgeschlossen war.

Schlüsselwörter

Konrad Adenauer, Walter Ulbricht, Kalter Krieg, Deutschlandpolitik, Wiedervereinigung, Westbindung, Sozialismus, DDR, Bundesrepublik, Besatzungsmächte, Systemkonflikt, Stalin-Note, Hallstein-Doktrin, politische Führung, Antipoden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Person und Politik von Konrad Adenauer und Walter Ulbricht, um zu klären, inwieweit eine Annäherung der beiden deutschen Staaten während des Kalten Krieges möglich war.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die biographischen Grundlagen, die ideologischen Weltbilder, die politische Tätigkeit sowie die Rahmenbedingungen der Besatzungsmächte für die Deutschlandpolitik ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Ausbleiben einer Annäherung auf die persönlichen Gegensätze der Staatsmänner oder auf die Zwangslage des Ost-West-Konflikts zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse auf Grundlage von historischer Fachliteratur und Primärquellen, wie Reden und Dokumenten der Ära.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Persönlichkeitsvergleich, den Vergleich der politischen Zielsetzungen und die Untersuchung der Möglichkeiten einer innerdeutschen Annäherung im Kontext der globalen Machtverteilung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den Hauptpersonen sind Begriffe wie Systemkonflikt, Westbindung, Wiedervereinigung, Souveränität und die sogenannte Magnettheorie zentral.

Wie bewertet der Autor die Stalin-Note von 1952?

Die Arbeit stellt die wissenschaftlichen Kontroversen dar, ob die Note ein ernsthaftes Angebot Stalins oder lediglich ein propagandistisches Mittel zur Destabilisierung der Adenauer-Politik darstellte.

Welche Rolle spielt die "Magnettheorie" in den Überlegungen der beiden Politiker?

Beide Staatsmänner waren überzeugt, dass ihr jeweiliges System (Demokratie vs. Sozialismus) eine solche Anziehungskraft auf den anderen Teil Deutschlands ausüben würde, dass eine Vereinigung zu ihren Bedingungen die logische Konsequenz sei.

Wie charakterisiert der Autor das persönliche Verhältnis der beiden Staatsmänner?

Das Verhältnis wird als kaum existent beschrieben, wobei gegenseitige Nichtbeachtung und tiefe politische Abneigung die Interaktion dominierten, was an eine "deutsche Version von Don Camillo und Peppone" erinnert.

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Details

Title
Konrad Adenauer und Walter Ulbricht
Subtitle
Antipoden im Kalten Krieg
College
University of Bonn
Course
Hauptseminar: Geist und Macht im Kalten Krieg im geteilten Deutschland
Grade
1,0
Author
Björn Lindemann (Author)
Publication Year
2006
Pages
31
Catalog Number
V77646
ISBN (eBook)
9783638820714
ISBN (Book)
9783638820950
Language
German
Tags
Konrad Adenauer Walter Ulbricht Hauptseminar Geist Macht Kalten Krieg Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Lindemann (Author), 2006, Konrad Adenauer und Walter Ulbricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77646
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