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Die Auswirkungen von Chruschtschows Reformen auf das politische System der UdSSR

Title: Die Auswirkungen von Chruschtschows Reformen auf das politische System der UdSSR

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marcus Matthias Keupp (Author)

Politics - Region: Russia
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Die Arbeit untersucht systematisch die nationalen und internationalen Wirkungen der Reformpolitik Chruschtschows und grenzt sie historisch zum stalinschen und gorbatschowschen System ab.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung: Erkenntnisinteresse und These

1. Stand der Forschung

1.1 Quellen

1.2 Literatur

2. Überprüfung der These anhand der Elemente des sowjetischen politischen Systems

2.1 Zum Verständnis des Begriffs „politisches System“ im Rahmen dieser Arbeit

2.2 Partei

2.2.1 Neues Selbstverständnis der Partei?

2.2.2 Reorganisation der Parteistrukturen

2.2.3 Neue ideologische Doktrinen

2.2.4 Ende des Terrors?

2.3 Staat

2.3.1 Zur Abgrenzung der Begriffe Partei und Staat

2.3.2 Wirtschaftspolitik und wirtschaftliche Reformen

2.3.2.1 Reformen in Landwirtschaft und Industrie

2.3.2.2 Kommunismus bis 1980?

2.3.3 Außenpolitik

2.3.3.1 Sputnik-Schock und „friedliche Koexistenz“

2.3.3.2 Die Krisen: Ungarn, Berlin, Kuba

2.3.4 Staatsbürokratie

2.3.5 Sozialistische Gesetzlichkeit?

2.4 Gesellschaftliche Organisationen und Militär

3. Fazit

3.1 Ablehnung der These

3.2 Gab es Alternativen zu Chruschtschows Kurs?

3.3 Ausblick: Gibt es eine Parallele Chruschtschow - Gorbatschow?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit die Reformen unter Nikita Chruschtschow das stalinistische politische System der UdSSR tatsächlich transformieren konnten. Die zentrale These, dass eine Entstalinisierung aufgrund der Bewahrung der Systemstrukturen nicht stattgefunden habe, wird kritisch anhand konstitutiver Merkmale wie Partei, Staat, Gesellschaft und Militär überprüft.

  • Analyse der Transformation des Machtanspruchs der KPdSU nach 1953
  • Untersuchung von Wirtschaftsreformen und deren Scheitern an bürokratischen Widerständen
  • Bewertung der Außenpolitik im Spannungsfeld von "friedlicher Koexistenz" und Hegemonialanspruch
  • Evaluation des Abbaus des stalinistischen Terrors bei gleichzeitigem Erhalt des Überwachungsstaates
  • Diskussion über potenzielle Alternativen zu Chruschtschows Reformweg

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Neues Selbstverständnis der Partei?

Das Grundproblem war also, „wie man Stalins Politik ohne eine Neubewertung Stalins aufgeben konnte. Alle diese Männer waren doch durch ihre Loyalität zu Stalin an die Macht gekommen. Wie konnten sie Stalin angreifen, ohne ihre eigene Legitimation in Fragen zu stellen? Das Präsidium erkannte die Notwendigkeit des Wandels an, hatte aber Angst, zu schnell vorzugehen, aus Furcht, Reformen, die in einer Krisenatmosphäre angenommen würden, könnten einen Schneeballeffekt bewirken, infolge der Erwartungen der Massen außer Kontrolle geraten und so eine Krise von noch größeren Ausmaßen auslösen.“13

Stalin selbst konnte nur zur Macht gelangen und diese über dreißig Jahre lang innehaben, weil er systematisch die alte Führung der Bolschewiki vernichtete. Aus den „großen Säuberungen“ der Parteielite in den dreißiger Jahre geht Stalin als einziger Überlebender hervor. In seinem Schatten stiegen Männer wie Chruschtschow, Molotow und Malenkow zur Macht auf. Wie sähe es aus, wenn sie dies kritisierten?

Deswegen mußte Chruschtschow in seiner „Geheimrede“ zwar Kritik an der Person Stalins und an seinem Führungsstil üben (Chruschtschow benutzte hierfür den Begriff „Personenkult“), ohne jedoch die führende Rolle der Partei anzutasten: „Der Monarch mußte diskreditiert werden, ohne aber die Erbfolge zu diskreditieren.“14

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Erkenntnisinteresse und These: Einführung in den historischen Kontext nach Stalins Tod und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Reformierbarkeit des stalinistischen Systems.

1. Stand der Forschung: Kritische Auseinandersetzung mit der vorhandenen westlichen Literatur und den primären Quellen für die Analyse der Reformära.

2. Überprüfung der These anhand der Elemente des sowjetischen politischen Systems: Detaillierte Untersuchung der Hauptkomponenten Partei, Staat, Gesellschaft und Militär hinsichtlich ihres Wandels unter Chruschtschow.

3. Fazit: Synthese der Ergebnisse, Ablehnung der ursprünglichen Arbeitsthese und Ausblick auf historische Analogien sowie Alternativoptionen des Reformwegs.

Schlüsselwörter

Chruschtschow, UdSSR, Sowjetunion, Entstalinisierung, Politische Reformen, KPdSU, Stalinismus, Parteiherrschaft, Geheimrede, Sozialistische Gesetzlichkeit, Außenpolitik, Machtmonopol, Bürokratie, Transformation, Reform von oben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Regierungszeit Chruschtschows und bewertet, inwieweit seine Reformbemühungen eine grundlegende Entstalinisierung des politischen Systems der Sowjetunion bewirkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der internen Parteistruktur, den staatlichen Wirtschaftsreformen, der außenpolitischen Doktrin der "friedlichen Koexistenz" sowie dem Abbau des staatlichen Terrors.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die These zu widerlegen oder zu bestätigen, dass Chruschtschows Reformen lediglich oberflächlich blieben und das stalinistische Machtgerüst im Kern unangetastet ließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative Analyse der konstitutiven Merkmale des sowjetischen politischen Systems durch, basierend auf einer Auswertung westlicher Fachliteratur und der historischen Quelle der "Geheimrede".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Partei als Avantgarde, die wirtschaftliche Verwaltung, die Außenpolitik im Kontext der Systemkonkurrenz und die Neugestaltung des Justiz- und Überwachungswesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Chruschtschow, Entstalinisierung, KPdSU, Systemtransformation und politische Reformen in der UdSSR.

Wie bewertet der Autor den Übergang vom "harten" zum "weichen" Terror?

Der Autor stellt fest, dass der harte stalinistische Terror zwar beendet wurde, aber durch die Etablierung des KGB und stetige Überwachung des Volkes ein "weicher" Überwachungsstaat fortbestand.

Gibt es eine logische Parallele zwischen Chruschtschow und Gorbatschow?

Der Autor verneint eine direkte Parallele oder logische Folge. Obwohl die Ausgangslagen Ähnlichkeiten aufwiesen, waren die historischen, sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen der 1960er Jahre grundlegend anders als in der Ära Gorbatschows.

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Details

Title
Die Auswirkungen von Chruschtschows Reformen auf das politische System der UdSSR
College
University of Mannheim  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Marcus Matthias Keupp (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V7766
ISBN (eBook)
9783638149150
ISBN (Book)
9783638679503
Language
German
Tags
Chruschtschow Reform UdSSR Sowjetunion politisches System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Matthias Keupp (Author), 2002, Die Auswirkungen von Chruschtschows Reformen auf das politische System der UdSSR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7766
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