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Der Gattungswechsel von William Shakespears "The Taming of the Shrew" zu Otto Ludwigs Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel"

Title: Der Gattungswechsel von William Shakespears "The Taming of the Shrew" zu Otto Ludwigs Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel"

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Patricia Laukó (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Hauptseminararbeit beschäftigt sich mit dem Gattungswechsel von der Motivvorlage „The taming of the shrew“ von William Shakespeare zu „Die Heiteretei und ihr Widerspiel“ von Otto Ludwig. Sie ist im Rahmen des Hauptseminars „Realistisches Erzählen“ entstanden und beschäftigt sich mit den Motiven aus dem Werk William Shakespeares in dem Roman „Die Heiteretei und ihr Widerspiel“ von Ludwig.


Um die Aufgabenstellung erfüllen zu können, ist es zunächst notwendig, das Verhältnis Otto Ludwigs zu William Shakespeare zu umreißen. Das nötige Material hierzu liefern vor allem Ludwigs Shakespeare –Studien, welche in verschiedenen Werken unterschiedlicher Autoren betrachtet und bewertet wurden sind. Dann müssen die dramatische Form und die epische Form im Einzelnen betrachtet werden. Auch hierbei wird besonders aus der ludwigschen Sicht, welche aus dessen Studien deutlich wird, argumentiert. Außerdem werden hier die Entwicklungen und Ergebnisse Ludwigs an den einzelnen Werken gezeigt.Diese Einzelbetrachtungen sollen dann im letzten Teil der Arbeit die Zusammenhänge zwischen den Motiven des dramatischen Werkes Shakespeares und der Erzählung von Otto Ludwig aufzeigen und die Umsetzung aus der einen Gattung in die andere im speziellen Fall untersuchen.


Der Problematik des Gattungswechsels muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die dramatische Form und die epische Form unterschiedliche Anforderungen an den Dichter, den Text und den Leser stellen. Diese verschiedenen Gattungsmerkmale und ihre Ansprüche aus der Sicht von Otto Ludwig hat Albert Meyer in seiner Abhandlung, „Die ästhetischen Anschauungen Otto Ludwigs“, zur Erlangung der Doktorwürde behandelt. Neben einigen anderen Arbeiten bildet diese Untersuchung die theoretische Grundlage der Einzelbetrachtungen von Drama und Roman.
Um die vorliegende Arbeit abzuschließen, wird am Ende der Versuch einer Ergebnisauswertung mit einem Fazit stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Otto Ludwig und William Shakespeare

2. Roman und Drama

2.1. Die dramatische Form

2.2. Die epische Form

3. Von der dramatischen Vorlage zur eigentlichen Erzählung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Gattungswechsel von William Shakespeares Komödie "The Taming of the Shrew" hin zu Otto Ludwigs Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel". Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Motive der dramatischen Vorlage unter Berücksichtigung der gattungsspezifischen Merkmale des poetischen Realismus in die epische Erzählform transformiert wurden.

  • Verhältnis Otto Ludwigs zu William Shakespeare
  • Gattungsspezifische Unterschiede zwischen Roman und Drama
  • Theoretische Grundlagen des poetischen Realismus nach Otto Ludwig
  • Analyse der Motivübertragung und Handlungsstruktur
  • Rolle der Dorfgemeinschaft als Spiegelbild gesellschaftlicher Prozesse

Auszug aus dem Buch

Die dramatische Form

Die folgenden Grundsätze sind Bedingungen dieser poetischen Gattung: 1. Der dramatische Dichter muss die Gesamtheit der menschlichen Kräfte in ein lebendiges Spiel versetzen. 2. Die wesentlichen Faktoren des Dramas sind Dichter, Schauspieler und Publikum. 3. Der dramatische Dichter hat zweierlei darzustellen: Existenz und Bewegung.14

Im Folgenden wird sich herausstellen, dass diese Prinzipien auch in der Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ erfüllt sind.

Zunächst fordert Ludwig von der dramatischen Form, dass sie die ursprüngliche Ganzheit des Menschen wieder herstellen muss. Er konzipiert eine Totalität des Menschen, die sich aus seinen sinnlich-geistigen Vermögen, wie die Sinne, die Phantasie, den Verstand und die Vernunft zusammensetzt. Daraus folgend stellt er die Forderung an das Theater, „allen etwas zu bringen“. Dies lässt sich erfüllen, wenn alle ohne Unterschied etwas gemeinsam haben. Nach Ludwig soll jenes Gemeinsame die psychologische Beschaffenheit der menschlichen Natur sein. Die Aufgabe des Theaters ist es nun die menschlichen Kräfte zu aktivieren.15

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, den Gattungswechsel von der Shakespeare-Komödie zum Ludwig-Roman zu untersuchen und dabei die theoretischen Grundlagen des poetischen Realismus einzubeziehen.

1. Otto Ludwig und William Shakespeare: Dieses Kapitel zeichnet das Verhältnis des Autors zu seinem künstlerischen Vorbild Shakespeare nach und beleuchtet die Bedeutung der Shakespeare-Studien für Ludwigs dramaturgische Selbsterziehung.

2. Roman und Drama: Hier werden die theoretischen Unterscheidungen zwischen der dramatischen und der epischen Form hinsichtlich ihrer Anforderungen an den Dichter, den Stoff und die psychologische Realität systematisiert.

2.1. Die dramatische Form: Der Abschnitt konzentriert sich auf die spezifischen Prinzipien des Dramas, wie die Einheit von Existenz und Bewegung, und deren Anwendung auf Shakespeares Vorlage.

2.2. Die epische Form: Dieser Teil widmet sich den Bedingungen des Romans, insbesondere der Rolle der Außenwelt und der Begebenheit, dargestellt am Beispiel von "Die Heiteretei und ihr Widerspiel".

3. Von der dramatischen Vorlage zur eigentlichen Erzählung: Das Kapitel vergleicht die Gattungen direkt und analysiert die konkrete Umsetzung der Motive aus dem Drama in den Erzählstil des Romans.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Literaturkritik zu Otto Ludwig und einer Bewertung des Gattungswechsels als gelungene Übertragung unter realistischen Vorzeichen.

Schlüsselwörter

Gattungswechsel, Otto Ludwig, William Shakespeare, The Taming of the Shrew, Die Heiteretei und ihr Widerspiel, poetischer Realismus, Drama, Roman, Motivübertragung, Literaturwissenschaft, Dramaturgie, Erzählform, Charakterdrama, Schuld und Sühne, Figurenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der literarischen Transformation von Shakespeares "The Taming of the Shrew" in den Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel" von Otto Ludwig.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das theoretische Verhältnis Ludwigs zu Shakespeare, die gattungstheoretische Differenzierung zwischen Drama und Roman sowie die praktische Umsetzung dieser Theorien im poetischen Realismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den "Gattungswechsel" nachzuvollziehen und zu analysieren, wie Motive der dramatischen Vorlage in die epische Form des Romans überführt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine vergleichende Analyse auf Basis von Ludwigs theoretischen Schriften, insbesondere seiner Shakespeare-Studien, sowie eine textnahe Untersuchung der beiden Primärwerke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Gattungsmerkmale von Drama und Roman sowie die anschließende Analyse der Motivintegration und der Handlungsstruktur des Romans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gattungswechsel, poetischer Realismus, Motivübertragung, Charakterdrama und die spezifische Ästhetik Otto Ludwigs.

Wie bewertet der Autor den Gattungswechsel?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Umsetzung der Motive aus der dramatischen Form in die epische Form unter Berücksichtigung der gattungsspezifischen Bedingungen als gelungen zu bezeichnen ist.

Welche Rolle spielt die Dorfgemeinschaft im Roman?

Die Dorfgemeinschaft fungiert als Allegorie für die bürgerliche Gesellschaft, die stereotyp und mit Fehlern gezeichnet ist, und treibt als "handelnde Person" die Konflikte der Protagonisten voran.

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Details

Title
Der Gattungswechsel von William Shakespears "The Taming of the Shrew" zu Otto Ludwigs Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaften)
Course
realistisches Erzählen
Grade
2,3
Author
Patricia Laukó (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V77799
ISBN (eBook)
9783638823296
ISBN (Book)
9783638824873
Language
German
Tags
Gattungswechsel William Shakespears Taming Shrew Otto Ludwigs Roman Heiteretei Widerspiel Erzählen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Laukó (Author), 2006, Der Gattungswechsel von William Shakespears "The Taming of the Shrew" zu Otto Ludwigs Roman "Die Heiteretei und ihr Widerspiel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77799
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