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Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie

Title: Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie

Seminar Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Berwanger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der vorliegenden Seminararbeit wird der Frühparlamentarismus in England unter den frühen Stuart-Herrschern behandelt. Ziel ist es, Entwicklungslinien im englischen Parlamentarismus des 17. Jahrhunderts aufzuzeigen, um zu erläutern, wie eine erste vorübergehende Konsolidierung des Parlaments als feste Institution stattgefunden hatte.
Bei der Analyse dieses dynamischen Epochenabschnitts stellt sich im Besonderen die Frage: „Was machten die ersten beiden Stuart-Herrscher so anders als die vorherigen englischen Monarchen, dass eine Eskalation zwischen parlamentarischer und monarchischer Seite nur noch in einem Bürgerkrieg ihren Ausgang finden konnte?“ Der Abstieg der Monarchie begann mit der Thronbesteigung James I. und gipfelte in der Abschaffung der Monarchie durch die Hinrichtung Charles’ I. 1649. Aus diesem Grund wird zu Beginn der Arbeit ein Blick auf das Verhältnis von König und Parlament unter Charles unmittelbaren Vorgängern Elizabeth I., als letzter Herrscherin der Tudor-Dynastie, und James I., als erstem Herrscher der Stuart Dynastie, geworfen, um zu zeigen, was für Unterschiede es zwischen tudorscher und stuartscher Politik gab, und was Charles anders als sein Vater machte, der es verstand, einen offenen Konflikt mit dem Parlament zu vermeiden, doch die beginnenden Probleme nicht zu regeln vermochte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der dynastische Wechsel: wachsende Probleme unter James I.

2.1 Misstrauen gegenüber der neuen Regierung

2.2 Purveyance und Impositions: Debatte um die königliche Prärogative

2.3 Prestigeverlust der Krone durch die Außenpolitik James’

3. Kulmination der Probleme unter Charles I.

3.1 Kritik am Hof und an der Günstlingswirtschaft: das Impeachment gegen den Duke of Buckingham

3.2 Forced Loan

3.3 Petition of Rights

3.4 Tonnage und Pounding und Beginn der Personal Rule

4. Eskalation der Probleme ab 1640

4.1 Die Schottland-Krise

4.2 Act against dissolving the Long Parliament without its consent

4.3 Antipapismus und Army Plot

5. Ausblick: The Cromwellian Protectorate

5.1 Änderungen für das Parlament?

6. Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Frühparlamentarismus in England unter den ersten beiden Stuart-Herrschern, James I. und Charles I., mit dem Ziel, die Entwicklungslinien aufzuzeigen, die zur Eskalation und schließlich zum Bürgerkrieg führten. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie der Gegensatz zwischen dem königlichen Selbstverständnis und dem wachsenden parlamentarischen Anspruch auf Mitsprache und Rechte die institutionelle Konsolidierung des Parlaments beeinflusste.

  • Die Auswirkungen der königlichen Prärogative und des Gottesgnadentums auf das Verhältnis zum Parlament.
  • Die Bedeutung von Günstlingswirtschaft und politischer Isolation unter Charles I. als Konfliktbeschleuniger.
  • Die Rolle der Finanzpolitik (Forced Loan, Tonnage und Pounding) im Spannungsfeld zwischen Krone und Parlament.
  • Der Einfluss der "Überglorifizierung" Elizabeths I. auf die Wahrnehmung der Stuarts durch die Bevölkerung und das Parlament.
  • Die Bedeutung der Schottland-Krise als Auslöser für die parlamentarische Gegenbewegung (Triennial Act).

Auszug aus dem Buch

3.1 Kritik am Hof und an der Günstlingswirtschaft: das Impeachment gegen den Duke of Buckingham

Eins der größeren Probleme, mit denen sich Charles zu Beginn seiner Herrschaft konfrontiert sah, war das Wiederaufleben des Impeachment. Bereits unter seinem Vater James kam es zu Anklagen gegen führende Minister. Bei einem Impeachment-Verfahren übernahm das Unterhaus die Rolle des Anklägers, während das Oberhaus als Richter fungierte. Die Impeachments unter James waren die ersten seit Mitte des 15. Jahrhunderts. Wurden diese noch häufig gegen Monopolisten verwendet, gerieten im Laufe von Charles’ Regentschaft seine engsten Vertrauten und Berater in die Kritik des Parlaments. Charles’ öffentliche und politische Bevorzugung einzelner Individuen bei Hof störte das Gleichgewicht in der führenden politischen Elite.

„Der Erfolg des Hofsystems hing von der Aufrechterhaltung eines delikaten und äußerst komplizierten politischen Gleichgewichts ab, aufgrund dessen keiner Gruppe erlaubt wurde, einen Griff nach dem Mechanismus der Bestimmung der Politik und der Verteilung der Lehen zu unternehmen, und in dem Gunstbeweise genügend breit verteilt wurden, um die Mehrheit der einflussreichen Bittsteller zufriedenzustellen, aber gleichzeitig auch nicht so verschwenderisch ausfielen, dass sie die Empörung der Steuerzahler hätten hervorrufen können.“ Dies war das Problem Charles’. Seine Bevorzugung des Dukes of Buckingham brachte das Parlament gegen ihn auf. Unter Elizabeth gab es keine Favoriten der Königin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Frühparlamentarismus unter den Stuarts ein und skizziert das Ziel, die Entwicklung zum Bürgerkrieg durch den Vergleich mit der Tudor-Zeit zu analysieren.

2. Der dynastische Wechsel: wachsende Probleme unter James I.: Dieses Kapitel behandelt das wachsende Misstrauen gegenüber James I. aufgrund seiner schottischen Herkunft, seiner Religionspolitik und der Debatten um die königliche Prärogative.

3. Kulmination der Probleme unter Charles I.: Hier werden die Konfliktpunkte unter Charles I., insbesondere die Günstlingswirtschaft (Buckingham), Zwangsanleihen (Forced Loan) und die Petition of Rights, detailliert beleuchtet.

4. Eskalation der Probleme ab 1640: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenbruch der königlichen Kontrolle durch die Schottland-Krise und die resultierende institutionelle Stärkung des Parlaments (Triennial Act).

5. Ausblick: The Cromwellian Protectorate: Der Ausblick erörtert die Rolle des Parlaments während der Zeit Cromwells und die Schwierigkeit, ohne die traditionelle monarchische Legitimation zu regieren.

6. Bilanz: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass die Probleme der Stuarts vor allem in der überhöhten Glorifizierung Elizabeths I. sowie in unvereinbaren Auffassungen über königliche Rechte und parlamentarische Mitsprache lagen.

Schlüsselwörter

Frühparlamentarismus, Stuart-Dynastie, Charles I., James I., königliche Prärogative, Petition of Rights, Bürgerkrieg, Günstlingswirtschaft, Impeachment, Schottland-Krise, Triennial Act, Steuerbewilligungsrecht, Parlament, Souveränität, Legitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht den politischen und institutionellen Wandel in England im 17. Jahrhundert, speziell das angespannte Verhältnis zwischen der Stuart-Monarchie und dem Parlament, das letztlich in den englischen Bürgerkrieg mündete.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Konflikte um die königliche Prärogative, die Finanzierung der Krone, die Günstlingswirtschaft am Hof sowie der Einfluss religiöser und außenpolitischer Spannungen auf die politische Stabilität Englands.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklungslinien aufzuzeigen, die zur ersten Konsolidierung des Parlaments als fester Institution führten, und zu erklären, warum es unter den ersten beiden Stuart-Königen zu einer unüberbrückbaren Eskalation kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Quellen, parlamentarischer Dokumente und der gängigen Forschungsliteratur zur Geschichte Englands im 17. Jahrhundert basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem dynastischen Übergang von den Tudors zu den Stuarts, dem Wiederaufleben des Impeachment-Verfahrens, den rechtlichen Auseinandersetzungen um Zwangsanleihen und den einschneidenden Ereignissen ab 1640, insbesondere der Schottland-Krise.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frühparlamentarismus, königliche Prärogative, Sicherheitsradikalismus, Petition of Rights und den Wandel zur konstitutionellen Monarchie definieren.

Welche Rolle spielte die "Überglorifizierung" Elizabeths I. für die Stuarts?

Die Autorin argumentiert, dass die hohe Identifikation der Bevölkerung mit Elizabeth I. und ihrem protestantischen Nationalismus eine enorme Hürde für die Nachfolger aus dem Haus Stuart darstellte, da diese an diesem idealisierten Maßstab gemessen wurden und ihm nicht gerecht werden konnten.

Warum wird die Petition of Rights als so bedeutsam für das Parlament angesehen?

Obwohl sie rechtlich zunächst keine neuen Gesetze schuf, war die Petition eine wichtige Festschreibung verfassungsrechtlicher Grundsätze, die das Parlament nutzte, um seine Position gegenüber der Krone zu konsolidieren und die königliche Herrschaft erstmals an feste Rechtsgrundlagen zu binden.

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Details

Title
Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie
College
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Course
Seminar
Grade
1,3
Author
Christian Berwanger (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V77804
ISBN (eBook)
9783638827911
ISBN (Book)
9783638831710
Language
German
Tags
Frühparlamentarismus England Stuart-Dynastie Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Berwanger (Author), 2006, Der Frühparlamentarismus in England unter der Stuart-Dynastie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77804
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