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Neue Männlichkeit in Vaterschaft und Beruf?

Transformationspotenziale männlicher Selbstverständnisse - Beispiel des Spannungsverhältnisses von Beruf und Familie

Title: Neue Männlichkeit in Vaterschaft und Beruf?

Term Paper , 2006 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Fischer (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen steigt das mediale Interesse an den Ursachen der Kinderzurückhaltung der Deutschen. Die jüngsten familienpolitischen Reformbemühungen stellen unter anderem auf eine stärkere Einbindung der Väter in die Familienarbeit ab. Damit rücken nun auch verstärkt Männer in den Fokus der Familien- und Geschlechterforschung.

Die Hausarbeit geht der Frage nach, wie sich das Verhältnis von Beruf und Familie für Männer heute gestaltet - insbesondere im Kontrast zu traditionellen Männlichkeitsbildern. Was begünstigt, was blockiert die Entstehung so genannter "neuer Männlichkeit"?

Auf der Suche nach Antworten werden neben den großen repräsentativen Männerbefragungen der letzten drei Jahrzehnte auch theoretische Konzepte wie das der "hegemonialen Männlichkeit" (Connell) befragt. Als äußerst aufschlussreich erweist sich darüber hinaus die vergleichende Analyse männlicher Einstellungen und tatsächlich praktizierter Verhaltensweisen, die in dieser Arbeit am Indikator Zeitaufwendung für Familien- und Hausarbeit operationalisiert wurden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklungsdynamik männlicher Selbstverständnisse

2.1 Klassische repräsentative Studien zu männlichen Selbstverständnissen

2.1.1 Selbsteinschätzungen zu Arbeit und Beruf

2.1.2 Selbsteinschätzungen zu Familie und Partnerschaft

2.1.3 Selbsteinschätzungen zu Erziehungs- und Hausarbeit

2.1.4 Methodologische Anmerkungen

2.2 Wie sehen sich Männer heute?

2.2.1 Männertypologie

2.2.2 Selbsteinschätzungen zu Arbeit und Beruf

2.2.3 Selbsteinschätzungen zu Familie und Partnerschaft

2.2.4 Selbsteinschätzungen zu Erziehungs- und Hausarbeit

2.2.5 Kritische Spiegelung: Wie sehen Frauen Männer?

2.3 Vergleichendes Zwischenfazit I: Männlichkeiten in Bewegung?

3 Vom Selbstverständnis zur Selbstverständlichkeit: Einstellung vs. Verhalten

3.1 Überprüfung am Indikator Zeitverwendung

3.2 Männliche Handlungsorientierungen: Beiträge qualitativer Studien

3.3 Vergleichendes Zwischenfazit II: Männlichkeit in Bewegung?

4 Veränderungsscheue Männlichkeit? Mögliche Erklärungsansätze

4.1 Das Verhältnis von Männlichkeiten zueinander: Hegemoniale Männlichkeit

4.2 Strukturelle Barrieren ‚neuer’ Vaterschaft

4.3 Reproduktion geschlechtlicher Rollenbilder in der Sozialisation

4.4 Wollen Frauen den neuen Mann?

5 Resümee: Mögliche Akzeleratoren und Blockaden ‚neuer’ Männlichkeit in Beruf und Familie

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, inwiefern sich männliche Selbstverständnisse im Hinblick auf Vaterschaft und Beruf im Verlauf der letzten Jahrzehnte gewandelt haben, welche Faktoren diesen Wandel beeinflussen oder blockieren und wie sich diese Einstellungen in der tatsächlichen Lebenspraxis widerspiegeln.

  • Analyse repräsentativer quantitativer Studien zu männlichen Selbstbildern
  • Vergleich von Einstellungsdaten mit empirischen Indikatoren der Zeitverwendung
  • Untersuchung kollektiver Handlungsorientierungen durch qualitative Studien
  • Kritische Diskussion soziologischer Konzepte wie der "hegemonialen Männlichkeit"
  • Reflexion struktureller Barrieren und geschlechtsspezifischer Rollenbilder

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Männertypologie

Volz und Zulehner nehmen die Zuordnung zu den von ihnen entwickelten Typen „im Sinne einer maximalen Kontrastierung“ (Pech 2002, S. 27) anhand einer bipolaren Skala vor. Auf der einen Seite der Skala finden sich als traditionell bezeichnete, auf der anderen Seite als modern deklarierte Merkmale. Zwischen diesen beiden Grundtypen (traditionelle vs. moderne Männer), die verkürzt als Befürworter einer Geschlechterhierarchie bzw. einer Geschlechterdemokratie bezeichnet werden können (vgl. ebd.), verorten die Autoren zwei weitere Typen, die keinem der beiden Extreme zuzuordnen sind. Der pragmatische Männertyp zeichnet sich dadurch aus, dass er sowohl einzelnen traditionellen als auch einzelnen modernen Merkmalen zustimmt, während diese für die beiden extremen Typen unvereinbar sind. Der letzte Typus des unbestimmten (früher auch: unsicheren) Mannes fühlt sich weder traditionellen Merkmalen verhaftet noch von modernen Merkmalen angezogen, so dass er sich in einer Art „Entwicklungsstandby“ (Zulehner 2004, S. 7) befindet. Es zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter der Anteil der traditionellen und pragmatischen Männer zu- und der der modernen Männer abnimmt. Die größte Gruppe stellt der unbestimmte Männertypus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Diskussion um Geschlechterrollen und Elternschaft ein und skizziert die Leitfragen der Arbeit hinsichtlich der Veränderung männlicher Selbstverständnisse.

2 Entwicklungsdynamik männlicher Selbstverständnisse: Dieses Kapitel rekonstruiert anhand von drei großen repräsentativen Studien den Wandel männlicher Selbstbeschreibungen in Bezug auf Beruf, Familie und Hausarbeit über drei Jahrzehnte.

3 Vom Selbstverständnis zur Selbstverständlichkeit: Einstellung vs. Verhalten: Hier wird untersucht, ob sich die in den Selbstaussagen gezeigten Einstellungen auch in der tatsächlichen Zeitverwendung und dem Alltagshandeln der Männer widerspiegeln.

4 Veränderungsscheue Männlichkeit? Mögliche Erklärungsansätze: Das Kapitel diskutiert soziologische Theorien zur Erklärung der Diskrepanz zwischen veränderten Werten und verhaltensstarreren Realitäten, insbesondere unter dem Aspekt hegemonialer Männlichkeit.

5 Resümee: Mögliche Akzeleratoren und Blockaden ‚neuer’ Männlichkeit in Beruf und Familie: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung der Chancen und Hemmnisse für eine neue Männlichkeit und Vaterschaft.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Vaterschaft, Berufsrolle, Familienarbeit, Zeitverwendung, Geschlechterrollen, Hegemoniale Männlichkeit, Vereinbarkeit, Sozialisation, Rollenbilder, Männertypologie, Erwerbstätigkeit, Geschlechterdemokratie, Strukturbarrieren, Geschlechtsidentität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel männlicher Selbstverständnisse hinsichtlich der Bereiche Vaterschaft und Beruf und prüft, ob sich dieser Wandel auch im tatsächlichen Handeln niederschlägt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der männlichen Geschlechtsrolle, die Arbeitsteilung in Familien, die Bedeutung von Erwerbsarbeit für Männer sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen und strukturelle Barrieren für neue Männlichkeitskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen geäußerten Einstellungen zur Gleichberechtigung und dem realen, oft eher traditionellen Verhalten von Männern im Familien- und Berufsalltag wissenschaftlich zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Sekundäranalyse repräsentativer quantitativer Männerstudien sowie auf qualitative Forschungsergebnisse und soziologische Theorien zur Konstruktion von Männlichkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Daten zur Zeitverwendung von Männern, diskutiert qualitative Beiträge zu Handlungsorientierungen und erörtert Theorien wie die der "hegemonialen Männlichkeit" als Erklärungsmodell für Veränderungsscheue.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männlichkeit, Vaterschaft, Vereinbarkeit, Hegemoniale Männlichkeit und Geschlechterrollen.

Was sind "neue Männer" laut der verwendeten Männertypologie?

Als "neue Männer" werden diejenigen bezeichnet, die sich für eine egalitäre Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit aussprechen und eine partnerschaftliche Lebensführung anstreben.

Welche Rolle spielen die Partnerinnen bei der Entwicklung einer neuen Männlichkeit?

Den Partnerinnen wird eine "Weichenstellerfunktion" zugeschrieben, da ihre Erwartungen an Männer oft widersprüchlich sind und die Akzeptanz einer veränderten Rollenaufteilung maßgeblich mitbestimmen.

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Details

Title
Neue Männlichkeit in Vaterschaft und Beruf?
Subtitle
Transformationspotenziale männlicher Selbstverständnisse - Beispiel des Spannungsverhältnisses von Beruf und Familie
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Kultur- und Erziehungswissenschaften)
Course
Bildung und Geschlecht
Grade
1,0
Author
Daniel Fischer (Author)
Publication Year
2006
Pages
44
Catalog Number
V77815
ISBN (eBook)
9783638829915
ISBN (Book)
9783638831888
Language
German
Tags
Neue Männlichkeit Vaterschaft Beruf Bildung Geschlecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Fischer (Author), 2006, Neue Männlichkeit in Vaterschaft und Beruf?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77815
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