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Ludwig Mies van der Rohe. Neue Nationalgalerie in Berlin

Title: Ludwig Mies van der Rohe. Neue Nationalgalerie in Berlin

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ulf Sthamer (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Ludwig Mies van der Rohe gilt als einer der namhaftesten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts und Wegbereiter der Modernen Architektur. Wahre Baukunst war für ihn nicht der Mode unterworfen, aber auch nicht gültig bis in alle Ewigkeit. Jedes Gebäude sollte den treibenden Kräften seiner Zeit geschuldet werden: der Massengesellschaft, der Wirtschaftsordnung und der Technologie. Kunst war für ihn nicht das willkürlich Neue, sondern das Ergebnis einer geordneten Struktur.
Konstruktion, Material, Transparenz und Ästhetik bildeten bei seinen Werken stets eine Einheit. Die gesamte architektonische Konstruktion basiert auf einem Rastersystem und dem Goldenen Schnitt. Edle Materialien wurden sorgsam ausgewählt und perfekt verarbeitet.
Dieses wohlüberlegte, nachvollziehbare Bauen und Mies’ Persönlichkeit weckten das Interesse vieler seiner Kollegen. Der große Einfluss, den Mies van der Rohe auf mehrere Architektengenerationen ausübte macht eine Beschäftigung mit seinen Gebäuden besonders interessant.
Obwohl seine Karriere in Deutschland begann, ist er vor allem in den USA bekannt geworden, wo er fünf Jahre nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten nach Chicago ins Exil ging. Durch den Bau der Neuen Nationalgalerie kommt er erstmals wieder in sein Heimatland zurück. Mit diesem Bauauftrag wird ihm nun die Anerkennung zuteil, die ihm durch die Machthaber zuvor verwehrt wurde. Die Nationalgalerie beherbergt zu dieser Zeit vor allem die Kunst des 19. Jahrhunderts, der sich Mies verbunden fühlte. Der Name „Neue Nationalgalerie“ unterstreicht sowohl den nationalen, als auch den zukunftsorientierten Anspruch dieses wichtigen öffentlichen Gebäudes. Er ist auch als politisches Signal an den Ostteil Berlins zu sehen, wo die „alte“ Nationalgalerie lag. Die Gründe seines Exils und die Motivation der Auftraggeber ihn nach Deutschland zu holen, beschreibe ich genauer im ersten Kapitel.
Die Nationalgalerie basiert auf der Konstruktion früherer Mies’scher Bauten. Abgesehen vom Einfluss von Friedrich Schinkel und der Antike, lässt sich das Gebäude auf einzelne, von Mies van der Rohe selber konstruierte, Entwürfe zurückführen. Die vier wichtigsten Vorgängerbauten werden in Kapitel zwei vorgestellt. Beeindruckend ist dabei die unglaubliche Stringenz, mit der der Architekt die grundlegenden Ideen zum Bau dieses Gebäudes entwickelt, welches einen End- und Höhepunkt seiner Karriere darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehungsgeschichte des Bauauftrags

3 Vorgängerbauten

3.1 Fifty by Fifty Feet House

3.2 Convention Hall Projekt

3.3 Bacardi Bürogebäude

3.4 Georg Schäfer Museum

4 Die Neue Nationalgalerie

4.1 Der Bauvorgang

4.2 Das Dach

4.3 Die Halle als Einraum

4.4 Die Stützen

4.5 Der Sockel

4.6 Das Untergeschoß

5 Städtebaulicher Kontext

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die architektonische Genese und Realisierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin durch Ludwig Mies van der Rohe. Sie analysiert, inwieweit das Gebäude auf früheren Entwürfen des Architekten basiert, welche konstruktiven Prinzipien bei der Entwicklung der stützenlosen Halle zum Einsatz kamen und wie sich das Bauwerk in den städtebaulichen Kontext des Kulturforums einfügt.

  • Entstehungsgeschichte und politischer Hintergrund des Bauauftrags
  • Analyse der wichtigsten Vorgängerbauten (Fifty by Fifty Feet House, Convention Hall, Bacardi Bürogebäude, Georg Schäfer Museum)
  • Detaillierte Untersuchung der konstruktiven Bauteile (Dach, Halle, Stützen, Sockel, Untergeschoss)
  • Bewertung des städtebaulichen Kontexts und der Integration in das Kulturforum Berlin

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Dach

Der dominierende Bauteil und wichtigste Bestandteil der ästhetischen Konzeption ist das Stahldach mit der darunter befindlichen gläsernen Ausstellungshalle.

Es hat die Form einer flachen, quadratischen Platte von 1,8 Metern Konstruktionsstärke. Der Trägerrost besteht aus geschweißten Stahlvollwandträgern im Abstand von 3,6 Metern in beiden Richtungen. Die Obergurte der Träger bilden eine durchgehende Platte. Um Ausbeulungen vorzubeugen ist sie nochmals durch Rippen ausgesteift. Die Dachplatte hat eine Länge und Breite von jeweils 64,8 Metern.

Andere Architekten, wie etwa Le Corbusier, begründeten die Verwendung eines Flachdachs durch mehr Möglichkeiten für eine weitere funktionelle Bebauung, zum Beispiel Dachgärten. Für Mies jedoch war ausschließlich der höhere ästhetische Wert des flachen Daches ausschlaggebend, um die Verwendung zu rechtfertigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt Ludwig Mies van der Rohe als Wegbereiter der Moderne vor und erläutert die Bedeutung der Neuen Nationalgalerie als sein deutsches Alterswerk.

2 Entstehungsgeschichte des Bauauftrags: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Auftragsvergabe und die politischen Motivationen hinter dem Bauvorhaben in Berlin.

3 Vorgängerbauten: Hier werden die konzeptionellen Vorläufer wie das Fifty by Fifty Feet House und das Bacardi-Bürogebäude analysiert, die den Entwurf der Galerie maßgeblich prägten.

4 Die Neue Nationalgalerie: Dieses Hauptkapitel gliedert sich in Analysen der wesentlichen architektonischen Elemente wie das Stahldach, die gläserne Halle und das Untergeschoss.

5 Städtebaulicher Kontext: Das abschließende Kapitel beleuchtet die kritische Auseinandersetzung mit der Einbettung der Nationalgalerie in das Berliner Kulturforum.

Schlüsselwörter

Ludwig Mies van der Rohe, Neue Nationalgalerie, Moderne Architektur, Stahldach, Einraum, Architekturgeschichte, Kulturforum Berlin, Konstruktion, Ästhetik, Bauhaus, Stahlbau, Hans Scharoun, Denkmalpflege, Museumsarchitektur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der architektonischen Konzeption der Neuen Nationalgalerie in Berlin durch den Architekten Ludwig Mies van der Rohe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese des Projekts, der Einfluss früherer Entwürfe auf den Museumsbau sowie die kritische Betrachtung der städtebaulichen Einbindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die stringente Entwicklung von Mies' Architekturkonzepten anhand der Vorgängerbauten aufzuzeigen und die bautechnische Lösung der stützenlosen Halle zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kunsthistorische und architekturtheoretische Analyse, basierend auf Literaturstudien und Vergleichen von Entwürfen und konstruktiven Prinzipien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert dem Bauvorgang, der Konstruktion der einzelnen Bauteile wie Dach, Stützen und Sockel sowie der Einordnung in das Kulturforum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Moderne Architektur, Konstruktion, Stahldach, Einraum-Konzept und Kulturforum definiert.

Welche Rolle spielten die "Vorgängerbauten" für die Neue Nationalgalerie?

Sie dienten als Prototypen für das Ideal des stützenlosen "Einraums" und lieferten die konstruktiven Ansätze für das Stahldach und die architektonische Struktur der Berliner Galerie.

Warum wird die städtebauliche Integration der Galerie kritisch bewertet?

Die Kritik entzündet sich an der mangelnden Anpassung des architektonisch strengen, autarken Gebäudes an die expressionistische Umgebung des Kulturforums, was den Bau als architektonische Einheit in Frage stellt.

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Details

Title
Ludwig Mies van der Rohe. Neue Nationalgalerie in Berlin
College
Dresden Technical University  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Ulf Sthamer (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V77834
ISBN (eBook)
9783638830362
Language
German
Tags
Ludwig Mies Rohe Neue Nationalgalerie Berlin Hauptseminar Bauhaus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulf Sthamer (Author), 2004, Ludwig Mies van der Rohe. Neue Nationalgalerie in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77834
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