Dieses Werk beschäftigt sich zu Beginn mit der Definition des Begriffes Logistik und führt dann in Grundlagen der Auszeichnungssprache XML, wie den Aufbau, wichtige syntaktische Regeln, Elemente und der Verarbeitung ein. Darauf folgend wird eine Abgrenzung von XML zum klassischen EDI und den beiden anderen Auszeichnungssprachen HTML und SGML vorgenommen. Des weiteren wird ein Überblick über XML-basierte Austauschformate den an diese gestellten zentralen Anforderungen anhand einer Business to Customer Logistikkette gegeben. Zum Abschluss wird am praktischen Beispiel der LKW-Maut die Anwendung von elektronischem Datenaustausch in der Logistik aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Meta-Sprache XML als Mittel zum Informationsaustausch in der Logistikkette
2. Grundlagen der Auszeichnungssprache XML
2.1. Die wichtigsten syntaktischen Regeln
2.2. Elemente und deren Aufbau
2.3. Verarbeitung
3. Abgrenzung zu anderen Sprachen
3.1. EDI
3.2. SGML
3.3. HTML
4. Der Datenaustausch in der Logistikkette
4.1. Allgemeine Anforderungen
4.2. Frameworks
4.2.1. ebXML
4.2.2. cXML
4.2.3. GS1 XML
4.2.4. BizTalk
4.2.5. RosettaNet
4.3. Functions
4.3.1. xCBL
4.3.2. gXML
4.3.3. ICE
4.4. Verticals
5. Praxisbeispiel LKW-Maut
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht den Einsatz von XML-basierten Standards zur Optimierung des elektronischen Datenaustauschs (EDI) innerhalb der Logistikkette. Das primäre Ziel ist es, die technischen Grundlagen von XML darzulegen, eine Abgrenzung zu etablierten Formaten vorzunehmen und die Anwendbarkeit in logistischen Geschäftsprozessen anhand von Frameworks und einem konkreten Praxisbeispiel zu evaluieren.
- Grundlagen und syntaktische Regeln der Auszeichnungssprache XML
- Vergleichende Analyse von XML gegenüber EDI, SGML und HTML
- Anforderungen an den Datenaustausch in modernen Logistikprozessen
- Klassifizierung von XML-Austauschformaten (Frameworks, Functions, Verticals)
- Fallstudie zur elektronischen Mauterhebung mittels On-Board Units
Auszug aus dem Buch
4.1. Allgemeine Anforderungen
Die obige Abbildung zeigt die Abwicklung der Logistikkette in einer Unternehmer-Käufer Beziehung. Betrachtet man diese Abbildung, so ist schnell ersichtlich, wie groß die Anzahl der auszutauschenden Informationen ist. Bereits bei der Bestellerfassung und Kundenpflege müssen sämtliche Katalogdaten mit allen Merkmalen, vorhandenen Mengen und Preisen der angebotenen Artikel abfragbar sein. Hier werden sämtliche Kundendaten erfasst, wie Personendaten, Anschrift, abweichende Lieferadresse und Bankdaten. Dies wird sowohl durch den Kunden selbst, als auch durch Mitarbeiter des Unternehmens durchgeführt. Die Informationen müssen automatisch an die Auftragsverwaltung weitergegeben werden, wo die Informationen über den Status des Auftrages für Mitarbeiter und Kunden jederzeit abfragbar sein sollen. Des weiteren müssen z.B. Informationen über die Reduzierung der Lagerbestände durch verkaufte Artikel und für die Versandvorbereitung an die Lagerverwaltung & Kommissionierung bereitgestellt werden. Der Versand braucht sämtliche Informationen um den Transport zu verwalten, also z.B. die Information, an welchem Ort sich die Ware befindet und wie der weitere Transportweg verläuft. Das Zahlungs- und Mahnwesen benötigt die Informationen der Zahlungsart des Kunden, wie Daten für den Zahlungseinzug oder Kreditkartendaten. Außerdem sollen alle möglichen Vorgänge der Buchführung durch Informationsflüsse automatisiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Meta-Sprache XML als Mittel zum Informationsaustausch in der Logistikkette: Einführung in die logistischen Grundlagen und die wachsende Bedeutung elektronischer Kommunikationswege.
2. Grundlagen der Auszeichnungssprache XML: Erläuterung der syntaktischen Regeln, der hierarchischen Elementstruktur und der Methoden zur Datenverarbeitung.
3. Abgrenzung zu anderen Sprachen: Technischer Vergleich von XML mit EDI, SGML und HTML unter Berücksichtigung von Struktur und Anwendungsbereichen.
4. Der Datenaustausch in der Logistikkette: Darstellung der Anforderungen an Logistik-Datenformate und Kategorisierung bestehender XML-Standards in Frameworks, Functions und Verticals.
5. Praxisbeispiel LKW-Maut: Konkrete Anwendung von XML-basierten Datenübertragungen zur automatisierten Mautabrechnung über On-Board Units und Abrechnungsportale.
6. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der Vorteile und Herausforderungen von XML sowie ein Ausblick auf die Standardisierungsentwicklung.
Schlüsselwörter
XML, Logistik, EDI, Datenaustausch, Supply-Chain-Management, ebXML, cXML, RosettaNet, Maut, On-Board Unit, Dokumententypdefinition, XML-Schema, Automatisierung, XML-Parser, Geschäftsprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie XML als technologische Basis genutzt werden kann, um den Datenaustausch in Logistikketten zwischen Unternehmen effizienter und automatisierter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die technischen XML-Grundlagen, die Abgrenzung zu traditionellen Austauschstandards (wie klassischem EDI) und die konkrete Einordnung von XML-Frameworks in logistischen Prozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine Einführung in XML zu geben, die spezifischen Anforderungen der Logistikbranche an Datenaustauschformate zu definieren und aufzuzeigen, wie XML diese Anforderungen im Vergleich zu älteren Systemen löst.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse technischer Spezifikationen und Standards sowie einer deskriptiven Untersuchung aktueller XML-Formate und eines anwendungsnahen Praxisbeispiels (LKW-Maut).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den XML-Grundlagen die verschiedenen Klassifizierungen von Standards (Frameworks, Functions, Verticals) detailliert beschrieben und ihre Eignung für logistische Transaktionen geprüft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie XML, Datenaustausch, Logistikkette, EDI, Frameworks, Automatisierung und Supply-Chain-Management charakterisiert.
Wie unterscheidet sich XML laut der Arbeit von SGML und HTML?
Im Vergleich zu SGML ist XML weniger komplex und für Internetanwendungen optimiert; im Gegensatz zu HTML, welches primär auf die Präsentation ausgerichtet ist, fokussiert XML die logische Struktur und maschinelle Verarbeitbarkeit von Inhalten.
Welche Rolle spielt die LKW-Maut im Praxisbeispiel?
Die LKW-Maut dient als Fallstudie, um zu zeigen, wie automatisierte Sensordaten (GPS/OBU) in XML-konforme Nachrichten transformiert werden, um eine effiziente Abrechnung zwischen Dienstleister und Kunde zu ermöglichen.
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- Claudia Kothe (Author), 2007, XML-basierte Standards für den Datenaustausch in der Logistikkette, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77875