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Österreichische Bundespräsidenten der 2. Republik im Vergleich

Title: Österreichische Bundespräsidenten der 2. Republik im Vergleich

Seminar Paper , 2003 , 13 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Mag. Arno Hickl (Author)

Politics - Miscellaneous
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Der Bundespräsident hat durch die Form seiner Bestellung und durch seine Kompetenzen eine besondere Position im politischen System Österreichs. Er wird für eine Amtsdauer von sechs Jahren (mit der Möglichkeit einer einmaligen Wiederwahl), direkt vom Volk gewählt. Neben dem Nationalrat ist der Bundespräsident eines von zwei Verfassungsorganen, das seine Legitimität unmittelbar vom Volk ableitet.
Ich habe das Thema: „Österreichische Bundespräsidenten der 2. Republik im Vergleich“ deswegen gewählt, da die Diskussion um die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Amtes des Bundespräsidenten in den letzten Jahren immer öfter auftaucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Karl Renner

3 Rudolf Kirchschläger

4 Thomas Klestil

5 Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel der Machtausübung und die Rolle des Bundespräsidenten in der Zweiten Republik Österreichs anhand eines Vergleichs zwischen Karl Renner, Rudolf Kirchschläger und Thomas Klestil, um zu zeigen, inwieweit das Amt von den jeweiligen Inhabern aktiv gestaltet wurde.

  • Analyse der Amtsausübung ausgewählter Bundespräsidenten.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler.
  • Einfluss der politischen Rahmenbedingungen auf die Rolle des Staatsoberhauptes.
  • Gegenüberstellung von innen- und außenpolitischen Akzentsetzungen.
  • Bewertung des Einflusses der Medien auf das Amt des Bundespräsidenten.

Auszug aus dem Buch

4 Thomas Klestil

Man kann feststellen, dass die letzten drei Bundespräsidenten alle Außenpolitiker waren. Ihre Vorgänger kamen alle aus der Innenpolitik. Sowohl Kirchschläger als auch Waldheim und Klestil waren vor ihrer Zeit als Bundespräsidenten längere Zeit Berufsdiplomaten.

Wie Kirchschläger und Waldheim erfüllt Klestil auch ein weiteres Karrieremuster der Zweiten Republik. Er war persönlicher Mitarbeiter und Sekretär eines Spitzenpolitikers. Klestil war von 1966 bis 1969 im „Kabinett“ des Bundeskanzleramtes Klaus tätig.

1992 nominierte ihn die Österreichische Volkspartei als ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Da Klestil in Österreich nahezu unbekannt war, versuchte man mittels einer enormen Wahlbewegung seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Klestil nutzte im Vergleich zu Kirchschläger die Medien bewusst. Mit Themen wie den Staatsvertrag oder die Neutralität, konnte er die Aufmerksamkeit auf sich richten. Der Klestil-Wahlkampf war organisatorisch wie strategisch perfekt geplant und hebte sich dadurch von seinen Mitbewerbern deutlich ab. Nach amerikanischem Vorbild erfolgte eine Trennung von Wahlkampfleitung und Wahlkampfmanagement. Der Slogan: „Macht braucht Kontrolle“8 war ebenfalls eine gut durchdachte Reaktion auf die Antiparteienstimmung im Land.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die besondere verfassungsrechtliche Stellung des Bundespräsidenten und definiert das Ziel der Arbeit, den Wandel der Machtausübung in der Zweiten Republik anhand von drei Fallbeispielen zu vergleichen.

2 Karl Renner: Dieses Kapitel beleuchtet das Wirken des ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik, dessen Amtsführung durch den Versuch einer aktiven Rolle geprägt war, jedoch machtpolitisch eng begrenzt blieb.

3 Rudolf Kirchschläger: Die Untersuchung zeigt auf, wie Kirchschläger während der Ära Kreisky als „Passivkönig“ agierte und sich primär als moralische Instanz im Schatten eines dominanten Bundeskanzlers verstand.

4 Thomas Klestil: Das Kapitel analysiert die Rolle Klestils, der durch eine bewusste Medienstrategie und einen Fokus auf Außenpolitik versuchte, das Amt des Bundespräsidenten aktiver und dynamischer zu gestalten.

5 Nachwort: Das Nachwort fasst die Ergebnisse zusammen und konstatiert, dass die theoretischen Befugnisse des Bundespräsidenten selten voll ausgeschöpft wurden und das Amt in einem schwierigen Kräftegefüge zu Regierung und Parlament steht.

Schlüsselwörter

Bundespräsident, Zweite Republik, Österreich, Machtausübung, Karl Renner, Rudolf Kirchschläger, Thomas Klestil, Bundeskanzler, politische Rolle, Amtsverständnis, Außenpolitik, Innenpolitik, Medien, Verfassung, Kompetenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und der Machtausübung der österreichischen Bundespräsidenten der Zweiten Republik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Vergleich der Amtsführung, das Verhältnis zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler sowie der Wandel der politischen Bedeutung des Amtes über die Jahrzehnte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Amt des Bundespräsidenten durch die jeweiligen Inhaber individuell in Anspruch genommen wurde und welche Tendenzen im Wandel der Machtausübung erkennbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet ein vergleichendes Vorgehen („technisches Werkzeug des Vergleiches“), um die Amtsausübungen von Karl Renner, Rudolf Kirchschläger und Thomas Klestil gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils einen der gewählten Bundespräsidenten (Renner, Kirchschläger, Klestil) in den Kontext ihrer jeweiligen Zeit und politischen Rahmenbedingungen stellen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bundespräsident, Zweite Republik, Machtausübung, politische Rolle und das Spannungsfeld zwischen Präsident und Kanzler charakterisiert.

Warum beschränkt sich der Autor auf die Zweite Republik?

Der Autor begründet dies damit, dass die politischen Strukturen und Umstände der Ersten Republik kaum mit der Zweiten Republik vergleichbar seien und man in der Zweiten Republik aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe.

Welchen Einfluss hatte der „Sonnenkönig“ Bruno Kreisky auf das Amt des Bundespräsidenten?

Bruno Kreisky dominierte als Bundeskanzler das politische Geschehen so stark, dass der damalige Bundespräsident Rudolf Kirchschläger weitgehend in seinen Schatten trat und eine eher passive Rolle einnahm.

Was unterscheidet Thomas Klestil von seinen Vorgängern Renner und Kirchschläger?

Klestil unterschied sich vor allem durch seine bewusste Nutzung der Medien, eine starke außenpolitische Orientierung („Reisediplomatie“) und den Anspruch, ein aktiverer und kontrollierender Bundespräsident zu sein.

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Details

Title
Österreichische Bundespräsidenten der 2. Republik im Vergleich
College
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Grade
1.0
Author
Mag. Arno Hickl (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V77967
ISBN (eBook)
9783638829373
Language
German
Tags
Bundespräsidenten Republik Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Arno Hickl (Author), 2003, Österreichische Bundespräsidenten der 2. Republik im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77967
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