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Tschetschenien – Die Hintergründe des Konflikts

Title: Tschetschenien – Die Hintergründe des Konflikts

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Mag. Arno Hickl (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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In Tschetschenien spiegeln sich alle Probleme Russlands in verschiedenen Fassetten wieder. Offiziell wird eine „antiterroristische Operation“ propagiert, in Wirklichkeit findet in Tschetschenien ein Krieg statt, der Kriterien des Völkermordes erfüllt. Das russische Fernsehen verbreitet den Glauben, dass sich die Republik Tschetschenien im Wideraufbau befindet. Tatsächlich liegt die Republik immer noch in Trümmern. Wladimir Putin und dessen Berater erklärten westlichen Besuchern, es werde alles getan um Verbrechen in Tschetschenien strafrechtlich zu verfolgen. Tatsächlich denken weder Putin noch seine Untergebenen daran, weil systematische Menschenrechtsverletzungen zur Tradition russischer Kriegsführung und Unterwerfungstaktik gehören. Moskau begann 1999 seinen zweiten Krieg in Tschetschenien als Reaktion auf den fortdauernden Terrorismus und den Einmarsch von Rebellenführer Schamil Bassajew in der kaukasischen Nachbarrepublik Dagestan. In Wirklichkeit deuten viele Indizien darauf hin, dass dieser Krieg aus den gleichen Gründen inszeniert und begonnen wurde wie der erste. Um mit einem kleinen siegreichen Krieg die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin im Sinne der Regierung zu entscheiden und einem von Jelzin ausgesuchten Nachfolger in den Kreml zu verhelfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Wurzeln des Konflikts

Der zweite Tschetschenienkrieg

Der Countdown zum Krieg

Der Kriegsverlauf

Kriegsende und Guerillakrieg

Der Tod Maschadow

Tschetschenien und der Europarat

Derzeitige Lage in Tschetschenien

Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe sowie die politische und militärische Entwicklung des Tschetschenienkonflikts, wobei der Fokus auf dem Übergang vom ersten zum zweiten Tschetschenienkrieg und den komplexen Machtstrukturen innerhalb der Russischen Föderation liegt.

  • Analyse der historischen Wurzeln und der tschetschenischen Unabhängigkeitsbestrebungen.
  • Untersuchung der Eskalationsfaktoren beim Übergang in den zweiten Tschetschenienkrieg.
  • Kritische Beleuchtung der russischen Kriegführung und der Rolle der Propaganda.
  • Bewertung der internationalen Reaktionen und des diplomatischen Einflusses (Europarat).
  • Darstellung der aktuellen Lage und der Herausforderungen beim Aufbau staatlicher Strukturen.

Auszug aus dem Buch

Die Wurzeln des Konflikts

Im Oktober, genauer betrachtet am 27. des Jahres 1991, gewann ein gewisser Dschochar Dudajew die Präsidentenwahlen in der autonomen Sowjetrepublik Tschetschenien. Die Wahlen verliefen nebenbei bemerkt, sehr chaotisch ab. Dudajew war sowjetischer General und obwohl er eine Russin geheiratet hatte, ein glühender tschetschenischer Nationalist. Bereits nach drei Tagen Amtszeit erklärte Dudajew Tschetschenien zum unabhängigen Staat. Dabei überschritt er die Grenze zwischen Souveränität und Unabhängigkeit, hinter der alle anderen Führer der autonomen Republiken auf dem Territorium der RSFSR zurückgeblieben waren.

Die einseitige Unabhängigkeitserklärung verkörperte von nun an den allgemeinen Volkswillen. Dudajew rüstet in der Folge der Invasion seine Republik auf. Tschetschenien entwickelte sich zu einem halbstaatlichen Hybriden. Es war weder ein wirklich eigenständiges Land, noch ein echter Bestandteil Russlands. An der tschetschenischen Grenze wurde Schilder aufgestellt, die Besucher darauf hinwiesen, dass sie sich in der „Nochtschijn Respublika“ befanden. Doch die eigenständige Republik war mehr Fassade.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Problematik des Tschetschenienkonflikts und die These, dass dieser durch russische Machtnetzwerke und Propaganda geprägt ist.

Die Wurzeln des Konflikts: Darstellung der historischen Entwicklung seit 1991, insbesondere der Rolle von Dschochar Dudajew und der zunehmenden Instabilität in der Region.

Der zweite Tschetschenienkrieg: Analyse der Ursachen für die erneute Eskalation 1999, inklusive des Überfalls auf Dagestan und der Rolle von Geheimdiensten.

Der Countdown zum Krieg: Schilderung der politischen Spannungen im Vorfeld und der Vorbereitung des militärischen Eingreifens durch Moskau.

Der Kriegsverlauf: Detaillierte Betrachtung der militärischen Operationen, der katastrophalen Lage für die Zivilbevölkerung und der Rolle der russischen Führung.

Kriegsende und Guerillakrieg: Beschreibung des Übergangs zu asymmetrischen Kampfmethoden und der anhaltenden Menschenrechtsverletzungen.

Der Tod Maschadow: Analyse der Umstände des Todes des tschetschenischen Präsidenten und der Auswirkungen auf die politische Landschaft.

Tschetschenien und der Europarat: Untersuchung der Bemühungen um eine diplomatische Lösung unter Vermittlung des Europarats.

Derzeitige Lage in Tschetschenien: Überblick über den aktuellen Stand, die Bemühungen zur Parlamentsbildung und die schwierigen Bedingungen für einen dauerhaften Frieden.

Nachwort: Fazit zur Aussichtslosigkeit einer schnellen Friedenslösung und der Verantwortung der westlichen Diplomatie.

Schlüsselwörter

Tschetschenien, Russland, Konflikt, Krieg, Wladimir Putin, Aslan Maschadow, Unabhängigkeit, Menschenrechtsverletzungen, Propaganda, Geheimdienste, Dagestan, Europarat, Terrorismus, Politik, GUS.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Hintergründe des Konflikts in Tschetschenien und untersucht, warum der Tschetschenienkrieg trotz internationaler Bemühungen und verschiedener politischer Phasen nicht beendet werden konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung seit 1991, der Rolle der russischen politischen Führung, den Kriegsereignissen, den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und den Bemühungen zur Normalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Vorgeschichte des zweiten Tschetschenienkrieges aufzuarbeiten und die Wurzeln des Konflikts aufzuzeigen, die maßgeblich durch politische Machtinteressen und mangelnde Rechtsstaatlichkeit geprägt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Abgleich von Medienberichten und die Auswertung politischer Stellungnahmen aus den Jahren 1991 bis 2005.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Unabhängigkeitserklärung durch Dudajew, dem Eskalationsverlauf 1999, den militärischen Massakern, der Rolle des Geheimdienstes FSB sowie der diplomatischen Rolle des Europarats.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Tschetschenien, Russland, Konflikt, Unabhängigkeit, Menschenrechtsverletzungen und politische Machtnetzwerke sind die bestimmenden Begriffe.

Wie bewertet der Autor den Tod von Aslan Maschadow?

Der Autor sieht in der Tötung Maschadows den Verlust einer moderateren Kontaktperson, die für die pro-russische Verwaltung in Grosny den Vorteil hat, dass nun keine nennenswerten Verhandlungspartner mehr existieren.

Warum spielt die internationale Diplomatie, wie der Europarat, eine Rolle?

Die Diplomatie versucht, trotz der russischen Blockadehaltung, den Dialog zu fördern und den Aufbau demokratischer Strukturen sowie die Verbesserung der Menschenrechtslage als Grundvoraussetzung für Frieden einzufordern.

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Details

Title
Tschetschenien – Die Hintergründe des Konflikts
College
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Grade
1.0
Author
Mag. Arno Hickl (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V77978
ISBN (eBook)
9783638827676
Language
German
Tags
Tschetschenien Hintergründe Konflikts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Arno Hickl (Author), 2005, Tschetschenien – Die Hintergründe des Konflikts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77978
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