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Auswirkungen des GKV-WSG auf das System der Privaten Krankenversicherung (PKV)

Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG): Chancen und Risiken für die Beteiligten des Gesundheitswesens

Title: Auswirkungen des GKV-WSG auf das System der Privaten Krankenversicherung (PKV)

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Finanzwirt (FH) Daniela Thiel (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die Gesundheitsreform gilt als das wichtigste Reformprojekt der Bundesregierung. Da die beiden Koalitionsparteien (CDU und SPD) bereits vor der Wahl höchst unterschiedliche Konzepte vertreten haben, waren beide bei der Kompromisssuche darum bemüht, die eigenen Ziele nicht komplett zu verbauen und gleichzeitig keinen Bruch der Koalition zu riskieren. Beide Konzepte versuchen die Hauptprobleme des Gesundheitswesens und somit die Probleme der Systems der GKV zu lösen. Die verschiedenen Reformvorschläge haben auf die PKV differente Auswirkungen:

Auf der einen Seite tendiert die SPD zu dem Modell der Bürgerversicherung. Dieses sieht vor, die Versicherungspflichtgrenze abzuschaffen und die gesamte Wohnbevölkerung versicherungspflichtig zu machen. Nur für die bisher in der PKV Versicherten soll Bestandsschutz gelten. Die GKV soll eine Grundversicherung (die alle medizinisch notwendigen und wirksamen Leistungen beinhaltet) abdecken, während die PKVen nur noch Zusatzversicherungen anbieten dürfen.

Die von der CDU bevorzugte Gesundheitsprämie sieht dagegen als Hauptbestandteil eine Abkopplung des Versicherungsbeitrages vom Einkommen vor. Es soll eine Gesundheitsprämie eingeführt werden, die für alle Versicherten derselben Krankenkasse die gleiche Höhe hat. Die paritätische Aufteilung der Finanzierung wird aufgehoben, die bisherigen Arbeitgeberanteile werden als Bruttolohnbestandteile ausgezahlt. Durch die Auszahlung des Arbeitgeberanteils und dessen anschließende Besteuerung sollen auch die in der PKV versicherten Personen an der Finanzierung des sozialen Ausgleichs beteiligt werden. Die PKV an sich bleibt unverändert bestehen.

Das Ergebnis der Kompromissfindung der beiden Parteien ist das GKV-WSG. Wie der Name des Gesetzes schon sagt, sollte mit den Änderungen eine Stärkung des Wettbewerbs herbeigeführt werden. Ob dies im Fall der PKV zutrifft und wie sich die Änderungen für die PKV aus ökonomischer Sicht bemerkbar machen soll im Folgenden untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Das Reformprojekt Gesundheitsreform

II. Die private Krankenversicherung bis zur Einführung des GKV-WSG

1. Voraussetzungen für einen Versicherungsabschluss

2. Beeinflussungsfaktoren der Beitragshöhe

3. Angebotene Tarifarten

4. Wettbewerb zwischen den Versicherungsträgern

III. Änderungen durch das GKV-WSG für die PKV

1. Einführung neuer Tarifmöglichkeiten

2. Veränderung der Wechselbedingung innerhalb der PKV

3. Erweiterung des Versichertenkreises

IV. Ökonomische Auswirkungen des GKV-WSG auf die PKV

1. Auswirkungen der Portabilität von Alterungsrückstellungen

2. Auswirkungen der Einführung des Basistarifs

3. Beeinflussung durch weitere Regelungen

V. Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der PKV

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) auf das System der Privaten Krankenversicherung (PKV). Es wird untersucht, wie sich die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen auf den Wettbewerb, die Kostenstrukturen und die Zukunftsfähigkeit der privaten Anbieter auswirken.

  • Strukturelle Veränderungen durch das GKV-WSG für die PKV
  • Die Einführung des Basistarifs und dessen ökonomische Konsequenzen
  • Portabilität von Alterungsrückstellungen beim Versicherungswechsel
  • Veränderungen im Wettbewerbsverhältnis zwischen GKV und PKV
  • Langfristige Entwicklungsperspektiven für das PKV-System

Auszug aus dem Buch

1. Voraussetzungen für einen Versicherungsabschluss

Um sich bei einer PKV versichern zu können müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Es können sich nur Personen versichern, die nicht bei der GKV pflichtversichert sind. Somit können nur freiwillig krankenversicherte Personen in die PKV wechseln. Versicherungsnehmer bei der PKV sind vor allem Arbeiter und Angestellte deren Jahresarbeitseinkommen die Höhe der Versicherungspflichtgrenze übersteigt, sowie Selbständige, Freiberufler, Studenten, Richter und Beamte.

Doch nicht nur die Personen, die einen Vertrag mit der PKV schließen wollen können über das Zustandekommen des Vertrags entscheiden. Die PKV selbst ist ebenfalls nicht verpflichtet, allen Anträgen auf einen Versicherungsabschluss stattzugeben – es besteht kein Kontrahierungszwang. Somit stellt sich PKVen das Problem der adversen Selektion nicht bzw. nur in einem von ihnen selbst beeinflussbaren Maße.

Die Vereinbarungen werden vertraglich gesichert, die Beitragshöhe ist fix, sie hängt somit nicht vom Arbeitseinkommen ab. Eine ordentliche Kündigung des Vertrags von Seiten der PKV ist allerdings ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das Reformprojekt Gesundheitsreform: Einleitung in die politischen Konzepte von CDU und SPD, die zum GKV-WSG als Kompromisslösung führten.

II. Die private Krankenversicherung bis zur Einführung des GKV-WSG: Darstellung der ursprünglichen Voraussetzungen, Beitragsfaktoren und Wettbewerbsbedingungen vor der Reform.

III. Änderungen durch das GKV-WSG für die PKV: Analyse der neuen Tarifstrukturen, geänderten Wechselmodalitäten und der Erweiterung des Versichertenkreises.

IV. Ökonomische Auswirkungen des GKV-WSG auf die PKV: Bewertung der ökonomischen Folgen, insbesondere durch die Portabilität der Alterungsrückstellungen und die Einführung des Basistarifs.

V. Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der PKV: Zusammenfassende Einschätzung über die Schwächung des PKV-Systems und die Risiken für die zukünftige Marktentwicklung.

Schlüsselwörter

GKV-WSG, Private Krankenversicherung, PKV, Gesetzliche Krankenversicherung, Gesundheitsreform, Basistarif, Alterungsrückstellungen, Portabilität, Versicherungspflicht, Wettbewerb, Kontrahierungszwang, Risikoselektion, Sozialer Ausgleich, Wahltarife, Beitragskalkulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des im Jahr 2007 eingeführten GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes auf das Geschäftsmodell und die Rahmenbedingungen der privaten Krankenversicherungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten gehören die Einführung des Basistarifs, die Portabilität von Alterungsrückstellungen, der Kontrahierungszwang sowie die allgemeine Versicherungspflicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Reform auf den Wettbewerb zwischen GKV und PKV auswirkt und ob die ökonomische Stabilität der privaten Krankenversicherer gefährdet ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Gesetzesgrundlagen und Stellungnahmen von Verbänden, um eine ökonomische Folgenabschätzung vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des alten Systems, die Darstellung der gesetzlichen Neuerungen und eine detaillierte ökonomische Analyse der Auswirkungen auf die Versicherungsunternehmen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind GKV-WSG, Basistarif, Portabilität, Wettbewerbsdruck, PKV-System und Versicherungspflicht.

Wie wirkt sich die Portabilität der Alterungsrückstellungen konkret aus?

Sie erleichtert den Versicherungswechsel zwischen privaten Anbietern, erhöht jedoch das finanzielle Risiko für die Versicherer und führt zu einer notwendigen Neukalkulation der Beiträge.

Warum wird die Einführung des Basistarifs von der Autorin kritisch betrachtet?

Die Autorin sieht darin ein Risiko, da der Basistarif nicht kostendeckend sein dürfte und für die PKV durch die fehlende Möglichkeit von Risikozuschlägen negative finanzielle Folgen entstehen könnten.

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Details

Title
Auswirkungen des GKV-WSG auf das System der Privaten Krankenversicherung (PKV)
Subtitle
Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG): Chancen und Risiken für die Beteiligten des Gesundheitswesens
College
University of Hohenheim
Grade
1,3
Author
Dipl.-Finanzwirt (FH) Daniela Thiel (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V77992
ISBN (eBook)
9783638834964
ISBN (Book)
9783640438907
Language
German
Tags
Auswirkungen GKV-WSG System Privaten Krankenversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Finanzwirt (FH) Daniela Thiel (Author), 2007, Auswirkungen des GKV-WSG auf das System der Privaten Krankenversicherung (PKV), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77992
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