Stundenziel: Die Schüler sollen den Inhalt einer Bildergeschichte verbalisieren und Teile des Inhalts in Sätzen verschriften können sowie längerfristig zu komplexerer Textproduktion hingeführt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
1.1 Merkmale von Bildergeschichten:
1.2 Inhalt der Bildergeschichte aus der Reihe „Der kleine Herr Jakob“:
2. Lernvoraussetzungen
2.1 Die Situation der Klasse
2.2 Fachliche und methodische Voraussetzungen
2.3 Organisatorische Voraussetzungen
3. Didaktische Analyse
3.1 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Erzählens und Schreibens
3.2 Eine Bildergeschichte aus der Reihe „Der kleine Herr Jakob“ als Erzähl und Schreibanlass:
3.3 Rahmenplanbezug
3.4 Lesen durch Schreiben“ (Reichen)
4. Methodische Analyse
5. Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit
6. Lernziele
7. Tabellarischer Unterrichtsverlauf
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Unterrichtseinheit ist die Förderung der mündlichen und schriftlichen Erzählfähigkeit von Schülern der Klasse 1a durch den Einsatz einer Bildergeschichte. Im Fokus steht dabei nicht die Perfektion des Endprodukts, sondern der Prozess des Schreibens und die Hinführung zu einer komplexeren Textproduktion im Rahmen des Konzepts "Lesen durch Schreiben".
- Einsatz von Bildergeschichten als motivierender Erzähl- und Schreibanlass
- Förderung der Schreibfreude und des Sprachgefühls durch die Verknüpfung von Bild und Text
- Individuelle Förderung durch qualitative und quantitative Differenzierungsmaßnahmen
- Bedeutung von Feedback und Adressatenbezug im Schriftspracherwerb
- Entdeckendes Lernen und der Umgang mit Rechtschreibfehlern im Anfangsunterricht
Auszug aus dem Buch
1.1 Merkmale von Bildergeschichten
Bildergeschichten sind Erzählungen, die ausschließlich auf der Abfolge von Bildern beruhen. Mit diesem Merkmal sind sie sowohl gegen Comics als auch gegen Bilderbögen abzugrenzen. Charakteristisch für die Bildergeschichten, die im Sprachunterricht Verwendung finden, ist zudem, dass es sich um kleine Höhepunktserzählungen, meistens mit einer witzigen Pointe, handelt. Episodisch strukturierte Bildergeschichten spielen dagegen im Deutschunterricht kaum eine Rolle (vgl. Haueis 2005, S. 28ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Erläutert die Charakteristika von Bildergeschichten und fasst den Inhalt der gewählten Geschichte „Der kleine Herr Jakob“ zusammen.
2. Lernvoraussetzungen: Beschreibt die Zusammensetzung der Klasse 1a sowie deren methodische Kompetenzen und räumliche Gegebenheiten.
3. Didaktische Analyse: Begründet den Einsatz des Erzählens und Schreibens im Unterricht und erläutert die Einbettung in das Konzept „Lesen durch Schreiben“.
4. Methodische Analyse: Detailliert den geplanten Unterrichtsverlauf, inklusive der methodischen Entscheidungen für den Kinositz, den Einsatz von Impulsen und die Sozialformen.
5. Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit: Ordnet die geplante Stunde in den zeitlichen Gesamtzusammenhang der Unterrichtseinheit ein.
6. Lernziele: Definiert das Stundenziel hinsichtlich der Verbalisierung und Verschriftung von Bildergeschichten durch die Erstklässler.
7. Tabellarischer Unterrichtsverlauf: Bietet eine chronologische Übersicht über die geplanten Phasen, Inhalte und Sozialformen der Stunde.
Schlüsselwörter
Bildergeschichte, Erstunterricht, Schriftspracherwerb, Lesen durch Schreiben, Schreibanlass, Erzählfähigkeit, Grundschule, Differenzierung, Deutschunterricht, Schreibprozess, Anfangsunterricht, Methodenvielfalt, Klassenraum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem Unterrichtsentwurf für den Deutschunterricht in einer ersten Klasse, bei dem eine Bildergeschichte als zentraler Anlass für mündliches Erzählen und erstes freies Schreiben dient.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Schriftspracherwerb, die Didaktik des Erzählens, der Einsatz von Bildern als Lernimpuls sowie die Differenzierung im Anfangsunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Schüler dazu zu befähigen, den Inhalt einer Bildergeschichte mündlich zu verbalisieren und in Sätzen zu verschriften, wobei der Schreibprozess selbst im Vordergrund steht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen schulpraktischen Entwurf, der auf didaktischen Theorien zum Schriftspracherwerb, wie dem Konzept „Lesen durch Schreiben“ nach Reichen, basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine didaktische Begründung der Stundenplanung, eine methodische Analyse der Unterrichtsphasen sowie eine detaillierte Planung der Differenzierungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Bildergeschichte, Schriftspracherwerb, Lesen durch Schreiben, Schreibprozess und Differenzierung.
Warum wurde die Bildergeschichte „Der kleine Herr Jakob“ gewählt?
Die Wahl fiel auf diese Reihe, da der Protagonist bei Kindern populär ist, die Handlung linear und überschaubar bleibt und die Pointe dem Verständnis von Schülern der ersten Klasse entspricht.
Wie geht die Lehrkraft mit Fehlern der Schüler um?
Gemäß dem didaktischen Konzept „Lesen durch Schreiben“ werden Fehler als Lernchancen begriffen. Die Kinder schreiben lautgetreu; auf Rechtschreibfehler wird nur hingewiesen, wenn bereits spezifische Regeln im Unterricht besprochen wurden.
Welche Rolle spielt die Differenzierung?
Differenzierung wird sowohl qualitativ (durch vorformulierte Sätze für schwächere Schüler) als auch quantitativ (durch die Möglichkeit, mehr Sätze zu schreiben oder Bilder auszumalen) umgesetzt, um allen Kindern gerecht zu werden.
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- Jochen Bender (Author), 2007, Eine Bildergeschichte als Erzähl- und Schreibanlass in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78001