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Produktonomastik - Zum Namen des erfolgreichsten Vitaminbonbons Deutschlands: Nimm2 - Namenentwicklung eines imaginären Vitaminbonbons: Vitamax

Title: Produktonomastik  -   Zum Namen des erfolgreichsten Vitaminbonbons Deutschlands: Nimm2  -  Namenentwicklung eines imaginären Vitaminbonbons: Vitamax

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katja Erben (Author)

Nomenclature, Onomastics
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Die Produktonomastik wird eher stiefmütterlich in der Linguistik, beziehungsweise in dem großen Feld der Namenkunde behandelt.

Grundlegendes Merkmal der Produktnamen ist wohl ihr kommerzieller Charakter , der vermutlich auch der Grund dafür ist, dass die Linguisten, die sich zur großen Gruppe der Philologen, der sprach – liebenden Menschen zählen, den Wert der Produktnamen für die Sprachwissenschaft nicht anerkennen wollen. Weisgerber befürchtete 1950, als die Entwicklung neuer Produkte eine Warennamenflut auslöste, „Dauerschäden für die Gemeinsprache“.

Nach sprachlichen Aspekten beurteilt, könnte man durchaus nachvollziehen, warum, die Sprachwissenschaft sich so schwer tut mit der Vielzahl an Produktnamen, würde doch der Gattungsbegriff, zum Beispiel ‚Waschmittel’ für die alltägliche Kommunikation vollkommen ausreichen und die Differenzierungen Ariel, Persil oder Omo überflüssig machen.
Und trotzdem: Da Sprache und Kommunikation nicht nur an Systemaspekte der Sprache gebunden sind, dürfen soziale Faktoren, die zur differenzierten Bezeichnungsnotwendigkeit führen, eben nicht fehlen.

Weil nun aber das Feld der Produktonomastik ein so großes ist, wird sich der Gegenstandsbereich meiner Arbeit auf einen sehr kleinen Ausschnitt beziehen, einem Vitaminbonbon, der seinen Charakter nicht zuletzt durch seinen Namen gewonnen hat – Nimm2.

Im ersten Teil meiner Arbeit stehen die formalen Bildungskriterien dieses Produktnamens im Vordergrund und die daraus resultierenden beziehungsweise durch den Namen transportierten funktionalen Faktoren. Bei den Funktionen die der Name eines Produkts übernimmt, beschränke ich mich auf die der Originalität und Information.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Themeneingrenzung

II. Hauptteil

A. Wie ein Vitaminbonbon einen Mutter – Kind – Konflikt lösen kann und was der Name des Bonbons damit zu tun hat – Nimm2

1. Formales Bildungskriterium

2. Funktionale Faktoren / Beziehung Name – Produkt

3. Produktnamenableitung in die Allgemeinsprache

B. Namenentwicklung eines imaginären neuen Vitaminbonbons – Vitamax

1. Formales Bildungskriterium

2. Funktionale Faktoren / Beziehung Name – Produkt

III. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die linguistischen Aspekte der Produktonomastik am Beispiel des Vitaminbonbons „Nimm2“. Das primäre Ziel ist es, die formalen Bildungskriterien und funktionalen Faktoren des Markennamens zu analysieren und zu zeigen, wie der Name werbestrategisch zur Lösung von Konsumkonflikten beitragen kann, bevor diese Erkenntnisse auf den Entwurf eines eigenen, fiktiven Markennamens („Vitamax“) übertragen werden.

  • Analyse der formalen Bildungskriterien von Produktnamen (Konzeptformen, Satznamen).
  • Untersuchung funktionaler Faktoren wie Originalität und Information in der Markenkommunikation.
  • Erklärung der werbestrategischen Funktion von Markennamen zur Auflösung von Mutter-Kind-Dilemmata.
  • Betrachtung von Transpositionen vom Proprium zum Appellativum.
  • Praktische Anwendung linguistischer Kriterien bei der Entwicklung eines neuen fiktiven Produktnamens.

Auszug aus dem Buch

A. Wie ein Vitaminbonbon einen Mutter – Kind – Konflikt lösen kann und was der Name des Bonbons damit zu tun hat – Nimm2

Nimm2, das Multi-Vitamin-Bonbon mit der leckeren Fruchtfüllung, wurde schon 1962 von der Süßwarenfirma Storck gegründet. Heute ist Nimm2 die bekannteste Bonbonmarke in Deutschland.

Wahrscheinlich gibt es so viele formale Unterschiede und Eigenheiten bei der Produktnamenbildung wie es Produktnamen gibt. Ich richte mich bei der Unterscheidung verschiedener Bildungskriterien nach Christoph Platen, der in seinem Buch „Ökonymie. Zur Produktnamen – Linguistik im Europäischen Binnenmarkt“ zwischen „Übernahmen“, „Konzeptformen“ und „Kunstwörtern“ differenziert.

Übernahmen beleihen demnach den gesamten Sprach- und Namenbestand zur Produktnamenbildung und sind somit für die Allgemeinheit meist leicht verständlich, weil man die lexikalische Bedeutung die hinter dem Namen steht, kennt. Doch gibt es auch Fälle in denen das Produkt das Lexem neu füllt, dass heißt, dass die lexikalische Bedeutung hinter der Markenbezeichnung zurücktreten kann. Beispielsweise könnte man sich vorstellen, dass die meisten Menschen bei Ajax zuerst an das Waschmittel denken und nur ein geringer Teil an den Held aus den Sagen um Troja.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung und Themeneingrenzung: Dieses Kapitel verortet die Produktonomastik in der Linguistik und begründet die Auswahl von „Nimm2“ als konkreten Untersuchungsgegenstand zur Analyse formaler und funktionaler Namensaspekte.

II. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des realen Produktnamens „Nimm2“, dessen formale Struktur und Werbefunktion analysiert werden, sowie in die praktische Konzeption des fiktiven Markennamens „Vitamax“ basierend auf denselben linguistischen Kriterien.

III. Resümee: Hier wird das Ergebnis zusammengefasst, dass die funktionalen Aspekte maßgeblich die Namensgebung bestimmen und Markennamen in der Werbesprache die Fähigkeit besitzen, komplexe soziale Dilemmata durch ihre sprachliche Form effizient zu lösen.

Schlüsselwörter

Produktonomastik, Nimm2, Vitamax, Markenname, Linguistik, Konzepformen, Werbesprache, Mutter-Kind-Dilemma, Wortbildung, Appellativum, Namenkunde, Storck, funktionale Faktoren, Sprachbeschreibung, Produktname.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Disziplin der Produktonomastik und analysiert, wie Markennamen für Lebensmittel formal gebildet werden und welche funktionalen Rollen sie in der Kommunikation und Vermarktung übernehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die formale Struktur von Produktnamen, deren kommunikative Funktionen (Originalität und Information) sowie der Prozess der Ableitung von Eigennamen in die Allgemeinsprache.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, den Markennamen „Nimm2“ linguistisch zu dekonstruieren und diese Erkenntnisse zu nutzen, um unter Anwendung theoretischer Modelle einen eigenen, wohlüberlegten fiktiven Markennamen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Analyse angewandt, die sich maßgeblich auf die Kriterien von Christoph Platen stützt, um zwischen verschiedenen Bildungsformen wie Übernahmen, Konzeptformen und Kunstwörtern zu unterscheiden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zuerst die „Mutter-Kind-Konflikt“-Lösung durch den Namen „Nimm2“ und entwickelt im zweiten Schritt den Namen „Vitamax“, wobei semantische und morphologische Aspekte der Namensgebung kombiniert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Produktonomastik, Markenname, Werbesprache, Konzeptformen, Wortbildung und linguistische Analyse.

Warum wird in der Arbeit das „Mutter-Kind-Dilemma“ im Zusammenhang mit „Nimm2“ erwähnt?

Das Dilemma bezieht sich auf den Konflikt zwischen dem Wunsch des Kindes nach Süßigkeiten und dem Wunsch der Mutter, ein gesundes Produkt anzubieten; der Markenname „Nimm2“ löst diesen Konflikt werbewirksam auf.

Warum wurde bei der Entwicklung von „Vitamax“ die Endung von „-min“ zu „-max“ geändert?

Die Änderung erfolgte, um das semantische Problem zu umgehen, dass „Vitamin“ etymologisch mit „dem Geringsten an Leben“ assoziiert werden könnte, während „-max“ das „Maximum an Leben“ und „Maximum an Vitaminen“ transportiert.

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Details

Title
Produktonomastik - Zum Namen des erfolgreichsten Vitaminbonbons Deutschlands: Nimm2 - Namenentwicklung eines imaginären Vitaminbonbons: Vitamax
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Katja Erben (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V78057
ISBN (eBook)
9783638829489
Language
German
Tags
Produktonomastik Namen Vitaminbonbons Deutschlands Nimm2 Namenentwicklung Vitaminbonbons Vitamax Namenskunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Erben (Author), 2005, Produktonomastik - Zum Namen des erfolgreichsten Vitaminbonbons Deutschlands: Nimm2 - Namenentwicklung eines imaginären Vitaminbonbons: Vitamax, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78057
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