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Weblogs und Wikis im Online-Journalismus - zur Sprache und Wirkung der neuen Kommunikationsformen

Title: Weblogs und Wikis im Online-Journalismus - zur Sprache und Wirkung der neuen Kommunikationsformen

Thesis (M.A.) , 2007 , 89 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nicole Streich (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Weblogs und Wikis gehören zu den neuen Kommunikationsformen des sog. Web 2.0, das in der IT- und Internetbranche derzeit als Schlagwort des Jahres gilt. Im Vergleich zum früheren Verständnis des World Wide Webs, bezeichnet der Begriff Web 2.0 eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets. So soll die Veröffentlichung von Informationen nicht mehr nur wenigen Experten überlassen sein, es sollen vielmehr alle Nutzer integriert und beteiligt werden. (vgl. Helmes 2006: 18-19)
Diese Entwicklung hat auch für den Online-Journalismus bedeutende Folgen, denn es ist offensichtlich, “dass es im Internet mehr an Journalismus online gibt als nur den Online-Journalismus“. (Bucher/Büffel 2006: 132) Zu solchen meist nicht professionell organisierten Formen des Journalismus gehören u.a. auch Weblogs und Wikis.
Deren rasante Entwicklung wirkt sich immer mehr auf die traditionelle Medienwelt aus.
Diesbezüglich befürchtet Medienexperte Ehrhardt Heinold, dass sofern “Blogs aktueller als Nachrichten und Wikis umfangreicher als Lexika sind – dann stellt sich die Frage, welche Inhalte Verlage künftig noch verkaufen können.“ (Heinold 2006: 154)
So werden vor allem Weblogs als Konkurrenz zum traditionellen Journalismus gesehen, da sie diesen offenbar vor allem in Bezug auf Aktualität, Meinungsvielfalt und Diskussionsgehalt eingeholt haben.
Da sich die beiden Publikationsformen jedoch in vielerlei Hinsicht ergänzen und gegenseitig unterstützen können, bietet sich statt eines Konkurrenzverhältnisses die Integration von Weblogs in das Angebot etablierter Online-Zeitungen an. So kann – angeschlossen an ein vertrauenswürdiges Unternehmen – in den Weblogs eine andere Art des Journalismus praktiziert werden.
Dementsprechend soll in dieser Arbeit untersucht werden, welche Potenziale sich daraus ergeben, wenn Journalisten zu Autoren von Weblogs werden.
“Indem sich Journalisten Weblogs als neues Mittel der Kommunikation aneignen, verändern sie ihr Arbeitsverhalten und damit ihre Produkte, auch wenn sie für etablierte Medien arbeiten. Weblogs sind primär eine Chance für den Journalismus – und keine Gefahr.“ (Welker 2006: 157)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Zeitung

2.1 Gedruckte Zeitungen

2.1.1 Gliederung

2.1.2 Textsorten

2.2 Online-Zeitungen

2.2.1 Gliederung

2.2.2 Textaufbau

2.2.3 Textsorten

2.3 Unterschiede zwischen Print- und Online-Zeitungen

2.3.1 Technisch bedingte Unterschiede

2.3.2 Funktionale Unterschiede

3. Gestaltungsprinzipien für Online-Zeitungen

3.1 Die optimale Lesbarkeit am Bildschirm

3.2 Orientierung

3.2.1 Layout

3.2.2 Teaser

3.2.3 Headline, Vorspann und Zwischenüberschrift

3.3 Inhaltliche Besonderheiten

4. Weblogs im Online-Journalismus

4.1 Weblogs allgemein

4.1.1 Geschichte

4.1.2 Weblogs als journalistisches Instrument

4.1.3 Wortbildungen

4.1.4 Blogs vs. normale Webseiten

4.2 Vorteile der Blog-Integration in Online-Zeitungen

4.2.1 Kommunikation zw. Journalist und Leser

4.2.2 Sprache in journalistischen Weblogs

4.2.3 Erzeugung von Aufmerksamkeit & Vertrauen

4.2.4 Weblogs als Instrument zur Recherche

4.3 Analyse der journalistischen Weblogs

4.3.1 Blogbezeichnungen

4.3.2 Blog-/ Autorbeschreibung

4.3.3 Layout der Blogs

4.3.4 Analyse der Beiträge und Kommentare

4.3.5 Gesamtergebnis

5. Wikis im Online-Journalismus

5.1 Wikis allgemein

5.1.1 Geschichte

5.1.2 Wortbildungen

5.1.3 Wikis vs. Enzyklopädien

5.1.4 Die Hypertext-Struktur

5.1.5 Sprachliche Richtlinien bei Wikipedia

5.2 Vorteile der Wiki-Integration in Online-Zeitungen

5.2.1 Wikis als Wissensspeicher

5.2.2 Gemeinschaftlicher Textaufbau

5.2.3 Beispiele bereits erfolgreicher Wiki-Intergration

5.3 Vergleich zwischen Wikipedia- und Encarta-Artikeln

5.3.1 Fachgebiet Kultur

5.3.2 Fachgebiet Gesellschaft

5.3.3 Fachgebiet Wissenschaft

5.3.4 Aktuelles Thema

5.3.5 Gesamtergebnis

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Potenziale und Auswirkungen der Integration neuer Kommunikationsformen des Web 2.0, konkret Weblogs und Wikis, in das journalistische Angebot etablierter Online-Zeitungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie Journalisten diese Formate zur Ergänzung ihrer Arbeit nutzen können und welche sprachlichen sowie strukturellen Veränderungen sich daraus ergeben.

  • Historische Entwicklung von der Print- zur Online-Zeitung
  • Gestaltungsprinzipien für optimale Online-Lesbarkeit
  • Einsatz und Wirkung journalistischer Weblogs
  • Sprachanalyse von Blog-Beiträgen und Nutzerkommentaren
  • Integration von Wikis als kooperative Wissensspeicher

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Kommunikation zwischen Journalist und Leser

Burger sieht aus Sicht des Journalisten „ein Dilemma der Massenkommunikation“ in der Einweg-Kommunikation. Durch das fehlende Feedback des Rezipienten kann es nicht zu einer Austauschsituation kommen, der Journalist weiß nicht, wie sein Text „ankommt“. (vgl. Burger 2005: 10)

Leserbriefe, Hörer-/Zuschaueranrufe und die Kommentarfunktion unter Onlineartikeln sind Ansätze, um diesem Problem entgegen zu wirken. Eine dialogähnliche Kommunikation – auch zwischen einer größeren Anzahl Kommunikationspartnern – ist jedoch erst im Weblog in optimierter Form möglich.

So begründete Gruner + Jahr-Vorstandschef Dr. Bernd Kundrun die Markenausweitung einiger G+J-Zeitschriftenmarken auf neue Kanäle folgendermaßen:

„Die Mediennutzer, Leser, User akzeptieren heute nicht mehr nur die One-Way-Communication, sie wollen selbst zur Kommunikation beitragen, sie wollen Teil der Community sein.“

Damit wird der erste Vorteil, den Blogs bieten deutlich: Die eher einseitige und damit recht unflexible Kommunikationsstruktur zwischen Journalist und Leser wird durch die aktive Teilnahme verschiedener Rezipienten gelockert. Kommentare und Verweise tragen damit zu einem besseren Austausch bei. (vgl. Schmidt 2006: 122) Damit ist der Leser nicht mehr nur Konsument sondern Kommunikationspartner, gerade auch aus Sicht des Autors. Welcher Vorteil sich daraus ergibt, beschreibt Dan Gillmore Kolumnist und erfolgreicher Weblogger folgendermaßen:

„I’ve found that my readers definitely know more than I do, and, to my benefit, they share their knowledge.” (Bowman/ Willis 2003: 54)

Da häufig eine kritische Diskussion entsteht, findet man in Blogs Betrachtungsweisen, die sich von denen der traditionellen Presse unterscheiden und sie ergänzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Internets zum Web 2.0 und die daraus resultierende Bedeutung für den Online-Journalismus, wobei die Forschungsfrage nach den Potenzialen von Weblogs und Wikis gestellt wird.

2. Die Geschichte der Zeitung: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der gedruckten zur Online-Zeitung nach und erläutert, wie sich Layout, Textaufbau und Textsorten an veränderte Nutzerbedürfnisse angepasst haben.

3. Gestaltungsprinzipien für Online-Zeitungen: Hier werden Anforderungen an die Lesbarkeit am Bildschirm, die Bedeutung von Orientierungshilfen und inhaltliche Gestaltungsrichtlinien für Online-Publikationen beschrieben.

4. Weblogs im Online-Journalismus: Dieser Abschnitt analysiert den Ursprung von Weblogs, deren Rolle im Journalismus sowie die Integration in Online-Zeitungen und deren Auswirkungen auf die Sprache und Interaktion.

5. Wikis im Online-Journalismus: Das Kapitel befasst sich mit der Geschichte und dem Nutzen von Wikis als Wissensspeicher sowie deren kooperativem Potenzial für Online-Zeitungen im Vergleich zu traditionellen Lexika.

6. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über den Wandel des Journalismus durch partizipative Formate und betont die steigende Bedeutung von persönlicher Note und Dialog für die Zukunft der Medien.

Schlüsselwörter

Web 2.0, Online-Journalismus, Weblogs, Wikis, Kommunikation, Interaktion, Online-Zeitung, Hypertext, Scannability, Blogosphäre, Partizipation, Wissensspeicher, Nutzerfeedback, Journalistik, digitale Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Online-Zeitungen interaktive Formate wie Weblogs und Wikis integrieren und wie sich dadurch die Kommunikation zwischen Journalisten und Lesern verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der Zeitungsformate, die Gestaltungsgrundlagen für das Web sowie eine detaillierte sprachliche und strukturelle Untersuchung von journalistischen Blogs und Wikis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll aufgezeigt werden, welche Potenziale in der Nutzung von Weblogs und Wikis liegen, um die klassische Einweg-Kommunikation des Journalismus in einen Dialog mit den Nutzern zu verwandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung des Forschungsstands zum Online-Journalismus sowie einer empirischen Analyse ausgewählter Blogs und Wiki-Beispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gestaltungsprinzipien (Scannability, Orientierung), die Rolle von Weblogs (Interaktion, Sprache) und den Einsatz von Wikis zur gemeinschaftlichen Wissensgenerierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Schlagworte sind Online-Journalismus, Web 2.0, Interaktion, Partizipation und die spezifischen Publikationsformen Weblogs sowie Wikis.

Wie unterscheidet sich die Blog-Sprache vom traditionellen Journalismus?

Die Blog-Sprache ist persönlicher, informeller und weist häufiger Merkmale konzeptioneller Mündlichkeit auf, um eine stärkere Bindung zum Leser aufzubauen und den Dialog zu fördern.

Welche Rolle spielt die "Scannability" bei der Gestaltung von Online-Artikeln?

Aufgrund des ermüdenden Lesens am Bildschirm müssen Texte durch klare Strukturen, kurze Sätze und Zwischenüberschriften so aufbereitet sein, dass der Nutzer den Inhalt effizient durch "Scannen" erfassen kann.

Wie bewertet die Autorin die Qualität von Wikipedia-Artikeln im Vergleich zu Encarta?

Die Analyse ergibt, dass Wikipedia zwar bei der Informationstiefe und Aktualität punktet, während die Encarta-Artikel sprachlich oft geschliffener wirken, jedoch beide qualitativ hochwertig sind.

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Details

Title
Weblogs und Wikis im Online-Journalismus - zur Sprache und Wirkung der neuen Kommunikationsformen
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Nicole Streich (Author)
Publication Year
2007
Pages
89
Catalog Number
V78099
ISBN (eBook)
9783638796347
ISBN (Book)
9783638797658
Language
German
Tags
Weblogs Wikis Online-Journalismus Sprache Wirkung Kommunikationsformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Streich (Author), 2007, Weblogs und Wikis im Online-Journalismus - zur Sprache und Wirkung der neuen Kommunikationsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78099
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