Erstmals in der Entwicklung der Menschheit werden wenige junge Menschen vielen älteren Menschen gegenüberstehen. Durch diesen Wandel ergeben sich für Gesellschaft und Wirtschaft, vor allem der westlichen Industrienationen, bedeutsame Aufgaben, wie sie bisher noch nicht zu bewältigen waren.
Die Alterung der Gesellschaft verstärkt sich stetig. Es entstehen neue Bedürfnisse und neue Werte, die nach neuen Produkten, Dienstleistungen und Konzepten verlangen.
Aufgabe der Unternehmen ist es, diesen Wandel zu begegnen. Mit Innovationen den veränderten Kundenwünschen gerecht werden und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu beweisen, gehört zu den anspruchsvollsten Herausforderungen eines Unternehmers. Dieser Problemstellung muss mit einem systematischen Innovationsmanagement begegnet werden. Die betriebswirtschaftliche Forschung hat in der Vergangenheit einige Konzepte zur Entwicklung neuer physischer Produkte hervorgebracht. Für die Entwicklung innovativer Dienstleistungen allerdings fehlt es bisher an brauchbaren praxiserprobten Systemen. Das ist um so erstaunlicher als das etwas 2/3 der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich erbracht werden .
Diese Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie Innovationen im Dienstleistungsbereich für Senioren entwickelt werden könnten.
Im zweiten Abschnitt begründen die begrifflichen Grundlagen der Bereiche Innovation, Dienstleistung, Management und Senioren deren wachsende Bedeutung.
Das normative und strategische Management bilden wichtige Rahmenbedingungen in den Unternehmen für die Entwicklung innovativer Dienstleistungen. Diese Ausgangspunkte der Strategieplanung werden im dritten Kapitel untersucht.
Zentrale Punkte des vierten Abschnitts bilden die Generierung und Bewertung neuer Ideen für neue Dienstleistungen einer stetig wachsenden Zielgruppe.
Das 5. Kapitel beschreibt konstruktive und destruktive Variablen die den Erfolg von Innovationen im Dienstleistungsbereich nachhaltig beeinflussen. Im Schlussabschnitt wird das Ergebnis im Gesamtkonzept kritisch betrachtet.
Jörg Hoffmann
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Begriffliche Grundlagen
- 2.1. Innovation
- 2.1.1. Innovationsbegriff
- 2.1.2. Innovationsarten
- 2.1.2.1. Produktinnovation
- 2.1.2.2. Prozessinnovation
- 2.1.2.3. Marktmäßige Innovation
- 2.1.2.4. Strukturelle und kulturelle Innovation
- 2.1.3 Intensitätsdimension
- 2.2. Dienstleistung
- 2.2.1. Dienstleistungsbegriff
- 2.2.2. Besonderheiten von Dienstleistungsinnovationen
- 2.3. Senioren
- 2.3.1. Seniorenbegriff
- 2.3.2. Veränderungen im Alter
- 2.3.2.1. Biologisches Altern
- 2.3.2.2. Psychologisches Altern
- 2.3.2.3. soziales Altern
- 2.3.3. Differenzierungskriterien
- 2.4. Management
- 2.4.1. Managementbegriff
- 2.4.2. Besonderheiten des Innovationsmanagements
- 3. Normatives und Strategisches Innovationsmanagement
- 3.1. Normatives Innovationsmanagement
- 3.1.1. Unternehmensvision
- 3.1.2. Unternehmenskultur
- 3.1.3. Unternehmensleitbild
- 3.2. Strategisches Innovationsmanagement
- 3.2.1. Problemdefinition
- 3.2.2. Innovationsstrategien
- 3.2.3. Umweltanalyse
- 3.2.3.1. Soziokulturelle Unternehmensumwelt
- 3.2.3.2. ökonomische und politisch-rechtliche Unternehmensumwelt
- 3.2.3.3. Technologische und natürliche Unternehmensumwelt
- 3.2.3.4. Verknüpfung der Einflussgrößen
- 3.2.4. Wachstumssegmente für Dienstleister
- 3.2.4.1. Tourismus
- 3.2.4.2. Gesundheit
- 3.2.4.3. Wohnen und Haushalt
- 3.2.4.4. Weiterbildung
- 3.2.4.5. Geld und Finanzen
- 3.2.6. Bestimmung des strategischen Innovationsziels
- 4. Innovationsprozess einer Dienstleistung für Senioren
- 4.1. Modelle von Innovationsprozessen
- 4.2. Ideengewinnung
- 4.2.1. Ideenquellen von Innovationen
- 4.2.1.1. Kunden
- 4.2.1.2. Mitarbeiter
- 4.2.1.3. Weitere Quellen
- 4.2.2. Instrumente zur Ideengenerierung
- 4.2.2.1. Kreativitätstechniken
- 4.2.2.1.1. Brainstorming
- 4.2.2.1.2. Morphologische Analyse
- 4.2.2.1.3. Ansatz von Nonaka und Takeushi
- 4.2.2.1.4 Die Methode 6-3-5
- 4.2.2.1.5 Mind-Mapping
- 4.2.2.1.6 progressive Abstraktion
- 4.2.2.1.7 Reizwort-Analyse
- 4.2.2.1.8 Synektik
- 4.2.2.2. Marketinginstrumente
- 4.2.2.3. Controllinginstrumente
- 4.2.2.4. Organisationstechniken
- 4.3. Prüfung und Bewertung von Ideen
- 4.3.1. Qualitative Bewertungsverfahren
- 4.3.2. Quantitative Bewertungsverfahren
- 4.4. Möglichkeiten zur Ideenrealisation
- 4.5. Konzeptmodell der neuen Dienstleistung
- 4.5.1. Produktmodell: „Aktivzeit Premium - Club“
- 4.5.2. Prozessmodell
- 4.5.3. Ressourcenmodell
- 4.5.4. Marketingkonzept
- 4.5.4.1. Produktpolitik und Preispolitik
- 4.5.4.2. Kommunikationspolitik
- 4.5.4.3. Distributionspolitik und Personalpolitik
- 4.6. Einführung der Dienstleistungsinnovation
- 5. Einflussgrößen für den Innovationserfolg
- 5.1. Widerstände gegen Innovationen
- 5.2. Erfolgsfaktoren von Innovationen
- 5.3. Der Innovator
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Innovationsmanagement speziell für die Zielgruppe Senioren wichtig?
Aufgrund des demografischen Wandels wächst die Gruppe der Senioren stetig. Sie haben spezifische Bedürfnisse, die neue Dienstleistungen in Bereichen wie Gesundheit, Wohnen und Tourismus erfordern.
Was sind die Besonderheiten von Dienstleistungsinnovationen?
Im Gegensatz zu physischen Produkten sind Dienstleistungen immateriell und erfordern oft die aktive Beteiligung des Kunden (Senioren) am Erstellungsprozess.
Welche Kreativitätstechniken eignen sich zur Ideengenerierung?
Die Arbeit nennt Methoden wie Brainstorming, die Methode 6-3-5, Mind-Mapping, morphologische Analysen und die Synektik.
Was ist das Konzeptmodell „Aktivzeit Premium - Club“?
Es ist ein in der Arbeit entwickeltes Beispiel für eine neue Dienstleistung, die speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche der Senioren zugeschnitten ist.
Welche Widerstände gibt es gegen Innovationen?
Widerstände können sowohl intern (Mitarbeiter, Unternehmenskultur) als auch extern (mangelnde Akzeptanz bei der Zielgruppe) auftreten und müssen durch gezieltes Management überwunden werden.
In welchen Segmenten liegen die größten Wachstumschancen für Seniorendienstleistungen?
Besonders in den Bereichen Tourismus, Gesundheit, Wohnen/Haushalt, Weiterbildung sowie bei Finanzdienstleistungen entstehen neue Marktpotenziale.
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- Diplom-Betriebswirt (FH) Jörg Hoffmann (Author), 2005, Innovationsmanagement im Dienstleistungsbereich am Beispiel von Senioren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78133