Spätestens seit den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-City beschäftigten sich Sportwissenschaftler mit den Problemen der Leistungsfähigkeit, die sich mit zunehmender Höhe ergeben.
Ich setze mich in dieser Arbeit, auf umfangreiche Literaturrecherchen beziehend, knapp und zusammenfassend mit dem Thema Höhentraining und dessen Auswirkungen auf den Körper und somit auch auf den Leistungssport auseinander. Erarbeitet wird, wie und warum der Körper auf klimatische Veränderungen, wie die Höhe, reagiert.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 negative physische Veränderungen unter Höhenbedingungen
2.2 Anpassungserscheinungen
3. Wirkung des Höhentrainings auf die Leistungsfähigkeit
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Höhentraining auf den menschlichen Körper und die sportliche Leistungsfähigkeit. Dabei steht die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie und warum sich der Organismus an klimatische Bedingungen in der Höhe anpasst und wie dieses Wissen für eine Leistungssteigerung im Sport genutzt werden kann.
- Physikalische Auswirkungen der Höhe auf den Körper (Hypoxie)
- Negative physische Veränderungen und gesundheitliche Aspekte
- Biologische Anpassungsprozesse (Akklimatisation)
- Optimierung der Leistungsfähigkeit durch gezieltes Höhentraining
- Trainingsmethodische Empfehlungen für den Leistungssport
Auszug aus dem Buch
2.1 negative physische Veränderungen unter Höhenbedingungen
Mit zunehmender Höhe lassen sich Veränderungen der Umgebung feststellen. Die Abnahme des Luftdruckes, und dem damit verbundenen exponentialen Abfall des Luftwiderstandes bzw. der Luftdichte ist nicht so bedeutend, wie die Verminderung des Sauerstoffpartialdruckes, wirkt aber als einer von vielen Faktoren auf den Menschen. Weitere physikalische Merkmale der Höhe sind die Abnahme des Wasserdampfdruckes und der Umgebungstemperatur von 1°C pro 150 Höhenmeter sowie eine Zunahme der UV-Strahlung.
Die Luftdruckabnahme in steigender Höhe lässt sich physikalisch durch die Verringerung der darüberliegenden Luftmassen erklären. Der Sauerstoffpartialdruck nimmt parallel zum Luftdruck ab. Er ist in 2500 m um ein Viertel herabgesetzt (siehe auch Tabelle 2). Dies ist einer der Faktoren, der die menschliche Leistungsfähigkeit am meisten beeinflusst (vgl. Weineck J. 1990, 590)
Eine Verringerung des Sauerstoffpartialdruckes hat auf den Körper schwerwiegende Auswirkungen. Die Folge ist ein niedrigerer Sauerstoffdruck in den Lungenbläschen, der wiederum zu einer Abnahme der Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes führt (vgl. WEINECK 1990, 590). Daraus ergeben sich weitere Probleme. Die maximale Sauerstoffaufnahme sinkt, was eine Minderung der Leistungsfähigkeit im Ausdauerbereich mit sich bringt. „In Höhen über 1500m nimmt die maximale Sauerstoffaufnahme pro 1000 Höhenmeter um 10 % ab“ (WEINECK 1990, 590 zitiert STRØMME 1980, 18). Aber nicht nur die Ausdauerleistungsfähigkeit, sondern auch das zentrale Nervensystem erfahren eine Änderung, da das Gehirn sehr empfindlich auf den Sauerstoffmangel – die Hypoxie reagiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Leistungsfähigkeit in der Höhe ein, motiviert durch die Ergebnisse der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-City.
2. Begriffsbestimmung: Hier wird der Begriff Höhentraining definiert, um den fachlichen Rahmen der Arbeit zu setzen.
2.1 negative physische Veränderungen unter Höhenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Belastungen und negativen Folgen, die der Körper durch den verminderten Sauerstoffpartialdruck und veränderte Umweltfaktoren in der Höhe erfährt.
2.2 Anpassungserscheinungen: Hier werden die biologischen Adaptationsprozesse des Körpers beschrieben, wie z.B. die gesteigerte Erythrozytenbildung und Veränderungen in der Muskulatur, um der Hypoxie entgegenzuwirken.
3. Wirkung des Höhentrainings auf die Leistungsfähigkeit: Dieses Kapitel behandelt den praktischen Nutzen von Höhentrainingslagern zur Steigerung der Ausdauerleistung im Flachland und zur Vorbereitung auf Wettkämpfe in der Höhe.
4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Kernaussagen zur Wirksamkeit und methodischen Anwendung des Höhentrainings zusammen.
Schlüsselwörter
Höhentraining, Sauerstoffmangel, Hypoxie, Leistungsfähigkeit, Akklimatisation, Anpassungserscheinungen, Ausdauersport, Sauerstoffpartialdruck, Hämoglobin, Erythropoese, Trainingslehre, Mitochondrien, Blutvolumen, Stoffwechsel, Sportmedizin
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen von Höhentraining auf den menschlichen Organismus und der daraus resultierenden Beeinflussung der sportlichen Leistungsfähigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den physikalischen Veränderungen der Umgebung in der Höhe, den daraus resultierenden negativen körperlichen Belastungen sowie den langfristigen Anpassungsmechanismen des menschlichen Körpers.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, knapp und zusammenfassend darzustellen, wie der Körper auf klimatische Veränderungen wie die Höhe reagiert und unter welchen Voraussetzungen Höhentraining effektiv zur Leistungssteigerung genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine sportwissenschaftliche Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung sportmedizinischer Erkenntnisse basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse negativer körperlicher Veränderungen unter Höhenbedingungen, die Erläuterung physiologischer Anpassungsprozesse sowie die Wirkung des Trainings auf die sportliche Leistungsfähigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Höhentraining, Hypoxie, Akklimatisation, Sauerstoffaufnahme, Ausdauersport und sportmedizinische Anpassungsprozesse.
Warum ist das Thema der Erythropoese in diesem Zusammenhang so wichtig?
Die Erythropoese (Bildung roter Blutkörperchen) ist eine entscheidende Anpassungserscheinung des Körpers, um bei vermindertem Sauerstoffangebot in der Höhe den Sauerstofftransport zu optimieren.
Welche praktischen Empfehlungen gibt der Autor für die Durchführung eines Höhentrainings?
Der Autor empfiehlt eine optimale Höhe zwischen 1800 und 2300 Metern, eine Dauer von etwa 2-3 Wochen sowie eine gezielte Berücksichtigung der psychologischen Betreuung und einer ausgewogenen, kohlenhydratreichen Ernährung.
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- Katja Löscher (Author), 2002, Höhentraining und Leistungssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78146