Mehr als 50% der Bevölkerung verstirbt an den Folgen der Ateriosklerose. Vor allem die koronare Herzkrankheit spielt dabei eine wesentliche Rolle.
In meiner folgenden Arbeit möchte ich das Krankheitsbild der koronaren Herzkrankheit (KHK) näher erläutern.
Dazu werde ich zuerst eine allgemeine Definition zu dieser Erkrankung geben.
Im weiteren Teil meiner Arbeit werde ich mich dann mit den pathophysiologischen Grundlagen, der medizinischen Therapie und der Bewegungstherapie beschäftigen.
Unter koronarer Herzkrankheit versteht man eine durch Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße(s) hervorgerufene Mangeldurchblutung des Herzmuskels( Myokardischämie). Diese Mangeldurchblutung führt- vor allem unter Belastung- zu einem Missverhältnis von angebotenem und benötigtem Sauerstoff. Die Ursache der koronaren Herzkrankheit ist die Ateriosklerose der Koronaraterien, also der Herzkranzgefäße. In Deutschland ist die koronare Herzkrankheit die häufigste Todesursache, es sterben jährlich etwa 170 000 Menschen an dieser Erkrankung.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Pathophysiologische Grundlagen
2.1 Symptome und Diagnostik der KHK
3 Risikofaktoren und Vorbeugung
3.1 Risikofaktoren
3.2 Vorbeugung
4 Medizinische Therapie
4.1 Medikamentöse Therapie
4.2 Operatives Behandlungsverfahren
5 Sporttherapie
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Erläuterung des Krankheitsbildes der koronaren Herzkrankheit (KHK), insbesondere im Hinblick auf deren physiologische Ursachen, medizinische Therapiemöglichkeiten und die präventive sowie rehabilitative Bedeutung körperlicher Aktivität.
- Pathophysiologische Grundlagen und Entstehung der Koronarsklerose
- Diagnostische Verfahren bei Angina pectoris und Herzinfarkt
- Pharmakologische Behandlungsstrategien und Wirkstoffgruppen
- Chirurgische Interventionen wie Bypass-Operation und Ballondilatation
- Sporttherapeutische Ansätze in der Primär- und Sekundärprävention
Auszug aus dem Buch
Bypass- Operation
Ein Bypass wird gelegt, wenn Herzkranzgefäße unwiederbringlich verstopft sind. Durch diese Operation legt man eine „Umleitung“ (Bypass) für das Blut um die verstopften Blutgefässe. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Herz auch hinter den verstopften Stellen wieder ausreichend mit Blut versorgt werden kann.
Als Überbrückung dazu dienen kleine, nur regenwurmgroße Venenstücke, die vorher aus dem Unter- oder Oberschenkel entnommen wurden. Das Venengewebe wird mit sehr dünnen Fäden oberhalb und unterhalb des Engpasses in die Herzkranzaterie eingenäht. Nach einer gelungenen Bypass- Operation gewöhnt sich das kleine Stückchen Venengewebe bald an seine neue Aufgabe. Es bildet seine Wände um und wird zu einer richtigen Aterie.
Die Herz- Lungen Maschine ersetzt während des Eingriffes Herz und Lunge. Damit der Arzt überhaupt an das versteckt liegende Herz herankommt, muß er das Brustbein der Länge nach aufsägen. Danach lässt sich der Brustkorb so weit wie möglich „aufklappen“, dass das Herz frei liegt. Nun wird das Herz an die Herz- Lungen Maschine angelegt, die sowohl Lunge als auch Herz ersetzt. Von den Hohlvenen wird das Blut in die Maschine geleitet. Dort wird es mit Sauerstoff angereichert. Danach leitet die Maschine das Blut direkt in die Aorta. Nachdem die vorher entnommenen Venen auf die richtige Größe zugeschnitten wurden, werden sie in das Gefäßsystem des Herzens eingesetzt. Verkalkungen, die nicht durch einen Bypass überbrückt werden sollen, können aufgeschnitten und die Verkrustungen herausgeschält werden. Danach werden sie mit einem Stückchen Vene wie mit einem Flicken wieder geschlossen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert die koronare Herzkrankheit als Folge der Arteriosklerose und stellt das Ziel der Arbeit vor, das Krankheitsbild sowie dessen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
2 Pathophysiologische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Myokardischämie, das Krankheitsbild der Angina pectoris sowie die anatomische Versorgung des Herzens durch die Koronararterien.
2.1 Symptome und Diagnostik der KHK: Hier werden die klinischen Anzeichen der Angina pectoris, die Abgrenzung zum Herzinfarkt und moderne diagnostische Verfahren wie EKG und Szintigraphie beschrieben.
3 Risikofaktoren und Vorbeugung: Das Kapitel analysiert klassische und neu erkannte Risikofaktoren sowie allgemeine Strategien zur Prävention von Koronargefäßerkrankungen.
3.1 Risikofaktoren: Eine detaillierte Aufzählung modifizierbarer und genetischer Risikofaktoren, einschließlich psychologischer Aspekte wie der „Typ A-Person“.
3.2 Vorbeugung: Zusammenfassung lebensstilbasierter Präventionsmaßnahmen, insbesondere hinsichtlich Ernährung und regelmäßiger Bewegung.
4 Medizinische Therapie: Es wird dargelegt, dass eine ursächliche Heilung der Arteriosklerose derzeit nicht möglich ist und die Behandlung daher rein symptomatisch erfolgt.
4.1 Medikamentöse Therapie: Vorstellung gängiger Arzneimittelgruppen wie Betablocker, Nitrate, ACE-Hemmer und Statine zur Entlastung des Herzmuskels und Risikominimierung.
4.2 Operatives Behandlungsverfahren: Detaillierte Beschreibung der Bypass-Operation sowie der Ballondilatation (PTCA) mit Stent-Implantation.
5 Sporttherapie: Untersuchung der Bedeutung körperlicher Aktivität für die Primär- und Sekundärprävention sowie Leitlinien für eine sichere Durchführung der Bewegungstherapie.
Schlüsselwörter
Koronare Herzkrankheit, KHK, Angina pectoris, Myokardischämie, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Bypass-Operation, Ballondilatation, Stent, Sporttherapie, Primärprävention, Sekundärprävention, medikamentöse Therapie, kardiale Rehabilitation, Sauerstoffbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das medizinische Krankheitsbild der koronaren Herzkrankheit (KHK), ihre pathophysiologischen Ursachen, die diagnostischen Möglichkeiten sowie die therapeutischen und präventiven Ansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Herzens, die medikamentöse Behandlung, operative Eingriffe am Herzen sowie die Bedeutung von Sport und Bewegung zur Vorbeugung und Rehabilitation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über die Entstehung der KHK zu vermitteln und den aktuellen Stand der medizinischen und sporttherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung medizinischer und kardiologischer Fachkenntnisse, um das Krankheitsbild und die Therapieansätze strukturiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in pathophysiologische Grundlagen, eine Übersicht über Risikofaktoren, die medikamentöse Therapie, chirurgische Verfahren wie Bypass-Operationen sowie die Rolle der Sporttherapie bei KHK-Patienten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Bypass-Operation, medikamentöse Therapie und Sporttherapie charakterisiert.
Wie genau funktioniert eine Bypass-Operation laut dem Text?
Bei einer Bypass-Operation wird eine Umleitung für das Blut um verstopfte Gefäßabschnitte gelegt, wobei Venenstücke aus dem Bein als Überbrückung in die Koronararterien eingenäht werden, während eine Herz-Lungen-Maschine die Pumpfunktion übernimmt.
Warum ist Sport bei einer bestehenden KHK nicht immer unbedenklich?
Sport kann das Herz-Kreislauf-System bei akuten Erkrankungen oder schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen überlasten, weshalb eine ärztliche Untersuchung und Festlegung der Belastungsgrenzen vor Beginn der Bewegungstherapie zwingend erforderlich sind.
- Citation du texte
- Katja Koormann (Auteur), 2002, Koronare Herzkrankheit und Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7814