Körpersprache im Beruf


Hausarbeit, 2007
24 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1. Elemente der Körpersprache
1.1 Gestik
1.2 Mimik
1.3 Stimme
1.4 Haltung
1.5 Räumliche Distanz

2. Der körpersprachliche Dialog
2.1 Gleichrangiger Dialog
2.2 Unterschiedlichrangiger Dialog
2.3 Sitzanordnungen

3. Erfolg im Beruf durch Körpersprache
3.1 Erfolgskomponenten
3.2 Erfolgreiche Bewerbung durch Körpersprache
3.3 Die Führungskraft

4. Kritische Analyse

Literaturverzeichnis

Eigenwörtliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gehorsamsgeste der Hand aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 59.

Abbildung 2: Dominanzgeste der Hand aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 59.

Abbildung 3: Aggressionsgeste der Hand aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 59.

Abbildung 4: Abstandszonen ähnlich: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 38.

Abbildung 5: "Handschlag unter Männern" aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 62.

Abbildung 6: Die Eckposition aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 231.

Abbildung 7: Die kooperative Position aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 232.

Abbildung 8: Die konkurrierende/defensive Position aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 234.

Abbildung 9: Die unabhängige Position aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 239.

Abbildung 10: Sitzposition im Bewerbungsgespräch aus: Molcho, S. (2006). S. 40

Abbildung 11: "Alles in Ordnung" aus: Pease, A., Pease, B. (2003) S. 19

Einleitung

Im Rahmen dieser Hausarbeit wird die Körpersprache im Beruf behandelt. Damit stellt sich die Frage: Wie kann man Kenntnisse über die Körpersprache verwenden um zum einen die nonverbalen Aussagen anderer interpretieren, mit den verbalen Aussagen vergleichen und wenn nötig, das durch die Körpersprache erwartete Handeln des Kommunikationspartners beeinflussen zu können und zum anderen die eigene Körpersprache und ihre Wirkung beurteilen und beeinflussen zu können. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, zu verdeutlichen in welchem Maße Körpersprache zur Kommunikation verwendet wird (von allen Kommunikationspartnern) und wie das Wissen um die Körpersprache hilft, diese, insbesondere für den Erfolg im Beruf, verstehen, deuten, selber anwenden und bei negativen Signalen des Kommunikationspartners, das Handeln beeinflussen zu können.

In diesem Teil der Hausarbeit wird das Thema abgegrenzt und die Relevanz des Themas verdeutlicht. Im darauf folgenden Hauptteil werden die einzelnen Elemente der Körpersprache, ihre Bedeutungen und Wirkungsweisen erklärt. Diese dienen als Grundlage für das darauf folgende Kapitel in dem auf die unterschiedlichen körpersprachlichen Dialoge und Sitzanordnungen eingegangen wird. Im letzten Kapitel der berufliche Erfolg durch Körpersprache beschrieben. Die Arbeit endet mit einer kritischen Auseinandersetzung/Fazit des Themas.

Wie oben zu lesen, lautet der Titel dieser Hausarbeit „Körpersprache im Beruf“. Die Körpersprache ist ein Teil der nonverbalen Kommunikation (Kommunikation = lateinisch: communicare „teilen, mitteilen, gemeinsam machen, vereinigen, eine Mitteilung machen“)[1], die in Form von Gestik und Mimik in Verbindung mit Tonfall auftritt. Nach Albert Mehrabian ist eine Botschaft zu sieben Prozent verbal, zu 38 Prozent vokal und zu 55 Prozent nonverbal.[2]

Unter Beruf wollen wir in dieser Hausarbeit die Beziehung zwischen gleichrangigen Arbeitnehmern, Beziehung zwischen Arbeitnehmern unterschiedlicher Ränge (Bsp. Abteilungsleiter und Sachbearbeiter) und Beziehung zwischen Kunde und Lieferant verstehen. Anhand dieser unterschiedlichen beruflichen Beziehungen sollen unterschiedliche körpersprachliche Verhaltensweisen erläutert werden.

Wenn miteinander kommuniziert wird, ist man meistens der Meinung, dass dieses durch sprechen, also durch verbale Äußerungen getan wird. Allerdings spielen Worte wie oben bereits erwähnt, eine geringe Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Eine viel größere Aussagekraft hat unsere Körpersprache. Viele Menschen sind sich darüber gar nicht bewusst. Sie wissen nicht, dass ihr Körper mitunter etwas ganz anderes erzählt, als die Worte die sie sprechen. Sie wissen ebenso nicht, wie ihre Körpersprache auf andere wirkt und können auch nicht die Körpersprache anderer interpretieren. Gerade die Tatsache, dass sich so viele Menschen über die Wirkungsweise ihrer Körpersprache und derer ihrer Gesprächspartner nicht bewusst sind und das sich viele Menschen nicht bewusst machen, dass sie selbst wenn sie meinen nicht zu sprechen, ganze körpersprachliche Sätze von sich geben (auch wenn sie allein sind), macht dieses Thema so relevant.

1. Elemente der Körpersprache

Informationen werden während eines Gespräches immer auf zwei Ebenen vermittelt. Zum einen auf der Sachebene und zum anderen auf der Beziehungsebene. Auf der Sachebene werden Informationen in Worten vermittelt. Die Beziehungsebene sendet zusätzliche Signale, die die Bedeutung des gesprochenen gibt. Die Signale der Beziehungsebene sind die Körpersprache.[3] Die Körpersprache besteht aus den Elementen Gestik, Mimik, Stimme, Haltung und räumliche Distanz. Die einzelnen Elemente einer körpersprachlichen Botschaft sollten niemals einzeln betrachtet werden, da sie nur in ihrer Gesamtheit (mehrere körpersprachliche Signale gleichzeitig bzw. hintereinander) und in Zusammenhang mit Gestik, Mimik, Stimme, Haltung und räumliche Distanz richtig gedeutet werden können.[4]

1.1 Gestik

Gesten sind Bewegungen von Kopf, Arm oder Hand die zum Zweck der Kommunikation ausgeführt werden. Sie können auch als Begleiterscheinung individueller Überlegungen bzw. Zustände auftreten. Gesten untermauern das Gesprochene Wort und verstärken den Ausdruck.[5]

Man unterscheidet:

- Zeigegesten
Zeigegesten zeigen auf Dinge oder Personen, um auf diese aufmerksam zu machen.
- Betonungsgesten
Sie dienen zur Untermauerung von Aussagen.
- Demonstrativgesten
Diese verdeutlichen Sachverhalte. Sie zeigen Größen, Gewichte und Greifhaltungen.
- Berührungsgesten

Sie stellen sozialen Kontakt her oder wollen die Aufmerksamkeit des Partners erhalten. Sie können aber auch zur Abschwächung von Aussagen genutzt werden.

Gesten, die mit Händen ausgeführt werden wirken dominant. Der Einsatz der Hände verleiht Autorität und gibt die Möglichkeit zur wortlosen Befehlsgewalt über andere. Die hauptsächlichen Befehlsgesten sind:

- Handfläche nach oben
- Handfläche nach unten und
- Hand geschlossen bei ausgestrecktem Finger.[6]

Bei der offenen Hand (Gehorsamsgeste) zeigt die Innenfläche (die sensible Seite der Hand) nach oben. Diese Geste wird ausgeführt um Vertrauen und friedliches Handeln zu signalisieren. Während eines Gespräches wird durch diese Geste eine Bereitschaft, Gegenargumente anzunehmen, signalisiert und so eine Konfrontationsabsicht aufgehoben. Der Gesprächspartner wird durch diese Geste zum Austausch eingeladen und hat das Gefühl seine Entscheidungen frei und offen treffen zu können.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Gehorsamsgeste der Hand

Bei der zugedeckten Hand (Dominanzgeste), ist die sensible Seite nach unten gekehrt und so die empfindsame Seite gegenüber anderen Personen geschützt. Hierbei werden entweder aus Unsicherheit die Gefühle abgeschirmt oder man versucht etwas zu verbergen. Diese Geste kann unter gleichrangigen als Dominanz empfunden werden, sie löst Gefühle der Konfrontation, Widerspruch und Aggression aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Dominanzgeste der Hand

Die geschlossene Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger (Aggressionsgeste) wirkt unterwerfend. Durch das schlagen der Finger im Takt zu den gesprochenen Worten kann die Geste noch verstärkt werden.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Aggressionsgeste der Hand

1.2 Mimik

Unter Mimik wird die Bewegung der Gesichtsmuskulatur verstanden. Die Mimik vermittelt bestimmte Eindrücke an die Gesprächspartner, wobei diese Eindrücke nicht bei allen Menschen gleich sind.[9] Hier wird nach drei Gesichtszonen unterschieden:

- Der obere Teil (vom höchsten Punkt der Stirn bis zu den Augenbrauen): Ist für den Verstand zuständig
- Der mittlere Teil (von den Brauen bis unter die Nase): Spiegelt den Gefühlsbereich wieder.
- Der untere Teil (vom Nasenende bis zum Ende des Kinns): Gibt Informationen über die materielle und rein sexuelle Beschaffenheit.[10]

Ein zugewandtes Gesicht mit offenen Augen, großen Pupillen und evtl. leicht gehobenen Augenbrauen signalisiert Interesse. Desinteresse hingegen ist zu erkennen, wenn der Blick abschweift und das Gesicht abgewendet wird. Ist eine Augenbraue hochgezogen, sowie der Mund leicht geöffnet und ebenfalls eine Seite des Mundes als auch der Nase leicht hochgezogen, wird Skepsis ausgedrückt.[11]

1.3 Stimme

Durch die Stimme, wird der Gefühlsausdruck (die Stimmung) des Sprechenden vermittelt. Die Stimme wirkt beim Gespräch stark auf das Empfinden des Gesprächspartners ein. Um glaubwürdig zu wirken muss das gesprochene Wort mit der Stimme im gesamten Eindruck übereinstimmen. Die Stimme besteht aus:

- Betonung (Sprachmelodie, Sprachrhythmus)
- Timbre (Stimmfarbe)
- Akzent
- Sprechpausen
- Sprachrhythmus , und
- Klang (Stimmstärke)

Die Stimme vervollständigt den Ausdruckswert der körpersprachlichen Signale.[12] Wenn die Stimme nicht zum Gesagten passt, wird man automatisch mehr auf den Tonfall achten, als auf das gesprochene Wort. Auch Lautäußerungen ohne verbalen Inhalt, z. B. seufzen und stöhnen werden miteinbezogen.[13]

Situationen, in denen wir nur sprechen, um die Zeit zu überbrücken, z. B. Gespräche mit fremden auf Betriebsfeiern, werden von Eric Berne als Zeitvertreib beschrieben. Demnach stellt Zeitvertreib „eine Kommunikationsform dar, in der nicht der verbale Inhalt unserer Worte, sondern allein unser Tonfall es ist, der eine Nachricht sendet“.[14]

[...]


[1] Vgl. o. V., http://www.albertmartin.de/latein/?q=communicare

(21. Januar 2007).

[2] Vgl. Pease, A., Pease, B. (2003) S. 13.

[3] Vgl. Püttjer, C., Schnierda, U., (2001) S. 30f.

[4] Vgl. Pease, A., Pease, B. (2003) S. 8.

[5] Vgl. Rückle, H., (1987) S. 248.

[6] Vgl. Pease, A., Pease, B. (2003) S. 58.

[7] Vgl. Molcho, S., (1998) S. 167.

[8] Vgl. Pease, A., Pease, B. (2003) S. 59.

[9] Vgl. Spieth, R., (1968) S. 180.

[10] Vgl. Rückle, H., (1987) S. 248.

[11] Vgl. Pease, A., Pease, B. (2003) S. 148ff.

[12] Vgl. Molcho, S., (1997) S. 95ff.

[13] Vgl. Birkenbihl, V., (2005) S. 163.

[14] Birkenbihl, V., (2005) S. 164.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Körpersprache im Beruf
Hochschule
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Oldenburg
Veranstaltung
Kommunikation und Präsentation
Note
1,3
Autoren
Jahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V78209
ISBN (eBook)
9783638836647
Dateigröße
1501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Körpersprache, Beruf, Kommunikation, Präsentation
Arbeit zitieren
Janka Bormann (Autor)Fenna Goldau (Autor), 2007, Körpersprache im Beruf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78209

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Körpersprache im Beruf


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden