In der Einleitung soll zum Thema hingeführt werden. Im ersten Punkt soll zunächst die Notwendigkeit des Kooperationscontrollings herausgearbeitet und die Problemstellung dieser Arbeit dargestellt werden. Im zweiten Untergliederungspunkt wird der Gang der Arbeit näher beleuchtet.
Kooperationen nehmen aufgrund der weltweiten Globalisierung immer mehr zu. Um dem hohen Wettbewerbsdruck standzuhalten, weitere Wachstumschancen zu generieren und neue Märkte zu erreichen, scheint es die einzige Möglichkeit zu sein, an die geänderten Marktbedingungen durch Einbindung in ein Kooperationsnetzwerk anzupassen. Um selbstständig bleiben zu können, muss bei diesen geänderten Rahmenbedingungen ein Teil der Selbstständigkeit aufgegeben werden.
Das Kooperationscontrolling leistet auf diesem Weg einen großen Beitrag. Es stellt ei-nen Teil des Controllings in Unternehmen dar. Viele der Controllinginstrumente die un-ternehmensintern angewendet werden spiegeln sich als Instrumente im Kooperationscontrolling wieder. Es seien hier beispielhaft Kennzahlen, Rentabilitätsziele und ABC –Analyse genannt. In dieser Arbeit wird auf eine Erläuterung dieser Werkzeuge verzich-tet. Für eine erfolgreiche Kooperation ist die Analyse der weniger messbaren, aber den-noch wichtigen Faktoren von großer Bedeutung. Weniger gut messbare Faktoren stellen beispielsweise Vertrauen und die Beziehungsqualität dar. Vertrauen ist die Basis für ein ökonomisches Gelingen einer Kooperation. Dies zu messen wird mit den in dieser Arbeit vorgestellten Instrumenten versucht.
Hier liegt der Schwerpunkt der in der vorliegenden Arbeit behandelt werden soll: Durch welche speziellen Controllinginstrumente lassen sich die Beziehungsqualität und spe-ziell das Vertrauen zwischen den Kooperationspartnern darstellen?
Die Instrumente stellen lediglich ein Hilfsmittel dar, um die richtigen Partner für das eigene Unternehmen zu finden und Konfliktbereiche frühzeitig zu erkennen, sowie das Vertrauen greifbar zu machen. Im abschließenden Beispiel soll die Vertrauensproblematik praktisch dargestellt und deren Handhabung in der Star Alliance aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Definition und Begriffsbestimmung von Kooperationen
3. Kooperationscontrolling
3.1. Definition
3.2. Aufgaben des Kooperationscontrolling
4. Instrumente des Kooperationscontrollings
4.1. Hinführung zu den Controllinginstrumenten
4.2. Instrumente
4.2.1. Aufnahme beziehungsspezifischer Faktoren in die Partnerbeurteilung
4.2.2. Wertecheck
4.2.3. Beziehungsfragebogen
4.2.4. Value Balance Card
5. Kooperationscontrolling am Beispiel der Star Alliance
5.1 Das Wesen und Ziele der Star Alliance
5.2 Kooperationscontrolling in der Star Alliance
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung des Kooperationscontrollings in Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezielle Controllinginstrumente weiche Faktoren wie Beziehungsqualität und Vertrauen zwischen Kooperationspartnern messbar und damit steuerbar gemacht werden können, um den Erfolg von Unternehmensnetzwerken langfristig zu sichern.
- Bedeutung des Kooperationscontrollings im globalen Wettbewerb
- Definition und Risiken von Unternehmenskooperationen
- Analyse von Instrumenten zur Messung von Vertrauen und Beziehungsqualität
- Praktische Anwendung der Instrumente am Beispiel der Star Alliance
Auszug aus dem Buch
4.2.3. Beziehungsfragebogen
Mit einem regelmäßig durchgeführten beidseitigen Beziehungsfragebogen soll ein Instrument in die Unternehmenskooperation eingeführt werden, welches die Vertrauenswürdigkeit beider Partner abzuschätzen hilft. Dieses Instrument sollte aber wegen seiner großen Komplexität und den damit verbundenen Kosten nur bei den wichtigsten Lieferantenbeziehungen angewendet werden. Dabei ist aber zu beachten, dass man den Beziehungsfragebogen nicht erst zur Anwendung bringt, wenn die Beziehung schon problembehaftet ist, sondern bereits im Vorfeld. So könnten damit Vertrauensprobleme zeitig erkannt werden. Bei den zu stellenden Fragen sollte man einen Mix aus Punkten, die die Vertrauenswürdigkeit betreffen und aus Punkten, die die Werte der beteiligten Unternehmen beschreiben, vornehmen. Diese könnten dann die Grundlage für den Fragebogen bilden, welcher dann unter Beteiligung des Partnerunternehmens noch erweitert werden kann. Das Besondere an diesem Fragebogen ist die beidseitige Beantwortung. Dies ist ein signifikanter Unterschied zu der Partnerbeurteilung, in der nur der Lieferant beurteilt wird. Deswegen ist es besonders wichtig, dass dieses Controllinginstrument gemeinsam entwickelt wird, da sich der Lieferant sonst übergangen fühlen und dann die Beantwortung und Auswertung des Fragebogens verfälscht werden könnte.
Nur durch die gemeinsame Festlegung und Implementierung des Fragebogens gelingt es, ihn als Instrument zur Einschätzung der gegenseitigen Vertrauenswürdigkeit zu akzeptieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit des Kooperationscontrollings ein und definiert die Forschungsfrage, wie Vertrauen zwischen Partnern mittels Controllinginstrumenten darstellbar wird.
2. Definition und Begriffsbestimmung von Kooperationen: Es werden grundlegende Definitionen, Kooperationsarten, sowie Ziele und spezifische Risiken der Zusammenarbeit zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen erläutert.
3. Kooperationscontrolling: Hier wird der Begriff Kooperationscontrolling definiert und die Aufgaben in eine logische Übersicht gebracht, die sich über den gesamten Lebenszyklus einer Kooperation erstreckt.
4. Instrumente des Kooperationscontrollings: Das Kernkapitel beschreibt vier spezielle Instrumente (Partnerbeurteilung, Wertecheck, Beziehungsfragebogen, Value Balance Card), um weiche Faktoren wie Vertrauen messbar zu machen.
5. Kooperationscontrolling am Beispiel der Star Alliance: Das Modell des Kooperationscontrollings wird anhand der praktischen Anwendung in der größten Flugzeugallianz der Welt, der Star Alliance, illustriert.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassend wird die Bedeutung weicher Faktoren für das Gesamtcontrolling hervorgehoben und ein Ausblick auf die steigende Relevanz von Kooperationen gegeben.
Schlüsselwörter
Kooperationscontrolling, Unternehmenskooperation, Vertrauen, Beziehungsqualität, Controllinginstrumente, Partnerbeurteilung, Wertecheck, Beziehungsfragebogen, Value Balance Card, Star Alliance, Vertrauenswürdigkeit, Kooperationsmanagement, Datentransparenz, Strategische Allianz, Netzwerke
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Bereich des Kooperationscontrollings und dessen Beitrag zur Steuerung von Unternehmenskooperationen, insbesondere durch die Einbeziehung weicher Faktoren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition von Kooperationen, die verschiedenen Aufgaben des Controllings in diesem Umfeld sowie die methodische Erfassung von Vertrauen und Beziehungsqualität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Controllinginstrumente vorzustellen, die Vertrauen und die Beziehungsqualität zwischen Kooperationspartnern messbar machen, um die Partnerwahl zu optimieren und Konflikte frühzeitig zu erkennen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der exemplarischen Anwendung der Controllinginstrumente anhand eines Praxisbeispiels.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Definition und Aufgaben des Kooperationscontrollings erläutert. Der Schwerpunkt liegt auf der detaillierten Beschreibung von vier Instrumenten: Partnerbeurteilung, Wertecheck, Beziehungsfragebogen und Value Balance Card.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kooperationscontrolling, Vertrauen, Beziehungsqualität, Instrumente, Unternehmenskooperation und Star Alliance charakterisiert.
Warum ist der Wertecheck nur ein Instrument für die Partnerwahl?
Der Wertecheck dient der anfänglichen Abgleichung von Wertvorstellungen und dem Schutz vor Reputationsschäden; er ist daher als einmaliges Hilfsmittel für die Grobauswahl gedacht und nicht als beziehungsbegleitendes Instrument konzipiert.
Was unterscheidet den Beziehungsfragebogen von der Partnerbeurteilung?
Der signifikante Unterschied liegt in der beidseitigen Beantwortung des Fragebogens durch beide Partner, während bei der Partnerbeurteilung lediglich der Lieferant einseitig bewertet wird.
Wie hilft die Value Balance Card bei Kooperationsentscheidungen?
Die Value Balance Card misst kooperationsfördernde Werte und auftretende Differenzen, wodurch sie Managern in ungewissen Situationen eine objektivere Entscheidungsgrundlage bietet als rein intuitive Einschätzungen.
- Citar trabajo
- Christoph Großmann (Autor), 2007, Kooperationscontrolling - Durch welche speziellen Controllinginstrumente lassen sich die Beziehungsqualität und speziell das Vertrauen zwischen den Kooperationspartnern darstellen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78221