In der Einleitung soll zum Thema hingeführt werden. Im ersten Punkt erfolgt zunächst die kurze Einführung in das Okunsche Gesetz, sowie in Randbedingungen dessen und die Problemstellung dieser Arbeit. Im zweiten Unter-gliederungspunkt wird der Gang der Arbeit näher beleuchtet.
Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit nach der ersten Ölkrise 1974 in den meisten westlichen Industrieländern hat das Politische Ziel der Vollbeschäfti-gung in den letzten dreißig Jahren in den Hintergrund rücken lassen. Es wurde kaum ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erreicht, sondern es vollzog sich ein schleichender Prozess, an dessen Ende sich die Arbeitslosenzahl von Rekordhoch zu Rekordhoch bewegte. Im Groben kann man für die Län-der der EU sagen, dass sich die Arbeitslosigkeit auch in Aufschwung- und Boomphasen kaum erholte, anders als es in den Konjunkturzyklen der 50er und 60 er Jahre noch der Fall war.
Somit kommt man zu dem Thema dieser Seminararbeit. Gibt es einen Zu-sammenhang zwischen Outputwachstum und Arbeitslosigkeit? Dieser Zu-sammenhang wird in der Literatur als Okunsches Gesetz bezeichnet. Gilt dieses Gesetz trotz der oben beschriebenen Zusammenhänge, dass sich im Boom die Arbeitslosigkeit kaum verändert? Wie stark ist diese Gesetzmäßig-keit? Dieser Fragestellungen wird in dieser Arbeit nachgegangen und es wird für siebzehn Länder versucht, dass Okunsche Gesetz nachzuweisen. Die bedeutet also einen negativen linearen Zusammenhang zwischen den Grö-ßen Wachstum und Arbeitslosigkeit herauszufinden.
Dabei wird auch angeschnitten, ob institutionelle Hemmnisse für eine schritt-weise Aufhebung des Okunschen Gesetzes verantwortlich sind und ein überregulierter Arbeitsmarkt für eine Abschwächung der Output–Arbeitslosigkeit Beziehung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Allgemeine Begriffsdefinitionen
2.1. Arbeitslosigkeit
2.2. Wirtschaftswachstum
3. Okunsches Gesetz
4. Empirische Untersuchung
4.1. Erste Analysen
4.1.1. Beschreibung des Datensatzes
4.1.2. Korrelation
4.1.3. Normalverteilung
4.2. Lineare Regressionsanalyse
4.2.1.Herleitung der Regressionsgleichung
4.2.2. Ergebnis
4.2.3. Prüfung der Regressionsfunktion
4.2.3.1. Globale Gütemaße
4.2.3.2. Prüfungsmaße für die Regressionskoeffizienten
4.2.3.3. Prüfung der Modellprämissen
5. Auswertung der empirischen Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer linearen Regressionsanalyse für 17 OECD-Staaten im Zeitraum von 1983 bis 2004, ob das Okunsche Gesetz – der negative Zusammenhang zwischen Outputwachstum und Arbeitslosigkeit – in der heutigen Zeit weiterhin empirisch nachweisbar ist und welche Faktoren diesen beeinflussen.
- Empirische Überprüfung des Okunschen Gesetzes
- Analyse der Korrelation und Regressionsmodelle
- Einfluss von institutionellen Rahmenbedingungen
- Vergleich der Ergebnisse über 17 OECD-Länder hinweg
- Diskussion von Wachstums- und Arbeitslosigkeitsfaktoren
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung und Problemstellung
Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit nach der ersten Ölkrise 1974 in den meisten westlichen Industrieländern hat das Politische Ziel der Vollbeschäftigung in den letzten dreißig Jahren in den Hintergrund rücken lassen. Es wurde kaum ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erreicht, sondern es vollzog sich ein schleichender Prozess, an dessen Ende sich die Arbeitslosenzahl von Rekordhoch zu Rekordhoch bewegte. Im Groben kann man für die Länder der EU sagen, dass sich die Arbeitslosigkeit auch in Aufschwung- und Boomphasen kaum erholte, anders als es in den Konjunkturzyklen der 50er und 60 er Jahre noch der Fall war.
Somit kommt man zu dem Thema dieser Seminararbeit. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Outputwachstum und Arbeitslosigkeit? Dieser Zusammenhang wird in der Literatur als Okunsches Gesetz bezeichnet. Gilt dieses Gesetz trotz der oben beschriebenen Zusammenhänge, dass sich im Boom die Arbeitslosigkeit kaum verändert? Wie stark ist diese Gesetzmäßigkeit? Dieser Fragestellungen wird in dieser Arbeit nachgegangen und es wird für siebzehn Länder versucht, dass Okunsche Gesetz nachzuweisen. Die bedeutet also einen negativen linearen Zusammenhang zwischen den Größen Wachstum und Arbeitslosigkeit herauszufinden.
Dabei wird auch angeschnitten, ob institutionelle Hemmnisse für eine schrittweise Aufhebung des Okunschen Gesetzes verantwortlich sind und ein überregulierter Arbeitsmarkt für eine Abschwächung der Output – Arbeitslosigkeit Beziehung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung des stetigen Anstiegs der Arbeitslosigkeit und die Relevanz des Okunschen Gesetzes im heutigen Kontext.
2. Allgemeine Begriffsdefinitionen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen zu Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum inklusive der entsprechenden Messformeln.
3. Okunsches Gesetz: Herleitung und Definition des Okunschen Gesetzes als Zusammenhang zwischen Outputwachstum und Arbeitslosigkeit.
4. Empirische Untersuchung: Durchführung der statistischen Analyse der OECD-Daten mittels Korrelationstests, Regressionsanalysen und Güteprüfungen.
5. Auswertung der empirischen Ergebnisse: Interpretation der Ergebnisse für ausgewählte Staaten und Diskussion der Bestätigung oder Widerlegung des Gesetzes.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Reflexion über die Notwendigkeit weiterführender Forschung.
Schlüsselwörter
Okunsches Gesetz, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, BIP, Regressionsanalyse, OECD, Korrelation, Arbeitsmarkt, Vollbeschäftigung, Konjunktur, Arbeitslosenquote, Ökonomie, empirische Forschung, Trendwachstum, Modellprämissen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Veränderung der Arbeitslosenquote, bekannt als Okunsches Gesetz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, die Anwendung von Regressionsmodellen und die Analyse institutioneller Einflüsse auf den Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob das 1962 von Arthur Okun postulierte Gesetz bei 17 OECD-Staaten im Zeitraum 1983-2004 noch immer Bestand hat.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird eine einfache lineare Regressionsanalyse angewandt, ergänzt durch Korrelationstests nach Pearson, Kolmogorov-Smirnov-Tests und Durbin-Watson-Prüfungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Untersuchung: von der Datenbeschreibung über die Regression bis hin zur detaillierten Prüfung der Modellgüte und -prämissen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Okunsches Gesetz, BIP, Regressionsanalyse, Arbeitslosigkeit, OECD-Staaten und Korrelation sind die zentralen Begriffe.
Warum konnte das Okunsche Gesetz für Italien nicht bestätigt werden?
Die Daten für Italien zeigten keine signifikante Korrelation (R-Quadrat bei 0,000), was auf einen unflexiblen Arbeitsmarkt und andere Einflussfaktoren hindeutet.
Welche Rolle spielt das Bestimmungsmaß R-Quadrat in der Analyse?
R-Quadrat misst, wie gut die Regressionsgerade die tatsächlichen Datenpunkte erklärt, wobei niedrige Werte auf eine schwache Anpassung und den Einfluss anderer Variablen schließen lassen.
- Quote paper
- Christoph Großmann (Author), 2007, Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Output - Okunsches Gesetz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78222