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Möglichkeiten der Beschäftigungsförderung von geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen

Title: Möglichkeiten der Beschäftigungsförderung von geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen

Term Paper , 2002 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Claudia Bracht (Author)

Business economics - Economic Policy
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Das vielleicht meist diskutierte politische und gesellschaftliche Problem in Deutschland, ist die seit 25 Jahren ansteigende Massenarbeitslosigkeit. Dabei ist gerade die Zahl der Beschäftigungsmöglichkeiten für geringqualifizierte Arbeitnehmer drastisch gesunken. Von den heute rund 4 Millionen Arbeitslosen besteht nach Angaben des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) ca. die Hälfte aus Langzeitarbeitslosen und „schwer Vermittelbaren“. Darunter fallen hauptsächlich gering qualifizierte, alleinerziehende und ältere Menschen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, werden seit einiger Zeit verschiedene Modelle von Niedriglohnsubvention diskutiert. Die Idee ist, durch eine „negative Einkommensteuer“ die Löhne im Niedriglohnsektor zu subventionieren und somit Beschäftigungsanreize und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Bundesregierung hat sich, dieses Thema betreffend, erst Anfang diesen Jahres auf die bundesweite Einführung des Mainzer Modells verständigt.

Ziel dieser Hausarbeit ist es, verschiedenen Modelle der Beschäftigungsförderung für die betrachtete ‚Problemgruppe’, ihre notwendigen Rahmenbedingungen sowie die durch sie erzielten Erfolge vorzustellen. Die zentrale Frage ist, ob die vorgestellten Modelle im Allgemeinen und die deutschen Modelle im Besonderen ein erfolgversprechendes Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen in Deutschland sind.

Dazu soll zunächst eine theoretische Erläuterung der Einkommenstransfers erfolgen. Anschließend werden die Ursachen der Arbeitslosigkeit von geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen in Deutschland betrachtet und Chancen neuer Beschäftigungsmöglichkeiten analysiert. Im Folgenden wird auf die in der Praxis erprobten deutschen Modelle eingegangen. Zum einen auf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerzuschüsse im Rahmen der Hilfe zur Arbeit (§ 18 BSHG) und zum anderen auf die Durchführung zweier Modelle die im Rahmen des Sonderprogramms „Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten“ durchgeführt wurden. Das Mainzer-Modell und das SGI Modell der Saar Gemeinschaftsinitiative. Als theoretischer Alternativvorschlag soll der Ansatz von Prof. Dr. Fritz Scharpf betrachtet werden Um die Effizienz der deutschen Modelle besser beurteilen zu können, folgt daran anschließend noch ein Ländervergleich mit Dänemark und den USA.
[...]

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Theoretische Erläuterungen

2.1 Sozialhilfefalle

2.2 Negative Einkommenssteuer

2.3 Lohnsubventionen

3. Ursachen der Arbeitslosigkeit und Beschäftigungspotentiale

4. AG- und AN-Zuschüsse im Rahmen der Hilfe zur Arbeit

5. Niedriglohnbeschäftigung nach Prof. Dr. Fritz Scharpf

6. CAST

6.1 Mainzer Modell

6.2 SGI Modell

7. Ländervergleich

7.1 USA

7.2 Dänemark

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten der Beschäftigungsförderung für geringqualifizierte Arbeitnehmer und Langzeitarbeitslose in Deutschland, um der seit Jahrzehnten ansteigenden Massenarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die vorgestellten Modelle, insbesondere die in Deutschland erprobten Ansätze, ein erfolgversprechendes Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in dieser Zielgruppe darstellen.

  • Theoretische Grundlagen von Einkommenstransfers und Lohnsubventionen
  • Ursachen und Beschäftigungspotentiale am deutschen Arbeitsmarkt
  • Analyse praktischer deutscher Förderinstrumente (Mainzer Modell, SGI Modell)
  • Internationaler Vergleich mit den Modellen aus den USA und Dänemark

Auszug aus dem Buch

2.1 Sozialhilfefalle

Die sogenannte Sozialhilfe- oder auch Armutsfalle entsteht durch einen zu geringen Abstand zwischen Hilfsleistungen durch den Staat und den Nettoeinkommen in unteren Tarifgruppen. In Deutschland werden Erwerbseinkommen von Sozialhilfeempfängern in annähernd voller Höhe auf die Hilfsleistung angerechnet. Dadurch entsteht ein Quasigrenzsteuersatz von über 80%, was bedingt, dass sich das verfügbare Einkommen bei Aufnahme von Arbeit nur unwesentlich erhöht. Aus mikroökonomischer Sicht würde sich eine Arbeitsaufnahme für den Sozialhilfeempfänger somit nicht lohnen, da der Reduktion von Freizeit eine zu geringe Einkommenserhöhung entgegensteht.

Betrachtet man das einfache Arbeits-Freizeit-Entscheidungsmodell würde sich die Situation folgendermaßen darstellen:

Das Individuum wäre bei entsprechender Indifferenzkurve und gegebenem Sozialhilfeniveau indifferent zwischen der Aufnahme von Arbeit und weiterem Bezug der Hilfeleistung. Bei dieser neoklassischen Sicht wird allerdings von einem nach rein ökonomischen Gesichtspunkten handelndem Individuum ausgegangen. In der Realität spielen viele weitere Faktoren bei der Entscheidung für oder gegen eine Aufnahme von Arbeit eine Rolle. Persönliche Befriedigung oder Sozialstatus bleiben aber beim mikroökonomischen Entscheidungsmodell unberücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland ein und formuliert das Ziel, verschiedene Beschäftigungsförderungsmodelle für geringqualifizierte Arbeitslose kritisch zu bewerten.

2. Theoretische Erläuterungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie die Sozialhilfefalle, die negative Einkommensteuer und Lohnsubventionen definiert, um ein Verständnis für die weiteren Modelle zu schaffen.

3. Ursachen der Arbeitslosigkeit und Beschäftigungspotentiale: Hier werden der Strukturwandel der Wirtschaft, der Rückgang im produzierenden Gewerbe und die notwendige Hinwendung zum Dienstleistungssektor als Beschäftigungschance analysiert.

4. AG- und AN-Zuschüsse im Rahmen der Hilfe zur Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen und die praktische Anwendung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerzuschüssen im Rahmen des Bundessozialhilfegesetzes.

5. Niedriglohnbeschäftigung nach Prof. Dr. Fritz Scharpf: Es wird ein weitreichender Reformvorschlag vorgestellt, der ein integriertes Steuer-Transfer-System und ein Bürgergeld vorsieht, um einen Niedriglohnsektor für gering produktive Tätigkeiten zu fördern.

6. CAST: Dieses Kapitel stellt das arbeitsmarktpolitische Sonderprogramm CAST vor, unter dessen Rahmen das Mainzer Modell und das SGI Modell in Deutschland praktisch erprobt wurden.

7. Ländervergleich: Hier wird die Situation in Deutschland mit den Ansätzen in den USA und Dänemark verglichen, um Lehren aus den dortigen beschäftigungspolitischen Maßnahmen zu ziehen.

8. Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass Beschäftigungsförderung nur dann erfolgreich sein kann, wenn Modell und Rahmenbedingungen aufeinander abgestimmt sind.

Schlüsselwörter

Beschäftigungsförderung, Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte, Niedriglohnsektor, Sozialhilfefalle, Mainzer Modell, SGI Modell, Lohnsubventionen, Negative Einkommensteuer, Arbeitsmarktpolitik, Dienstleistungssektor, CAST, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit politischen Strategien zur Beschäftigungsförderung, um die hohe Arbeitslosigkeit insbesondere bei geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen in Deutschland zu senken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Lohnsubventionen, die Analyse der Sozialhilfefalle, der Vergleich verschiedener deutscher Modellprojekte sowie ein Ländervergleich mit den USA und Dänemark.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verschiedene Modelle der Beschäftigungsförderung und ihre Rahmenbedingungen vorzustellen, um zu prüfen, ob sie ein effektives Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Konzepten, der Auswertung von Modellversuchen sowie einem ländervergleichenden Ansatz zur Einordnung deutscher arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (wie die Sozialhilfefalle), deutsche Förderinstrumente wie das Mainzer Modell und das SGI Modell sowie internationale Beispiele aus den USA und Dänemark detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Beschäftigungsförderung, Niedriglohnsektor, Sozialhilfefalle, Lohnsubventionen und Arbeitsmarktpolitik.

Warum schneidet das SGI Modell im Vergleich zum Mainzer Modell schlechter ab?

Das SGI Modell verzeichnete laut IAB trotz eines hohen Marketingaufwands deutlich weniger Bewilligungen, was auf eine geringere Attraktivität oder Komplexität für die Unternehmen hindeutet.

Welche Rolle spielt der Dienstleistungssektor für die Zukunft des Arbeitsmarktes?

Die Arbeit identifiziert den Dienstleistungssektor als das entscheidende Beschäftigungspotenzial für Deutschland, da dort neue Arbeitsplätze für Geringqualifizierte geschaffen werden können.

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Details

Title
Möglichkeiten der Beschäftigungsförderung von geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen
College
University of Kassel  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Probleme und Alternativen der Sozialpolitik
Grade
1,7
Author
Claudia Bracht (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V7833
ISBN (eBook)
9783638149600
Language
German
Tags
Niedriglohnsektor Mainzer Modell Hilfe zur Arbeit SGI Modell Lohnsubventionen Negative Einkommensteuer Sozialhilfefalle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Bracht (Author), 2002, Möglichkeiten der Beschäftigungsförderung von geringqualifizierten Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7833
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