Das schon immer schwierige Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich hatte durch den ersten Weltkrieg einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die vorliegende Arbeit behandelt die Entwicklung dieser Beziehung ab dem ersten Weltkrieg bis zum Pakt von Locarno, dessen Erfolg zum Eintritt Deutschlands in den Völkerbund führte.
Dabei stehen die Annäherungsbemühungen der deutschen Politiker an Frankreich, vor allem im Bereich der Sicherheitsfrage, im Vordergrund.
Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei der Außenpolitik Stresemanns. Die politische Person Stresemann ist schon deshalb von besonderem Interesse, da sich an ihr der Wandel der Politik seit dem ersten Weltkrieg sehr deutlich zeigt. Stresemann selbst wandelte sich in den Jahren seines Amtes als Außenminister (1923-1929) von einem kaisertreuen Monarchisten zu einem „Vernunftsrepublikaner“. Seine Bemühungen bis zum Pakt von Locarno sollen hier besondere Aufmerksamkeit erfahren.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung.
- II. Außenpolitik Stresemanns...……………………………..\n
- II. 1. Gustav Stresemann: Europäer oder Nationalist?
- II. 2. Anwendung des Versailler Vertrages und Politik der Verständigung
- III. Der Weg vom ersten Weltkrieg nach Locarno- Schwierigkeiten bei der Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich
- III. 1. Die vorherrschende Situation nach dem ersten Weltkrieg...
- III. 2. Eingehen auf das französische Sicherheitsbedürfnis- Angebot eines Sicherheitspaktes........
- III. 3. Nichtanerkennung des status quo der Ostgrenze
- III. 4. Die Rolle Englands
- VI. Fazit
- Bibliographie.....
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Pakt von Locarno und dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. Der Fokus liegt auf den Annäherungsbemühungen deutscher Politiker an Frankreich, insbesondere im Bereich der Sicherheitsfrage. Dabei wird die Außenpolitik Gustav Stresemanns im Detail betrachtet, da sie einen Wandel in der deutschen Politik nach dem Ersten Weltkrieg repräsentiert.
- Die schwierige Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg
- Die Sicherheitsbedürfnisse Frankreichs und die deutsche Reaktion darauf
- Die Rolle des Versailler Vertrages und die deutsche Position zur Revision desselben
- Die Bedeutung des Pakts von Locarno für die deutsche Integration in die internationale Gemeinschaft
- Die politische Person Gustav Stresemann und seine Bedeutung für die deutsche Außenpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung behandelt die schwierige Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg und stellt den Schwerpunkt der Arbeit auf die Annäherungsbemühungen deutscher Politiker an Frankreich in Bezug auf die Sicherheitsfrage dar. Das zweite Kapitel beleuchtet die Außenpolitik Gustav Stresemanns, wobei die Frage nach seiner Einstellung zu Europa (Europäer oder Nationalist?) analysiert wird. Stresemanns Ziel, die volle deutsche Souveränität wiederzuerlangen, um eine friedliche Zusammenarbeit in Europa zu ermöglichen, wird in diesem Kontext erörtert. Das dritte Kapitel widmet sich den Schwierigkeiten bei der Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei werden die politische Situation in Europa, die Sicherheitsbedürfnisse Frankreichs und die deutsche Reaktion darauf detailliert dargestellt. Die Rolle Englands wird ebenfalls beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselthemen der deutschen Außenpolitik in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei werden Themen wie der Versailler Vertrag, die Sicherheitsbedürfnisse Frankreichs, Stresemanns Außenpolitik, der Pakt von Locarno und die Integration Deutschlands in den Völkerbund behandelt. Wichtige Konzepte sind die Wiederherstellung der deutschen Souveränität, die Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich, die politische Person Gustav Stresemann und die Bedeutung des Sicherheitspakts von Locarno.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Schwerpunkt setzt die Arbeit zur Außenpolitik Stresemanns?
Die Arbeit konzentriert sich auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere auf die Annäherungsbemühungen und die Sicherheitsfrage bis zum Pakt von Locarno.
Wie wandelte sich Gustav Stresemann politisch?
Stresemann wandelte sich während seiner Amtszeit als Außenminister (1923–1929) von einem kaisertreuen Monarchisten zu einem sogenannten „Vernunftsrepublikaner“.
Welche Rolle spielt der Pakt von Locarno in diesem Kontext?
Der Pakt von Locarno gilt als Erfolg der Verständigungspolitik, der schließlich den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund ermöglichte.
Wird die Frage nach Stresemanns Gesinnung thematisiert?
Ja, ein Kapitel der Arbeit analysiert die Frage, ob Gustav Stresemann eher als Europäer oder als Nationalist einzustufen ist.
Welche Bedeutung hatte das französische Sicherheitsbedürfnis?
Das Eingehen auf das französische Sicherheitsbedürfnis durch das Angebot eines Sicherheitspaktes war ein zentraler Bestandteil der deutschen Außenpolitik zur Überwindung der Isolation.
- Quote paper
- Morgana Perkow (Author), 2004, Stresemanns Außenpolitik. Isolation Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg und Integration nach Eintritt in den Völkerbund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78407