Die Darstellung der Figur des Matti in Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti"

Im Kontext der Entstehungsgeschichte und anhand "Der Fröhliche Weinberg" (Carl Zuckmayer) sowie "Die Sägemehlprinzessin" (Hella Wuolijoki)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

39 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Zur Entwicklung von „Herr Puntila und sein Knecht Matti“

3. Matti in „Herr Puntila und sein Knecht Matti“
3.1 Matti in dem Verhältnis zu seinem Herrn
3.2 Wesensmerkmale Mattis
3.3 Matti in dem Verhältnis zu Eva
3.4 Mattis Niederlage
3.5 Matti in der Theaterpraxis

4. Mattis Gegenfiguren in den Brechtschen Vorlagen
4.1 Jochen Most in „Der fröhliche Weinberg“
4.1.1 „Der fröhliche Weinberg“ – Eine umstrittene Vorlage für Brecht?
4.2 Kalle in „Die Sägemehlprinzessin“ (Manuskript für den Film)

5. Das Volksstück bei Brecht

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Werke und Quellen

Forschung

1. Einleitung

Herr Puntila und sein Knecht Matti, ein Stück aus der Exilzeit Bertolt Brechts wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist eines seiner meistgespielten Stücke. In Brechts einzigem „Volksstück“ wird hinter Schwank und burlesker Leichtigkeit der starke Gegensatz zwischen einem finnischen Gutsbesitzer und seinem Chauffeur und Knecht kritisch dargestellt.

Die Enstehungsumstände sind relativ komplex. Im Titel des Dramas heißt es: „Nach den Erzählungen und einem Stückentwurf Hella Wuolijokis“[1]. Inwiefern also das Stück auf den Vorlagen dieser finnischen Autorin basiert und welche weiteren Quellen zu seiner Entstehung beigetragen haben, soll zu Beginn der Arbeit dargestellt werden.

Das Verständnis zur Entstehungsgeschichte des Dramas hat in dieser Arbeit eine zentrale Bedeutung: Es soll nämlich ein Vergleich zwischen der Titelfigur des Brecht’schen Dramas, dem „Knecht Matti“ und zwei vermeintlicher Vorlagenfiguren in früheren Volksstücken gezogen werden. Es gilt herauszufinden, inwiefern diese Figuren Wegweiser, Vorbilder oder Gegenbilder zu Brechts Konzept der Knechtfigur Matti sind.

Als Grundlage für die weiteren Darstellungen soll zunächst die Figur Matti untersucht werden. Dabei soll mit der zentralen Herr-Knecht-Beziehung begonnen werden. Inwieweit stehen Puntila und Matti in Abhängigkeit zueinander? Wie wird dieses Verhältnis gezeichnet?

Daraufhin sollen Mattis Charakterzüge gesondert betrachtet und schließlich sein Verhältnis zu Puntilas Tochter Eva untersucht werden.

Am Ende des Stückes verlässt Matti das Gut Puntila. Inwiefern hier eine Niederlage des Knechts vorliegt, soll kurz reflektiert werden, bevor schließlich die Problematik der theaterpraktischen Umsetzung dieser komplexen und komplizierten Figur dargestellt wird.

Auf Grundlage dieser Darstellung Mattis soll in Zuckmayers Volksstück „Der fröhliche Weinberg“ das vermeintliche Pendant zu Matti, der Rheinschiffer Jochen, innerhalb der entsprechenden Figurenkonstellation betrachtet werden.

Dass die Figur Jochen wirklich als Vorlage diente, ist genauso umstritten wie auch, ob es sich bei diesem Stück um die wirkliche Vorlage für Brechts Puntila handelte und soll anschließend anhand des Forschungsdiskurses dargestellt werden.

Das zweite zu untersuchende Volksstück, die „Sahanpuruprinsessa“, (auf Deutsch: „Die Sägemehlprinzessin“) von Hella Wuolijoki, die Brecht als Vorlage für seinen „Puntila“ diente, liegt für diese Arbeit in einer deutsch übersetzten Filmfassung vor. Interessant ist in diesem Stück die mögliche Vorlagenfigur für Matti, da der Anwalt Dr. Sellmann sich als Chauffeur Kalle ausgibt und damit kein wirklicher Klassengegensatz zwischen Herr und Knecht vorliegt.

Abschließend soll eine vergleichende Betrachtung der drei Volksstücke vorgenommen und das Brecht’sche Volksstückskonzept heraus- und vorgestellt werden. Wie lässt sich die Brecht’sche Neuentwicklung des Volksstücks und die „Ausdifferenzierung“ des Matti’schen Charakters im Kontext der Volksstücksentwicklung fassen und bewerten?

2. Zur Entwicklung von „Herr Puntila und sein Knecht Matti“

Brecht verbrachte in den Jahren 1940 und ’41 dreizehn Monate seines Exils in Finnland. Hier lernte er die estnisch-finnische Autorin Hella Wuolijoki kennen, die ihn einlud, mit seiner Familie die kleine Wohnung in Helsinki zu verlassen und auf ihrem Gut Marlebäck zu wohnen. Wuolijoki war eine führende Intellektuelle in Finnland und seit ihrem Bühnenerfolg „Die Frauen von Niskavuori“ eine europaweit bekannte Dramatikerin.[2]

Brecht nutzte die drei Monate, die er auf Wuolijokis Gut verbrachte, zu einer intensiven Zusammenarbeit mit ihr. In dem Arbeits- und Erfahrungsaustausch erhielt er Kenntnis von ihrer bisherigen Dramen und von Volkserzählungen, und versuchte ihr im Gegenzug seine Theorie des epischen Theaters nahezubringen.[3] Insbesondere berichtete sie ihm von einem Stück, das von dem Großbauern Iso-Heikkilä handelt und „das Problem des Gutseins“[4] thematisiert. Dieselbe Problematik, die Brecht in seinem „Der Gute Mensch von Sezuan“ anspricht, an dessen Arbeit er sich noch zu diesem Zeitpunkt befand.[5]

Brechts kurze Notiz vom 27. August 1940: „mit h[ella] w[uolijoki] ein volksstück für einen finnischen wettbewerb begonnen. abenteuer eines finnischen gutsbesitzers und seines schofförs.“[6] markiert den Ausgangspunkt seiner Arbeit am ‚ Herr Puntila’ oder ‚Der Regen fällt immer nach unten’[7]. Besagter Wettbewerb war von dem finnischen Dramatikerverband ausgeschrieben. Brecht und Wuolijoki waren an der Teilnahme sicherlich auch deshalb interessiert, da das Preisgeld insgesamt 120 000 Finnmark betrug.[8]

Die inhaltliche Entwicklung des Stückes lässt sich wie folgt skizzieren: Zentrale Bedeutung für Brecht hatten die Volkserzählungen Wuolijokis, die eine wesentliche Grundlage für die Stückfassung Brechts darstellten. In einer Notiz in seinem Arbeitsjournal nennt Brecht sie „eine hinreißende epikerin […] alles kommt biblisch einfach und biblisch komplex.“[9]. Sie trug ihm die beiden auf Finnisch vorliegenden Fassungen für die Bühne und für den Film in mündlicher Übersetzung vor. Wie er notierte, konnte Brecht hier insbesondere Letztere nutzen: „jedoch zieht sie noch einen film zu, aus dem wertvolle elemente kommen“[10]. Wuolijoki fertigte außerdem, gemeinsam mit Brechts Mitarbeiterin, Margarethe Steffin eine deutsche Übersetzung der Sahanpuruprinsessa (Sägemehlprinzessin) an[11]. Diese war eine Kombination aus den beiden Manuskripten für Film und Bühne und bestand aus inhaltlichen Bearbeitungen sowie aus direkten Übersetzungen[12].

Brechts Aufgabe in der Bearbeitung des Puntila bestand nach seinen eigenen Worten darin,

„den zugrunde liegenden Schwank heraus zu arbeiten, die psychologisierenden Gespräche niederzureißen und platz für erzählungen aus dem finnischen volksleben und für meinungen zu gewinnen, den gegensatz ‚herr’ und ‚knecht’ szenisch zu gestalten und dem thema seine poesie und komik zurückzugeben.“[13]

Auch arbeitete er eigene Erfahrungen in Finnland in seine Arbeit ein: Sein Besuch des Gesindemarktes nahe Marlebäck wurde von ihm später in der „Gesindemarktszene“ verarbeitet[14].

Brecht wurde in seiner Produktion des Puntila nicht allein von Wuolijokis Vorlagen beeinflusst. Er ließ sich insbesondere in der Entwicklung seiner Figuren auch von anderen Werken beeindrucken. In seinem Arbeitsjournal ist die Rede von seiner Lektüre des Diderot-Stückes Jakob der Fatalist[15] welche nach Ansicht Hermands, „wichtig für die Ausgestaltung des dialektischen Gegensatzes zwischen Herr und Knecht.“[16] war und einen intellektuell, praktisch und produktiv überlegenen Knecht[17] darstellte.

Auch das Grundkonzept, die Verfremdung Puntilas und dessen häufige Stimmungswechsel zwischen nüchtern und betrunken, wurde nicht von Brecht selbst entwickelt, sondern entstammt nach Ansicht Neureuters dem Chaplin-Film City Lights (aus dem Jahre 1931), „den Brecht bezeugtermaßen kannte“.[18]

Innerhalb des Forschungsdiskurses besteht keine einhellige Meinung, ob es sich beim Puntila um „einen geschickt getarnten und doch sehr offensichtlichen Gegenentwurf“[19] zu dem populären Stück der Zwanziger Jahre Der fröhliche Weinberg von Carl Zuckmayer handelt.

Am 19 September 1940, nach nur etwa drei Wochen, war Brechts Arbeit an seinem Volksstück ‚ Die zwei Seelen des Herrn Puntila’ oder ‚Der Regen fällt immer nach unten’[20] beendet[21]. Brechts Version des Puntila stieß auf eine „erschrocken[e]“ Reaktion Wuolijokis. „Alles ist zu episch, um dramatisch zu sein.“[22] Brecht baute die Spannung in den Vorlagenwerken zu Gunsten komischer Elemente ab, da „man mit gespannten Bauchmuskeln nicht gut lacht.“[23] Er stellte mit der langen Überschrift zwei zentrale Aspekte in den Vordergrund: Zum einen die Zwiegespaltenheit des Puntila in nüchternen oder betrunkenen Zustand, zum Zweiten den sozial-hierarchischen Gegensatz zwischen dem Gutsherren Puntila und den von ihm abhängigen Personen.[24]

Das entstandene Stück sollte von Brecht noch drei weitere Male überarbeitet werden. Nach zwei Fassungen für die Bühne, die eine aus dem Jahre 1948 (verfasst in Zürich) und die andere aus den Jahren 1949 (abgeschlossen 1952 in Berlin), die stark von der Vorlage abwichen, erschien im Jahre 1950 die heute bekannte Druckfassung Herr Puntila und sein Knecht Matti, in der wesentliche Teile der finnischen Fassung von 1940 wieder hergestellt wurden.[25] Diese Überschrift erwähnt jedoch im Vergleich zu der ersten Stückfassung von 1940 neben Puntila auch die Figur des Matti. Das Verhältnis des „Herren“ zu seinem „Knecht“ – die Figur „Matti“ wird zur Hauptfigur des Stückes ‚erhoben’.

3. Matti in „Herr Puntila und sein Knecht Matti“

3.1 Matti in dem Verhältnis zu seinem Herrn

Brecht stellt in seinem Stück den Klassenantagonismus zwischen Puntila und Matti ins Zentrum. Um diesen Gegensatz zu erreichen, entwickelte er neben dem zwischen Rausch und Nüchternheit gespaltenen Gutsbesitzer Puntila eine ihm ebenbürtig-erscheinende Figur des Matti – auch wenn angesichts der verbalen Dominanz und beherrschenden Vitalität Puntilas eine Gleichheit zwischen beiden nicht direkt deutlich wird. Der Klassengegensatz wird durch die wechselhafte Darstellung des Puntila in berauschtem und nüchternem Zustand hervorgehoben. „Gut“ und wohltätig ist Puntila nur in betrunkenem Zustand. Nun erkennt er in seinem Chauffeur einen Menschen. Der Kapitalist und reiche Gutsbesitzer kann sich jedoch ein wirkliches Gut-Sein nicht leisten, da er sonst seine eigenen Lebensgrundlagen beschneiden würde. Deswegen wird Puntila zum schamlosen Ausbeuter und Kapitalisten, sobald er nüchtern ist.

Mit diesen Grundeigenschaften seines Herrn muss sich Matti arrangieren. Das Stück ist so angelegt, dass Matti hauptsächlich in den von seinem Herrn gesteckten Grenzen agieren kann.

Er ist gezwungen, sich Puntila unterzuordnen – gemäß den hierarchischen Verhältnissen. Während Puntila das Stück als äußerst lebhafter Gutsherr zu dominieren scheint, besitzt Matti „geistige Überlegenheit“[26], die in seinen zweideutig-ironischen Kommentaren insbesondere in Bezug auf seinen Herrn, deutlich wird. Brechts Ziel ist, dass innerhalb des Stückes eine „Balance“[27] zwischen beiden Figuren erkennbar ist.

Das Verhältnis zwischen Puntila und seinem Knecht, neben den ‚beiden Puntilas’ der zentrale Aspekt des Volksstücks, ist von dem funktionalen Bewusstsein des Gutsherrn geprägt[28]. Er reduziert, auch in betrunkenem Zustand, die Menschen seiner Umgebung auf ihre Funktion, auf ihre Tätigkeit. Dies zeigt sich im ersten Zusammentreffen zwischen Knecht und Herr zu Beginn des Stückes. Puntilas verwunderte Reaktion auf Mattis aufgebrachte Äußerung ist, sich nicht wie ein Stück Vieh behandeln lassen zu wollen[29]: „Was heißt: einen Menschen? Bist du ein Mensch? Vorhin hast du gesagt, du bist ein Chauffeur. Gelt, jetzt hab ich dich auf einem Widerspruch ertappt! Gib’s zu!“[30] Es scheint für ihn nicht vorstellbar, dass seine Dienstboten, die ihn Tag und Nacht umgeben, mehr sind, als bloße Befehlsempfänger. Puntila ist gewohnt, dass seine Befehle ohne Widersprüche hingenommen werden. Er kann sich sogar beim Ober anstelle des Samstags einen Freitag „bestellen“[31] und scheint in Matti den ersten Dienstboten zu finden, der seinem Herrn gegenüber eine eigene Meinung zu äußern wagt.[32] Puntila erkennt ihn mit „Deine Stimme klingt ganz menschlich“ als vollwertige Person an und scheint sich zu der selbstbewussten Haltung Mattis so hingezogen zu fühlen, dass er den Knecht im gleichen Zuge seinen Freund nennt.[33] Brecht entwickelt hier ein ironisches Bild des Klischeekapitalisten und liefert zugleich in der Reaktionsweise des Matti den Appell an den ‚kleinen Mann’, sich nicht alles bieten bzw. sich nicht instrumentalisieren zu lassen. Puntila ist ein Kapitalist, dessen Personenfunktionalisierung eine Ausbeutermentalität impliziert, die zu einer Verzerrung seiner Wirklichkeitswahrnehmung führt.[34]

Puntilas Verhalten gegenüber seinem Knecht verschärft sich in nüchternem Zustand, wenn Matti lediglich auf Leistungsfähigkeit und Arbeitskraft reduziert zu sein scheint.[35] Puntila verhält sich seinem Knecht gegenüber derart autoritär, dass Matti meist nur mit „Jawohl, Herr Puntila.“[36] zu antworten wagt.

Sobald Puntila jedoch betrunken ist, wird sein Reden und Handeln bestimmt von Emotionalität und Menschlichkeit[37]. Nun wird Matti zu seinem „Freund“[38].

[...]


[1] Bertolt Brecht: Herr Puntila und sein Knecht Matti. In: Stücke 2, Frankfurt 2005, S.298.

[2] Vgl.: Hans Peter Neureuther: Portrait Hella Wuolijoki. In ders.: Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“, Frankfurt/Main 1987, S.296f.

[3] Vgl.: Hella Wuolijoki: Zur Entstehung des Stückes. In: Hans Peter Neureuther: „Herr Puntila und sein Knecht Matti“, Frankfurt/Main 1987, S.103f.

[4] Ebd.

[5] Vgl.: Ebd.

[6] Werner Hecht (Hrsg.): Bertold Brecht Arbeitsjournal. 2 Bände, 1.Bd.:1938 – 1942, Frankfurt/ Main, 1973

[7] Herta Ramthun (Bearb.): Bertold Brecht Archiv. Bestandsverzeichnis des literarischen Nachlasses, 4 Bände, Bd.1 - Stücke, Berlin/Weimar, 1969, S.148.

[8] Vgl.: Outi Valle: Das Herr-Knecht-Verhältnis in Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ als theatrales und soziales Problem. Unter besonderer Berücksichtigung der Stückvorlage von Hella Wuolijoki, Berlin, 1977, S.18.

[9] Hecht: Brecht Arbeitsjournal, S.164.

[10] Ebd.

[11] „H[ella] W[uolijokis] Stück, halb fertig,[…]“ (Ebd.); vgl. auch: Valle, S.69.

[12] Vgl.: Valle, S.69. Da dieses Manuskript von Wuolijoki/Steffin nicht zugänglich war, habe ich eine deutsche Übersetzung der Vorgängerfassung - des Manuskripts für den Film als Grundlage dieser Arbeit genommen.

[13] Hecht: Brecht Arbeitsjournal, S.164.

[14] Vgl.: Jost Hermand: Herr Puntila und sein Knecht Matti. Brechts Volksstück; In: Brecht Heute 1. Jahrbuch der internationalen Brecht-Gesellschaft, Frankfurt/Main 1971, S.124.

[15] Vgl.: Hecht: Brecht Arbeitsjournal, S.181

[16] Hermand, S.124.

[17] Vgl.: Hans Peter Neureuther: Bericht zu Entstehungsgeschichte. In: Mitteilungen aus der deutschen Bibliothek, Helsinki 1975, S.26

[18] Ebd., S.25

[19] Hermand, S.125.

[20] Ramthun: Bertold Brecht Archiv, S.148.

[21] Vgl.: Hecht: Brecht Arbeitsjournal, S.172.

[22] Hecht: Brecht Arbeitsjournal, S.177.

[23] Ebd., S.177.

[24] Brecht fügt seiner Inhaltsangabe ein Gedicht an, dass den Klassengegensatz zusätzlich betont: „weil halt in diesem leben/ das korn nicht den flegel drischt/ und weil das öl sich eben/ nicht mit dem wasser mischt.“ Zitiert nach: Ebd.; Vgl.: Neureuther: Brechts Puntila, S.51

[25] Neureuther, Brecht Herr Puntila und sein Knecht Matti, S.7.

[26] Bertold Brecht: Notizen über die Züricher Erstaufführung, In: ders.: Gesammelte Werke, 20 Bände, Bd.17: Schriften zum Theater 2, hrsg. vom Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main, S.1172.

[27] Bertold Brecht: Notizen über die Züricher Erstaufführung, S.1172.

[28] Vgl.: Fritz Martini: Soziale Thematik und Formenwandlungen des Dramas. In: ders.: Literarische Form und Geschichte. Aufsätze zu Gattungstheorie vom Sturm und Drang bis zum Erzählen heute, Stuttgart 1984, S.191.

[29] Brecht: Puntila, S.301.

[30] Ebd., S.301f.

[31] Er „bestellt“ einen Freitag, obwohl eigentlich ein Samstag ist. Das unterwürfige Verhalten des Obers hebt Mattis selbstsicheres Auftreten zusätzlich hervor. Vgl. Ebd., S.300f bzw. S.302

[32] Ebd., S.302.

[33] Vgl.: Ebd., S.302.

[34] In Zeiten des globalen, dynamischen Kapitalismus, ein Problem von ungeheurer Aktualität: Das abhängige Individuum wird der mentalen Reduktion des Kapitalisten unterworfen und vom Subjekt zum bloßen handlungsausführenden Objekt gewandelt.

[35] Ebd., S.329.

[36] Ebd., S.319 bzw. S.334.

[37] Ebd., S.321f bzw. S.363.

[38] Ebd., S.302 bzw. S.361.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Die Darstellung der Figur des Matti in Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti"
Untertitel
Im Kontext der Entstehungsgeschichte und anhand "Der Fröhliche Weinberg" (Carl Zuckmayer) sowie "Die Sägemehlprinzessin" (Hella Wuolijoki)
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für deutsche Philologie)
Veranstaltung
Hauptseminar: Bertolt Brecht
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
39
Katalognummer
V78429
ISBN (eBook)
9783638838573
ISBN (Buch)
9783638839280
Dateigröße
562 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bertolt, Brechts, Herr, Puntila, Knecht, Matti, Darstellung, Figur, Hauptseminar, Brecht
Arbeit zitieren
David Wieblitz (Autor), 2006, Die Darstellung der Figur des Matti in Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78429

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