Hyperaktive Kinder in der Grundschule. Erscheinungsbilder, Unterrichtsprobleme, Fördermöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung des Sportunterrichts


Examensarbeit, 2002
76 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Hyperaktive Kinder – Erscheinungsbilder
3.1 Die Primärsymptome
3.1.1 Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit
3.1.2 Impulsivität
3.1.3 Hyperaktivität
3.2 Die Sekundärsymptome
3.3 Resümee

4. Hyperaktivität - Erklärungsansätze zur Ursachenforschung
4.1 Prävalenz
4.2 Die physiologisch-medizinischen Ursachen
4.3 Die psychischen Ursachen
4.3.1 Der psychoanalytische Erklärungsansatz
4.3.2 Der psycho-soziale Erklärungsansatz
4.4 Resümee

5. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Unterrichtsprobleme
5.1 Probleme im Leistungsbereich
5.2 Probleme im Sozialbereich
5.3 Resümee

6. Hyperaktive Kinder in der Grundschule – Fördermöglichkeiten
6.1 Fördermöglichkeiten in der Schule und im Unterricht
6.2 Konzept einer Vorstufe für Kinder mit dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom nach Ackermann-Behringer
6.3 Fördermöglichkeiten des Sportunterrichts am Beispiel der Psychomotorik
6.3.1 Psychomotorik: Ziele und Inhalte
6.3.2 Didaktisch-methodische Prinzipien der psychomotorischen Unterrichtsweise
6.3.3 Praxisbeispiele in der Anwendung der Psychomotorik
6.3.3.1 Übungen zur Förderung der vestibulären Wahrnehmung
6.3.3.2 Übungen zur Förderung der kinästhetischen Wahrnehmung
6.3.3.3 Übungen zur Förderung der taktilen Wahrnehmung
6.3.3.4 Übungen zur Förderung der auditiven Wahrnehmung
6.3.3.5 Übungen zur Förderung der visuellen Wahrnehmung
6.3.3.6 Übungen zur Förderung der Selbstwertsteigerung und des Sozialverhaltens
6.4 Resümee

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Ob der Philipp heute still
Wohl bei Tische sitzen will ?
Also sprach in ernstem Ton
Der Papa zu seinem Sohn,
Und die Mutter blickte stumm
Auf dem ganzen Tisch herum.
Doch der Philipp hörte nicht,
Was zu ihm der Vater spricht.
Er gaukelt
Und schaukelt,
Er trappelt
Und zappelt
Auf dem Stuhle hin und her.
Philipp, das mißfällt mir sehr“

(www.struwwelpeter.com/SP/phil1.html; 06. Mai 2002)

Der Nervenarzt Dr. Heinrich Hoffmann beschreibt 1845 schon früh und sehr anschaulich das Erscheinungsbild des hyperaktiven Kindes anhand seines „Struwwelpeters“. Schon damals waren die Schwierigkeiten des „Zappelphilipps“ ersichtlich und bekannt.

Hyperaktivität oder Aufmerksamkeits-Defizit-Störung sind Schlagworte in unserer Gesellschaft, die zumeist negative Assoziationen hervorrufen.

Hyperaktive Kinder scheinen kein Ziel so inständig zu verfolgen, wie ihre Umwelt durch ihren unbändigen Bewegungsdrang und mit ihrem ungestillten Durst nach bedingungsloser Aufmerksamkeit tyrannisieren zu wollen.

Doch wird das Verhalten dieser Kinder nicht allzu negativ gesehen? Hyperaktivität scheint in der heutigen Zeit zu einer Modekrankheit geworden zu sein, die zunehmend auffällt.

Besorgte Eltern, die an ihrem Kind beobachten, dass es „anders“ ist als andere Kinder, dass es zu sehr impulsiv reagiert, aggressiv wird, sich nicht konzentrieren kann und ständigen Bewegungsdrang verspürt, bekommen von Ärzten, Erziehern, Psychologen und Pädagogen vielfältige Erklärungen.

Häufig gelten Eltern auch als regelrechte Versager, denn sie scheinen ihr Kind nicht gut erzogen zu haben. Viele Eltern stehen daher unter großem Druck, der Gesellschaft anpassungsfähige Nachkommen zu liefern. Was aber passiert, wenn ein Kind den Normen und Werten nicht zu entsprechen vermag? Die Eltern plagt ein schlechtes Gewissen, da auch sie in vielen Situationen gegenüber ihrem Kind überreagieren und verzweifeln, da sie es nicht verstehen können, dass gerade ihr Kind so ist. Dabei kann keinem die Schuld für die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS genannt und im Folgenden so verwendet, zuerkannt werden. Obwohl dieses Phänomen schon früher existierte, wird es heute sensibler von der Gesellschaft wahrgenommen. Die Psychologen, Ärzte, Forscher und Therapeuten beschäftigen sich zusehends mehr mit dieser Krankheit. In den letzten Jahren wurden viele Erkenntnisse gewonnen, die versuchen, die Ursachen von ADHS zu erklären. Eine wirklich ausreichende Ursachenforschung wurde bis heute nicht betrieben, um genau erklären zu können, wie ADHS entsteht. Fest steht nur, dass Hyperaktivität in unserer heutigen Gesellschaft besonders häufig und direkt wahrnehmbar geworden ist. Betroffene Eltern stehen dem Problem genauso hilflos gegenüber wie die Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen, an die sich die Eltern verzweifelt wenden.

Die vorliegende Arbeit soll das Erscheinungsbild des ADHS-Kindes, die bisherigen Ursachenerklärungen und die daraus resultierenden Unterrichtsprobleme aufzeigen. Im Anschluss daran werden mögliche Förderhilfen erläutert, die den Umgang mit ADHS-Kindern in der Schule, im Unterricht und speziell im Sportunterricht mithilfe der Psychomotorik erleichtern sollen. Diagnosestellungen und Therapien der ADHS-Krankheit bleiben unberücksichtigt oder nur am Rande erwähnt, weil sie für die didaktische Fragestellung der Arbeit nicht relevant sind und den Rahmen des Möglichen sprengen würden.

Als Lesehinweis sei zu erwähnen, dass auf geschlechtsspezifische Bezeichnungen weitestgehend verzichtet worden ist und auf die neutrale Form zurückgegriffen wurde. Sollte dennoch ein geschlechtsspezifischer Ausdruck erkennbar sein, in etwa bei Zitaten, so ist immer sowohl die feminine als auch die maskuline Form entsprechend gemeint.

Die Strukturierung der Arbeit ist wie folgt.

Nachdem im ersten Kapitel eine kurze Einleitung und Übersicht der Arbeit erfolgt, wird im zweiten Kapitel eine Begriffsklärung vorgenommen. ADHS wurde mittlerweile vielfach definiert. Die verschiedenen Begriffe werden dort kurz erläutert. Auch Psychomotorik wird vielfältig beschrieben, so dass es einer kurzen Erläuterung bedarf. Zudem werden methodische Aspekte erklärt.

Im dritten Kapitel werden die Erscheinungsbilder von ADHS-Kindern genannt. Diese lassen sich in Primär- und Sekundärsymptome unterteilen. Erwähnt werden die am häufigsten auftretenden Symptome, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können. Viele Symptome sind der Individualität eines jeden Kindes zuzusprechen, die in der Literatur nicht aufzufinden sind.

Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den Erklärungsansätzen zur Ursachenforschung. Hier wird als erstes ein kurzer Überblick über die Prävalenz von ADHS gegeben, woran sich die physiologisch-medizinischen Ursachen anschließen. Anhand einer Darstellung der bis heute erreichten Ergebnisse auf diesem Gebiet werden diese erläutert. Darauf folgen die psychischen Ursachen, die unterteilt sind in den psychoanalytischen und den psycho-sozialen Erklärungsansatz.

Hyperaktivität stellt zumeist erst in der Schule ein größeres Problem dar. Deshalb befasst sich das fünfte Kapitel mit hyperaktiven Kindern in der Grundschule und ihren Unterrichtsproblemen. Hier wird einerseits unterschieden nach Problemen im Leistungsbereich, die ADHS-Kinder aufweisen, und andererseits nach Diskrepanzen im sozialen Bereich, die sich besonders belastend für die betroffenen Kinder auswirken.

Das sechste Kapitel soll im Anschluss an Kapitel fünf Fördermöglichkeiten darstellen, die in der Schule während eines normalen Unterrichts im Klassenraum durchführbar sind, um das Leben der ADHS-Kinder in der Gemeinschaft zu erleichtern.

Das vorgestellte Konzept nach Ackermann-Behringer erläutert eine Möglichkeit zur vorschulischen Förderung von ADHS-Kindern, damit diesen ein normaler Eintritt in die Regelschule ermöglicht werden kann.

Als weitere Fördermöglichkeiten werden Hilfen im Sportunterricht vorgestellt, die sich besonders an der Psychomotorik orientieren. Inhalte, Ziele und didaktische Prinzipien geben den Rahmen der psychomotorischen Förderung vor, an denen sich die anschließenden Praxisbeispiele zur Förderung der Wahrnehmung, des Selbstwertes und des Sozialverhaltens anlehnen. Die Übungen sind Auszüge aus der Literatur, in der sich noch weitaus mehr Fördermöglichkeiten in diesem Bereich finden lassen.

Das siebte Kapitel beinhaltet eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte der vorliegenden Arbeit.

2. Begriffsklärung

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS genannt, hat im Laufe der Zeit viele Begrifflichkeiten und Definitionen erhalten. Man kann von einem „Wirrwarr“ der Begriffe für Hyperaktivität und viele „Wege durch den Dschungel des Begriffsfeldes“ sprechen.

Seit Jahren bestehen internationale Differenzen über die Verbreitung und das Konzept von ADHS.

Folgende Begriffe werden in unterschiedlichen Publikationen verwendet:

- ADS, als Abkürzung für die Aufmerksamkeits-Defizit-Störung, ist der für die Krankheit am häufigsten gebrauchte Begriff in der Bundesrepublik Deutschland;
- ADD + H bedeutet „attention-deficit-disorder plus hyperactivity“ und wird vorzugsweise in der amerikanischen, mitunter auch in der deutschen Literatur verwendet;
- ADHD +/- ist die Bezeichnung, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren Publikationen verwendet und heißt „attention-deficit-hyperactivity-disorder“ mit und ohne Hyperaktivität;
- das hyperkinetische Syndrom wird als HKS abgekürzt und wurde früher in Deutschland während der 70er bis 90er Jahre verwendet;
- POS ist die am häufigsten in der Schweiz zu findende Begrifflichkeit und beinhaltet das frühkindliche psychoorganische Syndrom;
- ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) ist wiederum ein Begriff der Bundesrepublik Deutschland, der zu ADS den Aspekt der Hyperaktivität hervorhebt; er ist heute neben ADS am häufigsten in den Veröffentlichungen zu finden.

Hyperaktivität ist eine Begleiterscheinung der Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS), so dass es ADS sowohl mit als auch ohne Hyperaktivität gibt.

Im Folgenden wird von ADHS gesprochen, da dieser Begriff das Problem der Unaufmerksamkeit plus ständiger Unruhe am besten zu beschreiben vermag. Die sogenannten „Träumer“, die eine ADS ohne Hyperaktivität aufweisen, sollen in dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden.

Alle in der Literatur verwendeten Begrifflichkeiten lassen sich nicht streng voneinander trennen, so dass ADHS als Synonym für alle anderen Bezeichnungen verwendet werden kann.

Nicht nur für die Hyperaktivität, sondern auch für die im sechsten Kapitel angewandte Psychomotorik stellen sich Begriffsschwierigkeiten dar.

Psychomotorik wird oft auch als Motopädagogik oder Motologie bezeichnet. Hier soll versucht werden, die Begriffe zu definieren und voneinander abzugrenzen.

Motologie bezeichnet im ursprünglichen Sinn die Lehre von der Motorik als Grundlage der Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit. Sie wird deshalb auch als Oberbegriff für Motopädagogik und Psychomotorik verstanden, da beide Bereiche diese Lehre verfolgen.

Unterschieden werden kann Motopädagogik von der Psychomotorik dahingehend, dass die Motopädagogik mehr das Konzept der Persönlichkeitsbildung über motorische Prozesse beinhaltet. Psychomotorik dagegen stützt sich in großem Maße auf den Anteil der Wahrnehmung, des Erlebens, des Fühlens und des Denkens bei Bewegungshandlungen. Sie dient speziell der Behandlung von Auffälligkeiten und Störungen im Leistungs- und Verhaltensbereich und beschäftigt sich mehr mit den psychisch-geistigen Vorgängen. Kindliche Entwicklung hat deshalb immer auch etwas mit psychomotorischer Entwicklung zu tun und deshalb macht sich die Psychomotorik in ihrem pädagogisch-therapeutischen Konzept die Wechselwirkung von psychischen und motorischen Prozessen zu Nutze.

Psychomotorik kann also definiert werden als „die funktionelle Einheit psychischer und motorischer Vorgänge, die (eine) enge Verknüpfung des Körperlich-motorischen mit dem Geistig-seelischen kennzeichnet“ (Zimmer, 1999:22).

Aus diesem Grund wird speziell die Psychomotorik zur Förderung von ADHS-Kindern im Sportunterricht herangezogen.

3. Hyperaktive Kinder – Erscheinungsbilder

3.1 Die Primärsymptome

Folgende Primärsymptome kennzeichnen das aufmerksamkeitsgestörte- und hyperaktive Kind:

- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit
- Impulsivität
- Hyperaktivität

(vgl. Döpfner, Frölich, Lehmkuhl, 2000: 1)

Hyperaktive Kinder fallen auf, obwohl sie gar nicht auffallen wollen. Sie stoßen in ihrer Umwelt auf viel Unverständnis, da sie ruhe- und rastlos sind. Sie besitzen kaum Ausdauer, um begonnene Aktivitäten zu beenden und gelten als unausgeglichen und impulsiv.

Eichlseder skizziert das Erscheinungsbild des ADHS-Kindes als ein Drama: es ist unglücklich, da es in seiner Umwelt auf kein Verständnis trifft. Auf diese Weise geht es mit ihm bergab, sowohl privat als auch schulisch. Es wird stark in seinem Selbstwertgefühl beeinträchtigt und leidet unter einer ausgeprägten Mutlosigkeit. Nicht selten wird aus einer asozialen Haltung eine antisoziale und das betroffene Kind entwickelt Persönlichkeitsneurosen (vgl. Eichlseder, 1991: 8f).

ADHS-Kinder fallen am ehesten in der Grundschule im Alter von 6 bis 14 Jahren auf. Hier wird erstmalig die Kollision mit der Umwelt genauer ersichtlich. Konnte das temperamentvolle Verhalten des Kindes im Kindergarten noch einigermaßen akzeptiert werden, so muss es sich in der Schule an Regeln und Abmachungen halten, was ihm sichtlich schwer fällt.

3.1.1 Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit

Die mangelnde Aufmerksamkeits- und Konzentrationsbeständigkeit kennzeichnet die ADHS-Kinder besonders. „Sie bemühen sich, aufmerksam zu sein und die ihnen gestellten Aufgaben zu bewältigen. Aber es gelingt ihnen beim besten Willen nicht.“ (Eichlseder, 1991: 14). Dieses Bemühen wird von ADHS thematisch unerfahrenen Menschen, seien es Lehrer, Eltern oder Klassenkameraden, nicht wahrgenommen. Sie sehen nur, dass die gestellte Aufgabe nicht oder nur minderwertig erledigt wurde und das Kind sich anscheinend keine Mühe gegeben hat. Auf diese Weise wirken ADHS-Kinder faul und lustlos. Dieses Verhalten wird z.B. bei den täglichen Hausaufgaben erkennbar. Es vergeht viel Zeit, bis sich das Kind letztendlich an seine Aufgaben heransetzt. Nicht selten hat es sogar vergessen, welche Aufgaben es zu Hause bearbeiten soll, weil es in der Schule nicht in der Lage war, die Aufgabenstellung aufzunehmen. Selbst wenn es sich an seine Aufgaben erinnert, lässt es sich schnell von anderen Reizen ablenken. Dieses ist ein typisches Merkmal, auf das noch näher bei den Ursachen eingegangen wird (s. Kap 4.2). Unter großem Druck versucht das Kind die Aufgaben zu lösen, doch dabei häufen sich die Fehler und das Schreiben wird anstrengend. Es hat somit einen großen Hang zur Nichtbeachtung von Details und Flüchtigkeitsfehlern. In der Schule wird das u.a. dadurch deutlich, dass das Kind z.B. bei den ersten beiden Rechenaufgaben eine Additionsvorgabe erkennt, bei den folgenden Aufgaben, bei denen allerdings die Subtraktion im Mittelpunkt steht, ebenfalls addiert, weil es die Details der Aufgabe nicht beachtet hat. Zudem erfolgt vielfach ein unvollständiges Bearbeiten der Vorgaben.

Ein weiteres Kennzeichen für die schwache Aufmerksamkeitsspanne ist das planlose Vorgehen der Kinder. Sie verlieren sehr oft ihre Arbeitsmaterialien und bearbeiten die gestellten Aufgaben in einem großen Durcheinander. Humm erwähnt in einem Fallbeispiel den Viertklässler Michi, der ein „organisatorischer Chaot“ (Humm, 1998: 52) sei. Nichts kann er erfolgreich zu Ende bringen, seien es Bastelarbeiten oder Hausaufgaben (vgl. Humm, 1998: 52). Es wird deutlich, dass ADHS-Kinder planlos ihre Tätigkeiten wechseln.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ADHS-Kinder in ihrer Aufmerksamkeit unbeständig sind und aufgrund dessen kaum eine angefangene Sache zu Ende bringen können.

3.1.2 Impulsivität

Impulsivität ist eine weitere typische Erscheinung für Kinder mit ADHS. Eichlseder definiert sie folgendermaßen: „Impulsiv handelt jemand, der auf den ersten Anstoß, auf den ersten Impuls hin etwas tut, ohne vorher zu überlegen“ (Eichlseder, 1991: 16).

Diese Impulsivität beherrscht die hyperaktiven Kinder. Sie können ihr Handeln nicht konkret steuern, sind den Impulsen, die die Umwelt liefert, gänzlich ausgesetzt. Die Impulse „platzen überall dazwischen“ und stören somit das betroffene Kind und seine Mitmenschen. Aufgrund dessen macht sich das ADHS-Kind ungewollt unbeliebt. Es wird ausgelacht und verspottet bis hin zur Verstoßung. Es wird von seinen Kameraden isoliert. In der Schule äußert sich die Impulsivität darin, dass das Kind seine Antworten ungefragt in die Klasse ruft, seine Hand immer sofort auf die Frage der Lehrkraft erhebt. Aufgrund mangelhaften Überlegens sind die Antworten meistens falsch. Eines jedoch erreicht das Kind: es erhält Aufmerksamkeit, wenn auch keine wohlwollende und welche das Kind selber nicht adäquat deuten kann. Es versteht nicht, warum es in eine Isolation gedrängt wird.

Der soziale Lernprozess enthält beim ADHS-Kind große Schwächen. Es kann Spielregeln nur schwer akzeptieren und je größer die Gruppe ist, umso schwerer fällt es ihm, sich in sie einzuordnen. Zu Hause in der Familie setzen sich die Probleme fort. Die Geschwister sind genervt von der ständigen Unruhe ihres Bruders oder der Schwester, selbst hier gerät das Kind zunehmend in die Isolation.

Die Impulsivität lenkt also die hyperaktiven Kinder und erschwert ihnen das Leben in einer Gemeinschaft.

3.1.3 Hyperaktivität

Die extreme Hyperaktivität stellt das dritte Primärsymptom dar. Es kennzeichnet sich aus durch Zappeligkeit und Nicht-Sitzenbleiben-Können, sowie häufiges Umherrennen und Klettern in unpassenden Situationen, wie z.B. in der Schule während des Unterrichts. Das ADHS-Kind hat eindeutig Probleme, sich mit einer Aktivität ruhig auseinanderzusetzen. Es handelt, als würde es „getrieben“ werden. In dem Fallbeispiel von Michi beschreibt Humm die Hyperaktivität des Jungen wie folgt: „Wenn etwas „läuft“, so herrscht Betrieb; bei Michi wird dieser Betrieb aber zur Betriebsamkeit und zum Getriebensein, zur Nervosität und zur Hyperaktivität. Nicht umsonst gilt er als ein Viertklässler, der sich überall vordrängt, der nicht warten kann, der dreinschiesst und keine Grenzen spürt“ (Humm, 1998: 41).

Hyperaktive Kinder reden schnell und viel, und wenn sie wütend werden, neigen sie zur Fäkalsprache, um ihren Gegenüber zu verletzen, weil sie sich selber verletzt fühlen. Neuhaus bezeichnet diese sprachliche Wut als „Sprechdurchfall“ (Neuhaus, 1999: 113).

Werden die schwache Aufmerksamkeitsspanne und die Impulsivität oft erst im Schulalter richtig deutlich, so macht sich die Hyperaktivität bereits im Säuglingsalter ansatzweise bemerkbar. Eichlseder erklärt, dass „die meisten hyperaktiven Kinder (...) schon im Kleinkindalter, im Kindergarten oder sogar schon als Säuglinge auffällig (sind) (Eichlseder, 1991: 41). Es hängt von der Umwelt, besonders von den Eltern ab, inwieweit sie ihr Kind als nicht normal entwickelt ansehen und dann die erforderlichen Untersuchungen einleiten. Spätestens die Erzieher im Kindergarten sollten aufgrund ihrer Erfahrung im Umgang mit Kindern eine eventuelle Störung im Verhalten bemerken.

Im Säuglingsalter fallen die Babys durch ihr ständiges Schreien auf und lassen sich nur schwer beruhigen. In einer Studie in England wurde herausgearbeitet, dass ADHS-Kinder mit einer wesentlich höheren Frequenz (650-800 Hertz/Sekunde, normal sind 400-450 Hertz/Sekunde) als „normale“ Babys schreien und bedingungslos mehr Aufmerksamkeit erzwingen wollen. Mütter haben berichtet, dass selbst der noch ungeborene Fötus sie während der Schwangerschaft hart und schmerzhaft getreten hat.

Im Vorschulalter kommt jedes Kind in eine Trotzphase, die interindividuell von unterschiedlicher Dauer ist. Hyperaktive Kinder aber scheinen ständig in dieser Phase zu sein. Im Kindergarten sind sie oft unbeliebt, da sie aus unerklärlichen Gründen plötzlich zu streiten beginnen und Bauwerke oder Bastelarbeiten der anderen Kinder beschädigen und zerstören. Die ADHS-Kinder schaffen es selten, sich ruhig und über längere Zeit hinweg mit ein und derselben Gegebenheit zu beschäftigen. Bei Bewegungsspielen kämpfen sie bis zur totalen Erschöpfung, sind danach aber nicht beruhigter, sondern vermehrt aggressiv, und beginnen sogar, andere Kinder zu beschimpfen und anzugreifen. Fällt ein Kind in diesem frühen Alter derart auf, benötigt es professionelle Hilfe, um zu lernen, sein Verhalten zu kontrollieren. Die Unruhe muss ergründet werden, bevor sich schulische Probleme anschließen (s. Kap. 5). Bereits im Kindergarten werden hyperaktive Kinder von ihren Kameraden ausgeschlossen und nicht zu Geburtstagen eingeladen. Sofern keine Therapie eingeleitet wird, könnte sich die soziale Isolation im Schulleben dramatisch weiterentwickeln (vgl. Eichlseder, 1991: 41ff).

Für das Kind bedeutet die Hyperaktivität schon in frühen Jahren mit den Konflikten seiner Krankheit konfrontiert zu werden und stellt ein beachtliches Problem dar, dem unbedingt Abhilfe geschaffen werden muss, damit es lernt, den mit der Vergesellschaftung zunehmenden Ansprüchen gerecht zu werden. Somit kann die Gefahr der Isolation eingedämmt werden.

3.2 Die Sekundärsymptome

Die Sekundärsymptome, auch komorbide Störungen genannt, sind bei bis zu zwei Dritteln aller Kinder mit ADHS nachweisbar. In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom nicht alleine in den drei Hauptsymptomen auftritt, sondern dass ebenfalls eine Vielzahl von Nebenerscheinungen ersichtlich werden (vgl. Döpfner, Frölich, Lehmkuhl, 2000: 7).

Im Folgenden werden nun die am häufigsten zu beobachtbaren Merkmale genannt. Die Auflistung kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, da es sicherlich Faktoren gibt, die jeweils der Individualität des Kindes zuzusprechen und bislang noch nicht erkannt worden sind.

Eichlseder führt vor allem die Sprache und die Aggressivität der betroffenen Kinder an. ADHS-Kinder sprechen häufig in unvollständigen und nicht korrekten Sätzen und schreiben entsprechend ihrer Aussprache. Hier werden große Probleme im Lesen und Rechtschreiben deutlich, einhergehend mit Lernstörungen und Schulleistungsdefiziten, die jeweils besonderer Hilfe bedürfen. Sie werden bei rund 10-25 % der diagnostizierten Fälle ersichtlich (vgl. Eichlseder, 1991: 21).

Ruf-Bächtiger spricht von einer Störung der Stimme bei ADHS-Kindern, die sich in zu lautem oder zu leisem Sprechen, in undeutlicher Artikulation und abgehacktem und monotonem Sprechfluss äußert. Das Kind ist nicht in der Lage, seine Stimmbänder richtig zu kontrollieren (vgl. Ruf-Bächtiger, 1998: 18).

Bei vielen hyperaktiven Kindern fällt zudem eine größere, krankheitsbedingte Bereitschaft zur Aggressivität auf. Aufgrund ihrer Impulsivität schaffen sie es nicht, ihr Benehmen zu beherrschen. Unsicher mit sich selbst, leiden die Kinder an Affektlabilität und ihre Frustrationstoleranz ist sehr gering. Eichlseder erklärt, die Kinder leiden an einer unglücklichen Grundstimmung, welche durch explosive Ausbrüche unterbrochen wird. Die hyperaktiven Kinder zeigen eine ambivalente Emotionalität. Einerseits sind sie traurig, andererseits kann es sein, dass plötzlich eine Art Überfreuung eintritt. „Die Mutter eines sechszehnjährigen Buben berichtet, dass schlimmer noch als seine Tobsuchtanfälle seine „Lachanfälle“ seien. Er könne sich wirklich nicht mehr beruhigen, er käme völlig außer Atem, sei dann nassgeschwitzt, erschöpft, aber nicht glücklich entspannt, sondern ermüdet“ (Eichlseder, 1991: 34). Anhand dieser eigenen Praxiserfahrung macht Eichlseder deutlich, dass das Nicht-Beherrschen der eigenen Affekte den Kindern sogar schadet, weil es sie zusehends erschöpft. Hinzu kommt die Frustrationsintoleranz. Die ADHS-Kinder sind nicht bzw. kaum in der Lage, Enttäuschungen zu ertragen und zu verarbeiten. Diese Unfähigkeit zeigt sich einerseits an den jähzornigen Ausbrüchen, andererseits auch an einem sehr ruppigen und rauen Umgangston vor allem gegenüber der Familie. Diese unverschämte und provokante, zum Teil auch beleidigende Wortwahl ist dem Kind jedoch nicht bewusst. Eichlseder erklärt in einem Fallbeispiel, wie eine Mutter die tobsüchtigen Reaktionen ihres Kindes auf einem Tonband aufzeichnete, und es im Anschluss dem Kind vorspielte. Das Kind selbst war über sein eigenes Verhalten erstaunt (vgl. Eichlseder, 1991: 35).

Eine häufige Folge der Unzufriedenheit mit sich selber und der Isolation durch die Umwelt ist das Einkoten und Einnässen. Eichlseder ist der Überzeugung, dass diese Symptome „Ausdruck (...) psychoanalytischer aufzulösender krankhafter seelischer Prozesse [sind] (Eichlseder, 1991: 22f), sofern ihnen keine anatomischen Ursachen zugrunde liegen. Nicht selten neigen ADHS-Kinder mit psychischen Problemen zu Depressionen und Mutlosigkeit. Das äußert sich schon in frühen Jahren in Selbstmordgedanken und Angstträumen. Dieses ist allerdings kein unbedingt typisches Symptom für ADHS, es kann auch normal entwickelte Kinder betreffen. Die inneren seelischen Zustände lassen sich oft nur mithilfe psychotherapeutischer Behandlung sichtbar machen, denn die meisten Kinder wissen ihre Depressionen und Träume zu verbergen. „Sie sind sehr oft verborgen hinter einem betont forschen Auftreten“ (Eichlseder, 1991: 28).

Ruf-Bächtiger geht vor allem auf die Wahrnehmungsstörung als Erscheinungsbild ein, das die ADHS-Kinder begleitet. Unter Wahrnehmung wird die Aufnahme und Verarbeitung von Reizen der Umwelt verstanden, die über die Sinnesorgane aufgenommen und zu den entsprechenden Leitstellen im Gehirn übermittelt werden. Besonders die taktilen, kinästhetischen, auditiven und visuellen Wahrnehmungsbereiche sind bei diesen Menschen beeinträchtigt. Konkret bedeutet das, dass sie ihr Tast- und Bewegungsempfinden, sowie gehörte als auch gesehene Impulse schwerer wahrnehmen, im Gehirn verarbeiten und identifizieren können als „normale“ Kinder. Erkennbar wird die Wahrnehmungsstörung zum einen an der kleinen Erfassungsbreite. ADHS-Kinder können keine langen und komplizierten Sätze behalten. Sollen sie verschiedene Dinge aus dem Keller aus unterschiedlichen Regalen holen, werden sie oftmals nur das zuletzt Genannte mitbringen, da sie die anderen Dinge bereits vergessen haben. Hier wird der Mangel an Erfassungsbreite der auditiven Merkfähigkeit deutlich. Zum anderen kann ebenso die visuelle Aufnahmefähigkeit betroffen sein, z.B. in der Art, dass das ADHS-Kind komplexe Arbeitsblätter in der Schule kaum zu übersehen vermag und somit unter enormen Druck gerät, die Aufgaben zu lösen. Es macht Fehler, übersieht beim Lesen Endungen und lässt ganze Buchstaben aus.

In der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung äußert sich die niedrige Erfassungsbreite darin, dass das ADHS-Kind wohl einfache Bewegungsabläufe gut steuern und bewältigen kann, bei komplizierten und komplexen Bewegungen allerdings die Kräftedosierung nicht einzuschätzen vermag. Es „trampelt wie ein Elefant“ bei leisem Laufen oder schließt übermäßig laut die Tür (vgl. Ruf-Bächtiger, 1998: 19).

Die Wahrnehmungsstörungen sind nicht in gleicher Weise stark ausgeprägt, doch steuern sie ganz extrem das Verhalten der ADHS-Kinder. Ruf-Bächtiger spricht hier von verminderter Kanalkapazität. Normal entwickelte Kinder erlangen mit zunehmendem Alter eine erhöhte Aufnahmefähigkeit, lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ihre Kanalkapazität entsprechend auf verschiedene Aufgaben zu verteilen. Hyperaktive Kinder aber müssen ihre ganze Energie der ohnehin schon kleineren Kapazität auf eine einzige Aufgabe lenken. Ist dieses Fassungsvermögen bereits mit anderen Impulsen und Reizen überfüllt, so sind sie nicht in der Lage, sich auf die gestellten Aufgaben zu konzentrieren, was in der Literatur auch als eine verminderte Reizschwelle bezeichnet wird. So gelangen Reize bei ADHS-Kindern in deren Bewusstsein, die ein normalentwickeltes Kind nicht wahrnehmen würde, weil sie irrelevant sind. Aus diesem Grund kann das ADHS-Kind nicht lange an einer Arbeit beschäftigt sein, da es von seinem Gehirn die Befehle bekommt, auch den irrelevanten Impulsen nachzugehen (Ruf-Bächtiger, 1998: 20f).

Anhand des Schriftbildes lässt sich bei hyperaktiven Kindern eine motorische Koordinationsstörung feststellen, die auch bei anderen Bewegungen auffällt. Die Bewegungsharmonie ist nicht vorhanden, das Kind wirkt „ungeschickt, plump, unharmonisch und steif, hastig oder verlangsamt“ (Ruf-Bächtiger, 1998: 17). Das Schriftbild ist oft unleserlich und unsauber, die Buchstaben halten die vorgegebene Lineatur nicht ein, das Kind drückt mit aller Kraft den Stift auf das Blatt. Hier wird auch die mangelnde Krafteinschätzung deutlich.

Zu beobachten sind die unökonomischen Bewegungen bereits im Säuglingsalter. Das Baby hat Schwierigkeiten beim Trinken und Saugen, da seine Mundmotorik beeinträchtigt ist. Die Abfolge des Sitzens, Krabbelns und Laufens erfolgt nicht zeitgemäß oder nicht entsprechend der Reihenfolge. Auf diese Weise erlernt das Kind kaum eine richtige Ausführung von koordinativen Handlungen, wie Radfahren, Essen mit Messer und Gabel, Schuhe binden oder Einschenken (vgl. Ruf-Bächtiger, 1998: 17).

Das wohl gravierendste Sekundärsymptom für ADHS-Kinder stellt die soziale Isolierung dar, die sich sowohl in der Schule als auch in der Freizeit bemerkbar macht. In der Schule wollen Kinder mit gleichaltrigen Freunden zusammen arbeiten, spielen und von ihnen akzeptiert werden. Am Nachmittag werden gemeinsame Aktivitäten bestritten oder Geburtstage gefeiert. Dem hyperaktiven Kind stellen sich dabei ständig große Probleme. Soziale Lernprozesse werden von ihm nur schwer verstanden und es hat Mühe, sich den geltenden Regeln anzupassen. Immer wieder versucht es, seine Umwelt den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu ändern oder aber alles besonders gut zu machen. Dieses gelingt ihm jedoch meist nicht und es eckt immer wieder an, ob zu Hause oder in der Schule. Daraus resultiert eine zunehmende Isolation von Freunden, Schulkameraden und sogar von den Geschwistern. „Das asoziale Verhalten des Kindes wird von der Gemeinschaft besonders der Gleichaltrigen unnachsichtig geahndet“ (Eichlseder, 1991: 18).

Aufgrund der Ausgestoßenheit versucht das betroffene Kind, sich die Aufmerksamkeit zurückzuerobern, indem es z.B. Geschenke verteilt, um sich beliebt zu machen. Diese Geschenke allerdings sind meist gestohlen, da das eigene Geld nicht ausreicht. ADHS kann folglich auch zu Kriminalität führen (vgl. Eichlseder, 1991: 17f).

Ausgestoßensein bedeutet für jedes Kind eine extreme psychische Belastung, deren Ausmaß oft nicht abzusehen ist. Die schon erwähnten Depressionen, Angstzustände und Selbstmordgedanken sind eine tragische Folge dessen. Um das zu vermeiden, ist eine immer wiederkehrende Aufklärung und Behandlung des ADHS-Syndroms erforderlich.

3.3 Resümee

Sowohl Primär- als auch Sekundärsymptome lassen sich bei ADHS-Kindern erkennen. Sie spiegeln ein Verhalten wider, das in der Gesellschaft auf Unverständnis und Ausstoßung trifft. Hier muss eindeutig Prävention betrieben werden, denn die betroffenen Menschen leiden stark unter der Krankheit, der sie sich nicht entziehen können. Nicht selten treten Psychosen und Neurosen auf, die dann noch zusätzliche Probleme bereiten. Wichtig ist vor allem eine rechtzeitige Früherkennung durch Eltern, Lehrer oder Erzieher, damit eine gezielte Behandlung einsetzen kann, denn nur so können weitere Schäden in der Laufbahn der ADHS-Betroffenen vermieden werden (vgl. Eichlseder, 1991: 54).

Wichtig zu beachten ist, dass bei einem betroffenen Kind nie alle Aspekte gleichermaßen vorhanden sind. Das ADHS-Kind definiert sich nach der Summe dieser Merkmale.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass auch Hyperaktive positive Eigenschaften besitzen. Wunderbar zu erkennen ist ihre Sensibilität und der damit ausgeprägte Sinn für Gerechtigkeit. ADHS-Kinder können herzlich und offen sein, auch wenn es ihnen meist schwer fällt, diesen Eigenschaften Ausdruck zu verleihen (vgl. Ruf-Bächtiger, 1998: 24).

[...]

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Hyperaktive Kinder in der Grundschule. Erscheinungsbilder, Unterrichtsprobleme, Fördermöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung des Sportunterrichts
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
76
Katalognummer
V78444
ISBN (eBook)
9783638784962
ISBN (Buch)
9783638868464
Dateigröße
669 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hyperaktive, Kinder, Grundschule, Erscheinungsbilder, Unterrichtsprobleme, Fördermöglichkeiten, Berücksichtigung, Sportunterrichts
Arbeit zitieren
Silvana Tepe (Autor), 2002, Hyperaktive Kinder in der Grundschule. Erscheinungsbilder, Unterrichtsprobleme, Fördermöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung des Sportunterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78444

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