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Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland - Linear B

Title: Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland  -  Linear B

Seminar Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tanja Malottke (Author)

World History - Early and Ancient History
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Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Entstehung von Schriftsystemen im antiken Griechenland zu gegeben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Linear B-Schrift. Nach einer allgemeinen Einführung und zeitlichen Einordnung der Schriftsysteme im antiken Griechenland, in der auch die Hieroglyphenschrift sowie die Linear A- und Linear C-Schrift kurz dargestellt werden, folgt der Schwerpunkt dieser Arbeit, die Linear B-Schrift.

Es wird näher auf die Geschichte der Entzifferung, die Funktionsweise und die Gewinnung von geschichtlichen Informationen aus den Linear B-Texten eingegangen. Ein Aspekt dieser Arbeit ist, anhand von Beispielen darzustellen, wie aus den Linear B-Tafeln sowohl wichtige Informationen zur Herrschafts- und Lebensweise im mykenischen Griechenland als auch Entwicklungen der griechischen Sprache in bestimmten Zeitabschnitten rekonstruiert werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland

1. Enstehung von Schriftsystemen in Kreta

2. Hieroglyphen

3. Linear A

4. Die kyprominoische Schrift (Linear C)

5. Linear B

5.1. Das Alter der Linear B-Tafeln

5.2. Die Entzifferung der Linear B-Schrift

5.2. Wie funktioniert Linear B?

5.3. Welche Informationen können wir den Linear B-Tafeln entnehmen?

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung von voralphabetischen Schriftsystemen im antiken Griechenland, mit einem besonderen Fokus auf die Linear B-Schrift als zentralem Instrument der mykenischen Palastverwaltung.

  • Geschichte und Charakteristika der kretischen Hieroglyphen sowie Linear A und C.
  • Detaillierte Analyse der Entzifferungsgeschichte von Linear B durch Michael Ventris und Alice Kober.
  • Untersuchung der Funktionsweise und Schreibregeln der Linear B-Silbenschrift.
  • Auswertung von Linear B-Texten zur Rekonstruktion mykenischer Wirtschafts- und Herrschaftsstrukturen.

Auszug aus dem Buch

5.2. Die Entzifferung der Linear B-Schrift

Linear B wurde bisher als einzige der altägäischen Schriften entziffert. Arthur Evans vermutete bei seinen Ausgrabungen in Knossos im Jahr 1900 noch nicht, dass es sich bei den Schriftzeichen auf den gefundenen Tontafeln um Griechischen handeln könnte. Bei der Interpretation eines Tontafelfragmentes, auf dem einige Pferdeköpfe abgebildet waren, wandte er die kyprische Silbenschrift an und las die Zeichen als po-lo. Er verglich das Ergebnis mit dem griechischen Wort (Fohlen), verwarf aber die Vorstellung, dass die Sprache der Mykener Griechisch war. Arthur Evans war davon überzeugt, dass der mykenischen Kultur eine andere Sprache zugrunde lag. Er zog jedoch die Möglichkeit in Betracht, dass das Mykenische eine frühe Vorform des Griechischen sein könnte.

Im Fall der Linear B-Schrift lag keine Bilingue vor, also kein Text, der zweisprachig wiedergegeben war, wie es Champollion 1822 mit der Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen mit Hilfe des Trilinguen-Steines von Rosette geglückt war. Zahlreiche Entzifferungsversuche der Linear B-Schrift misslangen. Man ging z. B. davon aus, dass die zugrunde liegende Sprache etruskisch oder baskisch sei. Den entscheidenden Schritt zur Entzifferung machte ab 1943 Alice Kober. Anhand der Frage nach Numerus, Genus und Flexion in der zu untersuchenden Sprache betrachtete sie Zeichengruppen, die sich nur im letzten bzw. den zwei letzten Zeichen unterschieden. Durch die Überlegung, dass in Flexionssprachen des indoeuropäischen Typs die Wortstämme mit verschiedenen Vokalen enden, wies sie anhand von drei solcher Zeichengruppen nach, dass es sich dabei um Flexion handelte. Diese Zeichengruppen wurden unter dem Namen „Kober’s triplets“ bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Fokus auf die Linear B-Schrift und skizziert das Ziel, durch ihre Entzifferung Informationen über das mykenische Griechenland zu gewinnen.

II. Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung der Schrift auf Kreta, von den frühen Hieroglyphen über Linear A und C bis hin zur spezialisierten Linear B-Schrift.

1. Enstehung von Schriftsystemen in Kreta: Dieser Abschnitt behandelt die Ursprünge der Schrift im Kontext der bronzezeitlichen Siedlungszentren und der Notwendigkeit einer Wirtschaftsverwaltung.

2. Hieroglyphen: Hier wird die Entdeckung der hieroglyphischen Schrift durch Arthur Evans beschrieben und deren kombinierter logographisch-phonographischer Charakter erläutert.

3. Linear A: Dieses Kapitel befasst sich mit der Linear A-Schrift, ihrer Verwendung für administrative Zwecke und ihrer bis heute ungeklärten sprachlichen Herkunft.

4. Die kyprominoische Schrift (Linear C): Hier wird die verwandte kyprominoische Silbenschrift auf Zypern beschrieben, die eine rein phonographische Struktur aufweist.

5. Linear B: Dieser Abschnitt führt in die Linear B-Schrift ein, ihre Ähnlichkeit zu Linear A und die Bedingungen für den Erhalt der Tontafeln durch Palastbrände.

5.1. Das Alter der Linear B-Tafeln: Dieses Kapitel diskutiert die Datierung der Linear B-Tafeln in den Kontext der knossischen Palastgeschichte und der mykenischen Machtausbreitung.

5.2. Die Entzifferung der Linear B-Schrift: Hier wird der langwierige Entzifferungsprozess durch Alice Kobers „triplets“ und Michael Ventris’ Silbengitter detailliert dargelegt.

5.2. Wie funktioniert Linear B?: Dieser Teil erklärt die spezifischen Schreibregeln der Silbenschrift, insbesondere den Umgang mit Konsonantenclustern und die Tilgung von Endkonsonanten.

5.3. Welche Informationen können wir den Linear B-Tafeln entnehmen?: Hier wird die systematische Einteilung der Tafeln nach Fundorten und Ideogrammen dargestellt, die Einblicke in etymologische Wurzeln und soziale Strukturen ermöglicht.

III. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Linear B primär als Verwaltungsinstrument diente und die Basis für die heutige Rekonstruktion mykenischer Verhältnisse bildet.

Schlüsselwörter

Linear B, Linear A, Kreta, Mykenische Kultur, Michael Ventris, Alice Kober, Silbenschrift, Palastverwaltung, Entzifferung, Tontafeln, Knossos, Ideogramme, Phonogramme, Bronzezeit, Griechische Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung der Schrift im antiken Griechenland, mit besonderem Fokus auf die Linear B-Schrift als wichtiges Zeugnis mykenischer Verwaltung.

Welche Schriftsysteme werden thematisiert?

Die Arbeit deckt die kretischen Hieroglyphen, Linear A, die kyprominoische Schrift (Linear C) und schwerpunktmäßig Linear B ab.

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Funktionsweise und Entzifferung von Linear B aufzuzeigen, welche historischen Informationen über das mykenische Griechenland aus diesen Tontafeln gewonnen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich archäologischer Funde und linguistischer Daten zur Rekonstruktion von Verwaltungs- und Gesellschaftsstrukturen.

Was bildet den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Geschichte der Entzifferung von Linear B, die technischen Aspekte ihrer Silbenschrift sowie die praktische Auswertung von Inventarlisten und anderen Palastdokumenten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Zu den Kernbegriffen zählen Linear B, Mykene, Palastverwaltung, Silbenschrift, Entzifferung und Wirtschaftsgeschichte.

Welche Bedeutung hatten die „Kober’s triplets“ für die Forschung?

Diese Zeichengruppen erlaubten Alice Kober den Nachweis, dass es sich bei Linear B um eine Flexionssprache handelt, was den entscheidenden Durchbruch zur späteren Entzifferung ebnete.

Warum wurden Linear B-Tafeln überhaupt überliefert?

Die Tafeln waren ursprünglich nicht für die Ewigkeit gedacht und nur in der Sonne getrocknet. Sie blieben nur erhalten, weil die Palastarchive durch unbeabsichtigte Brände gebrannt und somit gehärtet wurden.

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Details

Title
Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland - Linear B
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Historisches Seminar III (Alte Geschichte))
Course
Probleme der griechischen Frühzeit: Von Mykene bis Homer
Grade
1,3
Author
Tanja Malottke (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V78448
ISBN (eBook)
9783638846325
ISBN (Book)
9783638845236
Language
German
Tags
Voralphabetische Schriftsysteme Griechenland Linear Probleme Frühzeit Mykene Homer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Malottke (Author), 2007, Voralphabetische Schriftsysteme im antiken Griechenland - Linear B, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78448
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